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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmpumpen-Leistung beim Altbau

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Heinrichklostermann

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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,
möchte ein Haus Baujahr 1956, Wohnfläche 120 qm mit neuer Heizung ausstatten. Favorit ist eine Wärmepumpe mit Erdsonde für Heizung und Warmwasser. Das Haus ist massiv mit 24er Hohlblocksteine gemauert. Dämmung nicht vorhanden,kann jedoch zum späteren Zeitpunkt angbracht werden.
Fenster wärmeisoliert, jedoch ca.15 Jahre alt.
Geplant ist Fussbodenheizung.
Mit wieviel Kosten muss ich für komplette Anlage incl. Bohrung rechnen ?
Welche WärmepumpenLeistung wird (ohne Dämmung) benötigt ?
Wie teuer ist eine FBH pro qm?
Wie hoch ist etwa der Aufbau einer FBH incl. Fliesenbelag ?
Mit welchen stromkosten muss ich durch zusätzliche Unterstützung mit Heizstab rechnen ?
Sind die Stromkosten gar zu hoch da die Wärmepumpe den Vorraussetzungen Altbau ohne Dämmung nicht gewachsen ist ?
Da die Erdöl und Gaspreise stetig steigen ist für micht eine Wärmepumpe eigentlich die sinnvollste Investition, denke aber auch die teuerste.

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denkedran

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Beiträge: 384
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Zunächst sollten Sie einen WP Fachbetrieb einladen und zu ihren Fragen direkt an ihrem Objekt, die möglichen Vorschläge unterbreiten lassen.
Sicherlich können wir Ihnen auf Anfrage per Mail auch einen Kollegen benennen.

Gruß Denkedran

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Bei einem Haus von 1956 mit 120m² würde ich mal eine Wärmebedarf von ca.70-75W/m² annehmen.Das wären dann ca.8,4kW -9,0kW.
Ist das Haus gedämmt wäre es natürlich weniger,und demnach könnte auch die Tiefenbohrung geringer ausfallen.

Tiefenbohrunf kostet ca.1000€/kW Heizleistung oder auch ca.55€ pro Bohrmeter,nur mal so als Hausnummer.
Wenn ein Garten vorhanden ist,grabe diesen um und lege Erdkollektoren rein,ist günstiger.

Da es sich um ein bestehendes Haus handelt,muß man wohl den alten Estrich rausreißen und dann mit geringer Aufbauhöhe arbeiten.
Ich habe mal das Sysem von Roth TBS verbaut mit 35mm Aufbauhöhe,war aber ganz schön teuer.Dann gibt es noch das ClimaComfortSystem von Roth,das kann aber keiner bezahlen.

Eine andere Möglichkeit wäre noch entweder http://www.cuprotherm.de/... oder http://www.cufix.de/... zu verwenden.
Diese Systeme kann man dann mit Gußasphalt Estrich bedecken.

Mit dem ganzen was du vorhast sollstest du mal 30.000,00€ als Hausnummer nehmen.

Energieberater hinzuziehen und Fördertöpfe abgreifen.

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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Ich würde lieber erst mal einen unabhängigen Energieberater kommen lassen um erstmal den energetischen Bestand fest zu stellen. Denn wenn du jetzt eine große WP mit teurer tiefer Bohrung nimmst ist diese mit der nächsten größeren Verbesserung der Gebäudesubstand überdimensioniert. Lieber erst mal das Gebäudesubstanz verbessern und dann entsprechend kleine WP nehmen.

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Thomas Heufers

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Da bin ich ganz d'accord mit Bernhard Geyer.
Eine Wärmepumpe macht nur dann Sinn, wenn der Wärmeenergiebedarf sehr niedrig ist und wenn das Konzept auf die Wärmepumpe (niedrige Vorlauftemperatur, Flächenheizung etc.) ausgerichtet ist.
Der Energiebedarf des Gebäudes ist der entscheidende Faktor. Und den kann man nur durch Dämmung der Gebäudehülle absenken.
Gut gedämmt, spart Kosten bei der Wärmetechnik und lässt Energieverbräuche garnicht erst entstehen!

Vor der Entscheidung der Heizungs- und Wärmetechnik sollte grundsätzlich immer erst über die Verbesserung der Gebäudehülle nachgedacht werden.

Werbeaussagen wie "kostenlose Umweltwärme" sind Augenwischerei.

Der Ratgeber "Wärmepumpen-Checkliste" kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.
http://www.energie-effizientes...r.html#Waermepumpen-Checkliste

Gruß

Thomas Heufers

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denkedran

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Eigentlich möchten wir alle kostengünstig heizen.

Die " Rentierfrage " spielt dabei eine große Rolle.
Für 50.000€ zusätzlich isolieren, oder einfach 300€ an Heizkosten dafür mehr jährlich ausgeben.

Wenn man 50.000€ durch 300€ teilt bekommt man momentan auf
166,6666666666666666666 " Rentier "Jahre. Was ist da noch realistisch?
Wir bauen jetzt und hier im Lande WP Anlagen, darum einen Fachbetrieb fragen und sich die jetzigen Energiekosten offenlegen lassen.
Energieberater möchten sehr gerne für 50.000€ sanieren, schließlich bekommen die Geld für die Ausarbeitung des Projektes.
Aber letztendlich wird es auch mit der teueren Isolierung im Haus dann immer noch nicht warm.

Darum Denkedran

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kältebauer

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Neuer BeitragVerfasst am: 31.01.2008 19:56 Titel: Antworten mit Zitat
Eigentlich möchten wir alle kostengünstig heizen.

Die " Rentierfrage " spielt dabei eine große Rolle.
Für 50.000€ zusätzlich isolieren, oder einfach 300€ an Heizkosten dafür mehr jährlich ausgeben.

Wenn man 50.000€ durch 300€ teilt bekommt man momentan auf
166,6666666666666666666 " Rentier "Jahre. Was ist da noch realistisch?
Wir bauen jetzt und hier im Lande WP Anlagen, darum einen Fachbetrieb fragen und sich die jetzigen Energiekosten offenlegen lassen.
Energieberater möchten sehr gerne für 50.000€ sanieren, schließlich bekommen die Geld für die Ausarbeitung des Projektes.
Aber letztendlich wird es auch mit der teueren Isolierung im Haus dann immer noch nicht warm.

Darum Denkedran









Hallo Da muss ich Denkdrann absolut Recht geben


hab auch ein beschissen isoliertes Haus was ich nach und nach versuche nachzubessern.
habe trozdem eine Wärmepumpe eingebaut und fast ein drittel eingespart gegenüber der alten Ölheizung.
Und ich brauch nicht alle paar Monate die Ölpreise beobachten wann Tank ich denn nun!!?? scheiße zu lange gewartet Oel ist alle Crying or Very sad und wieder 2-3000€ los auf einen schlag.
wag den schritt rentiert sich auch bei einem alten Haus

Gruss Dirk

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kältebauer

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Beiträge: 283
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Wärmepumpe eingebaut und fast ein drittel eingespart

Sorry die Pumpe hatt mich nur ein drittel gekostet gegenüber der Oelheizung Embarassed

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denkedran

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@ Kältebauer
Wenn Du schon in Hannover wohnst besuche doch mal Fachleute und plaudere mit denen.

So zum Beispiel den Herrn Santore Tel. 04128/95117

Möglicher Weise krigst Du dort einen Ausbildungs- Weieterbildungs - Arbeitsplatz.
Somit hätten wir hier im Forum einen Fachmann mehr.

Darum Denkedran

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bernhard geyer

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Mein Arbeitskollege musste das Haus seiner Mutter modernisieren. Nach einer Energetischen Betrachtung wurde für diese Haus das größte Einsparpotetial bei Fenster (> 20 Jahr alt) und Dachdämmung berechnet. Ein weiterer Vollwämeschutz hätte 6% einsparung gebracht (Hat er bleiben lassen).

Wenn man aber eine Abschreibungsberechnung durchführt sollte man auch die Teuerung der Energieträger, Förderungsmöglichkeiten um Zinsen zu senken etc. auch mit einberechnen. Deshalb alle Aspekte berücksichtigen.

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Thomas Heufers

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Man sollte auch in Betracht ziehen, dass in Zukunft auf Energieträger eine CO2-Abgabe, ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen, fällig wird.
Die CO2-Abgabe wird man nur umgehen können, wenn man den Energieverbrauch effektiv absenkt oder auf CO2-neutrale Heizsysteme zugreift.

Übrigens, es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange man noch Sondertarife für Wärmepumpen in Anspruch nehmen kann. Auch hier werden die Energiekonzerne mittelfristig ihre Tarifstrukturen ändern.

Wir sagen immer, man sollte seine Planung unabhängig vom Primärenergieverbrauch konsequent auf Energieeinsparung ausrichten.


Gruß

Thomas Heufers

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denkedran

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Übrigens, es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange man noch Sondertarife für Wärmepumpen in Anspruch nehmen kann. Auch hier werden die Energiekonzerne mittelfristig ihre Tarifstrukturen ändern.


Mit solchen Argumenten ist sicherlich kein Krieg gegen die WP Technik zu führen.

Gruß Denkedran

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Thomas Heufers

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Wer spricht denn hier von Krieg. Es geht hier um Meinungen und Fakten.
Um keinen falschen Eindruck entstehen zulassen, ich befürworte den Einsatz von Wärmepumpen. Hierbei nehme ich die Thesen von Ökotest, Stiftung Warentest, Bund der Energieverbaucher, den Verbraucherzentralen ernst und setzte dies gegenüber unseren Kunden in den Planungen um.
Die vorgenannten Institute halten die Wärmepumpe nur dann für praktikabel, wenn der Energiebedarf sehr niedrig ist.


Gruß

Thomas Heufers

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denkedran

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Hierbei nehme ich die Thesen von Ökotest, Stiftung Warentest, Bund der Energieverbaucher,........

Wir WP Fachbetriebe, richten uns nach den Vorgaben vor Ort. zur Projektanalyse.

Gruß Denkderan

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GMil

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Die These mit der Nutzung von WPn nur in gut gedämmten Neubauten mit FBH habe ich auch gehört. Ich habe mich allerdings nicht dran gehalten, sondern eine L/W-WP in mein inkl. Dämmung 20 Jahre altes EFH einbauen lassen, das nur eine Einrohr-Radiatoren-Heizung ohne FBH hat.

Zum einen gibt es inzwischen Hochtemperatur-WPn, die m. E. genau für solche Einsatzfälle optimiert sind, zum anderen kann es nicht verkehrt sein, auf die Verschwendung fossiler Energieträger bei Heizsystemen auch in Altbauten zu verzichten.

Zu nachträglichen Dämmmaßnahmen ist leider tatsächlich zu sagen, daß mir keine einzige bekannt ist, die sich in einem annehmbaren Zeitbereich von vllt. 20 Jahren amortisieren würde. So würden bei mir aktuelle Fenster z. B. bei ca. 8.000 € Kosten eine jährliche Heizkosten-Einsparung von nur 160 € bringen (= 50 Jahre Amortisation); eine Fassadendämmung würde bei ca. 18.000 € Kosten jährlich ca. 250 € - 400 € einsparen (min. 45 Jahre Amortisation) usw. usw.

Wenn also die Bausubstanz nicht noch aus anderen Gründen erneuert werden muß, ist der reine Austausch zwecks Energiekostenersparnis absolut unlohnend. Das könnte sich allerdings bei der Einführung geplanter Energiesteuern schnell ändern.

Dies könnte ein weiterer Grund sein, jetzt erst mal abzuwarten, sonst hat man nachher bestimmt falsch investiert.

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