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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Luftwärmepumpe mit Solar vs. Gas mit Solar

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drikkes

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Wir bauen derzeit in einem Bauträgerprojekt ein Einfamilienreihenhaus, 105qm mit Dämmung nach Standard. Grundsätzlich stehen wir vor der Entscheidung, etwas mehr für Dämmung, z.B. Fenster, oder eine ökologische und sparsame Heizung auszugeben.

Eine Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung wäre im Preis mit drin. Eine Luftwärmepumpe wird für 4.000€ angeboten. Dazu würde ggf. 3.500€ Aufpreis für Solarunterstützung der Luftwärmepumpe kommen.

Unsere Einflussmöglichkeiten sind wegen des Bauträgers begrenzt.

Leider habe ich überhaupt keine Idee, wie ich diese Entscheidung angehen soll.
Kann mir jemand einen Rat geben?

Herzlichen Dank im Voraus!!!

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bernhard geyer

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drikkes hat Folgendes geschrieben:
Unsere Einflussmöglichkeiten sind wegen des Bauträgers begrenzt.
Auf Deutsch: Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen und ihr seit bei Änderungen auf Wohlwollen des Bauträgers gegen übermäßige Änderungsabzoge ausgeliefert

drikkes hat Folgendes geschrieben:
Wir bauen derzeit in einem Bauträgerprojekt ein Einfamilienreihenhaus, 105qm mit Dämmung nach Standard.

Standard = Billigest was möglich. D.h. es wurden auch die Zinsgünstigen Kredite der Kfw nicht mal in Betracht gezogen.

drikkes hat Folgendes geschrieben:
Grundsätzlich stehen wir vor der Entscheidung, etwas mehr für Dämmung, z.B. Fenster, oder eine ökologische und sparsame Heizung auszugeben.

Primär sollte immer erst vernünftig gedämmt werden. Wie sehen denn hier die "Hauspreise" des BT aus für bessere Dämmung?

drikkes hat Folgendes geschrieben:
Eine Luftwärmepumpe wird für 4.000€ angeboten.

Wo wohnt das Haus und wie sind die Werte der Heizlast bzw. die Dämmwerte (obwohl die nach "Standard" schlimmes vermuten lassen). Wurde ein Berechnung nach Kfw gemacht?

drikkes hat Folgendes geschrieben:
Dazu würde ggf. 3.500€ Aufpreis für Solarunterstützung der Luftwärmepumpe kommen.

Für Luft-WP ist Solarunterstüzung blödsinn. Dann wenn die Kosten der Heizung mittels Luft-WP am schlechtesten ist, wir Solartechnisch auch nichts geliefert.

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machtnix

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Es ist traurig das Bauherrensich leider erst immer wieder hinterher in einem Forum melden um sich Informationen zu verschaffen.
Mit einem Bautrüger baut man nicht.

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drikkes

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Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Das Haus ist in Köln.
Grundsätzlich liegt das Kind nicht im Brunnen und der Bauträger ist kooperativ. Wir sind da guter Dinge!!!
Wir warten noch auf das Wärmegutachten, um die Möglichkeiten der Dämmung auszuloten.

@Bernhard Geyer: Verstehe ich das richtig, dass Sie Solarunterstützung von LWP für unwirtschaftlich halten?

Was ist denn wohl sinnvoller: Gas + Solar oder LWP?

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bernhard geyer

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drikkes hat Folgendes geschrieben:
@Bernhard Geyer: Verstehe ich das richtig, dass Sie Solarunterstützung von LWP für unwirtschaftlich halten?

drikkes hat Folgendes geschrieben:
Was ist denn wohl sinnvoller: Gas + Solar oder LWP?
WP ist eigentlich immer Verbrauchsgünstiger als Gas/Öl. Köln liegt an einem großen Fluß/Rheingraben (Zählt das dort noch?) und hat relativ mildes Klima so das im Winter nicht zu große Kälteperioden zu erwarten sind welche den WP-Anteil einer Luft-WP stark beeinträchtigen. Bei der Auswahl einer Luft-WP sollte auf jedenfall ein Modell mit guten Schallwerten gewählt werden um die Probleme mit dem Nachbar zu minimieren.

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Thomas Heufers

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drikkes hat Folgendes geschrieben:
Wir bauen derzeit in einem Bauträgerprojekt ein Einfamilienreihenhaus, 105qm mit Dämmung nach Standard. Grundsätzlich stehen wir vor der Entscheidung, etwas mehr für Dämmung, z.B. Fenster, oder eine ökologische und sparsame Heizung auszugeben.

Wie ist denn die Wärmeübergabe geplant? Heizkörper oder Fußbodenheizung?
Die Wärmepumpe ist eigentlich nur mit Flächenheizung (Fußbodenheizung oder Wandheizung) zu empfehlen.

Worauf beim energieoptimierten Bauen zu achten ist, kann in folgenden Broschüre nachgelesen werden.
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Die Broschüren kannst Du dir auch über unser Bestellformular kostenfrei zuschicken lassen.


Gruß

Thomas Heufers

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kristema

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@drikkes

Welcher BT ist es denn, oder soll das nicht verraten werden?

Gruß

Markus

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jojo40

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Hallo,

komische Diskussion hier..

Der Fragesteller hat eine konkrete Frage und hier wird teilweise über Sinn oder Unsinn von Bauträgern geschrieben.

Und ob eine Direktverdampfer WP oder andere WP bei dir möglich ist, wurde auch nicht gefragt.

Ansonsten
Herr Geyer hat eigentlich schon alles gesagt.
Wer heute noch eine Gas- oder Öl-Heizung einbaut versteht nicht was sich in den nächsten Jahren auf dem Energiemarkt abspielen wird.

Geht man von den heutigen Fördermengen aus, so reichen ÖL (incl. teurer Kanadische Ölsande) noch 40 Jahre, Gas noch 60 Jahre. Prognosen gehen aber schon für das nächste Jahrzehnt von einer Verdopplung des Energieverbrauches aus. Sollte der heutige industrielle Wachstum der Schwellenländer und China noch 15 Jahre anhalten, können schon jetzt neu installierte Öl- und Gasbrenner ihre Langlebigkeit nicht mehr unter Beweis stellen da der Brennstoff fehlt.
Von den Preissteigerungen in den letzten Jahren vor dem endgültigen AUS dieser Energieträger will ich gar nicht reden.

Also ??

Grüße Jürgen

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Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

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drikkes

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Vielen Dank für die Anregungen. Ich möchte gerne noch auf die Fragen antworten:
    - Es ist die Wärmeübergabe per Fußbodenheizung geplant.
    - Für die Wärmepumpe selbst ist der Keller vorgesehen, weil der Garten nur handtuchgroß ist.
    - Bauträger ist Marcone Projektmanagement. Ich möchte hier jedoch keine Diskussion über Bauträger führen!!!


Folgende Fragen hätte ich noch:
    - Es leuchtet mit ein, dass man mit Solarunterstützung einer WP die Effizenz einer WP insgesamt senkt, da man die effizienten Zeiten an warmen Tagen nicht ausnutzt. Aber ist nicht grundsätzlich Solar an sonnigen Tagen die wirtschaftlichste Möglichkeit, Warmwasser und Wärme zu gewinnen? Darum macht es doch durchaus Sinn, an sonnigen Tagen das effizientere System zu nutzen.
    Angenommen, man nimmt durch Solarunterstützung der WP ihre Effizienz, kann man dann nicht gleich eine in Verbrauch teurere Gasheizung nehmen?
    Wie gesagt, eine Gas-Solar Kombination ist im Hauspreis mit drin, WP-Solar kostet ca. 7.000€ extra. Dieses Geld könnten wir dann z.B. für besser Fenster nutzen. Was würdet ihr da tun?

    - Was hat es mit einer Direktverdampfer WP auf sich? Welches System bzw. welche Pumpe würdet ihr mir empfehlen?

    - Ich glaube ja auch, dass der Gaspreis in den nächsten Jahren durch die Decke gehen wird. Aber ist nicht davon auszugehen, dass der Strompreis das ebenfalls tut?

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Thomas Heufers

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drikkes hat Folgendes geschrieben:
Es leuchtet mir ein, dass man mit Solarunterstützung einer WP die Effizenz einer WP insgesamt senkt, da man die effizienten Zeiten an warmen Tagen nicht ausnutzt.
Das ist eigentlich falsch. Die Solaranlage liefert die Wärme und die Wärmepumpe ist inaktiv.
drikkes hat Folgendes geschrieben:
Aber ist nicht grundsätzlich Solar an sonnigen Tagen die wirtschaftlichste Möglichkeit, Warmwasser und Wärme zu gewinnen?........Ökologisch ist es immer sinnvoll eine Solaranlage einzusetzen.
Ökonomisch ist die Solarthermie häufig nicht so ergiebig. Sicherlich hätten wir selber bei der Investition unserer Solarthermie 4.500 Euro einsparen können,wenn wir es streng ökonomisch betrachtet hätten.
Unsere Ersparnis bei den Betriebskosten liegt im Jahr bei ca. 50 - 80 Euro. Multipliziert man das mit der Lebensdauer von 25 Jahren, dann macht das 1.250 - 2.000 Euro aus. Gegenüber der Anlageninvestition macht man unterm Strich 2.500 - 3.250 Miese.
drikkes hat Folgendes geschrieben:
Dieses Geld könnten wir dann z.B. für besser Fenster nutzen. Was würdet ihr da tun?
Ja, auf jeden Fall. Gebäude mit guter Dämmung lassen unnötigen Energieverbrauch garnicht erst entstehen.
drikkes hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube ja auch, dass der Gaspreis in den nächsten Jahren durch die Decke gehen wird. Aber ist nicht davon auszugehen, dass der Strompreis das ebenfalls tut?
Davon ist sehr wohl auszugehen, weshalb man beim Neubau grundsätzlich von vornherein alle möglichen Energiesparziele ins Auge fassen sollte.
Gelingt es den Energieverbrauch auf ein Viertel zur Standardbauweise zu senken, dann kann man Energiepreissteigerungen beruhigter entgegensehen.
Siehe folgendes Beispiel eines Energiesparhaus KfW 40
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.h...



Gruß

Thomas Heufers

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drikkes

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Meinem Verständnis nach kristalieren sich drei Varianten heraus, wenn ich einen "Aufpreis" von 8.000€ auf mein Bauvorhaben kalkuliere:

Variante 1:
Bauen nach EneV und eine Luftwärmepumpe (Kosten 4.000) mit Solar (Kosten 4.000)

Variante 2:
Bauen nach EneV, plus z.B. besser Fenster (Kosten ?), und eine Luftwärmepumpe (Kosten 4.000) ohne Solar

Variante 3:
Bauen nach EneV, plus z.B. besser Fenster und bessere Isolierung (Kosten ?), und eine Gas-Brennwert-Heizung mit Solar (im Preis drin)

1, 2 oder 3?
Kann mir da jemand helfen?

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Thomas Heufers

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Bauen nach EnEV-Standard auf keinen Fall, mindestens KfW 60, besser KfW 40!


Gruß

Thomas Heufers

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roro

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
EnEV-Standard ist an sich veraltert.

Zur Zeit sollte man zumindest KfW60 wenn nicht sogar KfW40 bauen.
Du kaufst Dir ja auch kein neues Auto mit einer Technik aus dem vorigen
Jahrzehnt.

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