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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Fritz Scheurich
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Beitragvon Fritz Scheurich » 30.10.2007 23:37 Uhr

Hallo, Solarexperten!

Wir leben in Spanien in einem älteren, schlecht isolierten Haus, dessen Wohnbereich im Sommer angenehm kühl bleibt, im Winter aber leider unangenehm kalt ist, obwohl dann oft die Außentemperaturen deutlich höher liegen .
Meine Idee ist es, die bestehende Zentralheizung dann tagsüber während der Sonneneinstrahlung zu nutzen, um die rel. kalte Wohnung aufzuheizen. Das hätte den Vorteil, dass später die Raumtemp. nicht erst unter erheblichem Energieaufwand auf Wohlfühl-Niveau angehoben werden müsste.

Meine Frage:

Kann ich auf einfache Weise mit Hilfe von Sonnen-Kollektoren Solarenergie in die Heizanlage einbringen, ohne einen Pufferspeicher zu installieren? (Platzmangel) Eine optimal geneigte Dachfläche zur Montage von Kollekt. ist vorhanden. Frost ist kein Thema. Der Druck sicher auch nicht, da die Höhendifferenz zwischen Dach und Boiler allenfalls 4 – 5 m beträgt.
Da alle Heizkörperventile geöffnet werden, sollte es auch nicht zu einer Überhitzung kommen. (?) Natürlich sollte der Strang abgeschalten werden, sobald die E-Heizung einsetzt und vom Dach keine Wärme mehr kommt...

Lässt sich so etwas problemlos machen, oder übersehe ich etwas wesentliches?
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Wasserwärmer
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Beitragvon Wasserwärmer » 31.10.2007 11:20 Uhr

Das ist möglich, aber mit einem Puffer wahrscheinlich günstiger.

Gruß

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Beitragvon Thomas Heufers » 31.10.2007 20:54 Uhr

Hallo Fritz Scheurich!

Natürlich kann die Solaranlage ohne Pufferspeicher betrieben werden.
Mit der entsprechenden Regeltechnik sollte das kein Problem sein.
Das Problem ist die schnelle Auskühlung der Heizkörper.

Wenn man die Solarwärme im Laufe des Tages in thermischträge Bauteile (Wandheizung in gut dimensionierter Stein- oder Ziegelwand) abgibt, kann man die Ausstrahlung der Wärme verzögern.
Diesen Effekt kann man sich in unseren Breiten auch bei der Passivhausbauweise zu Nutze machen. Tagsüber strahlt in die Sonne auf eine thermischträge Innenwand und abends profitiert man von der Ausstrahlung der Wärme in den Raum.

Eine weitere technisch recht aufwendige Möglichkeit ist der Latentwärmespeicher, sogenannte PCM (Phase Change Materials).
http://energie-effizientes-haus.de/html/infos_prospekte__versandservic.html#BINE-Latentw aermespeicher
Diese Lösung dürfte aber aus Kostengründen ausscheiden.


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon panu » 02.11.2007 07:43 Uhr

Ich denke Wasserwärmer hat Recht. Ganz ohne Pufferspeicher wird die Solaranlage nicht gut funktionieren.

Wenn akuter Platzmangel herrscht bleibt also nur ein guter Latentwärmespeicher als Pufferspeicher übrig.
Diese gibts mittlerweile auch schon sehr leistungsfähig, kompakt und relativ Preisgünstig.

Einfach mal hier unter Latentwärmespeicher schauen und fragen.
www.behaglichkeit24.de

Gruß panu
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Beitragvon machtnix » 02.11.2007 17:24 Uhr

Wie mein Vorredner schon schrieb,eventuell einen Latantwärmespeicher einsetzen.
Es geht aber auch ganz ohne,hier muß man allerdings eine etwas ausgefeilte Regelungstechnik und eine komplett andere Hydraulik einsetzen.

Man nehme eine Solaranlage auf dem Dach,schließe diese an eine solare Trennstation an.
Die solare Trennstation und das vorhandene Heizungsnetz wird mit einem Zortströmverteiler verbunden.
Dann muß das gnaze noch Regelungstechnisch in den Griff bekommen,sollte aber eigentlich auch kein Problem machen.
www.zortea.at
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Beitragvon Fritz Scheurich » 03.11.2007 19:58 Uhr

Na ja, ich habe mal nach den Kosten eines Latentspeichers angefragt. Inklusive der von machtnix umrissenen Regelanlage dürfte das Projekt allerdings ganz schön am Geldbeutel nagen. Mal sehen, ob wir uns das leisten können und wollen..

Euch allen jedenfalls herzlichen Dank für die Beiträge und Tipps. Schönen Sonntag:
F.Scheurich

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Beitragvon machtnix » 03.11.2007 20:30 Uhr

Vielleicht doch einen einfachen Kaminofen zur Raumwärme nutzen.
Das wäre wohl eine kostengünstige Möglichkeit.
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Beitragvon Fritz Scheurich » 03.11.2007 21:26 Uhr

Ham wir schon, machtnix, aber es ist trotzdem ärgerlich, dass die zur Sonne liegende Porche (geschlossene Veranda) herrlich warm ist und das dahinter gelegene Wohnzimmer 5 ° kälter. Dazu käme, dass die im Keller verlegten Heizungsrohre den Boden bei längerem Betrieb temperieren, sodass man aufgrund der hohen Räume nicht nur einen warmen Kopf, aber kalte Füße hat. (Erfahrungswert:der Kaminofen, s. Bild, sorgt nämlich genau dafür)
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Beitragvon Wasserwärmer » 04.11.2007 16:34 Uhr

Kann man denn auch draußen an der Hauswand keinen Speicher hinstellen der dann passend verkleidet wird?

Gruß

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Beitragvon Fritz Scheurich » 04.11.2007 18:54 Uhr

Doch, WW, das kann ich evtl. schon, und ein Plätzchen dafür gäbe es ein paar Meter weiter. Allerdings kostet ein Latentspeicher satte 2450 EUR plus Mwst plus Transport, habe ich erfahren. Dazu kommt eine rel. aufwändige Regelanlage.
Aus ökologischer Sicht absolut sinnvoll, rechnet sich die Sache aus jetziger Sicht aber nicht unbedingt. Wenn die Energiepreise allerdings weiter so steigen, mag alles bald ganz anders aussehen...

Fazit: wir müssen nachdenken.

Gruß F.Sch.

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