anzeige

News, Fachberichte, Pressemeldungen Termine, Veranstaltungen Marktplatz: Jobs, Immobilien, Firmen, Anzeigenmarkt, Produkte Serviceleistungen: Webmaster, Angebotsservice, Newsletter Energie, Bau & Haustechnik Community ENERLIX Gewerbekunden Marktplatz B2B
Übersicht & Forum  |   Forumsuche  |   Blogs  |   Fotos  |   Videos  |   Experten  |   Verbrauchs-Datenbank









Sie sind hier: Start > Community & Forum > Diskussionen: zurück


Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Energie aus eigener Heilquelle ?

|

rasch

Erfahrung:
Anmeldedatum: 03.01.2008,
Beiträge: 4
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo,

ich habe jetzt drei Stunden recherchiert (die meiste Zeit in diesem Forum), bin aber nicht weiter schlau geworden.

Ich habe eine Frage zur Wärmegewinnung aus einer eigenen Quelle.
Mir fehlen die meisten genauen Angaben (insbesondere zum Energieverbrauch), es geht mir auch nur um eine Kategorisierung in etwa:

- spinnerte Idee, taugt gar nix
- könnte man machen, rentiert sich aber nicht
- gute Idee, aber man braucht viel mehr Informationen

Es geht um ein kleineres Kurhaus, das eine eigene Jod-Schwefelquelle hat. Die Quelltemperatur ist konstant 12 Grad C und die Schüttung schätze ich auf mindesten 5.000 Liter pro Stunde.

Wärme wird für verschiedene Zwecke benötigt: Raumheizung (ca. 60 Zimmer, Schwimmbad, Sauna, Restaurant etc), Hallenschwimmbad (Wasser heizen), Warmwasser (Hotelzimmer, Schwimmbad, Sauna, Küche etc).

Die Energiekosten des Betriebes (Ölheizung aus den 60er Jahren) fressen allmählich nicht nur die Rendite auf.

Wäre da ein Sparpotential, das sich nicht erst nach 10 Jahren amortisiert, denkbar?

Zur Installation der WP ist Platz vorhanden, auch liegen bereits die Zuleitungen, da das Quellwasser für das Schwimmbad und auch für die Trinkwasserinstallation eines der beiden Häuser genutzt wird (zusätzlich als Therapie in Wannenbädern). Das nicht genutzte Quellwasser fließt einfach in den vorbeifließenden Bach.

Umfassenden Energiesparmaßnahmen (Neue Heizung, Austausch der Fenster, Wanddämmung, Umbau auf Fußbodenheizung etc.) stehen momentan die fehlende Liquidität entgegen,

Für einige (notwendig sehr grobe) Einschätzungen wäre ich dankbar. Es geht zunächst um die Frage, ob das Projekt überhaupt weiterverfolgt werden sollte. Alternativ käme vielleicht auch ein BHKW in Frage, aber da sind wir im falschen Forum.

Vielen Dank schon im Voraus

Rainer

P.S. Ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet. Wenn es günstige Aussichten gäbe, müsste dann eh ein Fachmann ran.

P.P.S Die "Forumsuhr" geht etwa 50 Minuten nach ??

Nach oben
jojo40

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 11.01.2007, Wohnort: Koblenz
Beiträge: 110
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://wsgro.de.vu Antworten mit Zitat
Als allererstes mal auf das zuständige Landratsamt wandern und nach Genehmigungsgrundlagen fragen.

Heilquellenschutzgebiete sind meist eine "heilige Kuh" ... Auflagen für Grundwasser- oder Solenutzung wesentlich aufwendiger als bei "normalen" Wasserschutzgebieten...

ansonsten, 12 Grad Temperatur sind ideal ... falls die Wasserqualität stimmt ...

aber erst mal Genehmigungsgrundlagen klären ... alles andere vergeudete Energie ... wenn behördliche Genehmigung zur Nutzung der Quelle erteilt wird noch mal fragen ...
Gruß Jürgen

_________________
www.wsgro.de.vu/...

Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

Nach oben
rasch

Erfahrung:
Anmeldedatum: 03.01.2008,
Beiträge: 4
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo Jürgen,

danke für die schnelle Antwort.

Zitat:
Als allererstes mal auf das zuständige Landratsamt wandern und nach Genehmigungsgrundlagen fragen.


Naja, die Quelle wird ja genutzt. Einerseits als Trinkwasser, andererseits als Badewasser (sowohl im Schwimmbad als auch in Wannenbädern). Manche nutzen die Quelle auch als Heilwasser zum Trinken.

Der Quelle würden ja "nur" ein paar Grad Temperatur entzogen. Aber schon richtig: Nachfragen geht wohl schnell, weil da eh gerade verhandelt wird (die Wasserbehörde will das Quellwasser nicht mehr im Bach haben, wohl wg. dem Schwefel).

Die Wasserqualität ist als "Heilwasser" sicher hervorragend, für sämtliche technischen Anlagen eher schlecht (sehr hoher Mineralanteil). Wenn man z.B. einen Wasserhahn ein paar Tage in ein Waschbecken tropfen lässt, dann gibt das schon einen recht braunen Fleck auf dem Porzellan.

Ich hänge mal die Analyse von 2005 an.

Ich verstehe gut, dass Du nicht überflüssig Energie in die Frage stecken willst. Dennoch: "Könnte" sowas sich lohnen oder eher nicht?

Viele Grüße, Rainer



heilwasseranalyse_2005.pdf
 Beschreibung:

Download
 Dateiname:  heilwasseranalyse_2005.pdf
 Dateigröße:  61.37 KB
 Heruntergeladen:  412 mal


Nach oben
jojo40

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 11.01.2007, Wohnort: Koblenz
Beiträge: 110
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://wsgro.de.vu Antworten mit Zitat
Hallo Rainer,

die Hydrochemischen Parameter sind tödlich für eine „normale“ GrundwasserWP ...
... aber da gibt es heute andere Möglichkeiten, Wasseraufbereitung durch Eisen und Mangan Entzug, pH-Wert Änderung, Spiralwärmetauscher aus korrosionsfestem Edelstahl, bei dem auch die Schweißnähte versiegelt wurden, man kann mit 2 Kreisen arbeiten usw.
in wie weit der sehr hohe Schwefel und Sauerstoff-Anteil vermindert werden kann oder muss kann ich auf Anhieb nicht sagen.

Bei der Größenordnung deines Projektes ist vieles realisierbar, nur fehlen halt fast alle Parameter, selbst um eine ungefähre Aussage zu treffen.

wie gesagt, möglich ist vieles ... aber ien WP von der Stange wirst du nicht einsetzen können.

In welchem Bundesland liegt denn die „Baustelle“ ?

Gruß Jürgen

_________________
www.wsgro.de.vu/...

Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

Nach oben
rasch

Erfahrung:
Anmeldedatum: 03.01.2008,
Beiträge: 4
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo Jürgen,

ok, hab mir das fast so gedacht und werde die Informationen so weitergeben (bin selbst nur "Informationsvermittler" weil "interneterfahrener" als die Besitzer).

Das Kurhaus liegt in NRW, Ostwestfalen (eigentlich Falen, da sich - wie Harry Rowohlt mal anmerkte - Ost und West gegenseitig aufheben).

Viele Grüße, Rainer

P.S.: Ich habe eben auf Deine Internetseite geschaut und gesehen, dass Du auch Beratung in dieser Gegend anbietest. Vielleicht hast Du eine Art "Fragebogen" oder ähnliches, damit ich schon mal mitteilen kann, welche Informationen denn a) unbedingt und b) idealerweise vorhanden sein müssen. Meine Emailadresse rasch bei gmx.de

Nach oben
jojo40

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 11.01.2007, Wohnort: Koblenz
Beiträge: 110
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://wsgro.de.vu Antworten mit Zitat
Hallo Rainer,

außerdem wolltest du noch allgemeine Aussagen hören.

Durch den Einsatz von Großwärmepumpen können die Energiekosten eines Hotels zum Teil um die Hälfte reduziert werden. Zugleich arbeiten diese völlig emissionsfrei und leisten damit einen aktiven Beitrag für ein gesundes und für Touristen attraktives Mikroklima vor Ort.
Nicht zuletzt bedeutet die umweltschonende Funktionsweise auch einen Imagegewinn. Bund, Länder und Gemeinden unterstützen den Einsatz dieser Technologie mit Zuschüssen. Je nach Region bieten Energieversorger Strom für Wärmepumpen zum Sondertarif an.

Soweit dies ...

Andererseits möchtest du keine „Umfassenden Energiesparmaßnahmen (Neue Heizung, Austausch der Fenster, Wanddämmung, Umbau auf Fußbodenheizung etc.) „ machen.

Hier beißt sich natürlich die Katze in den eigenen Schwanz ...

Denn was du vorhast ist halbherzig und wird den „Ruin“ nicht aufhalten sondern nur die „Zeit des Leidens “ verlängern, wenn überhaupt.

Meinst du nicht, dass es mit einem geeignetem „Konzept“und langfristig geplanten z.Zt. sehr günstigen Förderungsmöglichkeiten ein Chance gäbe etwas „richtiges“ zu planen und zu installieren ?
Und etwas zu finden was sich sofort amortisiert, ist nicht möglich.

Aber die nicht durchgeführten energetisch notwendigen Sanierungen werden dir auch bei einem BHKW oder anderen „unsinnigen“ Methoden das Genick brechen.

Die preiswerteste Energie ist nun mal gesparte Energie.

So, jetzt hast du auch eine „sehr grobe Einschätzungen“ der Möglichkeiten.

Wärmepumpen in Hotels mit Pool und Wellness sind sehr effektiv, nur muss auch das „Umfeld“ stimmen, und da ist in meinen Augen die Wärmequelle das geringste Problem.

Grüße Jürgen

_________________
www.wsgro.de.vu/...

Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

Nach oben
rasch

Erfahrung:
Anmeldedatum: 03.01.2008,
Beiträge: 4
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo Jürgen,

danke für Deine allgemeine Einschätzung. Die deckt sich ziemlich mit meiner. Allerdings - ohne dies hier näher ausführen zu können - gibt es in manchen (Familien-) Betrieben eine ungesunde Dynamik, die rationale und langfristige Entscheidungen behindert ...


Viele Grüße, Rainer

Nach oben

Neues Thema eröffnen Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Antwort für Gäste, ohne Registrierung

Antwort für Gäste (ohne Registrierung)
Bitte schreiben Sie bei einer NEUEN Frage immer einen neuen Beitrag. Lediglich wenn Ihr Beitrag eine Antwort auf obigen Beitrag ist, antworten Sie als Gast ohne vorherige Registrierung direkt in diesem Formular.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   

 
Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Elektromaschinen effizienter, zusätzl... bluaMauritius Energiesparen & Energiespargeräte & Ökostrom 1 24.05.2012 09:38 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Biomasse Oliventrester - Energie aus ... olivenpellets Bioenergie: Biomasse 1 26.03.2012 11:49 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Umfrage zu Energie aus fossilen Energ... MB Energiepolitik & Umweltthemen & Klimaschutz 0 10.01.2012 12:47 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wann/wieviel energie schnappt sich di... crossi Solaranlagen: Photovoltaik & Solarthermie 2 29.11.2011 13:34 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Anleitung zum Nutzen freier Energie benniadb Erfindungen 10 14.09.2011 08:46 Letzten Beitrag anzeigen