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Beitragvon raceface » 13.11.2007 19:41 Uhr

Habe heute von unserem Örtlichen Stromanbieter erfahren, das er Abschaltzeiten bei Wärmepumpenstrom hat:

11-13 Uhr
18-20 Uhr

Ok. das sind ja voll die Laststromzeiten.

Ist das normal bei den Anbietern?

Von wegen günstiger Strom, den erkaufe ich mir ja dann auch recht teuer...
Was ist wenn ich in dieser Zeit heizen muss?
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Beitragvon jojo40 » 13.11.2007 20:14 Uhr

Hallo, machen die meisten Energieversorger, (aber nicht alle)

die Zeiten und die Dauer wird vom Netzbetreiber nach Netzlast festgelegt um Spitzenlasten abzuminderen. (max 4 Std / Tag)

Kannst die Sache aber umgehen wenn du mit normalem Eintarif-Strom auskommst.

Ist ein Rechenspiel:
bekommst zwar keinen begünstigten Strom,
sparst dir aber die zusätzl. (Grund-/Zähler-) Gebühr,
die zusätzl. Intallation (2. Zähler und Tarifschaltgerät und somit auch zusätzl./größerer Zählerkasten, getrennte Installation, etc.)
hast keine Abschaltzeiten
bist nicht abhängig von einem Energieversorger
sondern:
kannst wechseln und den günstigsten raussuchen,
brauchst die Abschaltzeiten nicht mit in die WP Berechnung einfließen lassen ...

Also mit spitzem Bleistift überlegen ...

Gruß Jürgen

www.wsgro.de.vu/

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Beitragvon raceface » 13.11.2007 23:47 Uhr

brauchst die Abschaltzeiten nicht mit in die WP Berechnung einfließen lassen


was für auswirkungen auf die wp hat diese abschaltzeit?
fakt ist, das diese dann in dieser zeit nicht "heizen" kann oder?

wie bekomm ich dann meine bude warm?

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Beitragvon bernhard geyer » 14.11.2007 07:29 Uhr

raceface hat geschrieben:was für auswirkungen auf die wp hat diese abschaltzeit?

Sie muß etwas größer Dimensioniert sein

raceface hat geschrieben:fakt ist, das diese dann in dieser zeit nicht "heizen" kann oder?

Stimmt

raceface hat geschrieben:wie bekomm ich dann meine bude warm?

Egal. WP sollte mit Fußbodenheizung betrieben werden und 2 Stunden Abschaltzeit merkst du bei einem gut gedämmten Haus mit Fußbodenheizung praktisch gar nichts.
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Beitragvon raceface » 14.11.2007 07:43 Uhr

aha...
trotzdem eine frechheit von den anbietern!
von wegen vergünstigter strom!?

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Beitragvon Thomas Heufers » 14.11.2007 12:53 Uhr

Wir haben in 2006 einen Wärmepumpen-Stromverbrauch ( Heizung und Warmwasser ) von unter 2.100 kWh gehabt.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Screenshot_-_Energieverbrauch_THZ_303.gif[/img]
Da lohnt sich kein Wärmepumpentarif. Wir haben uns einen günstigen überregionalen Anbieter gesucht und beziehen nun ganz normalen Brauchstrom, ohne Neben- bzw. Nachttarife und ohne Abschaltzeiten.

Den separaten Verbrauch für die Wärmepumpe erfassen wir jetzt über einen eigenen Drehstromzähler.


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon Shark » 14.11.2007 17:22 Uhr

Wir haben bei den Stadtwerken München einen gesonderten WP-Tarif, der 5-7ct/kwh (Nachttarif oder Tagtarif) günstiger ist als der Standardtarif.

Hier unsere Tarif:

WP NT: 9,72ct
WP HT: 11,79ct

Standardtarif: 16,66ct

Bei rund 2500 kw/h kommen bei uns etwa 160€ Ersparnis zusammen.
So hoch können die zusätzlichen mtl. Gebühren gar nicht sein, daß sich das nicht lohnt. Aber es kommt natürlich darauf an, welche Tarife die einzelnen Stromanbieter haben. Bei nur einem ct Unterschied lohnt sich das natürlich nicht.

Grüße
Shark
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.11.2007 20:17 Uhr

Wie schade, dass wir nicht in München wohnen!

Unser Einzugsgebiet ist Detmold.
Die Konditionen der Stadtwerke Detmold inkl. Mwst.:
Brauchstrom 17,537 Cent/kWh
Wärmepumpe HT 18,093 Cent/kWh
Wärmepumpe NT 13,060 Cent/kWh von 22:00 - 06:00 Uhr
Zweitarifzähler 62,06 Euro/Jahr
Sperrzeiten sind auch möglich.

Da haben wir uns für einen günstigen überregionalen Anbieter entschieden.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon raceface » 15.11.2007 00:09 Uhr

habe mal bei unserem örtlichen Stromanbieter geschaut was der WP Strom kostet:

Niedertarifzeit (22.30Uhr-4:30Uhr) 12,94 Cent/kWh
Hochtarifzeit (4:30Uhr-22:30) 18,94Cent/kWh

http://www.stadtwerke-borna.de/PrWSV_nachApril99_010305.pdf

Hier die Normaltarife:

http://www.stadtwerke-borna.de/p_01_03.htm

Naja....
es macht bald keinen Sinn mehr für WP Stromtarif...

Bin ich eigentlich bei WP Strom auf unseren örtlichen Anbieter beschränkt, oder darf ich mir auch einen Überregionalen nehmen?
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Beitragvon gergenerdwaerme » 22.11.2007 17:20 Uhr

hallo raceface.
Wenn du die entsprechenden Beiträge im Forum (auch bei haustechnik.de) verfolgst, wirst du die Antwort auf deine Frage finden. Bei EVU-Sperrzeiten (lt. BTO maximal 3 x 2 Stunden am Tag!!) muss die Zeit bei der Auslegung der WP-Anlage berücksichtigt werden. ( Den Schmarrn mit der kleinstmöglichen WP zu arbeiten solltest du vergessen.)
Fast alle Stromanbieter haben SONDERTARIFE für monovalente, unterbrechbare WP! Bei uns im Saarland liegt er bei rd. 10 cent/kW/h
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Beitragvon Shark » 23.11.2007 11:18 Uhr

Bei EVU-Sperrzeiten (lt. BTO maximal 3 x 2 Stunden am Tag!!) muss die Zeit bei der Auslegung der WP-Anlage berücksichtigt werden. ( Den Schmarrn mit der kleinstmöglichen WP zu arbeiten solltest du vergessen.)


Ich kann diese Aussage überhaupt nicht nachvollziehen.
Was hat die Auslegung der WP mit den Sperrzeiten zu tun?

In den Sperrzeiten will man

- Warmwasser --> entweder höhere WW-Temp. oder größerer WW Speicher
- Heizung --> bei FB-Heizung und gut isolierten Haus (KFW60 oder 40) reicht die FB-Heizung als Puffer aus.

Ob man nun eine 8KW oder 10KW Anlage nimmt, ist hierbei völlig irrelevant.

Grüße
Shark
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Beitragvon idref2001 » 26.11.2007 19:27 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe auch eine Frage zu den Sperrzeiten. Bei den Sperrzeiten geht meine Wärmepumpe komplett aus. Meine Frage ist nun ist das richtig? Und warum habe ich dann überhaupt einen Zweierzähler mit HT und NT wenn der HT Zählerstand seit einem Jahr sich nicht bewegt hat.

Gruß idref2001
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Beitragvon mstreib » 06.12.2007 22:16 Uhr

Hallo,

das die Wärmepumpe in der EVU Sperrzeit komplett ausgeht ist normal (Verdichter) die Steuerung sollte aber nicht ausgehen.

Wegen der HT Zählung würde ich mal von einem Fachmann nachschauen lassen ob vielleicht die Steuersichrung im Zählerkasten defekt ist oder ein Schatrelais. Normal sollte sich auch im HT Zähler sich was verändern - und wenn es nur die Heizungspumpe ist die unter HT läuft (ist von EVU zu EVU anders) Wenn das EVU das feststellt das ggf manipuliert wurde (kann ja auch vom Handwerker vergessen worden sein) kann die Sache teuer werden !!

Gruß

M.Streib

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Beitragvon oakgast » 20.07.2010 13:57 Uhr

Kommentar von "U.Traunspurger" erstellt am 20.07.2010,09:36
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Eine Wärmepumpe wegen Abschaltzeiten größer auszulegen ist Unsinn. Der Bivalenzpunkt der Anlage würde sich so zu ungunsten verschieben, dass die Einsparung durch einen WP-Tarif dagegen lächerlich wird. Mann kann nur den Speicher entsprechend groß auslegen um die Heizkörper etwas länger versorgen zu können. Bei einer Flächenheizung ist das nicht unbedingt erforderlich, da der Speichereffekt höher ist. Prinzipiell würde ich Abschaltzeiten nur bei Niedrigenergiehäusern empfehlen.
Tonangebend für Abschaltzeiten ist generell der NETZBETREIBER und nicht der Stromanbieter.
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1012' target='_blank'>Mail an U.Traunspurger</a>
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.07.2010 16:40 Uhr

oakgast hat geschrieben:Kommentar von "U.Traunspurger" erstellt am 20.07.2010,09:36
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Eine Wärmepumpe wegen Abschaltzeiten größer auszulegen ist Unsinn. Der Bivalenzpunkt der Anlage würde sich so zu ungunsten verschieben, dass die Einsparung durch einen WP-Tarif dagegen lächerlich wird. Mann kann nur den Speicher entsprechend groß auslegen um die Heizkörper etwas länger versorgen zu können. Bei einer Flächenheizung ist das nicht unbedingt erforderlich, da der Speichereffekt höher ist. Prinzipiell würde ich Abschaltzeiten nur bei Niedrigenergiehäusern empfehlen.
Tonangebend für Abschaltzeiten ist generell der NETZBETREIBER und nicht der Stromanbieter.
Richtig ist, dass eine Wärmepumpe auf die berechnete Heizlast ausgelegt werden soll. Keine Überdimensionierung! Ein Inverter-Wärmepumpe bietet den Vorteil, dass diese abhängig von der Last der Heizungs- und Warmwasseranforderung die Abgabeleistung anpassen kann. Bei der Inverter-Technik kann man dann sogar eine größer ausgelegte Wärmepumpe einsetzen.
Eine Wärmepumpe sollte bestenfalls so gut ausgelegt und leistungsfähig sein, dass Sie keinen bivalenten Betrieb benötigt oder nur unter extrem Bedingungen (< -15° Celsius) auf bivalenten Betrieb mit Nachheizstab oder Heizpartone wechselt.
Eine Fußbodenheizung beziehungsweise eine Flächenheizung mit thermisch träger Masse (bspw. Wandheizung mit mineralischen Putz oder Lehmutz) sollte in jedem Fall als Wärmeübergeber hinter einer Wärmepumpe zum Einsatz kommen. Die Trägheit eines Flächenheizung ermöglicht einen effizienten Betrieb der WP und kann auch bedingt eine Abschaltzeit des Energieversorgers brücken, ohne das man Komforteinbußen hat.

Gruß

Thomas Heufers


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