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GMil
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Beitragvon GMil » 03.03.2008 02:14 Uhr

@ fanatic: das mit den Kältemonteuren hört sich vernünftig an, nur scheint es sozusagen gottgegeben zu sein, daß WP-Hersteller eben nur mit Heizungsbauern zusammenarbeiten. Bei uns im Dorf haben sich allenfalls noch die Elektriker (!!) gemeldet, mir eine WP zu installieren. Schließlich sei das ein elektrisches Gerät... :roll:

Die Crux besonders an der Split-WP ist aber, daß zwar das Außengerät zu 100 % ein Fall für den Klimatechniker ist, alle Inhouse-Teile aber eindeutig der Heizungsbranche zuzurechnen sind. Dazu kommt die Elektronik, die bei beiden Sparten nicht gerade die Domäne ist, und schon darf der geschätzte Kunde selbst Entwicklungsarbeit leisten, bis alles so ist, wie man sich das vorstellt.

Zum Topic: ist es wirklich so, daß trotz Einsatzes modernster Technik für das Brauchwasser ein simpler Durchlauferhitzer zwecks Nacherhitzung der Weisheit letzter Schluß ist? Vom Gefühl her würde ich sagen, daß jede WP das Wasser preiswerter warm bekommen müßte als ein Heizstab / Durchlauferhitzer, die ja letzten Endes auch nur "Wärmepumpen" mit dem superschlechten Wirkungsgrad von 1:1 sind. Da würde ich eher noch z. B. der Solarthermie den Vorzug geben.

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Beitragvon Fanatic » 03.03.2008 20:20 Uhr

Es gibt in Deutschland bestimmt 30mal so viele Heizungsmont. wie Kältemont. und das ist das Problem.Die Wärmepumpe unterscheidet sich so grundlegend in ihrem Aufbau von allem was ein Heizungsfachmann kennt bzw gelernt hat das er im Prinzip nur weiss dass auf einer Seite kaltes Wasser/Luft und auf der anderen Seite warmes Wasser herauskommt.Das reicht m.M.nach keinesfalls aus um sich als qualifiziert zu bezeichnen.Dieses Problem versuchen die Wärmepumpenhersteller- nein falsch- namhafte Heizungshersteller die auf den WP-Boom aufspringen und versuchen Plug&Play-Geräte auf den Markt werfen.
Ich vertrete diese Meinung da ich selber Kältemonteur bin und mich seit längerem verstärkt mit WPn auseinandersetzte weil für meinen geplanten Hausbau nur dieses Heizsystem in Frage kommt.Und ich war erschrocken welche simple Technik für das Geld oft gerade in den Geräten der sog. Marktführern der Heizbranche steckt was mir als Fachmann oft nur Kopfschütteln entlocken konnte.Stand der Technik bedeutet heute z.B. das Kältemittel R410a; eine elektron. gesteuerte Einspitzung des KM sowie der drehzahlgeregelte Verdichter.Nur so erreicht man auch vernünftige Arbeitszahlen vorausgesetzt natürlich die ausreichend Ertragreiche Wärmequelle und die NIEDRIGE Vorlauftemp.

Und um die Frage nach der eff. Trinkwassererwärmung ohne elektr.Heizelement zu beantworten, das funktioniert nur wenn die Enthitzungswärme des Kältekreislaufs genutzt würde.Das ist jedoch nicht mit einem Steckerfertigen Gerät ohne weiteres zu realisieren ohne noch eine zusätzliche Schnittstelle zu schaffen, also bleibt als Alternative nur der nachgeschaltete Durchlauferhitzer.

Gruß Fanatic
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Beitragvon GMil » 04.03.2008 12:31 Uhr

Fanatic hat geschrieben:..........Stand der Technik bedeutet heute z.B. das Kältemittel R410a; eine elektron. gesteuerte Einspitzung des KM sowie der drehzahlgeregelte Verdichter..........Gruß Fanatic


Da freue ich mich, daß ich als absoluter WP-Laie durch den schlichten Vergleich korrelierender Leistungsdaten der verschiedenen Hersteller zum gleichen Ergebnis gekommen bin. Mein Mr. Slim - Außengerät erfüllt punktgenau die hier genannten Anforderungen.

Außerdem will ich gerne glauben, daß der absolute Wirkungsgrad einer WP bei niedrigen Heizungstemperaturen besser wird als bei hohen. Ob der Unterschied aber so groß ist, daß man sich besser dazu noch eine "1:1-Wärmepumpe" namens Durchlauferhitzer fürs Brauchwasser leisten sollte, anstatt "nur" die vorhandene WP soweit aufzudrehen, daß die Temperatur fürs Brauchwasser auch mit reicht, das müßte wohl im Einzelfall nachgerechnet werden (natürlich inkl. Investitionskosten etc.).

Bei mir stellt sich die Frage eh nicht, da ich die hohen Temperaturen schon zwingend für die Radiatoren brauche. Spätestens dann ist die Brauchwassererzeugung nur noch "Abfallprodukt"; jedenfalls in der Heizperiode.

Die theoretische Alternative, fürs Brauchwasser einen eigenen kleineren und "heißeren" Puffer vorzuhalten, verbietet sich durch die Bauform bzw. technische Auslegung meiner WP von selbst (Konvektionsprinzip). Im Sommer ist der Wirkungsgrad wegen der Abstrahlung des großen Puffers sicher schlechter als er mit einem separaten kleinen Puffer wäre, im Winter dafür besser (große Speicher haben i.d. R. ein besseres Verhältnis vom Volumen zu Außenfläche) . Das dürfte sich wohl die Waage halten; ganz zu schweigen vom Platzbedarf zweier dick isolierter Wasserbehälter.
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Beitragvon Fanatic » 05.03.2008 20:17 Uhr

"Da freue ich mich, daß ich als absoluter WP-Laie durch den schlichten Vergleich korrelierender Leistungsdaten der verschiedenen Hersteller zum gleichen Ergebnis gekommen bin. Mein Mr. Slim - Außengerät erfüllt punktgenau die hier genannten Anforderungen."


Gratuliere, genau richtig gemacht! Und Mr. Slim ist keinesfalls ein NoName-Produkt sondern Mitsubishi-Klima-Technik und die gehören u.a. neben Daikin mit zu den Marktführern.

"Außerdem will ich gerne glauben, daß der absolute Wirkungsgrad einer WP bei niedrigen Heizungstemperaturen besser wird als bei hohen. Ob der Unterschied aber so groß ist, daß man sich besser dazu noch eine "1:1-Wärmepumpe" namens Durchlauferhitzer fürs Brauchwasser leisten sollte, anstatt "nur" die vorhandene WP soweit aufzudrehen, daß die Temperatur fürs Brauchwasser auch mit reicht, das müßte wohl im Einzelfall nachgerechnet werden (natürlich inkl. Investitionskosten etc.)."


Ja das ist wirklich so-zumindest wenn die WP immer auf dem hohen Temperaturniveau läuft um warmes Brauchwasser zu bekommen und die Heizkreise mit einer niedrigen Temp. auskommen würden.Eine Temp.- erhöhung um 10K reduziert den COP um ca 25%.
Beispiel: Kondensation 40grad C.-COP 5; Kondensation 60grad C.-COP 2,8 .Wenn man nun bedenkt das für die Gebaudeheizung ungefähr das fünffache der Energie als zur WW-Bereitung verbraucht wird, wird schnell klar welche Konstellation die bessere ist.Lieber das 1/5 energetisch schlechter NACHerwärmen als 5/5 komplett schlecht erwärmen.

"Bei mir stellt sich die Frage eh nicht, da ich die hohen Temperaturen schon zwingend für die Radiatoren brauche. Spätestens dann ist die Brauchwassererzeugung nur noch "Abfallprodukt"; jedenfalls in der Heizperiode."

Vollkommen richtig,hier kannst du nur noch probieren alles genau einzustellen d.h. am besten immer alle Thermostatventile voll auf und die RT über den VL regeln,dass auch wirklich die komplette Radiatorfläche genutzt wird-jedes grad runter spart,vielleicht auch noch hier und da einen Radiator zusätzlich einbauen wenn mgl.

"Die theoretische Alternative, fürs Brauchwasser einen eigenen kleineren und "heißeren" Puffer vorzuhalten, verbietet sich durch die Bauform bzw. technische Auslegung meiner WP von selbst (Konvektionsprinzip).


Das wäre in der Tat ein größerer Eingriff aber machbar,wobei hier kürzeste Wege noch wichtiger wären.Aber wahrscheinlich rechnet sich für diesen nachträglichen Umbau das ganze nicht in absehbarer Zeit,wobei dann wieder der Durchlauferhitzer in Betracht kommen könnte :)

Im Sommer ist der Wirkungsgrad wegen der Abstrahlung des großen Puffers sicher schlechter.....


Die Abstrahlung ist größer wenn die temp.-diff auch größer ist und dass ist im Winter aber ob nun 27gad Umgebungstemp. oder 17 macht den Braten auch nicht so fett.

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