Hallo liebe Windkraftgemeinde!
Bin neu hier im Forum und nachdem ich nun alle Beiträge hier quasi aufgesaugt habe, bringe ich mal meine Ideen (oder wohl besser Fragen) zum Besten:
Ich selber habe mir auch mal eine kleine WKA gebaut.
Ganz kurz:
- Durchmesser 1,8m
- 3 Flügel
- leicht modifizierte Autolichtmaschine zum Batteriespeisen
- 4 Autobatterien (je 12V / 180Ah)
- 1 Wechselrichter 2kW (KEINE reine Sinuswelle)
- 1 Wechselrichter 2kW (Sinus)
Das Ganze war aber recht laienhaft zusammengeschustert. Funktionierte zwar, sah aber aus wie ein Haufen Schrott auf einem Pfahl. Der Grund, warum das Teil jetzt in der Garage liegt, sieht man schon an der Betreffzeile:
der Generator
Da das Ganze ohne aufwändige Regelelektronik gebaut war, sah es dann so aus, dass ich den Generator bei Wind quasi "einschaltete" (12V auf E-Magnete gelegt), was dann bei einer Windpause dazu führte, dass das Windrad nicht mehr anlief weil der Generator natürlich bremst weil eingeschaltet! So mußte ich dann dabei stehen und permanent ein- und ausschalten. Das geht natürlich nicht. Darum liegt das Teil jetzt (erstmal) in der Garage.
Jetzt meine Idee:
Idee 1: Stichwort Synchrongenerator
Generatoren für Windkraftanlagen sind wie alles, was mit Öko zu tun hat: SAU-TEUER. Was mir aber auffiel: Notstromgeneratoren aus dem Baumarkt kosten, verglichen mit WKA-Generatoren, nichts! Was also, wenn man sich für 80-180 EUR einen nagelneuen Notstromgenerator (habe selbst einen zu Hause) aus dem Baumarkt holt, den Generator abbaut und ihn an das Windrad hängt? Das Windrad macht zwar keine 3000 U/min, aber braucht es ja auch nicht, da man mit dem Generator ja auch 12V Batterien laden kann und dann per Wechselrichter 230V AC herstellen.
Sollte Idee 1 gelöst sein, kommt Idee 2.
Idee 2: Stichwort Wechselrichter (Inverter / Spannungswandler)
Mir ist aufgefallen, dass die Wechselrichter (WR) wenn sie eine reine Sinus-Spannung liefern sollen, sehr, sehr teuer sind. Jedenfalls dann, wenn sie eine für einen Haushalt geeignete Leistung (rund 3 kW) bringen sollen. Was also, wenn man statt eines teuren WR wieder den oben genannten Synchrongenerator nimmt, und ihn von einem DC E-Motor antreiben lässt?
Also nochmal in der Zusammenfassung:
--> Windrad dreht Generator
--> Generator speist Batterien
--> Batterien speisen DC Motor (12V oder 24V oder 36V, usw)
--> DC-Motor dreht Synchrongenerator
--> Sychrongenerator speist Haus mit 230V/50Hz
Der Preis der Komponenten wäre allemal günstiger. Das habe ich mal durchgespielt.
Wahrscheinlich kommt Ihr jetzt aber mit dem schlechten Wirkungsgrad. Da muss ich aber sagen, dass ich bereit wäre, den zu vernachlässigen (wenn's sein muss). Ich wohne in Schleswig-Holstein auf einem 52m hohen Berg (ja, in SL-Holstein ist das ein Berg

). Wind gibt's hier genug. Und ich will ja keine Energie ins öffentliche Netz einspeisen und Geld verdienen, sondern lediglich autark sein und mir um Stromkosten keinen Kopf mehr machen.