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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Neubau eines Bungalows

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Liebes Forum, wir möchten 2008 einen Bungalow ca. 130 qm, unterkellert,massive Bauweise ( Bims-Blähton oder Kalkssandstein mit extra Dämmung ), für Schwiegereltern bauen. Da diese mit wenig Rente auskommen müssen, wollen wir die Nebenkosten natürlich so gering wie möglich haben. Deshalb denken wir über eine Erdwärmeheizung
( Tiefenbohrung ) mit wasserzügigem Kamin und evtl. 6 qm Solarfläche zur Wassererwärmung auf dem Dach nach. Hat jemand Erfahrungen mit dieser Kombination oder ist das totaler Blödsinn ? Wir sind leider totale Laien und je mehr Baufirmen uns beraten, desto mehr Meinungen hören wir. Gibt es Tips oder Empfehlungen zur Technik ? Hat jemand Erfahrung mit Kalksandstein ? Hat evtl. jemand Erfahrung mit KLB Massivhausbau ?
Sind für jegliche Hilfe sehr dankbar.
Liebe Grüße aus Sachsen.

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Wenn Du per se eine Sole/Wasser-Wärmepumpe einsetzen willst und der Baukörper auch entsprechend energiesparend (Energiesparhaus KfW 40 oder 60) ausgeführt wird, dann könnte es vollkommen ausreichend sein nur mit der Wärmepumpe die Wärmeversorgung zu gewährleisten.
Jede weitere Technik erweitert unnötig die Infrastruktur der Haustechnik, dies erhöht die Investitions-, Wartungs, Kehrkosten etc..
Die zusätzlichen Aufwendungen für eine Solarthermie und einen wassergeführten Kamin kannst Du besser in die Dämmung für einen verbesserten winterlicher Kälteschutz und sommerlicher Hitzeschutz oder in eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung investieren.


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 14.11.2007 07:12, insgesamt einmal bearbeitet

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machtnix
*****
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Ich nehme mal 40Watt pro Quadratmeter an,das würde dann ca.5,2kW Heizleistung ergeben.
130 x 40 = 5200Watt.

Also sollte die Wärmepumpe zwischen 5-6kW liegen.Natürlich wäre eine Heizlastberechnung nach EN 12831 genauer als meine Schätzung.

Ich würde für dieses Vorhaben eine Direktverdampfer WP einsetzen und Solar nur vorbereiten.
Wenn es denn günstig hergehen soll,würde ich auch auf den Kamin verzichten und die Warmwasserbereitung mit einer Brauchwasserwärmepumpe machen.

Auch würde ich zumindest eine kontrollierte Wohnraumlüftung zumindest einmal vorsehen.Das Gerät kann man später immer noch kaufen.

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Benutzer-Profile anzeigen http://www.seysol.de Antworten mit Zitat
"... sollte die Wärmepumpe zwischen 5-6kW liegen"

Das wird wohl etwas zu viel sein, eine max. Leistung von 5 kW reicht da sicher aus, sonst taktet die WP zu sehr. Besser noch eine WP, welche modulieren kann (eventuell 2 bis 5 kW).

Gruß

Wasserwärmer

_________________
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)

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Vielen Dank erstmal für Eure vielen Tips.
Ich fürchte , am Kamin kommen wir nicht vorbei, da dieser, ob wasserführend oder nicht, sowieso rein soll. Wir wohnen direkt am Wald, da geht mit Holz immer was. Solar werden wir dann wahrscheinlich nur vorbereiten, d.h., Rohre verlegen usw, ist ja alles eine Frage des Geldes.
Mit einer Lüftungsanlage haben wir uns noch überhaupt nicht beschäftigt, was ist das genau ? Bei diesen Blähtonsteinen bekommen wir immer gesagt, das das nicht notwendig wäre, weil atmungsaktiv ??!
Und was ist der Unterschied zwischen einer normalen WP und einem Direktverdampfer ?
Evtl. planen wir noch eine Regenwassernutzung für Toilette und Waschmaschine ein, zumindest wollen wir die Verrohrung vorsehen.
Erdwärme scheint bei uns gut zu funktionieren, haben auch schon einige Nachbarn. Wir müssen die direkt mal befragen, was die für Wärmepumpen verwenden. Aber die haben die Anlagen auch erst seit ca. 1 Jahr, da gibts noch keine so großen Erfahrungen damit.

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machtnix
*****
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Bei diesen Blähtonsteinen bekommen wir immer gesagt, das das nicht notwendig wäre, weil atmungsaktiv ??!

Dann würde ich mir mal schleunigst ein anderes Bauunternehmen suchen.
Steine und Wände atmen nicht.

Es wird doch immer so ein Blödsinn verzapft,das es unfaßbar ist.

Da die Häuser heute immer dichter gebaut werden,ist eine Kontrollierte Wohnraumlüftung schon sinnvoll.
Diese verhindert eventuell auftretende Schimmelbildung und filtert die Raumluft.
Beispiel:
Bei jedem von uns ist morgens im Schlafzimmer doch morgens irgendwie muffig,die Luft ist verbraucht.
Durch die kontrollierte Wohnraumlüftung,wird jedoch die Luft immer ausgetauscht,so das immer eine angenehmes Gefüh und Wohlbefinden herrscht.

Die Lüftungsrohre und Luftauslässe werden einfach mit in die Betondecke eingegossen,so das man diese später überhaupt nicht mehr wahrnimmt.
Die Rohre werden lang genug in den Technikraum im Keller geführt,so das man später das Lüftungsgerät einfach anschließen kann.

Bei einer Direktverdampfer WP würde man ca. einen Erdaushub von 156m² benötigen.Außerdem ist die Direktverdampfer WP wesentlich effizienter als eine Sole WP.
Auch ist zu beachten,ob man in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt.
Hier unbedingt beim zuständigen Landratsamt oder Wasserwirtschaftsamt nachfragen.

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