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frank0815
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Beitragvon frank0815 » 26.10.2007 10:51 Uhr

Hallo Forumsanhänger,

vorab, es ist ein klasse Forum und ich konnte schon viel lernen. Vielen Dank an alle die Ihr Wissen hier zur Verfügung stellen.

Naja, so richtig helle bin ich auf dem Gebiet dann nun doch noch nicht. Trotz Suche bin ich mir etwas unschlüssig und bräuchte mal Erfahrungswerte. Hilfestellung wäre einfach nur genial.

Wir haben einen Neubau. 240 qm Wohnfläche und 2 Löcher in der Erde.

Diese sollten eigentlich je 65 m tief werden, weil aber immer wieder etwas zugeschüttet ist, wurden es 1 x 65 und 1 x 50m. Die restlichen 15m der 2. Bohrung wurden in 1,5 mtr. tiefe in Schlaufen verlegt.

Wir haben eine Vaillaint VWS mit 8 KW eingebaut bekommen. Zuerst war wohl ganz viel Luft in den Leitungen und die WP schaltete jede Stunde wegen des Einfrierschutzes ab.

Nachdem mit einer leistungsstarken separaten Pumpe deftig gespült wurde, gab und gibt es zumindest keine Fehlermeldung und kein Abschalten mehr.

Nach 4 Tagen Powerbetrieb wg. Estrichprogramm und Zuheizung über den Elektroquirl, haben wir eine Solevorlauftemperatur von 1 Grad und eine Rücklauftemperatur von -2.

Meine Frage: Reicht das wohl aus von den Temperaturen für den Vorlauf oder solte die nicht im Bereicht von von oder 8 Grad liegen.

Die Befürchtung ist, d im Winter die Vorlauftemperatur weiter sinkt und sinkt und die WP sich irgendwann einfach ausstellt.

Eure Meinung hierzu interessiert mich brennend und für Hilfe bin ich sehr dankbar als WP Rookie.

Einen schönen Tag.

frank

fdl1409
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Beitragvon fdl1409 » 26.10.2007 11:12 Uhr

Für die Jahreszeit ist 1° natürlich sehr tief.
Wenn die WP in diesen 4 Tagen mit maximaler Leistung nonstop durchgelaufen ist dann ist das aber OK.
Wenn du fertig bist mit dem Aufheizprogramm erholt sich die Sonde sehr schnell wieder.
Die Soletemperaturen sind sehr stark von kurzfristigen Entzugsspitzen abhängig.
Die Temperatur die man nach einem Dauerbetrieb von 500 Stunden erhielte entspricht etwa dem was man als Tiefstwert im jahrzehntelangen Dauerbetrieb erwarten kann.
Such dir den Artikel Pumpenlose Erdwärmesonde Schlussbericht vom Schweizer Bundesamt für Energie. Dort findest du auf Seite 39 eine Simulationsrechnung. Bei einer Ausgangtemperatur von 10° fällt die Soletemperatur nach 100 Stunden Dauerbetrieb auf etwa 3,5°, nach 500 Stunden auf gut 1°. Wenn man das etwa auf deine Erdsonden übertragen kann würdest du als Tiefstwerte im Langzeitbetrieb -1° erwarten können.
Das ist ein guter Wert mit reichlich Sicherheit.

Wenn du diese +1° also tatsächlich mit 96 Stunden Dauerbetrieb erreicht hast ist alles bestens. Ist die WP nur 8 Stunden pro Tag gelaufen hast du ein Problem. Kontrollier das in der nächsten Zeit auf dem Betriebsstundenzähler und frag gegebenenfalls nach.

Grüße
Frank
Anderl
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Beitragvon Anderl » 28.10.2007 10:02 Uhr

Ich wollte gerade einen neuen Topic eröffnen, da ich das gleiche Problem habe, aber nun habe ich scheinbar einen Mitleidensgenossen gefunden.

Bei mir :

Neubau mit ca. 270 qm beheizt Wfl, zwei Tiefenbohrungen a 99 m mit einer Ochsner WP 12 kW. Die WP powert in einen 800l-Puffer und von da ab in die Fußbodenheizung.

Bei Estrichtrocknen wars mit den Vorlauftemperaturen ziemlich heftig, denn Vorlauf bei -3 und Rücklauf mit ca. -5/-6 Grad. Hatte damals schon Panik, dass das Wärmepotenial nicht reichen würde. Mein Heizungstechniker sagte aber, das das beim Ausheizen des Estrichs ganz normal ist. Die Soleleitungen im Technikraum hatten eine 3-cm dicke Eisschickt. Wahnsinn.

Das ganze ist ca. 3 Monate her. Wir sind seit ca. 1 Monat eingezogen und jetzt macht sich langsam Panik bei mir breit, denn wenn meine Heizung mal über Nacht 10 h heizt fällt meine Vorlauftemperatur auf -1,5 und Rücklauf auf ca. -2,5 Grad. Hmmmm.

Generell ist das Niveau im Heizbetrieb bei mir sehr sehr bescheiden, denn Vorlauf befindet sich meist im Bereich von ca. 2-3 Grad und Rücklauf meist 1 - 2 Grad. Die Temperaturspreizung zwischen Vor- .und Rücklauf ist sehr niedrig, was für mich einen relativ hohen Durchlauf hindeutet.

Sollte das Niveau bei 2 Sonden a 99 m nicht bei ca. 8-10 Grad liegen ? Ich habe einfach Angst um meinen Wirkungsgrad ......

Meine Vermutung war, dass evtl. eine Sonde dicht oder vom Soleverteiler nicht befeuert wird, aber nachdem es bei jedem Hahn am Soleverteiler richtig zischt, denke ich, dass beide Sonden "gut befeuert" werden.

Wer kann mich beruhigen ? Wenn der Winter kommt wirds wahrscheinlich noch tiefer fallen. Ab -7 Rücklauf schaltet meine WP ab. Weit weg bin ich ja davon nicht mehr.

Gruss & frohes Schaffen,
Anderl
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Beitragvon roro » 28.10.2007 10:15 Uhr

Was mich noch mehr schreckt.

denn wenn meine Heizung mal über Nacht 10 h heizt.

Welche Temperaturen habt Ihr zur Zeit, dass Eure WP bereits 10 Stunden am Tag arbeiten muss?
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 28.10.2007 12:44 Uhr

> Die Soleleitungen im Technikraum hatten eine 3-cm dicke Eisschickt. Wahnsinn.

Sinn die denn nicht isoliert? Mein Heizungsbauer hat die WP erst eingeschaltet für das Estrich-Aufheizprogramm nachdem die Isolierung (von einer Firme angebracht die nur Isolationsarbeiten durchführt) angebracht war. Mir scheint es so als hättest du einen nicht gerade kompetenten Heizungsbauer beauftragt.
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Beitragvon Anderl » 28.10.2007 20:40 Uhr

@ roro : Die 10 h kamen zustande als ich aufgrund eines Hängers in der Steuerelektronik die Heizung neu starten musste und mein Haus schon etwas ausgekühlt war (17 Grad), da heizt meine WP schon mal 10 h über Nacht bis die Bude wieder warm ist. Außentemperatur bei uns Nachts im Moment zwischen -3 und 0.

@ bernhard geyer : Inzwischen sind die Soleleitungen isoliert. Mein Heizungsbauer ist scheints nicht der WP-Profi schlechthin. Hatte die Soleleitungen mit einem 3 mm dicken Neoprenband isoliert. Wirkt so gut wie gar nix. Erst auf mein Meckern dann die 20 mm-Isolierung. Das geht. Es hängen zwar immer noch die Tautropfen dran, aber wenigstens frierts nicht mehr ein.

Wie sind eure Soletemperaturen ? Mich beunruhigt einfach das Niveau. Kann es sein, dass ich bei 2 x 99 m mit 12 kW uns einer Heizlast von ca. 11 kW im Maximalfall (und der ist ja noch nicht) mein System schon überfordere ???

Gruss & schönen Sonntag Abend noch,
Anderl

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Beitragvon bernhard geyer » 28.10.2007 21:14 Uhr

>> Es hängen zwar immer noch die Tautropfen dran, aber wenigstens frierts nicht mehr ein.

Wie wurde denn Isoliert und mit welchen Material? Die Soleleitung sollte Luftdicht isolieren (Stoßfugen mit Klebenband abgedichtet). Ich hoffe es wurde nicht das gleiche Material verwendet wie bei den offenen Heizungsleitungen. Das wäre nämlich das falsche!
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Beitragvon roro » 29.10.2007 11:26 Uhr

mein Haus schon etwas ausgekühlt war (17 Grad)


Wie lange war die Heizung ausgefallen, und war das Haus bewohnt oder nicht. Selbst wenn ich jetzt die Heizung ausschalte, glaube ich nicht, dass es innerhalb der nächsten Woche auf 17 Grad abkühlt (Und es hat bei uns auch Temperaturen um die 0 Grad).

Kann es sein, dass Deine Heizlast nicht korrekt berechnet wurde, oder wurden nach der Berechnung noch bauliche Veränderungen durchgeführt?
Anderl
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Beitragvon Anderl » 29.10.2007 19:05 Uhr

Hmmm, ich weiß zwar nicht welches Material es ist, aber es ist definitiv nicht dasselbe wie die offenen Heizleitungen, sonden was eher neoprenartiges zähes und schwereres. Denke mal jetzt ist das i.O.

Die Heizlast wurde von einem Ingenieurbüro berechnet und betrug um die 11kW rum. Es gingen noch einige Veränderungen nach der Berechnung ein, aber ich denke es sind allesamt Veränderungen welche die Heizlast eher minimieren. Haus wurde etwas kleiner. Ein zweiter Kamin kam rein, der ist allerdings dicht gemacht bis ich mir einen Kachelofen leisten kann. Kelinigkeiten. Wir haben trotzdem mit 11 kW dimensioniert.

Heute hab ich bei OCHSNER direkt mal angerufen und nachgefragt, was mit meinen Temperaturen los ist. Der "Experte" meinte, das sei normal nach dem Ausheizen des Estrichs und dass sich das Erdreich wahrscheinlich über den Winter auch nicht mehr erholt sondern erst im nächsten Sommer.

Kann das sein. Das Estrichaustrocken ist eine gute Weile her und danach hatten wir ca. 4 - Wochen die Heizung gar nicht an. Kann es sein, dass das Erdreich länger braucht um sich zu regenerieren ??

Heute normaler Heizbetrieb, Außentemperaturen um die 4 Grad. Soletemperatur im Heizbetrieb gerade um 1 Grad Plus / und -0,5 Grad.

Normal ist das doch nicht, oder ?
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Beitragvon roro » 29.10.2007 19:42 Uhr

Normal ist ein relativ weiter Begriff: Ich z.B. habe heute 0 kWh benötigt, und finde das auch normal (immerhin hatte es tagsüber bereits wieder 15 Grad, anscheinend ist es bei Euch kälter).

Das Estrichausheizen (wieviele Betriebsstungen waren es), kann schon zu einem Eispanzer um die Soleleitung führen, welcher sehr lange Zeit benötigt um wieder aufzutauen.

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