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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Heizlast 18.664 W, Dimensionierung Wärmepumpe 11,7 iO?

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JörgSallath

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Hi,

meine Heizlast soll 18664 W betragen...finde ich rel viel für ein Einfamilienhaus aber ok. Ich habe ja hier im Forum gelernt knapp zu kalkulieren. Reicht bei einer Erdwärmepumpe eine Heizleistung von 11,7 (Bo/W35) aus?

Wie kann ich meinen Jahresheizwärmebedarf errechnen?

Jörg

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roro

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Da wir nichts über DeinenNeubau wissen, kann man dazu nur eines sagen.

Ausführliche Heizlastberechnung machen.

BTW: 18 KW Heizleistung wäre für ein EFH sehr viel, außer Du hast 500 qm Wohnfläche. Bei normaler Bauweise solltest Du nicht mehr als 40 W pro qm Heizlast haben.

Außerdem AFAIK habt Ihr in Deutschland eine Höchstgrenze Jahresprimärenergiebedarf von 100 kWh/qm a.

Bei 18 KW Heizleistung hast Du einen zu erwartenden Stromverbrauch für Deine WP von ca. 8000 kWh/a (grobe Schätzung), dass wäre dann ca. 24000 kWh/a Primärenergiebedarf. => Dein Haus muss größer als 240 qm sein, damit es den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

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JörgSallath

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Hier ein paar Infos:

Unser Haus hat ca 270 qm beheizte Fläche (auf die kommt es an oder?), sind aber immer noch 69W/qm!
Okay, wir haben viele große Fenster, unser Haus wird in U-Form gebaut mit Innenhof und nur eingeschossig als Flachdach. Sicherlich energetisch alles eher ungünstig.
Wir haben die übliche Dämmung (Wand: 24er Ziegel, 12er Dämmung; Flach-Dach:10cm mit 0,40 Dämmung Dach; 2fach Verglasung)

Geplant ist eine Erdwärmepumpe mit Kühlung.

Was ist sonst noch wichtig?
Jörg

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JörgSallath

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Soll ich wirklich eine 18 kW Wärmepumpe aufstellen?, Ist doch wahnsinn!

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bernhard geyer

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Dachdämmung mit 10cm und 040er-Material ist definitiv um Welten zu gering! Wer hat das den Dimensioniert? Wie gut ist die Dämmung gegen Erdreich? Und nur 2fach-Verglassung bei großen Fensterflächen ist auch nicht gerade optimal!

Viel spaß beim Heizen (egal welche Heizung du letztendlich haben wirst).

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roro

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Was wir in der Zwischenzeit über Dein Haus wissen, viel ist es ja nicht und Genaueres kann nur eine genaue Heizlastberechnung ergeben, wirst Du wahrscheinlich 18 kW benötigen (Wer hat denn dieses Haus geplant?!).
Ich hoffe nur, dass Deine FBH auf max. 35 Grad (besser wäre 30 Grad) ausgelegt wurde, denn sonst wirst Du Dir bald eine weitere Dämmung überlegen (Was an sich nicht schlecht wäre).

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JörgSallath

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Ok das mit mehr Dachdämmung habe ich verstanden. werde ich dem Architekt mal sagen.
Ist denn die Wanddämmung auch zu wenig?
Wie sollte denn eine gute Dämmung zum Erdreich hin aussehen?

Von was hängt es ab, ob eine FBH auch mit 35 oder 30 °C funktioniert? Von Raumhöhe und Legemöglichkeiten der Heizschlangen?

Jörg

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bernhard geyer

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JörgSallath hat Folgendes geschrieben:
Ok das mit mehr Dachdämmung habe ich verstanden. werde ich dem Architekt mal sagen.


JörgSallath hat Folgendes geschrieben:
Ist denn die Wanddämmung auch zu wenig?

Ist Standard. Jedoch würde ich bei schlechten Verhältnis Wandfläche/Wohnfläche eher mehr nehmen.

JörgSallath hat Folgendes geschrieben:
Wie sollte denn eine gute Dämmung zum Erdreich hin aussehen?

Kommt darauf an was du machst:
- Keller Ja/Nein
- Weiße Wanne/Schwarze Wanne?
Je nach kann man auch über der Bodenplatte dämmen oder man sollte unter der Bodenplatte dämmen.

JörgSallath hat Folgendes geschrieben:
Von was hängt es ab, ob eine FBH auch mit 35 oder 30 °C funktioniert?

Von Verlegeabstand und der Leitungslänge eines Heizkreises.

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JörgSallath

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Viele Wärmepumpen haben die besten COP -Werte um 8-12 KW, danach wirds meist schlechter. Kann man das generell sagen?

Ist dann eine Wärmepumpe von 18 KW, wie ich sie wohl brauche (von besserer Dämmung jetzt mal abgesehen) dann schon fast zu groß und damit unrentabler?

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bernhard geyer

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JörgSallath hat Folgendes geschrieben:
Viele Wärmepumpen haben die besten COP -Werte um 8-12 KW, danach wirds meist schlechter. Kann man das generell sagen?

Eigentlich nein. Ist wohl eher so das bis 12 kW die höchste Stückzahl benötigt wird (Welches "normale" Haus welche eine WP als neue Heizung beötigt hat schon (weit) über 12 kW nach der Heizlastberechnung). D.h. man wird primär an der Optimierung dieser Größengattung von WP's Geld und Zeit investieren. Und in Zukunft werden eher noch kleinere WP's benötigt.

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JörgSallath

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Mittlerweile haben wir uns alle nochmal zusammengesetzt und bringen die FBH auf 35 °C, das ist doch mal was; außerdem werden es wohl nur noch 17,5 kW Heizlast sein (Dämmung verbessert) mehr war aber nicht drin.

Macht es nicht Sinn eine etwas niedriger ausgelegte WP zu nehmen (zB 13kW), die dann meist sehr gut ausgelastet ist , und für den Notfall (-20C) springt halt dann der Heizstab an? Eigentlich kann ja nichts passieren, im Notfall wird halt (teuer) mit Strom geheizt. Oder mache ich da einen Denkfehler? Kann eine zu kleine WP trotz Heizstab an den Anforderungen scheitern, und dann ist es in der Bude kalt?

Eine kleinere WP spart halt auch Bohrkosten!

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fdl1409

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Halt, Vorsicht!
Eine kleinere WP spart keine Bohrkosten !
Du kennst diese Faustregel mit 50 Watt pro Meter. Das bezieht sich aber immer auf eine Laufzeit von 1.800 Stunden pro Jahr. Wenn die WP 24 Stunden pro Tag laufen würde könnte man nur etwas über 10 Watt entnehmen. Die Bohrtiefe hat also mit der Leistung der WP nichts zu tun. Grundlage für die Ermittlung der notwendigen Bohrtiefe ist der Jahreswärmebedarf.
13 kW ist ein wenig mickrig, da wird es nicht ohne Heizstab abgehen.
Bei der Heizlast empfieht sich eigentlich eine zweistufige WP. Würde dabei schon nahe an die Normheizlast herangehen. Habe selbst in einem Mietshaus eine zweistufige Viessmann-WP mit 28 kW. Die gibt es auch mit 16,6 kW. Im November kommt von Viessmann eine neue Gerätegeneration die dann einen COP von 5,0 von 0/35 hat.
Zweistufige WP gibt es in diesem Leistungsbereich aber auch von anderen Herstellern.

MFG
Frank

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roro

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Von 18664 auf 17500. Dein Architekt soll sich nicht lächerlich machen. Vielleicht wäre eine zus. Beratung von einem Energiefachmann sinnvoll.

Bzgl. kleinerer WP: Bei welcher Normtemperatur (Innen und Außen) wurde die Heizlastberechnung gemacht. Standardmäßig wird hier meistens (-12/20) gemacht.
=> Wenn Du statt 17,5 nur eine 13 kW WP hast, dann kannst Du davon ausgehen, dass Du bereits ab -6 Grad elektrisch dazuheizen musst, bzw. wenn Du einen höhere Raumtemperatur haben möchtest bereits früher.

Anders gerechnet: Du hast ca. 23000 kWh (Schätzung) Wärmebedarf, der normalerweise voll von der WP abgeeckt werden soll. Bei einer 13 kW werden von den 23000 kWh nur mehr ca. 19000 kWh abgedeckt.
=> Statt 7500 kWh Stromverbrauch hast Du dann im Jahr 11500 kWh. (Mit dieser Differenz heize ich mein Haus für über ein Jahr)
Der Vorteil der geringer Bohrungkosten ist schnell aufgebraucht, vorallem da mehr Dämmung einen doppelten Vorteil hätte. (Geringere Kosten bei der WP und geringere laufende Kosten)

Nocheinmal: Ein Neubau mit einer Heizlast von über 40 W/qm ist nicht Stand der Technik. (Das hat noch nichts mit Niedrigstenergiehäusern und Passivhäusern zu tun, denn diese arbeiten mit vielfach kleineren Werten, sondern ist bei normaler Bauweise ohne zus. Kosten möglich) Kaufst Du Dir einen Neuwagen, dessen Technik bereits seit 20 Jahren veraltert ist. Nein, wieso tust Du das bei einem Haus, welches erstens mehr kostet und zweitens länger in Verwendung ist.

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