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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 19.02.2008 15:05 Uhr

Bei 3-fach Verglasung ist schon ein relativ hoher Schallschutz gegeben, da würde ich keine speziellen Schallschutzfenster berücksichtigen. Wichtig ist ein hochwertiges Profil und ein fachgerechter Einbau, sonst kommt der Schall über die Lippendichtungen durch.

Der Schall wird zum großen Teil über die Fassade transportiert. Perimeter-Dämmung ist hier ungünstig, besser sind Holzfaserdämmplatten oder Fassadenplatten auf Steinwollbasis.

http://www1.rockwool.de/graphics/Testweb-Germany-DropDown-Menu/PDF/Anwendungsbereiche/Ho chbau/update_18_07_06/DB_CoverrockPlus_180706.pdf

Wenn es architektonisch irgendwie machbar ist, empfiehlt sich ein außenliegendes, wärmebrückenfreies Rolladensystem mit elektrischem Antrieb. Vorteil ist auch eine einfache spätere Revision, falls die Technik 'mal Probleme machen sollte. Bei integrierten Rolladensysteme ist nach einer etwaigen Revision ein Maler/Tapezierer zu bestellen. Ausgeschäumte Alupanzer sind ein zusätzlicher Wärme- und Lärmschutz.

@ Dominikohz - Eine Lüftungsanlage kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage.
Genau da ist der Vorteil einer kontrollierten, zentralen Wohnraumlüftung. Man lässt definitiv den Lärm draußen. Bei der Fensterlüftung ist der Lärm immer störend.
Übrigens - Wir schalten an kalten, wenn die Emmissionen der fossilen Öfen die Luft schwängern, die Lüftungsanlage vorübergehend aus, damit die Raumluft sauber bleibt.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Michael R. » 19.02.2008 15:39 Uhr

Der Herr Heufers hat da schon einige gute Dinge gesagt.

Auf deinen Zeichnungen ist nicht ersichtlich, wo Süden ist. Hast du/dein Archi schon einmal daran gedacht, den Dachüberstand so zu wählen, das die Fenster im Sommer vom Dachü. verschattet werden? Dann brauchst du keine Rolläden mehr. Ich habe ein PH gebaut mit 27m² Fensterfläche nach Süden und habs im Sommer schön kühl im Haus, weil kein Sonnenstrahl ins Fenster kommt.

Alles hab ich vom Thread hier nicht gelesen. Wenn ich noch mehr Zeit heute Abend habe, schreib ich zum einen oder anderen Punkt noch etwas.

Gruß Micha
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Beitragvon Thomas Heufers » 19.02.2008 17:35 Uhr

Die Skizze verdeutlicht die Vorteile einer konstruktiven Verschattung ohne mechanische Verschattungshilfen.
[/color][img]http://ecotec-energiesparhaus.de/assets/images/autogen/a_Visualisierung_1.gif[/img]
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Beitragvon Michael R. » 19.02.2008 22:50 Uhr

Hallo Dominikohz,

ich habe mir ein Passivhaus gebaut und vieles auch in Eigenleistung erbracht. Einerseits aus Kostengründen , andererseits aus Qualitätgründen. Ich versuche mal auf einige Fragen zu antworten die du gestellt hast.

Wenn man handwerklich nicht gerade zwei linke Hände hat, kann man eine Menge Eigenleistung erbringen. Allerdings sollte man sich nicht mit der zu benötigenden Zeit verkalkulieren. Wenn es nicht darauf ankommt, das der Bau mal 2 Monate länger dauern kann, sollte das kein Problem sein. Schwierig wird es, wenn andere Gewerke auf der Matte stehen und nicht ran können, weil du nicht fertig bist.
Wie und in welcher Stärke du dein Haus/Dach dämmen musst, solltest du eigentlich von deinem Archi erfahren. Er hat ja den Energienachweis gerechnet und muss dazu ja mit irgendwelchen Ansätzen rangegangen sein.

Wieviel du durch die Eigenleistung sparst, kannst du am besten feststellen, wenn du dir Angebote für die Leistungen machen lässt. Anschließend kalkulierst was DU für das Material ausgeben musst und dann siehst, wo die Differenz ist. Aber bedenken, das deine Einkaufs-/Materialpreise meist höher sind, wie die der Handwerker. Eventuell kannst du auch mit anderen am Bau beteiligten Firmen verhandeln. Ich konnte z.B. über meinen Rohbauer im Baustoffhandel zu seinen Konditionen einkaufen, genau wie beim Dachdecker und Maler bei ihren Händlern. Da waren Rabatte bei Einzelposten bis zu 80% drin.
Teilweise konnte ich auch bei den einzelnen Gewerken mitarbeiten und dadurch noch einmal etwas sparen.

Luftwärmepumpe = Finger weg! Ich halte eh nicht so viel von Wärmepumpen, wahrscheinlich weil die wenigsten Installateure hier wirklich Ahnung haben. Ich meine mit Ahnung hier nicht Anbauen, sondern verstehen was wieso da funktioniert.
Aber das ist wohl alles eine Glaubensfrage. :wink:

Zu den Fenster, eindeutig 3-fach-Verglasung. Dabei aber auch auf ein vernünftiges (am besten ebenfalls gedämmtes) Rahmenprofil achten. Es hilft dir nicht wenn du Fensterglas mit einem U = 0,7 hast, aber dann am Rahmen Sturzbäche Kondenswasser fließen. Die Art des fachgerechten Einbaus ist hier auch sehr wichtig. Einfach mal Infoprospekte bei verschiedenen Herstellern anfordern.
Vom Empfinden her sind die Fenster einfach genial. Draußen Minus 15 Grad und du stehst am Fenster und merkst keinen Kälteschleier / -zug.
Und von draußen kommt kaum ein Geräusch ins Zimmer.

Also ich empfehle dir auch auf jeden Fall ein Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Erlebnis zu jederzeit frische warme Luft im Haus zu haben ist schon etwas, was ich nicht mehr missen möchte. Bevor ich die Anlage fertiggestellt hatte, haben wir ein viertel Jahr im Haus gewohnt und durch Fenster gelüftet. Gerade wenn es kalt wird, macht man die Fenster nicht so lange auf wie eigentlich notwendig. Und jetzt, bin ich jedesmal erstaunt, wenn ich wo anders zu Besuch bin, wie "schlecht" dort die Luft ist. Vorher bekam man das gar nicht mit, weil es "normal" war.

Danke @ Thomas Heufers für die Skizze. Bei dem Prinzip muss nix gewartet werden. Keine Betriebskosten. Nix kann dran kaputt gehen.

Gruß Michael
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Beitragvon Dominikohz » 21.02.2008 22:20 Uhr

Hi!

Danke euch, ich habe einige ARgumente die ich konnte bei dem Bauträger angegeben. Er wird mir nun ein verändertes Angebot zuschicken. Werde das dann auch mal einscannen, vielleicht hat ja jemand von euch Lust mal drüber zu schauen ob es noch Schwachstellen im Angebot gibt? Selber bin ich banker, also was ide Finanzierung angeht habe ich alles im Griff...nur bei den technischen details bin ich oftmals echt überfragt. Michael, was hat denn das Dach Decken gekosten inkl. Dachpfannen? Habe das Gewerk komplett beim Bauträger raus genommen. Also die Lattung etc wird von den Zimmersleuten gemacht, es geht um das reine Decken auch mit der Dreiecksgaube etc. Wir denke an ton Dachziegel, inkubiert heißt es glaube ich. Komme ich da mit 9000 Euro hin oder ist das zu knapp gerechnet?

MfG
Dominik
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Beitragvon Michael R. » 22.02.2008 13:10 Uhr

Was ich jetzt bezahlt hab weiß ich grad nimmer. Muss ich zu Hause nachgucken.
Ich habe auch Tonziegel genommen, war insgesamt 500,- Euro teurer als mit Betondachsteinen. Den Großteil der Kosten sind eh die Ziegel. Daher kann man auch schlecht sagen, ob du mit 9.000,- Euro hinkommst. Vielleicht hast du ja dir besonders seltene und teure Ziegel ausgesucht. Da gibt es auch Qualitäts- und Preisunterschiede.
Sicherlich ist es auch regional unterschiedlich. Wie ist das Lohngefüge. Ist die Ziegelei um die Ecke... und und und.

Ich kann ja heute abend mal nachschauen, was ich bezahlt habe. ob dir das dann hilft, weiß ich nicht.

Gruß Micha

PS: Das heißt denk ich "engobiert".


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Beitragvon Dominikohz » 22.02.2008 16:10 Uhr

Hi!

Also das Decken machen wir mit meinem Dad selber. Mir kann nur keine sagen, auch nich im Netz, was so beispielsweise ein komplettes Dach einzudecken mit ortgang etc kostet. Unser Bauträger erlässt uns 8000 Euro inkl Steuer dafür.
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Beitragvon Michael R. » 22.02.2008 21:22 Uhr

Also bei mir waren es insgesamt 11.000,- Brutto für 200m², die Hälfte davon waren in etwa die Ziegel. Der Rest waren dann Lohn und Material für Traufe, Ortgang, Lattung, Unterspannbahn, Klempnerarbeiten und einiges an Verschieferungen am Schornstein und Ortgang. Und allein die Trittanlage für den "schwarzen Mann" hat davon 1k gekostet.

Gruß Michael
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Beitragvon Dominikohz » 23.02.2008 18:24 Uhr

hmm..ok, bei mir werden es ca 140m² denke ich und Lohnkosten keine. Dann wirds ja hoffentlich mit den 9000 Euro passen:-)

Haste sonst noch nen paar Tips für mich?
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Beitragvon Michael R. » 23.02.2008 21:24 Uhr

Pauschale Tipps sind gerade aus. :wink: Aber wenn du noch zu irgend etwas gezielt eine Frage hast, kann ich gern versuchen zu helfen.

Gruß Michael

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