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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmepumpe im Altbau

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,

wir tragen uns gerade mit dem Gedanken, unsere Heizung zu erneuern.
DHH, Baujahr 1978, 130qm Wfl. (Raum Ulm, Süddeutschland), Ölzentralheizung. Im Erdgeschoss ganzflächig FBH. Gleiches im Bad im 1. OG. Sonst normale Radiatoren.
Der Ölverbrauch beläuft sich auf ca. 3.500 l im Jahr.

Jetzt die vielen Fragen :

Wärmepumpen. In Frage kommt entweder eine Luft oder Grundwasser Wärmepumpe. Wie hoch ist ungefähr der Kostenunterschied zwischen den beiden ? Wie viel Platz wird für die beiden Brunnen bei der Grundwasserpumpe benötigt ? Wie viel Abstand muss zwischen beiden Brunnen sein (Grundsstück sehr klein) und müssen die beiden Brunnen durch einen Graben verbunden werden ? Was kosten die Brunnenarbeiten ungefähr (Grundwasser liegt sehr hoch. Bohrung von ca. 8m erforderlich) ? Welche Hersteller von WP sind zu empfehlen ? Welcher Stromverbrauch kommt nach Erfahrung der langjährigen Nutzer im Jahr zusammen ?

Pufferspeicher. Ist wohl nach allem was man so liest sehr empfehlenswert den Pufferspeicher möglichst groß auszulegen. Was ist da zu empfehlen ?

Solaranlage. Ist die Unterstützung durch eine Solaranlage wirklich sinnvoll, die Kosten sind ja nicht unerheblich ? Welche Fläche auf dem Dach ist dazu erforderlich ? Was kostet so eine Anlage ungefähr ?
Bei Außenthemperaturen wie im moment (ca. 0°), trägt die Solaranlage da noch zur Heizung bei (Sonne scheint ja trotzdem)?

Ich weiss, viele Fragen. Trotzdem für jede Antwort dankbar.

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roro
*****
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3500l im Jahr sind bei Euch fast 27l pro qm.
Das ist sehr viel. Ihr müsst ja dadurch mit einer recht hohen Vl-Temperatur fahren, oder?

Mein Vorschlag:

Dämmen, dämmen und nocheinmal dämmen an sich solltet Ihr auf einen Wert von unter 15l besser noch unter 10l pro qm kommen.
Dann nocheinmal über eine WP und/oder Solaranlage nachdenken.

Zum Vergleich: Ein vernüftiger Neubau hat einen Verbrauch von < 5l pro qm und Jahr.

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Hallo rolo2912,

ich bin Fachberater einer Firma (Lüumel GmbH) die diese Erdwärmeheizungen baut und auch verbaut.

Also für die Sache mit den Brunnen brauchen Sie 2 einen Zieh und einen Schluckbrunnen die müssen ca.12 bis 15 m voneinander entfernt liegen und eine sehr gute wasserqualität haben!!

Wissen Sie schon ob Sie überhaupt solch ein Brunnen Bauen dürfen?
Zum Beispiel geht das ne in ehemaligen Bergbauregionen und Wasser einzugsgebieten und Sie brauchen nach spätestens 7m eine Wassersäule!!!!!

Für FBH ist solch eine Anlage kein Problem nur die Wandheizkökper können leider ne mit ausreichend Wärme versorgt werden.
Aber wenn Sie sanieren gibt es noch die möglichkeit eine Wandheizung ein zu Bauen!!!!(feine Sache)

Wergen dem Preis kann ich Ihnen Leider nicht viel Sagen den dafür brauch ich die genau zubeheizente Fläche usw. ich würde sagen hier ist meine Nummer und wir Telefonieren einfach mal da kann ich Ihnen auch noch mehr Fragen zu einzelnen Systemen beantworten!!
Meine Nunmmer: 0171 / 47 26 481 oder 034204 / 70 49 97

MfG: Schmart

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Im gleichen Ort (ca. 500m Luftlinie) wurde eine Grundwasserbrunnenanlage installiert. Von daher muss man davon ausgehen, dass die Brunnenbohrung an sich kein Problem wäre. Wie groß sind die Brunnen ungefähr, wie viel Grundfläche werden benötigt ?

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jojo40
****
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://wsgro.de.vu Antworten mit Zitat
wir tragen uns gerade mit dem Gedanken, unsere Heizung zu erneuern.
Sehr guter Entschluss Wink
DHH, Baujahr 1978, 130qm Wfl. (Raum Ulm, Süddeutschland), Ölzentralheizung. Im Erdgeschoss ganzflächig FBH. Gleiches im Bad im 1. OG. Sonst normale Radiatoren.
Der Ölverbrauch beläuft sich auf ca. 3.500 l im Jahr.
Wirst auf jeden Fall sparen ... 3500 l bei 120 qm sehr viel ... liegt entweder an der schlechten Dämmung, oder an der falschen Heizung.
Du wirst eine Heizlastberechnung machen müssen, Auslegung nach Ölverbrauch nur im sehr groben Rahmen möglich.
Dämmung ist wie oben beschrieben immer 1.Wahl. Einbau einer WP ohne Dämmung eigentlich nur wenn alte Heizung defekt ist und sofort eine neue Heizanlage benötigt wird. Dann sollte nachträglich gedämmt werden. Mache ich gerade so ...
Kannst natürlich auch erst mal ein Jahr bivalent fahren und mit einer größeren zweistufigen WP ausprobieren. (Dämmung sehr Kosten- und Arbeitsintensiv, aber meist lohnend)
FBH und Radiatoren lassen sich bei richtiger Auslegung mit einem Temperaturniveau (VL 35 – 45) fahren, also kein großes Problem, da bisher ja auch. Einfach bei der jetzigen Heizung alle HK und FBH komplett öffnen und dann mal sehen wie weit die VL Temperatur herabgesetzt werden kann. (Wohlfühltemperatur)


Jetzt die vielen Fragen :

In Frage kommt entweder eine Luft oder Grundwasser Wärmepumpe. Wie hoch ist ungefähr der Kostenunterschied zwischen den beiden ?

Kommt auf die Bohrungen an ... Bohrungen können sich je nach Boden und Tiefe zwischen 2 und 6 tsd € bewegen. Da die GW-WP etwas presiwerter ist als eine LWP hast du Mehrkosten von ca. 4000 € - 8000 €.... alles subjektiv betrachtet, Zahlen können ganz anders aussehen.
Luftwärmepumpe auf längere Sicht die teuerste Variante !


Wie viel Platz wird für die beiden Brunnen bei der Grundwasserpumpe benötigt ?
Für eine Bohrung reicht 1 qm, Bohrgerät muss aber hinkommen.
Wie viel Abstand muss zwischen beiden Brunnen sein (Grundstück sehr klein) und müssen die beiden Brunnen durch einen Graben verbunden werden ? Hängt von der Stärke des Grundwasserflusses ab, zwischen 8 und 15 Meter sind ideal. Von der WP muss eine Leitung zum Saug-und eine zum Schluckbrunnen gelegt werden. Untereinander keine Verbindung.

Was kosten die Brunnen arbeiten ungefähr (Grundwasser liegt sehr hoch. Bohrung von ca. 8m erforderlich) ?
Siehe oben ! Grundwasser WP benötigen bestimmte Wasserqualität und auch eine vorgegebene Wassermenge. Diese Werte müssen über einen länger andauernden Versuch gemessen werden. Min 24 Std. Vollast pumpen und gleichzeitig „Aufnahme“ des Schluckbrunnens testen.

Welche Hersteller von WP sind zu empfehlen ? Alle bekannten Hersteller haben gute GWP im Angebot. Mir wäre wichtig mit welcher Marke sich der Heiz- oder Klimatechniker meines Vertrauens auskennt.
Welcher Stromverbrauch kommt nach Erfahrung der langjährigen Nutzer im Jahr zusammen ?
Grundwasser ist die effektivste Wärmequelle für eine WP ... Verbrauch kommt auf Größe der WP und der Saugpumpe an. Bei Grundwasser sollte die WP auf keinen Fall überdimensioniert werden, eher kleiner. Kenne Verbräuche von 5 kWa bis 25 kWa pro Tag ...
Ist wohl nach allem was man so liest sehr empfehlenswert den Pufferspeicher möglichst groß auszulegen. Was ist da zu empfehlen ? Gar keinen, Wärmepumpe richtig auslegen, Quelltemperatur ist ja fast immer gleich ... bei GWP

Solaranlage. Ist die Unterstützung durch eine Solaranlage wirklich sinnvoll, die Kosten sind ja nicht unerheblich ? Welche Fläche auf dem Dach ist dazu erforderlich ? Was kostet so eine Anlage ungefähr ? Solaranlage rechnet sich nicht .... Geld lieber in Dämmung investieren

Bei Außenthemperaturen wie im moment (ca. 0°), trägt die Solaranlage da noch zur Heizung bei (Sonne scheint ja trotzdem)? So gering, dass es sich nicht rechnet ... Kosten sind zu hoch ...

Ich würde erst mal mit dem Nachbarn reden der schon eine GW-Pumpe hat !


Ich weiss, viele Fragen. Trotzdem für jede Antwort dankbar.

Bitte ... Gruß Jürgen

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www.wsgro.de.vu/...

Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

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Lieber jojo40

vielen Dank für diese sehr ausführliche Antwort !

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mstreib
****
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Hallo,

ich würde bevor ich mich um eine Wärmepumpe als Ersatz für meine alte Ölheizung umsehe erst einmal einen Gebäudeenergieberater mit ins Boot nehmen und mein Gebäude energetisch begutachten lassen.

Dies hat mehrer Vorteile:

Die Energie die ich nicht nach außen geben muss ich nicht über die Heizung erst wieder teuer reinstecken

Die Vorlauftemperaturen können im Regelfall gesenkt werden wenn das Gebäude besser isoliert ist

Die Wärmepumpe kann kleiner dimensioniert werden


Und von einer Wasser Wasser Wärmepumpe würde ich die Finger lassen - hier hat man wieder ein offenes System. Ist das Wasser nicht in Güte, Menge vorhanden bzw. gibt es die Möglichkeit eines ordentlichen Schluckbrunnes bekommt man mehr Probleme als die gerin bessere Leistungszahl es wert ist !! Und bei den Leistungszahlen werden bei den meisten Herstellern nicht die Pumpenleistung mit berücksichtigt !!

M.Streib

www.streib.de

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Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller Smile

streib.de

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jojo40
****
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://wsgro.de.vu Antworten mit Zitat
hallo,

Grundwasserpumpe immer gegenüber einer Tiefenbohrung vorzuziehen,
weniger Kosten, aber was wichtiger ... höhere und gleichmäßigeren Entzug ...
und Auslegeung sowohl vom Saugbrunnen als auch vom Schluckbrunnen vom Fachmann gemacht garantiert Betriebssicherheit.
Wassergüte und Wassermenge vorher natürlich testen !

Bei der Wassergüte kann man bei manchen Herstellern Abstriche machen, z.B. Dimplex oder Alpha InnoTec. Hier werden WP auch für "schlechtere" Wasserqualität angeboten.

Und die "Betriebskosten" für die Saugpumpe sind bei "kompetenten" Herstellern in der Berechnung ! Sieht natürlich anders aus, wenn das Wasser aus 40m oder noch tiefer gefördert werden muss.

Gruß Jürgen

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Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !

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Hallo rolo2912,
geh einmal auf www.golden-energy.de.... Lt. Aussage des Herstellers ist dies momentan die einzige Luft-Wasserwärmepumpe die man Problemlos für Fußbodenheizung und Heizkörper verwenden kann.Grundsätzlich würde ich aber dies tun was Dir "mstreib" am 06.12. empfohlen hat.
Wenn Du mehr INFO´s haben willst, wende Dich
an Hern Schmidt von der Fa. Schmidt Haustechnik, Frankenstraße 10, 91717 Wassertrüdingen, Tel: 09832-68980, Fax: 09832-689826
www.schmidt_haustechnik.de.... Die kennen sich sehr gut aus und nicht sind nicht allzuweit von Ulm entfernt.
Gruß Herbert Dorfner

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Die Wärmepumpe als Folgeinvestition für eine Ölheizung bei 35.000 kWh pro Jahr halte ich für den falschen Weg.
An erster Stelle steht in so einem Fall eine ausführliche energetische Sanierung (Dämmung von Dach, Wand, Fenster, Boden, Keller), vorausgesetzt das Budget ist vorhanden.
Dann sollte man alle Möglichkeiten der Energieversorgung in Betracht (fossile Energieträger, Nahwärme, nachbarschaftliche Wärmekonzepte, Kraft-Wärme-Kopplung, etc.) ziehen und einen Gesamtkostenvergleich anstellen. Ob dann noch die Wärmepumpe interessant ist?

Ich verweise auch auf die Ausführungen beim Bund der Energieverbraucher zum Thema Wärmepumpe.
http://www.energieverbraucher.de/de/Zuhause/Heizen/Waermepumpen/site__...



Gruß

Thomas Heufers

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KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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jojo40
****
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Ruhig mal auf den angegebenen Link von Thomas Heufers gehen. (Energieverbraucher)
Dort unter „Wärmepumpen: Keine Kostenersparnis in Altbauten“ nachlesen.
Da steht: Die Betriebskosten für die Wärmepumpe bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung wie für Öl-und Gas-BRENNWERT- oder auch Pellet-Heizkessel.
Und wenn du dann weist dass diese Berechnung 2003 gemacht wurde einfach mal die Steigerung für Öl, Gas, Pellets (!) und Strom ab da berechnen. Dann siehst du wie schnell sich die erhöhten Investitionen amortisieren. Gerade die Bauherren mit Pellets Heizungen die dort noch angepriesen wird ärgern sich schon heute in Grund und Boden. (vielleicht stoßen sie dabei ja auf Erdwärme)

Ich habe NUR durch den Einbau der WP 40% Heizkosten gespart. Es ist aber richtig, auch durch den Einbau einer neueren Brennwert Gastherme hätte ich diesen Betrag gespart.
Nur, ich wäre weiterhin von dem Gaslproduzenten abhängig ! Und der Gas- und Ölpreis wird immer stärker steigen als der Strompreis.
Wenn du dann be4rücksichtigst, dass diese Berechnung 2003 gemacht wurde einfach mal die Steigerung für Öl, Gas und Strom ab da berechnen. Dann siehst du wie schnell sich die erhöhten Investitionen amortisieren.

Gruß Jürgen

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Bevor sich die Gewerke einige sind, wer nun der Geeignetste ist, schauen Sie bitte einmal in meine beiden Beiträge unter dem Titel: Empfehlenswerte Luft-Wasserwärmepumpen-Hersteller.

Meine Anlage hat ein Elektroinstallateur montiert, der allerdings einen Heizungsbaumeister beschäftigt. Die Anlage ist nach wenigen Einstellkorrekturen seit 2,5 Jahren in Betrieb und läuft beanstandungsfrei wie mein Kühlschrank - ist ja auch im Prinzip nicht anderes.

Eine Optimierung erfährt meine Anlage in den nächsten Monaten durch die Hinzunahme eines wasserführenden Kaminofens. Pufferspeicher sind ja vorhanden. Ich reduziere meine Heizkosten noch einmal bedeutend und habe eine anenehme Strahlungswärme im Wohnbereich. Während der Heizzeit mit dem Kaminofen kann sich meine WP schlafen legen.
Infos unter www.drooff-kaminofen.de... (Produkte/richtig heizen/wasserführende Kaminöfen/VARESE HFW

Bei weiteren Fragen melden Sie sich bitte noch einmal.

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