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clasrich
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Beitragvon clasrich » 30.07.2007 21:43 Uhr

Hallo,

wir planen gerade unseren Hausbau und spielen mit dem Gedanken, eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbauen zu lassen.
Wir waren gerade in einer Musterhaussiedlung im Süden des Landes und haben uns ein Haus angeschaut, wo eine zentrale Lüftung installiert war. Hier wurde ein Gerät von Hoval verwendet und der Hersteller wurde als der angepriesen mit den besten Anlagen. Stimmt das?
Uns wurde geraten, die Anlage möglichst sehr gut durchplanen zu lassen und nicht am falschen Ende zu sparen. Bei billigen oder schlecht geplanten Anlagen könne es passieren, dass sich im Zuluftkanal Sporen und Pilze ansiedeln würden und zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Ich dachte eigentlich bisher immer, diese Problematik hätte man mittlerweile im Griff.
Bisher hatte ich mir überlegt, die Luft über ein erdverlegtes Rohr anzusaugen, so dass die Luft im Sommer etwas gekühlt und im Winter schon leicht vorgewärmt wird durch die konstanten Temperaturen im Erdreich. Aber was passiert da im Sommer, wenn warme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit angesaugt wird? Die Luft kühlt sich im erdverlegten Rohr ab und folglich muss ja Wasser kondensieren. Ist es dann nicht so, dass sich dann wirklich Pilze bilden können, wenn es dort ständig feucht ist? Kann man dann über einen Feinfilter wirklich sicher verhindern, dass diese ins Haus gelangen? Die Anlage von Hoval in besagtem Musterhaus hat die Aussenluft direkt an der Hauswand angesaugt und die Luft wird bei denen im Gerät aktiv entfeuchtet. Kann man dann hierbei ausschließen, dass sich dort Pilze bilden können?
Ist es richtig, dass man dann für eine gute Anlage bis zu 20.000€ einkalkulieren muss?

Viele Grüße
clasrich
Kurschies
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Beitragvon Kurschies » 30.12.2007 19:02 Uhr

Hallo clasrich,

ich habe vor 6 Monaten selbst gebaut und stand vor ähnlichen Problemen... na ja, wir sind vor einem Monat eingezogen und bisher läuft alles ;)

Das mit dem Erdverlegten Rohr haben wir auch überlegt, aber damit die luft wirklich effektiv gekühlt bzw. vorgewärmt wird muss es ziemlich lang sein (da gab es mal eine Faustregel, ich glaub die war 0,5m pro m² Wohnfläche - bitte korrigieren falls ich falsch liege). Des weiteren müsste die Leitung dann mit gefällte verbaut werden und an der tiefsten Stelle dann eine Drainage rein oder so was... Dann mußt du das ganze noch vor Blättern, Fallobst und Tieren abgesichert werden - fazit: wir haben es auch gelassen und haben bisher keine Probleme.

zu den Leitungen drinnen: wenn du ganz sicher gehen willst mußt du Glatte Rohre verbauen. Ich hab es mir mal angesehen und für mich beschlossen, das ich so was nur bei abgehängten Decken praktikabel ist. Der Vorteil: sollte wirklich mal was in den Rohren sein kann man einen Reinigungsmaschine durch schicken und gut.
Da wir in der Hausplanung zu weit fortgeschritten waren kamen abgehängte Decken nicht mehr in frage weshalb wir zu Flexrohren für den Einbau unter dem Estrich entschieden haben. Wenn diese vernünftig verlegt sind kann da aber auch nicht so viel passieren - im winter ist die Luft die dort durch kommt warm und trocken, im Sommer läuft die Anlage ja meist nur Nachts und dann ist die Luft zu kalt für Pilze und ähnliches (Hauptsache das Lüftungsgerät hat einen Bypass!).

Wegen den Kosten: wir haben ca. 5.000 für die Rohre (Westaflex), 2.500 für das Lüftungsgerät mit Bypass (Vaillant) und 500 € für einen Dipl. Ing, der das ganze geplant hat... einbau hab ich mit meinem Schwiegervater gemacht, war nicht wirklich schwer und geht sogar relativ Fix, wenn man den dreh erst einmal raus hat ;)

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen, wenn du noch fragen hast - immer her damit!

so far
Benjamin


kore wa himitsu desu

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