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Hallo, ich bin neu hier und ein bisschen ratlos. Wir haben ein altes, sehr grosses Bauernhaus (ca. 450 m2 Wohnfläche, 1240 m3 Volumen) mit einer antiken Oelheizung, Verbrauch gegenwärtig so zwischen 8000 - 10000 (!) Liter Heizoel. Wollen jetzt umstellen auf Wärmepumpe. Kostenvoranschläge deuten darauf hin, dass Erdwärme keine Option ist, da entweder Bohrung viel zu teuer wird oder da unserer Grundstück zu klein ist, um genügend Rohre horizontal im Erdreich zu verlegen (und die Kosten hierfür auch zu hoch sind). Habe nun ein Angebot für eine Luft/Wasser WP (Hoval Genius 35) erhalten, mit allem Drum und Dran für so um die 40.000 (!) Euro, mit der Versicherung, dass dies (trotz der alten Heizkörper, z.T. maessiger Isolierung, Grösse des Hauses, Lage des Ortes 650 m über Meeresspiegel, etc.) wirklich machbar wäre. Die anderen Heizungsbauer, die mir Erdwärmepumpen verkaufen wollten, haben allerdings eindeutig von Luft/wasser WP abgeraten, könnte nicht funktionieren unter den gegebenen Bedingungen.
Ist eine Luft/Wasser WP unter den gegebenen Bedingungen tatsächlich realisierbar? Sind die genannten Kosten (40.000 Euro) realistisch? Oder muss ich doch beim ungeliebten öl bleiben?
Danke im Voraus für Eure Hilfe!
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Machbar ist recht viel, die Frage ist üb es sinnvoll ist.
1.) Die Effizienz einer WP steht und fällt mit der VL-Temperatur. Und hier sollte nicht mehr als 45 Grad (besser 35 Grad) nötig sein. => Dämmen und Heizung (FBH oder Niedertemperaturradiatoren) darauf auslegen.
2.) Du hast einen Wärmebedarf von über 200 kWh/(qm a). Dieser Wert ist sehr hoch => Dämmen, die beste Heizung ist die, die man nicht benötigt.
Bei diesen jetzigen Voraussetzungen befürchte ich, dass weder eine Sole-WP und vor allem nicht eine Luft-WP ökologisch und ökonomisch sinnvoll funtionieren wird, Du wirst auf jeden Fall mehr sparen können, wenn Du in die Dämmung investierst.
Zur Info: Bei einer LWP kannst Du bei 35 Grad VL von einer JAZ von 3 und bei 50 Grad von einer JAZ von 2 ausgehen.
Das wären zwischen 30000-50000 kWh Strom pro Jahr.
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hallo echoccm,
ich meine roro hat absolut recht, die beste heizung ist die, die man nicht benötigt. bei diesem alten, großen haus ist es als erstes ganz wichtig von dem hohen wärmebedarf herunter zu kommen, mindestens auf die hälfte.
ein unabhängiger gebäudeenergieberater könnte dir sehr nützlich sein. er untersucht dein gebäude energetisch und natürlich auch das gesammte heizungssystem.
es muss nicht immer eine wp zum einsatz kommen, viellecht ist in deiem fall eine erdgas-brennwertheizung mit solarer warmwasserbereitung sinnvoll, ev. mit solare heizungsunterstützung? zuschüsse für solarthermie sind seit dem 02. 08. 07 verdoppelt worden.
ein gebäudeenergieberater sagt und erechnet dir, wie und was du dämmen sollst, wie du deine heizungsanlage verbesserst und optimierst und wie du zuschüsse oder zinsverbilligte kredite von der kfw-bank bekommst.
gruß fathomas
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Hallo echoccm,
wir vermarkten ein relativ neues System das eine WP mit einer sehr großen Solarkollektorfläche koppelt (beachten Sie die gerade um 50% gestiegene Förderung!) . Zusätzlich werden unisolierte Regenwasserzisternen als Niedertemperaturspeicher vergraben (Genehmigungsfrei, keine Erdsonde). Das Konzept findest Du unter www.******.de... erklärt.
Gerade bei den Größenordnungen die Du hier nennst erzielen wir sehr gute Ergebnisse. Den auch bei uns vorhandenen nicht optimalen Wirkungsgrad der WP (das liegt an den Rahmenbedingungen des Hauses -auch unsere WP unterliegt den gleichen Gesetzen wie alle anderen) gleichen wir durch den hohen solaren Deckungsgrad überkompensieren.
Von einer LWP würden wir bei den Rahmenbedingungen vollständig abraten, neben dan anderen hier schon angerissenen Gründen erzeugt die bei den Leistungen auch enorme Geräusche.
Für eine objektspezifische Beratung und Vordimensionierung des Systemes einfach über das Kontaktformular auf unserer Site melden.
Gruß
Eric
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Hallo Roro,
wenn es so wäre gäbe es unser System nicht.
Diejenigen die ein ****** System praxisgerecht dimensionieren können kenne ich alle noch persönlich.
Wie kommst Du zu Deinen mutigen Einschätzungen ?
Richtig ist allerdings das Maßnahmen zur Senkung der VL-Temperatur wahrscheinlich angeraten wären. Eine vollständige Sanierung bis hin zu einem Niedrigtemperatursystem ist bei solchen großen Häusern aber oft unbezahlbar oder nur langfristig in mehreren Schritten finanzierbar.
Da macht ein ****** Systemen oft Sinn (die Rahmenbedingungen dürfen natürlich nicht vollkommen daneben sein - das muß man prüfen).
Gruß
Eric
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Wie ich zu diesen Werten kommen.
1.) Die Heizlast liegt bei bei den jetzt bekannten Werten bei ca. 80 kW
Gehen wir von einer durchschnittlichen Leistung von 500W aus (was ein Kollektor über Jahr nicht schafft), dann sind 100 qm eher das untere Limit, dass da etwas sinnvolles herauskommt.
2.) 5 Tage ohne nennenswerten Solarertrag, Temperatur um die 0 Grad, benötigte Heizleistung 40 kW. Das sind dann für die 5 Tage 4800 kWh an benötigter Leistung.
Selbst wenn dass Wasser von 100 auf 0 Grad abgekühlt wird, benötigst Du zumindest 48 qm Wasser um diese Energie zu speichern.
Wie gesagt, dass ist nur eine grobe Abschätzung, aber soll nur zeigen welche Dimensionen hier notwendig sind.
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Hallo Roro,
bitte nicht ärgern, aber es versuchen immer wieder "Experten" vorzugaukeln sie könnten das ****** System berechnen und setzen merkwürdige (falsche) Aussagen in die Welt.
Man muß einige Besonderheiten des Systemes berücksichtigen:
- die Quellentemperatur der WP sinkt nie unter 0 Grad, es gibt also einen "schlechtesten Betriebspunkt" der nie unterschritten wird
- der Niedertemperaturspeicher (und die Zisterne) ist vollkommen unisoliert, er dient nicht zur "saisonalen Wärmespeicherung" - das klappt nämlich nicht wie Du richtig erkannt hast
- Ende des Sommers ist er zwar ca. 30 Grad warm, es kommt aber auch immer noch etwas nach, nur immer weniger, d.h. das Temperaturniveau "schaukelt sich runter" bis ca. Mitte Dezember dieser "dynamische Puffer" komplett aufgebraucht ist.
- etwa ab Mitte Dezember wird das Wasser in der Zisterne deutlich kälter als das umgebende Erdreich (ca. 4 Grad) und nimmt dadurch relativ viel Erdwärme auf. Durch das sehr niedrige Temperaturniveau arbeiten die Kollektoren sehr effektiv auch bei geringer Einstrahlung
- reichen Erdwärme und solarer Eintrag nicht aus wird das Wasser vereist (Ertrag: 93 KWh/cbm) Stichwort: Latentwärmenutzung
Es wird in dem gesamten System also allenfalls Energie für ein paar Tage gespeichert, das System "lebt" davon das immer etwas nachkommt, notfalls wird Eis gebildet.
Diese Dynamik ist nicht ganz einfach zu berechnen, dafür sind Erfahrungswerte mit dem System notwendig.
Gruß
Eric
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Wie gesagt, meine Berechnung war eine Abschätzung, aber viel kleiner wird es nicht werden.
Unter der Berücksichtigung der latenten Wärme wird es zwar etwas besser, aber um die 50 m3 werden es immer noch sein.
50 m3 von 30 Grad komplett in Eis sind 6500 kWh Energie und das wird bei diesem System an Buffer notwendig sein.
"Relativ viel Erdwärme": ein 50 m3 Buffer an in Zylinderform bei einer hohe von 2m ca. 40 qm Oberfläche. Wieviel Erdwärme soll den da hereinkommen?
Wenn es 200 W an Leistung sind, dann ist das viel.
Aber mich würde überschlagsmäßig interessieren, welche Dimension von Euch für so ein Projekt geplant werden.
Ich glaube nicht, dass ich viel daneben liegen werde.
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Nur Interessehalber: Wieso hat dann das Referenzhaus, das nur einen Bruchteil der Energie benötigt, wie in diesem Fall bereits einen Speicher von 40 m3.
Außerdem sind die Werte nicht gerade berauschend.
Das Haus hat einen Wärmebedarf von 230*70 = 16100 kWh
Wenn ich das Warmwasser dazurechne komme ich auf max. 20000 kWh
01.05.2004-30.04.2005: 5.202 kWh + 2 Ster Holz
2 ster Holz sind 2500 kWh
20000-2500=17500
17500/5202=3,36 (=JAZ)
Diese JAZ schaffe ich bei einer normalen WP auch und benötige dazu keine Solaranlage.
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Nur Interessehalber: Wieso hat dann das Referenzhaus, das nur einen Bruchteil der Energie benötigt, wie in diesem Fall bereits einen Speicher von 40 m3.
Außerdem sind die Werte nicht gerade berauschend.
Das Haus hat einen Wärmebedarf von 230*70 = 16100 kWh
Wenn ich das Warmwasser dazurechne komme ich auf max. 20000 kWh
01.05.2004-30.04.2005: 5.202 kWh + 2 Ster Holz
2 ster Holz sind 2500 kWh
20000-2500=17500
17500/5202=3,36 (=JAZ)
Diese JAZ schaffe ich bei einer normalen WP auch und benötige dazu keine Solaranlage.
Wenn ich diese Zahlen auf das Projekt hier umlege (5 mal höherer Energiebedarf), dann benötige ich 90 qm Kollektorfläche und einen 200 m3
Tank.
Aber ich bin auf Ihre Berechnung gespannt.
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Hallo Roro,
Du gehörst zu den Leuten die hier in 4 Beiträgen 3 verschiedene "Berechnungen" treffen mit ebenso vielen Aussagen.
Von "hunderten cbm" die wir benötigen über 38 cbm bis zu 5X 40 cbm.
Das ist genau das Expertentum was ich meinte.
Es ist ehrlich gesagt zu viel verlangt das alles gerade zu rücken.
Gruß
Eric
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