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gruebler262
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Beitragvon gruebler262 » 11.08.2007 20:38 Uhr

Wir planen mit einem Partner ein Doppelhaus im KW40-Standard zu bauen. Zudem wollen wir kostengünstig bauen. Leider liegen aber die ersten Angebote der Baufirmen für unser Haus 30 bis 50 % über unserem Ansatz. Wir wollen für die Kostengruppen 300 und 400 pro Quadratmeter Wohnfläche 1.120,- € bzw. nach Bruttorauminhalt BRI 235,- €/m3 investieren.
Liegen wir mit diesem Kostenansatz vollkommen falsch oder lässt sich in diesem Rahmen ein KW40-Haus in solider Weise realisieren?
Wir werden massiv verklinkert bauen; der Baukörper wird zwei Vollgeschosse haben; zudem bauen wir in Hamburg, also nicht auf dem Land. Unsere Architektin plant wegen der guten Dämmung eine Luftheizung mit Abluftwärmepumpe und Nachheizsystem.

Wer hat Tipps zum Kostensenken?

Wie hoch waren eure Kosten im Vergleich zu den von uns geplanten?

Welche Erfahrungen habt ihr mit ersten Angeboten von Bau- bzw. Generalunternehmern gemacht?

vielen Dank für eure Antworten.
Zuletzt geändert von gruebler262 am 12.08.2007 19:03, insgesamt 1-mal geändert.

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 11.08.2007 21:12 Uhr

> Wer hat Tipps zum Kostensenken?

Wenn die Angebote zu teuern sind dann gibt es mehrer Möglichkeiten:

1, Kleiner Bauen
2, Eigenleistung erbringen
3, "Billigere" Ausführung (Günstigere Fließen, Verteuernde Elemente wie Erker, Balkon, ... weglassen, Keine verklinkerung)
4, Weiter Angebote Einholen
5, Noch ein Jahr warten und hoffen das bis dorthin die Baukonjunktur zurückgeht (auch in 2007 läuft das Geschäft für viele Unternehmen noch sehr gut so das sie keine "Kampfpreise" anbieten müssen)
6, Woanders Bauen (Je nach Gebiet kann das gleich Haus aufgrund Lohnunterschiede unterschiedlich Teuer ausfallen).

> Unsere Architektin plant wegen der guten Dämmung eine Luftheizung mit Abluftwärmepumpe und Nachheizsystem.
Autsch. Kfw40 und Luftheizung paßt nicht. Luftheizung kann nur ab Passivhaus empfohlen werden. In Haustechnikdialog (http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?forum=30) kannst du divese Nicht-Passivhäuser mit Luftheizung nachlesen die entweder horrende Stromkosten haben oder das Haus nicht richtig warm bekommen. Und Nachheizsystem hört sich für mich nach direkte Stromzuheizung an.

> Wie hoch waren eure Kosten im Vergleich zu den von uns geplanten?
Tja. Und wo sind deine Konkreten Zahlen? (Geplante Hausgröße mit Ausführungsdetails wie verwendete Bödenbeläge, Anzahl Bäder/Toiletten/...)
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.08.2007 19:14 Uhr

gruebler262 hat geschrieben:Welche Erfahrungen habt ihr mit ersten Angeboten von Bau- bzw. Generalunternehmern gemacht?

Neutrale und unabhängige Beratungsangebote sind immer zu empfehlen.
Die Verbraucherzentralen bieten einen umfangreichen Informationsdienst für Baufragen an.

http://www.energie-effizientes-haus.de/html/beratungsangebote.html#RatgeberBauenundWohne n-vz-nrw.de

Von der Planung, der technischen Umsetzung bis zur vertraglichen Gestaltung werden alle Fragen ausführlich beantwortet. Es können gegen geringes Entgelt auch individuelle Beratungsangebote genutzt werden.
Wir können nur jedem empfehlen, dieses Beratungsangebot der Interessenvertretung der Verbraucher in Anspruch zu nehmen.


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon MBTom » 27.08.2007 18:02 Uhr

Schon mit dem Hausbau angefangen? Leider muss ich den Hinweis, dass "Kfw40 und Luftheizung paßt nicht" widerlegen. Es gibt eine Möglichkeit, dass die Bauvorstellung Wirklichkeit wird. Und dies bei solider Bauweise, ohne Wärmebrücken und somit keine Gefahr auf den gesundheitsschädlichen Schimmel. Eine Selbstverständlichkeit: Sehr viel an Heizkosten sparen.
Würde mich freuen...
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Beitragvon gruebler262 » 27.08.2007 18:23 Uhr

Nein, wir haben noch nicht mit dem Bau begonnen. Unsere Architektin plant auf unseren Wunsch massiv zu bauen. Dazu verwenden wir einen speziellen Mauerstein, Poroton T6 heißt der, meine ich. Gern würde ich wissen, was mich erwartet, wenn ich tatsächlich KW40 mit Luftheizung im Haus habe. Muss ich dann ständig mit dem Kamin nachheizen oder das Elektroheizregister den Stromzähler zum Schwitzen bringen lassen? Wer hat Erfahrungen gemacht und kann bereichten?
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.08.2007 19:11 Uhr

Hallo gruebler262!

Ein Nachheizregister für KfW 40? Für ein Nachheizregister sollte schon ein guter Passivhaus-Standard vorhanden sein. Was sagt denn die Auswertung/Berechnung für dein KfW 40 Energiesparhaus? In Passivhäusern mit einer niedrigen EKZ kommt eine Luftheizung häufig zum Einsatz. Ohne Probleme.

Bitte beachte bei der Massivbauweise, dass im Fußbereich der Erdgeschosswände ein spezieller Dämmstein ein kritische Kälte-/Wärmebrücke verhindern kann.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unsere_leistungen.html#Waermebrueckenstein


Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 28.08.2007 07:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon machtnix » 27.08.2007 19:38 Uhr

Was ist denn das wieder für ein Unsinn?Luftheizung?Noch dümmer gehts nimmer!

Da du in Hamburg baust,kannst du dir gerne mal die Anlage vom Kollegen Thomas Rawe und seinen weiteren Kunden anschauen.
http://www.rawe-sanitaer.de/

Das wäre wohl auch noch ein guter Heizungsbauer für dich.Ruf den mal an und lasse dich doch einfach mal beraten,und vor allen Dingen schau dir seine Anlage an,die ist sogar Online gestellt.

Viel Erfolg.
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Beitragvon MBTom » 27.08.2007 20:41 Uhr

Hallo gruebler262, den Poroton kenne ich sehr gut. Viel Spaß damit. Es ist Ziegel mit Füllung und an den Nuten entstehen Wärmebrücken.
Ich werde jetzt übrigens auch bauen: Mindestens KfW40-Massivbauweise, keinerlei Wärmebrücken, sehr geringe Heizkosten. Auch spare ich mir einiges dabei.
Vieles habt Ihr bereits über die Architektin erfahren und so manches aus den Antworten. Aber vielleicht nicht alles...
Falls unabhängige und kostenlose Beratung in dieser Richtung gewünscht wird, würde ich mich freuen und ohne irgendwelche Verpflichtungen oder Unterschriften. Jedoch müsste dann eine andere Kontaktmöglichkeit gefunden werden. In dieser Beratung wird nicht nur das gewöhnlich Übliche geprüft, sondern auch Kostenfallen danach.
Auch ist es nicht erforderlich, persönlich zu erscheinen und Telefonkosten entstehen für Euch auch nicht: Ich rufe an - einzige Bedingung ein Festnetzanschluss.
Viele haben das Problem, dass sie die Möglichkeit nicht haben eine architektennahe Zeichnung zu erstellen. Erst wenn die räumliche Vorstellung zu erkennen ist, ist es meist nicht mehr weit, Änderungswünsche zu haben - auch dies liegt in der kostenlosen Beratung.
Sonst könnte es geschehen, dass vielleicht eine unterdimensionierte Heizung installiert wird. Es gilt einige zu beachten.
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Beitragvon machtnix » 29.08.2007 15:28 Uhr

Hallo gruebler 262,
anscheinend hat dir noch niemand gesagt das es in Hamburg Solaranlagen für lau gibt:
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/beh ... start.html
Bei so einer Förderung muß man ja förmlich das Dach vollpacken.Das ist Wahnsinn.

Also dicke Solaranlage auf's Dach,fetten Speicher in den Keller und eine kleine Wärmepumpe und alles wird gut.

Wie schon gesagt,schau dir mal die Anlage vom Kollegen Thomas Rawe an.
http://www.rawe-sanitaer.de/
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Beitragvon heizer129 » 30.08.2007 11:15 Uhr

Bin jetzt auch hier im Forum angemeldet.

Mal ganz ehrlich bei den Förderungen in Hamburg gibt es keine günstigere Möglichkeit als mit solar so viel wie möglich zu Heizen.

Wichtig sind einzig Niedrige Systemtemperaturen und ein Speicher der möglichst groß ist um auch mal kältere Tage zu überbrücken.

Dann noch eine Wärmepumpe für die Restenergie die nicht Solar gedeckt wird und die Heizkosten sind unschlagbar.

Weiterhin muß um KFW40 Standart zu erreichen und die Förderung zu bekommen nur die Mindestdämmung gemacht werden da die Solaranlage für genügend Abdeckung sorgt, was die Baukosten senkt.

Gruß Thomas Rawe

Die Planung und Ausführung der Hausinstallation wird

über die Energiekosten das ganze Häuserleben lang

bezahlt.
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