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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Matlok
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Beitragvon Matlok » 30.10.2007 19:08 Uhr

Hallo zusammen!

Habe seit 2 Jahren eine Viessmann Vitocal 343 in meinem Hausneubau in Betrieb.

Schon von Anfang an bemerkte ich, dass der Soledruck laut Manometer ständig abfiel. Der Druck fiel schließlich unter 1,0 bar und die Anlage fiel aus (lief weiter über Zusatzheizung).
Als ich bei meinem Heizungsbauer nachfragte, sagte mir dieser, dass so ein Druckverlust normal wäre. Er riet mir etwas Wasser nachzufüllen. Dies tat ich und die Anlage lief wieder.

Leider trat und tritt das Problem des Druckverlustes der Sole aber weiter auf. Seither dreimal (alle 6 Monate).

Meine Fragen sind nun.
Ist dieses wirklich, auch in der Anzahl, normal?
Liegt eventuell ein anderes Problem vor?
Wenn ja, wie kann man das beheben?

Danke im Voraus! Matlok[/b]

machtnix
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Beitragvon machtnix » 30.10.2007 21:47 Uhr

Natürlich ist dies nicht normal.Wie sieht es denn mit einem Ausdehnungsgefäß aus?
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Beitragvon Quehl » 31.10.2007 09:21 Uhr

was sind das alles immer für Heizungsbauer! Da ist die Frage von machtnix durchaus berechtigt. Es müßte einen Beruf, Wärmepumpeneinbauer geben, dann hätte man es nicht immer mit solch unfähigen Leuten zu tun.

Es kann natürlich auch sein, daß der Heizungsbauer nur vorgeschoben ist, um seinen eigenen Murks zu vertuschen.
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Beitragvon Energiesparer » 31.10.2007 21:28 Uhr

ich vermute mal das die Soleleitung undicht ist... :(

also schnellstens reklamieren !
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Beitragvon Piwi » 01.11.2007 08:54 Uhr

Hallo,

meine Anlage läuft jetzt seit ca. 6 Monate.

Am Anfang hatte ich ca. 2 Bar Druck und nun ist es auf ca. 1,5 Bar gefallen und hält sich offenbar auch dort.

Ist eine kleiner Druckabfall (wegen evtl. Restluft in der Leitung) nicht normal?

Ab wann kann man von einer Undichtigkeit sprechen und wie lange hat man darauf Garantie, oder Gewährleistung?

Was ist mit dem Ausdehnungsgefäß? Kann man daran was erkennen?

Gruß
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Beitragvon mstreib » 06.12.2007 22:37 Uhr

Hallo,

der Soledruck fällt in den erste Monaten ab - ganz normal da beim befüllen der Sonde Luft in bläschen mit eingespült wird die sich (bei einer ordentlichen Anlage) am strömungs Luftabscheider abscheiden.

Mit Wasser nachfüllen ---- tödlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das kann ganz übel ins Auge gehen das sich das Wasser nicht mit dem Frostschutz homogen mischt und die Sonde in diesem Bereich einfrieren kann - wenn nachfüllen dann mit Sole.

Wichtig ist der Druck des "Ausdehnungsgefäßes" - bei der Sondenanlage eigentlich ein Vorratsgefäß - da sich die Sonde beim Heizen abkühlt und dadurch das Volumen sinkt :-) -- Also Vordruck max 0,8 bar --- dann die Sonde auf mind 1,5 Bar füllen

Tja - es sollten wirklich nur Fachleute Wärmepumpenanlage bauen dürfen - ich sehe die Gefahr das wir wie in den 70 ern einen schlechten Ruf auf die Technik bekommen weil jeder meint er kanns :cry:

M.Streib
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Fachkraft für Solar und regenerative Energie

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Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller :-)

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Beitragvon jojo40 » 07.12.2007 09:09 Uhr

Also,
kannst ruhig Wasser (in geringen Mengen) in den Kreislauf nachfüllen. Wenn du eine gut ausgelegte Sole hast wird die Strömung turbulent sein und somit ist eine schnelle Vermischung gegeben.

Aber auch bei laminaren Strömungsverhältnissen wird eine Vermischung relativ schnell erfolgen.
Natürlich nicht gerade bei Aussentemperaturen von -10 Grad Wasser einfüllen und Solekreislauf dann über Stunden nicht bewegen.
Also nach Einfüllen von Wasser Solekreislauf 1 bis 2 Stunden laufen lassen, dann alles klar !

Solltest du mehr als 5 % des Soleinhaltes einfüllen müssen (Messprotokoll) ist mit der Anlage was nicht in Ordnung.

Gruß Jürgen
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Beitragvon oakgast » 22.01.2010 15:37 Uhr

Kommentar von "Jens Schroeder" erstellt am 20.01.2010,20:17
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Hallo Zusammen!

Bei uns zu Hause ist jetzt schon alles gemacht worden.
Ein paar Monate hielt alles. Dann fing der Ärger an. Schneller Druckverlust. Sodaß die Sole ca. 10 mal aufgefüllt worden ist. Im August reichte es uns dann und alle Bohrungen wurden freigelegt(4 Stück). Bei der dritten wurde dann ein leck gesichtet. Man konnte den Frostschutz schon von Metern riechen! Nachdem alles geflickt wurde und die Sole nochmals einen Tag abgedrückt wurde, ist sie dann endlich wieder ohne probleme gelaufen. Bis jetzt! Jetzt haben wir dasselbe problem wie vor ein paar Monaten! Zuerst hält der Druck, dann geht es tag täglich bergab! Meine Frage lautet jetzt einfach mal, um wieviel bar der Druck überhaupt sinken darf?Darf er das überhaupt und ist es dann auch normal, daß die Sole einmal im Jahr aufgefüllt werden muß?
Bis dieses Jahr ein leck gefunden worden ist
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=505' target='_blank'>Mail an Jens Schroeder</a>
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Beitragvon klausamsee » 23.01.2010 11:40 Uhr

"Die Bohrungen wurden freigelegt"
Sicherlich doch nur der Übergang von dem Sondenschlauch zum Verteiler, ansonsten wäre es ziemlich aufwändig gewesen :wink:
Wo genau war denn das Leck? War es an einer Schweißmuffe? Wenn ja, hat der Installateur den Barcode von der Muffe oder von einer Liste gescannt?
Ich hatte an der Soleleitung für die KWL-Luftvorwärmung ein ähnliches Problem, da war es eine Schraubverbindung die nicht ganz dicht war. Obwohl diese im Keller sitzt habe ich das Leck ewig nicht bemerkt, ich musste nach ein paar Monaten immer wieder nachfüllen. Inzwischen hält der Druck, und auch bei meiner "Heiz-Erdwärmesonde" ist der Druck stabil.

Klaus
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Beitragvon Hanswalter » 13.02.2015 14:14 Uhr

Bei mir lässt der Druck im Solekreislauf auch permanent nach. Ich verliere etwa 0,1 bar pro Monat: Im Ausgleichgefäß (wo der Sole-Pegel je nach Temperatur durch den WP-Betrieb etwas fällt und wenn sich die Sole wieder erholt hat auf das Ausgangsniveau ansteigt) kann man oben die Luftblase erkennen, die sich bei mir langfristig (!) und bei identischer Temperatur erfreulicherweise nicht vergrößert, siehe im Anhang.

Wie habe ich festgestellt, dass ich keine Flüssigkeit aus dem Solekreislauf verliere? Sole Temperatur an der Wärmepumpe abgelesen nachdem die WP eine Weile nicht gelaufen ist, Sole-Pegel am Ausgleichgefäß mit Tesafilm markiert. Dann nach ein paar Wochen wieder im gleichen Zustand, d.h. bei der selben Sole-Temperatur abgelesen: Pegelstand war identisch, wieder bis zur Tesa-Markierung.

Meine Vermutung ist, dass das Überdruckventil oben am Ausgleichbehälter nicht perfekt dicht ist, dort langsam Luft entweicht.

Nachdem ich den Installateur in den ersten 2 Jahren 3mal zum Druck nachpumpen eingeladen habe, habe ich mir im Fachhandel eine Do-it-yourself Pumpe besorgt. Das ist bei mir eine Solar-Handfüllpumpe von Meibes, Art.-Nr. 45100.2, für ca. 50€. Damit drücke ich in die Sole-Einfüllöffnung etwas versetzt unterhalb des Ausgleichgefäßes selbst Luft in das System. Die Luftblasen blubbern dann hoch in das Ausgleichgefäß und der Druck erhöht sich wieder. Ich fülle Luft nach bis auf etwa 2,5bar im Ruhezustand. Dann lasse ich das Sole-Entlüftungsprogramm an der Wärmepumpe für 1-2 Stunden laufen (keine Ahnung wie schnell das pumpt, ist eh nur zur Sicherheit falls sich eine Luftblase in die falsche Richtung verirrt - wahrscheinlich überflüssig. Ich gehe davon aus, dass meine 2x67Meter Tiefensonden in der Zeit einmal komplett umgewälzt werden).

Damit ist jetzt jedenfalls mein Problem gelöst. 2x im Jahr pumpe ich 0,5-1,0 bar Luft nach und die WP läuft so wie sie soll.

Ich hoffe, das hilft hier noch jemandem.

ps. Ich errechne übrigens mit meiner Vaillant Geotherm 141/2 WP von 2010 bei mir eine JAZ von ca. 3,6 und das unter m.E. sehr günstigen Bedingungen (Sole unterschreitet auch im tiefsten Winter selten die 0 Grad im Betrieb). Dabei verlasse ich mich auf die eher ungenaue Wärmemengenzählung aus der WP-Anzeige. 100% zufrieden bin ich damit nicht, aber ich denke alles über 3,5 ist schon ganz ordentlich. Mein Auto verbraucht schließlich auch mehr als der Hersteller auf dem Prüfstand nachweist...

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