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denkedran
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Beitragvon denkedran » 04.01.2008 21:08 Uhr

Nun dann ist es das allgemeine energiefressende allerwelts WP System. Der Puffer wird mit dem Brauchwasser zugleich hochgeheizt.
Also Brauchwasser abtrennen und nur mit dem Durchlauferhitzer versorgen. Nur die WP alleine witterungsgeführt mit der jeweiligen entsprechenden Vorlauftemperatur auf die Fußbodenheizung einspeisen.

So ein 300ltr Speicher und ein 200ltr. Puffer benötigen in 24 Stunden alleine nur um die entsprechende Temperatur zu halten an die 3kW Wärmeverlustleistung. Mit 3 kW macht man täglich 60ltr. Wasser mit 50C warm. Somit hat man damit täglich an die 80ltr. Duschwasser.Das bedeutet im Jahr 21,6 cbm Warmwasserbereitung mit 50C. Wird diese Menge mit der WP mit der Leistungszahl 3 erstellt, so sind dies immer noch 7,2cbm oder 7200 ltr. Warmwasserverlust. Das kostet echt Geld und dabei ist das jetzt dazu benötigte Brauchwasser überhaupt noch nicht miteinbezogen.
Ein elektronisch geregelter Durchlauferhitzer kostet an die 300€ dazu nochmal 300€ Montagekosten und die Stromrechnung geht erheblich runter.
Also rechnet mal nach, die ständige Warmwasserbereitung kostet tatsächlich mehr als die Hausheizung.

Gruß Denkedran

roro
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Beitragvon roro » 04.01.2008 22:40 Uhr

Der Heizungspuffer ist mit 40C geladen und wird, wie du es richtig formuliert hast mit dem Mischer zum kalten Wasser dazugemischt.


Das ist ziemlich der größte Blödsinn, den man mit einer FBH in Verbindung mit einer WP machen kann.

Mischer raus, Heizungspuffer raus.

Die Fußbodenheizung ist im Abstand von ca. 15cm verlegt. Die funktioniert auch einwandfrei. Also kalt ists bei uns daheim nicht!!


Klar, wenn die VL-Temperatur nur hoch genug ist, dann funktioniert das ganze auch bei noch größerem Abstand.
Die Stromkosten steigen dann halt auch mit.

Frage: War das die erste WP die Dein HZB installiert hat, denn da ist einiges nicht in Ordnung.
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Beitragvon polarrs200 » 05.01.2008 08:07 Uhr

Klasse :-(
hab mich auf die Firma verlassen und jetzt bin ich verlassen!!!
Der HZB ist eigentlich eine moderne, große Firma mit (laut ihnen) viel erfahrung mit WP.

Also, mal klartext. Was soll ich tun. Ich kann ja nicht die ganze Heizung rausschmeißen.
Kann man nicht irgendwas umprogramieren?

Wie würdet ihr eine perfekte WP Heizung aufbauen?

Gruß
Michael
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Beitragvon roro » 05.01.2008 08:38 Uhr

Kann man nicht irgendwas umprogramieren?


Du musst vor allem schauen, dass Du von dem Mischer wegkommst. Bei der Heizung sollte die WP immer nur die Temperatur liefern, die die FBH gerade benötigt. Außerdem sollte die VL-Temperatur so niedrig wie möglich sein.

Die Heizung (WP) ist an sich in Ordnung, der Fehler liegt bei der Anbindung an die FBH.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 05.01.2008 14:37 Uhr

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich habe es bereits vorgetragen die Warmwasserbereitung ist gänzlich abzukoppeln. Sehr schnell und preiswert ist ein elektronischer Durchlauferhitzer. das geht auch mit einem Nachstromboiler 300ltr. oder einem WP Boiler mit 300ltr.
Dann wird nur noch die Fußbodenheizung witterungsgeführt mit der WP versorgt.

Diese vorgefundene Einbindung ist die Standart Variante von großen WP Herstellern. Die müssen ihre Produkte so schnell wie möglich auf dem Markt unterbringen.Der Fachbetrieb, der bisher nur Öl,Gas oder Pellets eingebaut hat, weis nicht sehr viel über die eigentliche WP Technik. Und ist meist nur auf die Vorgaben dieser großen WP Hersteller angewiesen.

Gruß Denkedran
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Beitragvon schmidi » 07.01.2008 13:47 Uhr

Guten Tag und Grüsse aus der Schweiz. Wir haben uns im Oktober 07 eine Stiebel-Eltron WPL 23a und einen Kombispeicher mit 820lt-Inhalt gekauft. Da es ein älteres Haus ist, verfügen wir noch über Heizkörper (Radiatoren, wie sie bei uns genannt werden). Den Verbrauch mit 70-90 kW/Tag kann ich auch bestätigen, bei einer Durchschnittstemperatur von ca. 1 Grad und 18 Frosttagen (Tmin < 0°C) im Dezember 07. War zuerst auch der Meinung, dass etwas falsch eingestellt ist.
Was mich nun verunsichert, dass empfohlen wird, die Warmwasserbereitung von der Heizung gänzlich abzukoppeln.
Ist es nicht auch so, dass in der heizungsfreien Periode der Wirkungsgrad der WP am grössten ist und daher der Energiebedarf im Rahmen bleibt.
Obwohl ich noch einen seperaten Heizstab für die Warmwasseraufbereitung installiert habe (war notwendig um in den Genuss eines Strom-Niedertarifs zu kommen) wurde mir angeregt das Warmwasser auch im Sommer mit der WP zu erwärmen und die WW-Aufbereitung mit diesem Elektroeinsatz nur im Notfall vorzunehmen.
Es wurde kein hydraulischer Abgleich durchgeführt. Dies wiederum führt dazu,dass die Umwälzpumpe im Verdichtungsprozess für mich zuviel Lärm verursacht. Bringt dieser Abgleich (Einbau Überströmventil) auch eine Verbesserung im Energiebedarf?

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Beitragvon denkedran » 07.01.2008 20:58 Uhr

Nun dann ist es das allgemeine energiefressende allerwelts WP System. Der Puffer wird mit dem Brauchwasser zugleich hochgeheizt.
Also Brauchwasser abtrennen und nur mit dem Durchlauferhitzer versorgen. Nur die WP alleine witterungsgeführt mit der jeweiligen entsprechenden Vorlauftemperatur auf die Fußbodenheizung einspeisen.

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Beitragvon nicnac » 01.02.2008 11:04 Uhr

also nach 3 monaten täglicher heizungsablesung kann ich sagen das mein täglicher schnitt mit der stiebel lwa 303 bei 55 kw liegt.

das sind so ca € 9.- heizkosten pro tag. gut das ist nicht ganz billig aber ich habe es mir schlimmer vorgestellt.
mal sehen wo der verbrauch im zweiten betriebsjahr liegt.
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Beitragvon GMil » 01.03.2008 01:44 Uhr

Hallo zusammen,

der genannte Verbrauch (60 kWh am Tag) kommt mir auch bei einem Pufferspeicher relativ hoch vor. Ich tippe mal vorrangig auf die Zirkulationspumpe.

Ich habe seit der aktuellen Heizperiode eine modulierende L/W-WP (Golden Energy) in einem Haus, das nach Meinung vieler Fachleute für WPn völlig ungeeignet ist: 20 Jahre alt, keine Ergänzung der Dämmung, keine FBH, nur Radiatoren, mit Einrohrsystem. Aber es gibt speziell für diesen Anwendungsfall optimierte WPn. Die benötigen allerdings einen Puffer, um die Sperrzeiten zu überbrücken, und können wegen der hohen Temperaturen natürlich kostengünstig gleich einen Kombispeicher fürs Brauchwasser benutzen.

Warum ich das gerade in diesem Thread schreibe? Nun, diese angeblich so ungünstige Variante in einem angeblich total ungeeigneten Haus benötigt derzeit etwa 36 kWh pro Tag. Im Dezember waren es durchschnittlich 55 kWh/Tg. Da müßte eine Anlage in einem aktuell gedämmten Haus mit FBH doch sehr viel besser sein, oder? Natürlich ist die hier benutzte Methode mit dem Runtermischen des Pufferwassers nicht optimal (ich benutze z.B. überhaupt keinen Mischer), aber einen solchen Verlust dürfte sie m.E. dennoch nicht erzeugen. Da muß mehr falsch sein als nur die hydraulische Auslegung, oder?

Meine Erkenntnis aus 3 Monaten Angebotseinholung ist übrigens, daß wohl nur extrem wenige Heizungsbauer wirklich auf praktische Erfahrungen mit WPn zurückgreifen können, und auch von denen haben wohl nur wenige Spezialisten sämtliche Features und baulichen Notwendigkeiten wirklich verinnerlicht. Beim Einbau meiner Anlage haben die Monteure mich als Kunden gefragt, wie denn bestimmte Details der Anbindung wohl zu lösen seien, weil das erst ihre 2. WP war. Das Fragen ist mir übrigens immer noch lieber, als einen "fachmännischen Eindruck" erwecken zu wollen und dann doch Fehler einzubauen. Gemeinsam haben wir es dann hinbekommen, weil ich mich zuvor auch etwas in die Materie vertieft hatte. Das kann ich übrigens nur jedem empfehlen, der Interesse an einer solchen Anlage hat. Nach meiner Erfahrung sind WPn alles andere als "steckerfertige" Anlagen, die man hinstellt, ein paar Röhrchen anschließt und sich dann an einer effizienten Heizung erfreuen kann.
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Beitragvon Fanatic » 02.03.2008 14:22 Uhr

"Nach meiner Erfahrung sind WPn alles andere als "steckerfertige" Anlagen, die man hinstellt, ein paar Röhrchen anschließt und sich dann an einer effizienten Heizung erfreuen kann."

Genau hier liegt der Hund begraben. Was soll dabei herauskommen wenn ein Heizungsmonteur eine KÄLTEANLAGE anschließt und keine Ahnung von der Technik hinter der Formschönen Blechverkleidung mit den 4 Zölligen Anschlüssen hat.
Deswegen bauen bei mir auch Kältemonteure ein Direktsystem ein.Alles andere sind meiner Meinung nach nur faule Kompromisse um die ganze Heizungslobby am WP-Geschäft teilhaben zu lassen.
Aber jetzt zu deinem Problem. Grundsätzlich muss die Anlage mit der tiefstmöglichen VL-Temperatur(nicht durch Mischer erreicht sondern durch niedrige Kondensationstemperatur des Kältekreises) laufen -vorausgesetzt die FBH wurde durch geringe Verlegeabstände entsprechend ausgelegt.Da dadurch das Brauchwasser aber nicht ausreichend warm wird, wird dieses dann mit Durchlauferhitzer nachgeheizt(Boiler kann drin bleiben) oder komplett mit Durchlauferhitzer bereitgestellt(Boiler fliegt raus wie oben schonmal richtig erklärt)
Gruß F.

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