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Fragen zu Umwelttechniken und weiteren Energiethemen, Energie sparen, Ökostrom, Erfindungen, Contracting, Energiepolitik.
Frank

Beitragvon Frank » 31.08.2005 17:27 Uhr

Wer kann mir sagen , oder hat Erfahrung ob es Sinn macht eine 10 Jahre alte Ölheizung mit einer anderen Wärmequelle zu koppeln, z.b. Luftwärmepumpe ?
Rechnet sich das ?

Frank

Micha

Beitragvon Micha » 31.08.2005 17:27 Uhr

Ja, wie imme rleigt der Teufel im Detail.

- Man muß etwa wissen wieviel Öl die WW-Bereitung bisher im Schnitt verbraucht hat.
Das ist meist schlecht aus der gesamt-Öl-Menge des Jahres ablesbar.

Ich denke, da hilft dann ein Energiebedarfsausweis des Hauses. Da wird Heizverbrauch und WW-Verbrauch getrennt ermittelt.

3000 bis 5.000 KW Warmwasser ist schon real bei einer Familie.

nehmen wir mal 4.000 kw an.

eine Luft-WP läft ca. mit Kennzahl 3-3,5.

bei Kennzahl 3,5 wären das :

4.000 KW/3,5 = 1142 KW aus dem Stromnetz entnommene Leistung.

Je nach Stromversorger ergeben sich dann Kosten von z.B.
WP-Traif 11 ct/KWh = 1142x011 ct = 125 Euro pro Jahr.
Grob grechnet.

Wenn Öl 40 ct/l kostet und man aus einem Liter etwa 10 KW
( das gibt die Ölindustrie etwa an)

also: 4.000 KW/10 = 400 Liter Öl x 40 ct = 160 Euro/Jahr.

So groß ist die einsparung wohl erst einmal nicht. Obwohl ich Wärmepumpen empfehle.

Aber hierbei kommen in 10 Jahren nur etwa 350 Euro Ersparnis zusammen. Selbst wenn es am Ende etwas mehr sein sollte . Irgendwie lohnt das nur, wenn man ohnehin an der Anlage was ändern will.
Schade eigentlich , aber man sollte sich eben auch Ökologie nicht schön rechnen.
Wenn der WarmWasserbedarf aber größer ist als hier angenommen, mag das dann schon besser aussehen.

Allerdings bleibt da noch der Gesichtspunkt der CO2-Minderung:
Luft-WP etw 0,31 kg CO2/KWh
Öl etwa 0,37-bis 0,4m kg CO2/kwh.

Hoffentlich war das eine Hilfe.
Micha

Beitragvon Micha » 31.08.2005 17:27 Uhr

Ach so. noch was zur Technik.

es ging ja in der Frage nicht nur um Geld.

Also Prinzipiell müte das möglich sein, Öl und WP zu kombinieren.

Der Ölbrenner erwärmt einen wasserkreislauf, der normalerweise durch den WarmWsasertank in eine Spirale fließt und dort das Warme wasser erzeugt.

Das würde die WP auch tun.

Wenn Sie einen extra stehenden Speiche haben müßte das gehen.
Und der Warmwassertemperaturfühler, der dem Brenner sagt, daß es Zeit ist zum Nachheizen müßte geändert werden.

Bei einem Kombi-Kessel ist das eher problematisch. Denn dort müßte man in den kessel eingreifen, um dei wärmetauscherspirale an das andere Gerät (WP zu klemmen)
Frank

Beitragvon Frank » 31.08.2005 17:27 Uhr

» Ach so. noch was zur Technik.
»
» es ging ja in der Frage nicht nur um Geld.
»
» Also Prinzipiell müte das möglich sein, Öl und WP zu kombinieren.
»
» Der Ölbrenner erwärmt einen wasserkreislauf, der normalerweise durch den
» WarmWsasertank in eine Spirale fließt und dort das Warme wasser erzeugt.
»
» Das würde die WP auch tun.
»
» Wenn Sie einen extra stehenden Speiche haben müßte das gehen.
» Und der Warmwassertemperaturfühler, der dem Brenner sagt, daß es Zeit ist
» zum Nachheizen müßte geändert werden.
»
» Bei einem Kombi-Kessel ist das eher problematisch. Denn dort müßte man in
» den kessel eingreifen, um dei wärmetauscherspirale an das andere Gerät (WP
» zu klemmen)

Danke Micha,
Deine Gegenrechnung ernüchtert einen gleich, aber kann man diese Luftwärmepumpe nicht koppeln für WW und HZ , ich denke gerade an die Übergangszeiten beim HZ. Wie Du erwähnt hast müßte man einen Speicher zusätzlich aufbauen.
Mein Ölkessel hat eine NWL von 15-20 KW,und einen externen Boiler von 140 l, für 140m² WF und einen jährliche Wasserverbrauch von ca. 92m³, sowie einen Ölverbrauch von ca.3000l in 15 Monaten. Kann man den Ölverbrauch so reduzieren das sich langfristig ab ca. 3 Jahren der Mehraufwand zu den jährlichen Heizkosten rechnet,oder macht das keinen Sinn.

Frank
Micha

Beitragvon Micha » 31.08.2005 17:27 Uhr

» Mein Ölkessel hat eine NWL von 15-20 KW,und einen externen Boiler von 140
» l, für 140m² WF und einen jährliche Wasserverbrauch von ca. 92m³, sowie
» einen Ölverbrauch von ca.3000l in 15 Monaten. Kann man den Ölverbrauch so
» reduzieren das sich langfristig ab ca. 3 Jahren der Mehraufwand zu den
» jährlichen Heizkosten rechnet,oder macht das keinen Sinn.
»
» Frank

Hallo Frank,

So ernüchternd finde ich das Egebnis nicht. Schließlich sind dort die heutigen Energiepreise angenommen. Und ich habe nur grob auf 10 Jhare gerechnet. Kostengleichheit gegen den Kapitalzins von 5% sind ja auch schon was.
Die KfW bietet aber wesentlich niedrigere Zinsen. ich habe gerade was von unter 2% gelesen

also, wenn du den alten Ölbrenner weiter nutzen willst (da er nun mal da ist) und trotzdem ene neue WP installieren willst, stellt sich folgen Frage:
a) die Platzfrage im Heizraum (logisch)
b)warum der Schornsteinfeger weiterhin Geld bekommen soll.

Prinzipiell kann eine WP das ganze Haus gut versorgen. Mit Heizung und Warm-Wasser
Vor allem wenn man Flächenheizung hat (Boden oder Wand). aber auch mit Heizkörpern kann man was machen. Leider verlangen die eine höhere Vorlauftemperatur, was den Wirkungsgrad er WP einschränkt. Aber machbar ist das.

Je besser das Haus gedämmt ist und je mehr Flächenheizung man hat, desto besser rechnet sich das.

Knackpunkt ist der Wärmebedarf des Hauses .

Hast Du einen Energiebedarfsausweis ? Damit stehen alle Annahmen sicherer. Ohne so eine Zahl wir das alles recht ungenau.


michaelwindhorn@t-online.de

Gruß Micha

Gut-Grobrechnung:

3.000 l Öl zu 45 Ct/Liter = 1.350 Euro/Jahr.
Pro Liter Öl hat man 10 KW also verbrauchst Du etwa 30.000 KW Energie pro Jahr. Ist das ein großes Haus oder/und ist es wenig gedämmt ?
Na egal.

Ich lege einfach mal 11 ct/kw WP-Strom als Gegenrechnung zu Grunde.

30.000 KW Heizleistung bei einer WP-Kenzahl von 4
ergeben 7.500 KW gezogenen Strom.

bei 11 ct/kW WPÜ-Strom sind das etwa 825 Euro pro Jahr.

Differenz also etwa 525 Euro pro Jahr.

in 5 Jaren sind das 2625 Euro
in 10 Jahren 5250 Euro.

Für Regenerative Energien gibt die KfW sehr günstige Kredite. Dummerweise muß man das aber übe reine Hausbank machen. Und die Banken am Ort verdienen am KfW-Kredit kaum was. Die Begesiterung hält sich also meist in Grenzen.
Meist wollen die 50% zu ihrem eigenen Zinsatz finanzieren und den Rest über KfW. leben und leben lassen eben.

Nehmen wir mal einen Mischzins von 4% an u nd 2% Tilgung

bei 525 Euro pro Jahr weniger Energiekosten könnte man mit diesen 525 Euro etwa 8750 Euro für die neue Heizung finanzieren und tilgen

Gruß Micha
Gast

Beitragvon Gast » 25.01.2006 01:22 Uhr

Micha hat geschrieben:Ja, wie imme rleigt der Teufel im Detail.

- Man muß etwa wissen wieviel Öl die WW-Bereitung bisher im Schnitt verbraucht hat.
Das ist meist schlecht aus der gesamt-Öl-Menge des Jahres ablesbar.

Ich denke, da hilft dann ein Energiebedarfsausweis des Hauses. Da wird Heizverbrauch und WW-Verbrauch getrennt ermittelt.

3000 bis 5.000 KW Warmwasser ist schon real bei einer Familie.

nehmen wir mal 4.000 kw an.

eine Luft-WP läft ca. mit Kennzahl 3-3,5.

bei Kennzahl 3,5 wären das :

4.000 KW/3,5 = 1142 KW aus dem Stromnetz entnommene Leistung.

Je nach Stromversorger ergeben sich dann Kosten von z.B.
WP-Traif 11 ct/KWh = 1142x011 ct = 125 Euro pro Jahr.
Grob grechnet.

Wenn Öl 40 ct/l kostet und man aus einem Liter etwa 10 KW
( das gibt die Ölindustrie etwa an)

also: 4.000 KW/10 = 400 Liter Öl x 40 ct = 160 Euro/Jahr.

So groß ist die einsparung wohl erst einmal nicht. Obwohl ich Wärmepumpen empfehle.

Aber hierbei kommen in 10 Jahren nur etwa 350 Euro Ersparnis zusammen. Selbst wenn es am Ende etwas mehr sein sollte . Irgendwie lohnt das nur, wenn man ohnehin an der Anlage was ändern will.
Schade eigentlich , aber man sollte sich eben auch Ökologie nicht schön rechnen.
Wenn der WarmWasserbedarf aber größer ist als hier angenommen, mag das dann schon besser aussehen.

Allerdings bleibt da noch der Gesichtspunkt der CO2-Minderung:
Luft-WP etw 0,31 kg CO2/KWh
Öl etwa 0,37-bis 0,4m kg CO2/kwh.

Hoffentlich war das eine Hilfe.


Ebse

Beitragvon Ebse » 25.01.2006 16:13 Uhr

Hallo,
ich habe eine Ölheizung, die mit einer Luft-Wasser-WP kombiniert ist, mikroprozessorgesteuert. Das Ganze läuft seit 21 Jahren störungsfrei. Mit der WP kann ich theoretisch bis -8°C Außentemperatur heizen, was aber keinen Sinn macht. Bei etwa 7°C schalte ich die WP ab. und heize mit Öl weiter. Zur besseren Ausnützung der WP habe ich einen Wintergfarten angebaut (schon bei der Hausplaung berücksichtigt), der mir die Ansaugtemperatur deutlich erhöht. :wink:
Gast

Beitragvon Gast » 15.02.2006 15:55 Uhr

Micha hat geschrieben:» Mein Ölkessel hat eine NWL von 15-20 KW,und einen externen Boiler von 140
» l, für 140m² WF und einen jährliche Wasserverbrauch von ca. 92m³, sowie
» einen Ölverbrauch von ca.3000l in 15 Monaten. Kann man den Ölverbrauch so
» reduzieren das sich langfristig ab ca. 3 Jahren der Mehraufwand zu den
» jährlichen Heizkosten rechnet,oder macht das keinen Sinn.
»
» Frank

Hallo Frank,

So ernüchternd finde ich das Egebnis nicht. Schließlich sind dort die heutigen Energiepreise angenommen. Und ich habe nur grob auf 10 Jhare gerechnet. Kostengleichheit gegen den Kapitalzins von 5% sind ja auch schon was.
Die KfW bietet aber wesentlich niedrigere Zinsen. ich habe gerade was von unter 2% gelesen

also, wenn du den alten Ölbrenner weiter nutzen willst (da er nun mal da ist) und trotzdem ene neue WP installieren willst, stellt sich folgen Frage:
a) die Platzfrage im Heizraum (logisch)
b)warum der Schornsteinfeger weiterhin Geld bekommen soll.

Prinzipiell kann eine WP das ganze Haus gut versorgen. Mit Heizung und Warm-Wasser
Vor allem wenn man Flächenheizung hat (Boden oder Wand). aber auch mit Heizkörpern kann man was machen. Leider verlangen die eine höhere Vorlauftemperatur, was den Wirkungsgrad er WP einschränkt. Aber machbar ist das.

Je besser das Haus gedämmt ist und je mehr Flächenheizung man hat, desto besser rechnet sich das.

Knackpunkt ist der Wärmebedarf des Hauses .

Hast Du einen Energiebedarfsausweis ? Damit stehen alle Annahmen sicherer. Ohne so eine Zahl wir das alles recht ungenau.


michaelwindhorn@t-online.de

Gruß Micha

Gut-Grobrechnung:

3.000 l Öl zu 45 Ct/Liter = 1.350 Euro/Jahr.
Pro Liter Öl hat man 10 KW also verbrauchst Du etwa 30.000 KW Energie pro Jahr. Ist das ein großes Haus oder/und ist es wenig gedämmt ?
Na egal.

Ich lege einfach mal 11 ct/kw WP-Strom als Gegenrechnung zu Grunde.

30.000 KW Heizleistung bei einer WP-Kenzahl von 4
ergeben 7.500 KW gezogenen Strom.

bei 11 ct/kW WPÜ-Strom sind das etwa 825 Euro pro Jahr.

Differenz also etwa 525 Euro pro Jahr.

in 5 Jaren sind das 2625 Euro
in 10 Jahren 5250 Euro.

Für Regenerative Energien gibt die KfW sehr günstige Kredite. Dummerweise muß man das aber übe reine Hausbank machen. Und die Banken am Ort verdienen am KfW-Kredit kaum was. Die Begesiterung hält sich also meist in Grenzen.
Meist wollen die 50% zu ihrem eigenen Zinsatz finanzieren und den Rest über KfW. leben und leben lassen eben.

Nehmen wir mal einen Mischzins von 4% an u nd 2% Tilgung

bei 525 Euro pro Jahr weniger Energiekosten könnte man mit diesen 525 Euro etwa 8750 Euro für die neue Heizung finanzieren und tilgen

Gruß Micha

Gast

Beitragvon Gast » 21.02.2006 00:25 Uhr

Hallo,

die Sache funktioniert eigentlich ohne Problem. Die meisten WPs haben einen Steuerausgang für einen zweiten Wärmeerzeuger. Wie der aussieht ist eigentlich egal. In den 80er hat man viele solche bbivalenten Systeme aufgebaut.
Meine Frage ist aber warum willst du so ein System aufbauen ? Du verlierst hieremit einen Vorteil der WP. Nämliche kein Öl mehr im Haus d.h. kine Abgasmessungen mehr, keine Schornsteinfegergebühren, keine Wartung usw. Also ich würde empfeheln die Ölheizung ganz auszubauen und die WP nur noch monoenergetisch zu betreiben, d.h. Zusatzheizung (wenn wirklich) notwendig mit Strom. Die meisten Wps - egal ob Luft oder Sole haben heute schon die Zusatzheizung gleich eingebaut. Da rechnet es sich mehr - ein paar kwh Stunden Strom direkt zu verheizen als eine komplette Ölheizung in Bereitschaft zu halten :wink:

Michael Streib

www.streib.de der Wärmepumpenspezialist im Rhein Neckar Kreis

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