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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wie hoch war die in 2006 durchschnittliche Soletemperatur ?

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Hallo,
hab mir im vergangenen Jahr vom "Heizungsbauer meines Vertrauens" eine Sole-Wärmepumpe (Waterkotte DS 5017.3) in mein Einfamilienhaus einbauen lassen.

Das Heizungssystem wurde ebenfalls (Eigenleistung) auf Fußbodenheizung umgestellt.
Der Fußbodenaufbau: Grundestrich-> Alukaschierte Dachpappe->Baufolie->Styropur 5 bzw. 6cm-> Tackerplatte 3cm->16er bzw. 17er Heizrohr-> Heizestrich 6...7cm

Nach einigen Wochen bemerkten wir jedoch daß unser Haus nicht mehr so warm wurde, wie es früher mit Ölheizung / Wandradiatoren der Fall war.
Dabei fiel nur an wenigen Tagen mal die Außentemperatur unter 0°C !
Der Heizungsvorlauf lag zwischen 34...38°C (Ich weiß, ist zu hoch!)
Wir hatten aber den Heizungsbauer unterrichtet daß in den nächsten Jahren zusätzliche Dämmarbeiten nicht möglich sind.
Entsprechend großzügiger sollte die WP ausfallen.
Eine Wärmebedarfsberechnung (ca.11,5KW) wurde jedoch erst auf mein Betreiben hin, und nach Abschluß der Baumaßnahmen im Nachgang erstellt.
Diese war jedoch unrichtig (falsche Temperaturen, falsche Fenstergröße-und Art usw...)

Die Soletemperatur sank im Februar, wo an nicht einem Tag die Außentemperatur unter 0°C sank (abgelesen am Display der WP) auf
(-1,2°C Ein / und 5,6°C Aus)
Zusätzlich wurde an 36 Stunden (in der Heizperiode) die "Stufe 2" d.h. Elektroheizstab (Lichtstromtarif) zur Unterstützung der WP automatisch zugeschaltet.

Ein von mir in Auftrag gegebenes Bodengutachten brachte zu Tage daß die Entzugsleistung der Wärmequelle (Boden / trockener Sand) ca. 8...10W/m2) beträgt und somit der Ist-Zustand nur 40% der erforderlichen Bodenfläche darstellt. Es würden ca. 1000m2 Fläche zum ordnungsgemäßen Betrieb der WP benötigt.

Ein vom Heizungsbauer in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigte jedoch seine tadellose Arbeit, und ich hätte ja nur einen "Kleinwagen" und keine "Luxuskarosse" bestellt !!! (Wörtlich !)

Jetzt meine Frage an Euch:
Wie hoch war in diesem milden Winter die durchschnittliche Soletemperatur bzw. Wärmequellentemperatur?

Ist mit einer Vergrößerung des Erdkollektors auf 1000m2 ausgeschlossen daß die teure Zusatzheizung anspringt bzw. auch die Stromkosten für den Kompressor reduziert werden?

Würde mich über Eure Beiträge sehr freuen.

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fdl1409
*****
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Hallo bearlihal,

habe mich in den letzten Wochen sehr mit Erdkollektoren beschäftigt und denke daß ich dir einige Sachen erklären kann. Gib uns bitte zuerst nochmal eine Zuammenfassung der Grundlagen und Betriebserfahrungen.

Leistung der WP in Kilowatt, Kälteleistung.
Betriebsstunden und Stromverbrauch im vergangenen Winter.
Fläche des Kollektors. Verlegetiefe, Anzahl der Solekreise. Länge, Durchmesser der Leitungen, Solekonzentration.
Erzähl nochmal was übers Haus. Wohnfläche, Energieverbrauch vor der Umstellung auf WP usw.

MFG
Frank

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machtnix
*****
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na dann mal viel Glück ;-))

Was ich absolut nicht verstehe...ist der Ablauf bei der ganzen Geschichte.


Zu den *Unterlagen*...
ich empfehle mal den §3 VOB Teil B Allgemeine Vertragsbedingungen zu lesen

da steht unter 1.

Die für die Ausführung nötigen Unterlagen (Anmerkung von mir : dazu gehört auch der Verlegeplan) sind dem *Auftragnehmer* unentgeltlich und rechtzeitig zu übergeben.

In der VOB Teil C
Punkt 3.1.2 steht unter anderem....

Der Auftragnehmer hat nach Planungsunterlagen und Berechnungen des Auftraggebers die für die Ausführung erforderliche *Montage- und Werkstattplanung* zu erbringen und mit dem Auftraggeber abzustimmen.

Punkt 3.1.3 Der Auftragnehmer hat bei der Prüfung der vom Auftraggeber geliefetern Planungsunterlagen und Berechnungen (siehe B §3 Nr. 3) u.a. hinsichtlich der Beschaffenheit und Funktion der Anlage zu achten auf....

Was die meisten nicht wissen...Planungsleistungen sind Sache des Bauherren oder dessen Erfüllungsgehilfen. Schaltet der Bauherr keinen Erfüllungsgehilfen ein gibt es oftmals auch keine Planung.....

Verklage den Handwerker ruhig, beauftrage feste Sachverständige und Bemühe die Gerichte...wenn der Handwerker clever ist, lässt er dir schreiben, dass Planung *Bauherrensache ist* und er nach Vorgabe vor Ort die geforderten Bauleistungen nach Angabe erbracht.

Dann haste die ganzen Kosten des Verfahrens selber an der Backe....und kannst dich selber verklagen weil ....

....aber ich muß ja nicht alles verstehen :-))

ich hab nur was gegen *unnötiges Gestreite*, denn das kostet meistens wesentlich mehr Geld als um das was es geht...und ich hab noch selten einen Anwalt gesehen (und wenn dann wars ein sehr guter ;-)), der *nicht* zum streiten geraten hat.
Die Gut- oder Schlechtachter wollen ja auch ihre Brötchen verdienen...also wissen die auch immer was...nur ob der Richter dann den Vorträgen folgt ist immer eine ganz andere Sache, denn die entscheiden nach etwas anderen Kriterien als nach DIN-Normen ...

mal wieder nur meine Meinung, nichts anderes. Beraten tu ich sowieso nicht, dafür gibts Titelträger.

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Hallo Frank,
vielen Dank für Deine rasche Antwort und die Hilfe.
An Deine Mailadresse habe ich den gesamten Vorgang vom vergangenen Dezember 06 mal angehangen.
Dort hatten wir bereits rege und konstruktiv viele Probleme erörtert, auch sind dort alle die WP und das Haus betreffenden Angaben zu finden.

Ich möchte Dich bitten diese Korrespondenz nochmals zu sichten.

Zum Energieverbrauch und den Betriebsstunden der WP bis zum 28.08.07 (es fehlt aber noch der September 07 / WP wurde am 27.09.06 in Betrieb genommen) wie folgt:

Betriebsstunden der WPO gesamt: 2207 Std
-"- für Heizg: 2080 Std
-"- Für WW 127 Std
-"- Stufe 2 (Elektro-Zusatzheizung) 37 Std

Stromverbrauch (Wärmepumpentarif) 7328 KWh

Dazu kommt der Lichtstromverbrauch für Solepumpe (245W) und die Heizungspumpe (200W)

Am geringen Warmwasserverbrauch ist zu erkennen, daß noch nicht alle Verbraucher im Bad und Küche am Warmwasserkreis angeschlossen sind, sondern zT noch über separate Boiler laufen.

im Voraus erst mal vielen Dank

Werner

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fdl1409
*****
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Hallo Werner,

hab den alten thread nochmals durchgelesen.

Die Soletemperaturen waren im vergangenen Winter deutlich höher als normal. Die Bodentemperaturen waren nämlich 3-4° wärmer als üblich.
Außerdem war der Verbrauch geringer wegen der um 30% geringeren Gradtagszahl. In einem Normalwinter hättest du also mit Tiefstwerten zwischen -5 und-10° zu rechnen. Der Unterschied zwischen Oktober und Januar ist normal. Im Oktober hat der Boden noch 10-15°, im Januar sonst 2-4.
Die Werte im vergangenen Winter waren eigentlich nicht schlecht bei dir; mit Sole-Tiefstwerten von -1,2° war der Boden nicht gefroren. Der Kollektor hat ganz gut geleistet. Wenn ich mal eine Arbeitszahl von 4 annehme für den Verdichter dann hast du aus 400m2 22.000 kWh gezogen oder 55 kWh je m2. Das ist eigentlich schon mehr als man bei bindigem Boden veranschlagt. Allerdings hatten wir auch wie gesagt hohe Bodentemperaturen und massenhaft Regen.
In einem kalten und trockenen Winter wird es schon knapp werden.
Du mußt dann davon ausgehen daß die Leistung der WP durch die tieferen Soletemperaturen noch bis zu 20% zurückgehen kann.
Mit einer Vergrößerung des Kollektors kannst du dem entgegen wirken. Denke bei einer Verdopplung wirst du im Mittel 4-5° höhere Soletemperaturen haben. In der Spitze macht das mehr aus. Die Soletemperaturen erwarte ich dann in einem strengen Winter so wie sie jetzt im vergangenen Winter waren.

Daß ihr Probleme hattet das Haus warm zu kriegen kann eigentlich nicht an der WP liegen. Bei 12,5 kW, 140m2 Wohnfläche und Temperaturen kaum unter Null war die Heizleistung eigentlich satt genug. Der Stromverbrauch läßt auch eine Wärmeproduktion von 28-30.000 kWh vermuten. Denke daß das Haus das Problem ist. Die Hütte muß extrem schlecht gedämmt sein und / oder zugig. Mit 2.200 Stunden ist die WP
schon gut ausgelastet gewesen. In einem kalten Winter kommst du auf 3.000, das ist am Anschlag, die WP muß bei Kälte dann nonstop laufen.

Hast du bei deinem WP-Tarif Abschaltzeiten? Dann kannst du durch Wechsel auf einen Normaltarif Leistungsreserven frei machen. Das muß nicht so viel teurer sein wenn du einen Zweitarif mit verbilligtem Nachtstrom nimmst. Alternativ könnte man bundesweit nach einem günstigen Anbieter für den Gesamtstrom suchen. Gesparte Grundgebühr und verbilligter Haushaltsstrom können den Aufpreis beim WP-Strom weitgehend auffangen.

Du mußt unbedingt was am Haus tun. Fang mit der Kellerdecke an. Durch die Fußbodenheizung hast du jetzt mehr Verluste nach unten! Über die Fenster hatte ich schonmal geschrieben, schau nach ob das Glas vor oder nach 1995 ist, falls davor muß man das tauschen. Such das Haus nach Luftlöchern ab, jeglicher Durchzug kostet viel Energie.

Wieviel Stunden ist die WP maximal pro Tag gelaufen? Durch Abschaltzeiten oder Regelprobleme kann es sein daß die WP einfach nicht genug Laufzeit hatte. Normalerweise kann es nicht sein daß es nicht warm wurde. Das Zusammenspiel zwischen FBH und Heizkörpern kann z.B. ein Problem sein. Das muß hydraulisch abgeglichen sein. Wenn die FBH nicht genug Heizwasser bekommt und das ganze Wasser durch die Radiatoren rauscht kann es sein daß die WP wegen Überschreitung der Soll-Rücklauftemperatur abschaltet, obwohl ihr noch friert. Kann man natürlich auch durch Erhöhung der Heizkurve regeln. Wenn ihr also nochmal friert schau wieviel Stunden die WP am Tag läuft. Erst wenn sie 24 Stunden läuft und es ist immer noch nicht warm habt ihr ein unlösbares Problem. Heizstab würd ich erst mal manuell abschalten.

MFG
Frank

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Hallo Frank,
danke zunächst mal für Deine Bemühungen.
Leider kann ich in den nächsten 5 Jahren den Stromanbieter nicht wechseln, da ich durch einen Vertrag festgenagelt bin. Sonst hätten die mir auch die gesamte Kraftstrominstallation nicht gemacht. Mein Haus liegt ca. 500m abseits der Ortschaft, und es mußten neue Betonmasten und neue Verkabelung extra für meine Wärmepumpe verlegt werden.
Die Kosten, zumindest den größten Teil mußte ich natürlich selbst tragen. Ein paar Tausend Euro waren das auch.
Das kommt ja eigentlich auch noch zum "Abenteuer- Wärmepumpe" dazu.
Übrigens, hab gerade mal den "Lichtstromverbrauch der letzten 2 Jahre gegenübergestellt.
Vom Juni06 bis Juni07 habe ich 215o KWh an Lichtstrom gegenüber dem Vorjahr mehr verbraucht, wobei keine neuen Verbraucher dazu kamen, außer der Wärmepumpe.
Ist auch ziemlich heftig, denke ich!

Für den Wärmepumpenstrom habe ich 2 Abschaltzeiten, von insgesamt 2,5 Std. (Wäre da ein Pufferspeicher von Nöten?)

Die längste Laufzeit des Kompressors war u.A. am 24. und 25.01.07
Die Außentemperatur lag zwischen -2...-3°C; VL=37,9°C; RL=33,9°C; Sole VL=-0,7°C; Sole RL=-4,5°C; Laufzeit Kompressor: 19Std; Laufzeit Zusatz-Elektroheizung 2 bzw. 3 Std;Stromverbrauch 61 bzw. 62 KWh !

Danach ging die Soletemperatur weiter in den Keller, trotz wieder steigender Außentemperaturen.

Häufig kam dann auch die Stufe 2 (Elektro-Zusatzheizung)
Waterkotte sagte mir am Telefon daß die Zusatzheizung ab Soleausgang -5°C automatisch zugeschaltet wird.
Diese sollte im normalen Betrieb jedoch nicht vorkommen, wird nur zum Trockenheizen des Estrich benötigt.

Das Weiterbetreiben meiner Wandradiatoren an der Fußbodenheizung ist, wie Du anmerktest, sicher nicht so günstig. Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Hatte die Radiatoren mal 2 Tage völlig abgeschiebert, und die Pumpe lief nur minimal kürzer. Auch der Stromverbrauch war nicht dramatisch geringer geworden.
Trotzdem werde ich mal versuchen einen Strömungsbegrenzer in den Vorlauf einzubauen, mit 4...12 L/Min. Hab ich mir schon besorgt. Wenn hier gedrosselt wird, müßten evtl. die Fußboden- Heizkreise besser durchströmt werden? Oder liege ich hier falsch?

Zum Erdkollektor muß ich sagen daß im Frühjahr 2007 die Firma "CDM Consult GmbH NL Braunschweig" 2 Probebohrungen bis 5 m auf meiner Kollektorfläche durchgeführt hat bzw. etwas daneben.
Durch Laboruntersuchungen der Bodenschichten und Hinzuziehen der geologischen Karte haben die alle möglichen, Werte ermittelt. Fazit war jedoch daß nach ca. 30cm Mutterboden feinkiesige, nicht bindige, trockene Sand angetroffen wurden.
Die spezifische Endzugsleistung für den anstehenden Boden wird in VDI 4640 Bl. 2 Tabelle 1 mit einem Wert zwischen 8-10W/m2 angegeben.
Der Flächenbedarf der Erdwärmekollektoren beträgt hiernach ca. 1000m2 *** (So stehts im Gutachten!)
An diesen Laboruntersuchungen habe ich keine Zweifel daß dem so ist.

Auch einige Dämmarbeiten werde ich noch durchführen müssen.
Dies geht aber nur Etappenweise wegen der fehlenden Euro <lach>
Übrigens eine zugige Stelle im Haus habe ich schon dank Deines Schreibens aufgespürt. Es war die alte Kellertür. Hab sie gegen eine neue, mit doppelter Gummidichtung ersetzt.
Auch im Bereich des Dachbodens muß ich noch dämmen.

Nochmals vielen Dank, lieber Frank, für Deine konstruktive Hilfe.
(Das reimt sich ja sogar *g*)

L.G.
Werner

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fdl1409
*****
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Hallo Werner,

die Suche nach Luftzug lohnt sich immer. Würde bei windigem Wetter mal konsequent alles absuchen - gibt da so Tricks mit Flaumfeder, Kerze oder Zigarettenrauch, meist fühlt man es aber so. Mit etwas Silikon und Dichtband kann man da viel erreichen. Lohnt sich auch das bei verschiedenen Windrichtungen zu wiederholen. Bei mir war es mal im Bad teilweise morgens kalt; stellte dann fest daß bei scharfem Ostwind dieser durch einen Riss neben einem Dachschrägenfenster pfiff. Bei Westwind nicht zu spüren.

An der Regelung der Wärmepumpe läßt sich vermutlich noch was machen. Die WP hat nur max 19 Stunden gelaufen, d.h. sie hat mehrere Stunden gestanden obwohl Heizenergiebedarf bestand. Schau mal die Regelung durch. Meine WP hat z.B. Mindestabschaltzeiten einzustellen. Die verwendet man meist damit sich eine hydraulisch schlecht eingebundene WP nicht tot taktet. Jeder Einschaltvorgang ist dann um den eingestellten Wert von z.B. 20 Minuten verzögert. Sollte es so einen Wert geben dann stell ihn auf Mindestwert runter.
Den Heizstab solltest du irgendwie stilllegen. In einem normalen Winter frisst der dir sonst die Haare vom Kopf. Zuheizen kannst du immer, aber das sollte man wissen und kontrollieren können. Solche automatischen, versteckten Zuschaltungen sind mir ein Greuel.
Red mal mit dem Stromanbieter, ob er bei dir auf Abschaltzeiten verzichtet. Auf Kulanzbasis vielleicht denkbar.

Der Verbrauch an Strom für die Nebenaggregate ist heftig. Über 2.000 kWh verhagelt jede Energiebilanz. Auch ein Grund warum ich Waterkotte nicht mag. Eine Heizungpumpe von 170 Watt ist ein veritables Monster, zieht bei dir allein über 1.000 kWh. Ist die Pumpe mehrstufig? Gib mir mal die Daten der Pumpe, soweit du sie hast. Deine Spreizung ist viel zu klein. Ist ein Thema zu dem ich eine ganz andere Meinung habe als der Mainstream; wenn du willst geb ich dir einiges zu lesen dazu. Alternativ könntest du mir einfach mal glauben daß du eine Menge Strom und Geld sparst durch kleinere Pumpenstufe, falls möglich.

Hydraulischer Abgleich ist nicht ganz einfach zwischen FBH und Radiatoren. FBH muß bei dir Vorrang haben. Wenn die Radiatoren einstellbare Ventile haben kannst du das damit regeln. Ob die Blechkisten zuviel Durchströmung haben kannst du an der Spreizung feststellen. Messe selbst die Temperatur an Heizkörpern bei voll geöffnetem Ventil mit einem Infrarot-Meßgerät. Ist die Spreizung am HK kleiner als am Heizkessel muß der Radiator eingedrosselt werden. So mache ich meine hydraulischen Abgleiche, einfachste denkbare Methode.

Pufferspeicher bringt dir gar nichts, spar das Geld.

Den Erdkollektor würde man sich wirklich größer wünschen. Kann das juristisch gar nicht abschätzen, welche Chancen du hast das auf Fremdkosten machen zu lassen. Es besteht aber kein Zweifel daß der Kollektor nach VDI-Richtlinie zu klein ist. In jedem anderem Winter wäre monatelang der Heizstab mitgelaufen.

Hast du einen Bach, Teich oder Brunnen aus dem du kostenlos Wasser pumpen könntest? Dem Kollektor würde es gut tun wenn er im Winter an und zu einen Schwall Wasser bekommt.

Wenn du keine Chance siehst den Kollektor auf Fremdkosten erweitern zu lassen könnte ich dir eine preiswerte Erweiterung konzipieren. Die Erweiterung muß nicht unbedingt unter die Erde, man kann den Kollektor auch durch einen Energiezaun o.ä erweitern und die Leistung ganz erheblich steigern.

Daß am Haus was passieren muß hast du glaube ich schon verstanden.

MFG
Frank

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Hallo Frank,
zunächst wieder recht herzlichen Dank für Deine konstruktive Hilfe.
Werd mir mal die Regelung genauer ansehen und dann die Pumpe anders einstellen.
Es ist so, daß wohl im 10- minütigem Turnus der Rücklauf gemessen wird. Sollte Wärmebedarf sein, so springt der Kompressor an. Allerdings gibt es auch einen Schutz für den Kompressor, der nur 3-maligen Anlauf innerhalb einer Stunde zuläßt. Sollte dennoch Wärmebedarf vorhanden sein, kommt die Meldung: "Schalthäufigkeit" !
Wurde mir von Waterkotte so erklärt.
den Heizstab kann ich mit einem Schalter deaktivieren. Hatten dies bislang jedoch noch nicht gemacht, weil wir dachten daß ansonsten der Kollektor noch weiter abschmiert.

Mit dem Stromanbieter werde ich mal reden, ob er die Pausenzeiten herausnehmen kann. Hab aber nicht viel Hoffnung. Ein anderer Anbieter in unserer Region (Stadtwerke) hat aus heiterem Himmel allen Wärmepumpenbetreibern den Sondertarif gekündigt. Die müssen es nicht mehr nötig haben, verdienen sicher genug.

Leider habe ich keine weiteren Daten von der Heizungspumpe, da sich diese im Gehäuse der WP befindet, und ich da im Moment nicht ran kann. Liege mit meinem Heizungsbauer im Klinsch, und da möchte ich ihm keinesfalls einen Anlaß geben.

Auf einen Pufferspeicher kann ich also verzichten, wie Du schreibst. Ist ja auch nicht so ganz billig.

Tja...mit dem Erdkollektor das ist so ne Sache !!!
Die Planungsunterlagen meines Heizungsbauers beschränkten sich lediglich auf ein A4- Blatt von Waterkotte. Da waren in der Kopfleiste die unterschiedlichen WP aufgeführt, und darunter stand dann tabellarisch die dazugehörige Solepumpe, Heizungspumpe, Stromverbrauch usw.
U.A. stand bei meiner WP "14 Absorberschlangen je 75m"...und das wars auch schon.
Das wollte ich ihm garnicht glauben und fragte nochmals nach seinen Berechnungen. Er wiederholte daß dies seine Konzeptionsunterlagen für meine WP seien!!!
Dem ist, so glaube ich, nichts mehr hinzuzufügen.

Da er sicher selbst nicht so recht wußte, was er denn da eigentlich gebaut hat, gab er Waterkotte die Daten. Der Leiter Service schrieb in einer Stellungnahme u.A. daß die Wärmebedarfsberechnung und die tatsächliche Bauausführung nicht übereinstimmen können.

"Bereits bei einer Außentemperatur von -2,8°C (26.01.07) läuft die WP 18 Std. plus 6,3 Std. Heizstab plus Zusatzheizung Kamin. Weiterhin ist zu beachten daß die Quellentemperatur durch Überbeanspruchung im Verlauf eines milden Monats (z.B. Dezember) um 4,3 K absinkt."

Evtl muß ich auf Deine Erfahrungen und "Know How" entsprechend Deinem netten Angebot zurückkommen, wenn der Kollektor vom Heizungsbauer nicht vergrößert wird.
Ich hoffe jedoch noch immer daß er ein Einsehen hat.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe.
L.G.
Werner

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fdl1409
*****
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Die Anzahl der Solekreise hätte ja gereicht. Die Fläche ist aber zu klein bei Sandboden. Das ist eigentlich allgemein bekannt, die Auslegungsempfehlungen, die ja u.a. in der VDI-Richtlinie stehen, empfehlen eine Kälteleistung je m2 zwischen 10 Watt für trockenen Sandboden bis 30-40 Watt für wassergesättigten Boden. Die Kreise hätten also auf eine größere Fläche verteilt werden müssen.

Waterkotte hat natürlich Recht daß die Pumpe bei dir am Anschlag läuft.
2.200 Stunden ist schon mehr als üblich, und das in einem so milden Winter. Daß es nicht warm wird kannst du denen nicht anlasten. Die zu tiefen Soletemperaturen sind aber ein anderes Thema.

MFG
Frank

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Nochmals herzlichen Dank für Deine Hilfe.
Mal sehen wie das alles noch ausgeht.
Hab eigentlich eine WP bestellt für mein Haus, so wie es ist.
Lediglich mit der Veränderung daß auf Fußbodenheizung umgestellt wurde
Einen anderen Boden, außer Sand, hab ich auch nicht zur Verfügung.
Das wurde alles dem Heizungsbauer gezeigt und um ein Angebot gebeten, für diese Bedingungen.

Er meinte alles kein Problem, und wenn ich nach Berechnungen fragte, hörte ich immer...Erfahrungswerte.

Nun sehen wir wie weit er damit gekommen ist.

Einen Brunnen o.Ä. hab ich leider auch nicht, Frank, da mein Haus auf einem Berg steht. Somit kann ich den Kollektor im Winter auch nicht mit Wasser versorgen. Schade, das hätte sicher bissel geholfen.
Bei mir sind eigentlich alle Widrigkeiten zusammengekommen, die man sich nur vorstellen kann.

Sollte ich tatsächlich den Kollektor vergrößern würde ich Dich in dieser Sache nochmals kontaktieren, lieber Frank, und auf Deine Hilfe bei der Auslegung gern zurückkommen.
Vielen herzlichen Dank schon im Voraus.

L.G.
Werner

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