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nicnac
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Beitragvon nicnac » 14.01.2008 15:27 Uhr

Hallo
ich besitze eine Stiebel Eltron LWA 303 Luft-Wärmepumpe.

Was für Einstellungen sind den generell sinnvoll bzw unsinnig.
Momentan habe ich die Heizung auf Automatik laufen, 20 Grad Raumluft und Warmwasser Tags 42 und Nachts 47 Grad.

Nachdem der Zähler ja nun bei den minusgraden unaufhaltsam rattert bin ich sehr oft am überlegen Einstellungen der Heizung zu ändern.

Bringt es z.b etwas in der Nacht mit dem Niedertarif das Haus auf ca 23 Grad aufzuheizen so das es dann am Morgen gegen 8 Uhr warm im Haus ist.
Spare ich mir dadurch Geld weil ich den Niedertarif nutze oder verbraucht die Heizung in der Nacht mehr kw da ich ja eisig kalte Nachtluft in die Pumpe einziehe und somit der Heizstab mehr kw verbraucht.

Sollte ich die 300 Liter Wasser nur in der Nacht auf z.b 50 Grad aufheizen und versuchen damit über den Tag zu kommen?

Wo besteht den Einsparpotenzial?
Mittlerweile habe ich ein HT zu NT Verhältnis pro Tag von 2:1 (40 kw HT, 20 kw NT)

Freue mich über Anregungen.
Gruß

roro
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Beitragvon roro » 14.01.2008 17:16 Uhr

Sollte ich die 300 Liter Wasser nur in der Nacht auf z.b 50 Grad aufheizen und versuchen damit über den Tag zu kommen?


Was soll das bringen? Dann muss Deine WP noch mehr mit dem E-Stab heizen, da die Lufttemperatur geringer ist.
WW-Bereitung sollte nach folgenden Kriterien erfolgen.

1.) Wann brauche ich das Wasser? Das WW soll möglichst bald nach dem Aufheizen verbraucht werden=>geringere Verluste
2.) Wann ist die WW-Bereitung am sinnvollsten? Je höher die Lufttemperatur ist, und je mehr ich solare Erträge nutzen kann umso besser.


Außerdem würde ich die 50 Grad auf 45 Grad senken, und die WW-Bereitung so einstellen, dass falls länger kein WW benöötigt wird, die Temperatur abgesenkt ist. Ein dauerendes Halten auf 45-50 Grad ist teuer.


Bringt es z.b etwas in der Nacht mit dem Niedertarif das Haus auf ca 23 Grad aufzuheizen so das es dann am Morgen gegen 8 Uhr warm im Haus ist.


Bei einem gedämmten Neubau ist der Effekt max. ein paar Prozentpunkte. Bei einer LWP kann es vorkommen, dass das Absenken sogar einen Mehrverbrauch bewirkt, da der Heizstab mehr laufen muss. Daher entweder gar kein Absenken oder max. 1 Grad.

Wo besteht den Einsparpotenzial?


1.) Wie schon einmal geschrieben. Bei Deinem Haus und bei dieser WP besteht das größte Potenzial beim Austausch der LWP.

2.) Senkung der Raumtemperatur: Wenn Du die Durchschnittstemperatur auf 21 Grad senkst, kann Du Dir einiges sparen.

3.) Sinnvolle WW-Bereitung: Siehe Anfang
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Beitragvon nicnac » 07.11.2008 10:33 Uhr

hallo

also nach einem jahr kann ich nun schreiben das ich 8000 kwh strom verbraucht habe.

bei 125 qm und kfw 60 = 7500 kwh da sind meine 8000 also ganz gut zumal es das erste jahr ist in dem die heizung läuft.

auch das argument mein warmwasser am tag zu erwärmen um solare erträge zu nutzen trifft in den kalten wintermonaten bei meiner heizung der LWL 303 von stiebel eh nicht zu.

ich mache mein ww in der nacht mit dem "billigeren" stromtarif warm.

auch das argument das es teuer wäre das wasser auf 45-50 wärme zu halten sei ökonomisch nicht rentabel sehe ich mittlerweile auch anders da das wasser unter tags verbraucht wird. und falls es nicht benötigt wird ist der warmwasserspeicher so gut isoliert das der bei ausgeschaltener heizung die temperatur 3 tage fast konstant halten würde.

als fazit nach einem jahr muss ich sagen das ich ganz zufrieden bin mit der lwl 303. natürlich gibts es bessere lwp aber nihct für den preis.

gruß
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.11.2008 11:07 Uhr

Auch wenn eine andere Anlage ist, schau 'mal in die Paramterliste. Vielleicht kannst Du einige Einstellungen für Deine Anlage übernehmen.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Parameterliste-Wohnhaus-KfW40-mit-THZ-303-SOL.p df

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon roro » 07.11.2008 12:27 Uhr

Falls, es geht um Primärenergie, da stekt ein Faktor 2,7 drinnen.

KfW60 mit 125 qm hätte nur

60*125/2,7=2777 kWh benötigen dürfen und bei dem letzten Winter eigentlich deultich weniger.

Zum Vergleich: Ich habe 185 qm und KfW50 und habe im selben Zeitraum nicht einmal 2700 kWh benötigt.

Wie ich erwartet habe: Deine WP arbeitet eigentlich fast als reine Stromheizung, denn Du wirst nur eine Heizlast von 8000-9000 kWh/Jahr haben.

Und nocheinmal. Die Stiebel ist zwar keine schlechte WP aber für Dein Haus vollkommen ungeeignet.
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Beitragvon nicnac » 07.11.2008 13:27 Uhr

@roro ja da gebe ich dir recht. mit dem heizbedarf von 8000 kwh kann ich aber leben mit meiner stromheizung.

weisst du eventuell wie qm³ gas das entsprechen würde?


gruß

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Beitragvon nicnac » 07.11.2008 13:36 Uhr

@roro wie bekomme ich den raus wieviel energie ich insgesamt verbraten habe? die jahresarbeitszahl kenne ich ja nicht bzw wie ermittel ich die?
gruß
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Beitragvon roro » 07.11.2008 13:54 Uhr

Ohne WMZ sehr schwer. (Der KfW-Nachweis würde ein wenig Information liefern).

Ich kann nur mit meinem Haus vergleichen. Ich habe eine Wärmebedraf von knapp 10000 kWh pro Jahr, mehr kannst Du eigentlich auch nicht haben.
Das wäre bei Gas (abhängig vom Wirkungsgrad der Heizung) 1100 - 1300 m3.
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Beitragvon GMil » 07.11.2008 18:33 Uhr

Hallo nicnac,

Dein Verbrauch kommt mir extrem hoch vor. Mein ungedämmter Altbau von 1987 (geschätzt 100 kWh/qma) mit 135 qm Wohnfläche + 33 qm heizbarem Keller (letzterer nur gelegentlich beheizt) wird ebenfalls mit einer Luft-WP geheizt und brauchgewässert. Zuvor hat das Haus 2500 - 2700 l Öl im Jahr gebraucht, jetzt 8300 kWh Strom (Kostendifferenz mit Kaminersparnis etwa 1000 € per anno). Damit bin ich zufrieden.

Meine WP hat auch keinen Heizstab, sondern alle eingesetzte Energie fließt tatsächlich durch die Pumpe.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon nicnac » 10.11.2008 12:04 Uhr

@gmil

wie gesagt ich finde den verbrauch in ordnung. wenn ich sehe das die lwa 303 an sich "Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung" ist und keine wärempumpe. zugegeben ich habe bei der wahl der heizung garnicht aufgepasst bzw die heizung genommen die mein bauträger geplant hat.

ich bin da ganz treudoof davon ausgegangen das die heizung in ordnung ist bzw hatte irgendwiee das wort "wärmepumpe" im kopf und dann war das gut so für uns. mir war wichtig vom gas und öl weg zu sein.
das ich nun eine "Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung" heizung habe ist mir nun auch bewusst und deshalb habe ich mich auch damit abgefunden das meine heizkosten sich auf dem selben niveau befinden wie die einer gas bzw ölheizung.
und wenn ich den geasmtbetrag der heizung sehe relativieren sich die jährlich mehrkosten.
die kosten für die wohnraumlüftung sind bei dem verbracuh von 8000 kw aber auch mit dabei. die ist ja bei einem eigenständigen system auch nicht umsonst. ich denke für eine wohnraumlüftung kann man pro monat € 25 für strom veranschlagen.
alles in allem ist meine heizung nicht billig aber auch nicht, wie in den ersten monaten schon angenommen, extrem teuer.
gruß

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