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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Micha_ES
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Beitragvon Micha_ES » 29.08.2007 12:56 Uhr

Hallo Leute,
ich finde im Web nichts, was zu diesem Thema annähernd passt.

In unserem Haus befinden sich 40 Jahre alte, schwere Heizkörper der klassischen Art, wie sie früher eben verbaut wurden.

Jetzt sind wir in der Überlegung, da wir stückweise Renovieren, die Heizkörper zu tauschen.

Ist das sinnvoll aus energetischer Sicht? Sind neue Heizkörper effizienter als die alten? Was meint Ihr, wo liegt in etwa das prozentuale Einsparpotential, sofern es eines gibt?

Danke für Antworten.

gruß,
Micha

machtnix
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Beitragvon machtnix » 29.08.2007 13:15 Uhr

Alte Heizkörper sind super.Da die Dinger früher schon völlig überdimensioniert waren,würde es heute anbieten diese mit geringen Vorlauftemperaturen zu betreiben.
Das mußt du einfach mal ausprobieren ob es mit einer Vorlauftemperatur von 35°-40° noch ausreichend warm wird.

Wenn nicht würde ich diese gegen Klimakonvektoren tauschen:
http://de.aermec.com/prodotti/default.a ... il&sun=fcx
So kannst du dann auf eine Wärmepumpe umsteigen.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 29.08.2007 13:37 Uhr

Es gibt dabei in der Praxis ein großes Problem und das ist der Dreck/ Wasserschlamm in der alten Heizkörper Anlage. Den bringen Sie nie mehr heraus.

Also alte Anlage komplett raus. Neue Installation mit gut isolierten Verteilerrohren, die alten Rohre sind meist gar nicht isoliert.

Dabei auch die übrige Gebäudehülle mit in die Sanierung einbeziehen.
Schön sanieren ist nicht, das kostet nur unnötig Geld.
Also eine EN EV Berechnung und eine Kosten Aufstellung ermitteln,
öffentliche Kreditmittel bei www.foerderdata.de abfragen.

Gruß Denkedran
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Beitragvon Micha_ES » 29.08.2007 13:49 Uhr

Also die Rohre sind isoliert (auch im Mauerwerk).

Die Heizkörper anscih vereichten ihre Arbeit tadellos. Im Winter bekommt man bei "Stufe 4" 22°C und 24°C bei "Stufe 5" in den Wohnraum.

Also kein Grund hier etwas zu verbessern.
Mein Grund wäre aber folgender, wenn sich neue Heizkörper als effizienter und somit sparsamer heraustellen würden. Und dieser Frage bin ich nun auf der Spur.

Ein weitere Möglichkeit wäre natürlich die Vorlauftemp. zu drosseln.
Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 30.08.2007 08:33 Uhr

Hallo Micha_ES,

wenn Sie auf die Leute hören die immer alles sofort optimal machen wollen werden Sie arm - die Erfahrung hat wohl jeder Hausbesitzer schon gemacht.

Wenn es nicht das eigene Geld kostet werden viele Maßnahmen empfohlen.

So pauschal wie Sie hier fragen ist es aber schwer zu beantworten. Es hängt auch davon ab was Sie insgesamt erreichen wollen und wie verschiedene Maßnahmen in Ihren Investitionsplan passen (z.B. KfW Kredit).

Richtig ist auf jeden Fall das Sie Ihre benötigte Vorlauftemperatur ermitteln müssen - hier ein Rezept:

- stellen Sie die Umwälzpumpe Ihres Heizsystemes auf die höchste Stufe (wenn möglich)
- Drehen Sie die Thermostatventile der Heizkörper in dem Zimmer mit dem größten Wärmebedarf auf
- Stellen Sie nun die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich ein um den Raum noch ausreichend zu erwärmen

Wenn Sie das an den kältesten Wintertagen machen wissen Sie mit welcher Vorlauftemperatur Sie gerade noch klarkommen.

Gruß
www.******.de

Eric
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Beitragvon Micha_ES » 30.08.2007 09:16 Uhr

Hallo, danke für den Tipp.
Ich denke, ich werde vorerst die Vorlauftemp. richtig einstellen.

Wir haben 5 jahre in diesem Haus als Mieter gewohnt und haben es nun erworben. Stück für Stück werden wir nun die Renovierungsarbeiten durchführen. Vorrangig sind die Arbeiten, die langfristig Energie und somit Geld einsparen.

Nachden neue Fenster eingebaut worden sind, die Rolladenkästen, das Kellergeschoss und das Dach gedämmt wurden wollten wir uns nun an die Heizung ran machen. Zwei Heizkörper haben wir schon wegen der "Überdimmesionierung" abgebaut.

Nach hin und her überlegen zwecks neuer Heizkörper sind wir nun zu dem Schluß gekommen noch 5 Jahre zu warten, denn dann wird die Heizung erneuert (mit entsprechenden Kollektoren auf dem Dach für die heiz- und Warmwasseraufbereitung).

Erdwäreme kommt bei uns nicht in Betracht.

Danke nochmals für eure Tipps!

The Frozen
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Beitragvon The Frozen » 30.08.2007 16:59 Uhr

Also nochmal kurz und knapp rentiert es sich die Heizkörper auszutauschen? -> Nö

Das einzige was du dir sparen würdest ist die hohe Vorlauftemperatur von 70° bei neuen Heizkörpern reichen dann hald 40° der Unterschied sind die Abstrahlungsverluste welche im vergleich zum aufwand… :roll:

Schau weiter wenn du die neue Heizung bekommst
Grüße
TF
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Beitragvon Micha_ES » 21.10.2007 12:22 Uhr

Hallo miteinander, da bin ich wieder.

Ich möchte die Vorlauftemperatur des Heizkessels (Öl) neu und besser einstellen, da in älteren Häusern meist die Heizungen überdimensioniert sind und im Laufe der letzten 2 Jahre das Dach, die Rolladenkästen und die Kellerdecke gedämmt sowie neue Fenster eingebaut wurden.


Nun habe ich die Heizkennlinie (Neigung - Diagramm rechte Seite) von 1,2 auf 1,0 erstmal gesenkt und die Stellung * (Sonne) auf N.
Das Niveau (Parallelverschiebung) auf 0. Die Heizkörper auf "3" gestellt.

Das Ergebnis war:
Bei Aussentemps. von 8-15°C hatten wir im Innenraum rund 22°C
Bei Aussentemps von -1 - 0°C hatten wir im Innenraum 19,8°C

Wenn ich mir die Heizkennlinie anschaue, so wurde die Raumsolltemperatur ja nun richtig eingestellt (?).

20°C sind aber zu kalt. Was muss ich nun tun?
Die Neigung (Diagramm rechte Seite)) wieder hochstellen oder den Drehknopf der * (Sonne) von N 3 Stufen höher stellen (entspricht ca. 3°C, welches ich jetzt erstmal getan habe - Innentemp. nun bei Heizkörperstufe 4 bei rund 22,5°C)


Für Tipps oder Hinweise wäre ich dankbar!
Gruß, Micha


[img]http://www.technoguide.de/temp/vorlauftemp_graph.jpg[/img][img]http://www.technoguide.de/temp/vorlauf_bed.jpg[/im g]

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