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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Einige Fragen zum Thema Massivbau

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clasrich

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.07.2007,
Beiträge: 4
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Hallo an alle,

wir planen gerade feste an unserem Haus und nächstes Jahr soll es dann endlich losgehen.
Nach lachem Suchen, Überlegen, Informieren, Lesen und Recherchieren ist unsere Entscheidung nun entgegen der momentanen "Dämmeritis" für ein Haus in Massivbauweise gefallen. Mir ist es persönlich einfach lieber, eine massive Wand aus einem Material zu bauen, als verschiedene Materialien aneinander zu kleben oder so künstliche Stoffe zu verwenden, wie Styropor.
Ich denke gerade über das Thema Poroton T8 und T9 nach. Zunächst natürlich die Frage nach den Kosten.
Wie verhalten sich die Kosten bei einer Wand mit T8 oder T9 ungefähr im Vergleich zu einer WDV-System Wand?
Reicht Eurer Meinung nach ein T9-Stein mit 36,5 cm ohne Wärmedämmung aus oder sollte man da lieber einen T9 mit 49 cm oder einen T8 mit 42,5 cm verwenden?

Ein weiteres Thema, wo ich mir noch unschlüssig bin ist das Lüftungssystem. Wie ist Eure Meinung so? Braucht man bei einem massiven Haus mit dichter Hülle eine zentrale Lüftungsanlage oder nicht? Ich habe immer bedenken, dass man da mit Lüftung über Fenster einfach die Feuchtigkeit nicht rausbringt und über kurz oder lang Probleme mit Schimmel hat.
Gibt es vielleicht auch günstige Alternativen, z.B. dezentrale Lüftungsanlagen in den einzelnen Räumen? Was haltet Ihr davon?

Eine letzte Frage, zumindest momentan, ist die nach der Wärmeverteilung. Mir persönlich ist eine Wandheizung recht symphatisch. Wie denkt Ihr so darüber, gibt es da Erfahrungen und vor allem wie liegt die Wandheizung so preislich im Vergleich zu anderen Wärmeverteilsystemen?

Ich weiß, dass waren sehr viele Fragen auf einmal, aber vielleicht bekomme ich ja die eine oder andere Antwort.
Wäre toll.

Vielen Dank und viele Grüße
clasrich

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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Ein 36er-Mauerwerk (Massiv) ist da mindeste was man nehmen muß um halbwegs ein gedämmtes Haus zu erhalten wenn man einen Blick auf die zukünftige Preisentwicklung der Heizkosten sieht. 42er bzw. 50er Wände sind schon ziemlich Flächenfressend wenn man dagegen (gleich gut gedämmte Häuser mit 17er KS + 16-20 cm WDVS) sieht.

Auch ohne Zentrale Lüftungsanlage brauchst du bei vernünftiger Lüftung mit den Fenstern keine Angst mit Schimmel zu haben, außer bei der Bauausführung des Mauerwerks bzw. des Fenstereinbaus wurde geschlammt (Undichtigkeiten mit Kältebrücken). Bei Hochlochziegeln kann dies leicht passieren wenn größere Zwischenräume mit normalen Zement verschlossen werden und sich nicht die Zeit genommen wird passende Ziegel zu schneiden.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
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Hallo clasrich!

Bitte beachte, dass im Fußbereich der Erdgeschosswände (Übergang zwischen dem Kalt- und Warmbereich) ein spezieller Dämmstein ein kritische Kälte-/Wärmebrücke verhindern kann.
http://www.energie-effizientes...ungen.html#Waermebrueckenstein

http://www.foamglas.de/hochbau/framesets/fs_anwend6.htm...

Über die Vorteile des modernen Holzfertigbaus (ausschließlich KVH) kannst du dich hier informieren. >>
http://www.energie-effizientes...de/html/unsere_leistungen.html
Kurze Bauzeit, diffusionsoffene Bauweise, hoher biologischer Materialanteil, niedriger Primärenergieaufwand, hinterlüftete Vorhangfassade, bester sommerlicher Wärmeschutz und winterlicher Kälteschutz, hoher Schallschutz, nahezu wärmebrückenfreie Konstruktion

Verbrauchsdaten KfW 40 Energiesparhaus (Tages-, Monats- und Jahreswerte; tägliche Ablesung) >>
http://energie-effizientes-hau...rgieverbrauch_waermepumpe.html



Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 28.10.2007 13:58, insgesamt 3-mal bearbeitet

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Fachplaner Passivhaus

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Anmeldedatum: 18.12.2005, Wohnort: 87480 Weitnau / Oberallgäu
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grundsätzlich sollte man zukunftsgerecht bauen !
was ist das ?
investitonskosten und unterhaltskosten, sowie ökologische anforderungen (co2-reduzierung) in einklang bringen.
die massivbauweise ist eine qualitätiv gute bauweise, wobei grundsätzlich nicht nur auf die baustoffe sonderen auch und im besonderen auf die qualität der planung und der handwerker geachtet werden sollte. dies ist oft nicht der fall !
zum standard im bauen !
die wärmschutzverordnungen der letzten jahrzehnte wurden im mindeststandard immer nach dem festgelegt, was der massivbau,
speziell der ziegel, bei 30 oder 36,5 cm wandstärke zu leisten in der lage war.
dies gilt auch und vor allem für die geltende energieeinsparverordnung enev.
wohin diese entwicklung im allgemeinen führt sieht man an der kfw-förderung für altbauten.
wer bis 1994 neu gebaut hat und ausgehend, dass dort im mindeststandard gebaut wurde, was auf den massivbau dieser zeit zutrifft, hat bereits einen altbau, dessen sanierung die kfw-bank zinsverbilligt fördert.
warum ?
weil bei der festlegung der anforderungen, damals die wärmeschutzverordnung von 1987-1994, die energiepreisentwicklung und umweltschädigung durch co2-gase, nicht ausreichend berücksichtigt hat.

da es die wsvo 1995, auch nicht in dem maße berücksichtigte, wie es die entwicklung zeigte, wurde 2002 die enev eingeführt.
die größten preisschübe im öl und die nachhaltigsten erkenntnisse zur klimaänderung, wurde aber gerade in den letzten 5 jahren gemacht, also nach der einführung der enev !!!!!!!!
was heisst das ?
wer heute im mindeststandard von 2002 = mindeststandard von 2007 baut, das ist z.b. eine 36,5er-ziegelwand, baut den energetischen sanierungsfall von 2020, wenn öl oder gas für heizwecke in großem umfang nicht mehr bezahlbar sein werden und eine umweltschädigung durch zu hohe energieverbräuche und schadstoffausstoss massiv eingetreten sein wird !
ziel !
man kann heute unter wirtschaftlichen kriterien nicht
faktor 1,2 - 1,3 (Ziegel mit wärmeleitfähigkeit 0,11 bzw. 0,0Cool,
sondern sollte mit faktor 3 (kfw 40) oder
faktor 6 (passivhaus) besser bauen.
das geht jedoch nur mit deutlich besser gedämmten bauteilen, sowohl im massiv- als auch im holzbau gleichartig. für den massivbau bedeutet es den abschied von der einteiligen wand, hin zu wärmedämmverbundsystemen. dies hat auch eine entscheidende verbesserung der wärmebrücken im massivbau als effekt !
eine kontrollierte lüftung mit wärmerückgewinnung hat nichts, aber auch gar nichts mit der bauweise zu tun ! je besser die energetische qualität des gebäudes, desto wirksamer und effizienter ist eine lüftung !
ein preiswert erstelltes, schlecht gedämmtes haus, ist auf 20 jahre gesehen deutlich teurer als z.b. ein passivhaus !
ein preiswertes, schlecht gedämmtes haus ist in 20 jahren gesehen deutlich weniger wert als z.b. ein passivhaus !
der energiepass wird dies deutlich, auch für laien messbar zeigen !

die meisten bauträger denken momentan noch anders, die wollen billig bauen, im mindeststandard, um preisgünstig am markt verkaufen zu können.
auch die industrie und das gewerbe denken anders, weil sie die energiekosten steuerlich absetzen können.
ein privater bauherr sollte mehr an die gesamtkosten, mit unterhalt
und mit wertentwicklung denken !

ein massivhaus mit wdvs + lüftungsanlage, im standard kfw 40, möglichst mit regenerativen energien, verbunden mit flächenheizungen, ist das mindeste, was ein bauherr nach meiner meinung anstreben sollte !
wir jedenfalls bauen und beraten im neu- und altbau nicht mehr anders !
www.energieplaner.info...

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Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King

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clasrich

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Hallo,

erst mal danke für die vielen Antworten.
Zum Thema Planung. Wir wollen auf keinen Fall ein Fertighaus bauen und die Planung auch nicht von einem Bauunternehmer durchführen lassen. Wir arbeiten mit einem guten Architekten zusammen, so dass ich denke, dass es mit der Planung gut funktionieren sollte.
Aus Euren antworten lese ich heraus, dass Ihr alle eher ein WDVS favorisiert. Ich habe mir zum Thema Hausbau, Energie usw. schon sehr viele Gedanken gemacht. Ich habe selber technischen Umweltschutz studiert und absolviere gerade ein Aufbaustudium im Bereich Energiemanagement, kenne also die ganze Problematik zum Thema Klimaschutz usw. sehr gut.
Ich habe sicherlich auch nicht vor, ein Haus zu bauen, welches in einigen Jahren schon wieder sanierungsbedürftig ist und sehe es ähnlich, dass man beim Hausbau nicht am falschen Ende sparen sollte. Lieber etwas höhere Investkosten, und dafür niedrigere Verbrauchskosten, da niemand sicher sagen kann, wie sich diese in der Zukunft entwickeln.
Aber geht es nicht doch auch ohne Dämmung? Wenn ich da an den T8-Ziegel denke, der ja für den Passivhausbereich konzipert wurde, oder an den T9 mit 49 cm Wandstärke, dann müsste das doch auch reichen.
Der Flächenverbrauch spielt in unserem Fall keine Rolle, da es sich bei dem Grundstück um ein altes Grundstück innerhalb eines bebauten Dorfkerns handelt, also mehr als genug Platz.
Hat schon jemand Erfahrungen mit dem T8 oder T9 gemacht und würdet Ihr heute diese Ziegel wieder verwenden?

Viele Grüße
clasrich

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bernhard geyer

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> Aber geht es nicht doch auch ohne Dämmung? Wenn ich da an den T8-Ziegel denke, der ja für den Passivhausbereich konzipert wurde, oder an den T9 mit 49 cm Wandstärke, dann müsste das doch auch reichen.

Der T8 ist ja letztendlich fast ein "normaler" 17 tragender Stein mit "angeflanschtem" Vollwärmeschutz. Und die Außenmauer ist nur ein Aspekt für ein energiesparendes Haus. Es kommt darauf an ob ein Wert von 0,18 für ein Passivhaus ausreicht oder nicht. Letztendlich soll der T8/T9 den Mehraufwand für das Anbringen eines Vollwärmeschutz sparen.

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Fachplaner Passivhaus

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das mit der monolithischen wand und passivhaus ist absolut falsch !
das passivhaus ist definiert mit u<0,15 W/m².k und das gilt nur für sehr große kompakte gebäude. z.b. ein würfelförmiges 20-familienhaus !
bei passiv-einfamilienhaus ist der u-wert für dach und wand bei < 0,10 w/m².k.
da müsste die wand mit ziegel (wlg 0,08 ) mindestens 75 cm stark sein !!
das zum thema wie die ziegelindustrie in der werbung, gerade den privaten bauherren dinge suggeriert, die in der praxis nicht zu halten sind.
kfw 40 ist ca. faktor 2 besser als enev, der sprung vom standard-0,11er zum 0,09er ziegel wird als kfw40-ziegel verkauft, ist jedoch nur faktor 1,2 besser.
das passivhaus ist ca. faktor 7 besser als enev, der sprung vom 0,11er zum 0,08er ziegel wird als passivhaus-ziegel verkauft, ist jedoch nur faktor 1,4 besser.
das kann sich aber jeder selbst ausrechnen, der sich im bereich wärmeschutz auskennt.
grundsätzlich geht es aber nicht um die frage wer wen wie bewirbt und was man glauben sollte oder nicht, sondern um zukunftsfähiges bauen und wirtschaftlichkeit im bauen. das geht auch mit ziegel, aber bitte mit objektiven daten ! das kann ihnen ihr architekt aber durchaus objektiv darstellen. fragen sie ihn danach. wer er hierzu keine brauchbare antwort hat, und auch nur werbeaussagen wiederholt, ist es vielleicht der falsche architekt für ein energieeffizientes gebäude.
ausserdem ist ein effizientes haus nur dann effizient wenn die summe
aller komponenten aufeinander abgestimmt sind. da ist die wand wichtig, jedoch letztlich nur ein kleiner, aber wichtiger teil.

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clasrich

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Wenn ich Sie also richtig verstehe, sind Sie der Meinung, ein Niedrigenergiehaus lässt sich nicht in reiner Massivbauweise errichten.
Was würden Sie denn für einen Wandaufbau empfehlen anstelle eines T8 oder T9-Ziegels?
Das Haus ist in 2+D geplant mit normalem Satteldach. Grundform rechteckig ohne Erker und Dachgauben. Wohnfläche ohne Dachausbau etwa 150 m², steht noch nicht so genau fest.
Als Ziel möchte ich etwa den KfW40-Standard erreichen.
Wie schon gesagt hatte ich eigentlich geplant, die Wände nur aus T8 oder T9-Ziegeln zu errichten ohne separate Dämmung. Ein Haus in Holzständerbauweise soll es nicht werden. Wie sähe dann z.B. ein entsprechender Wandaufbau mit WDVS aus?
Ich wollte eigentlich als Außenschicht einen dreilagigen Kalkputz aufbringen lassen mit grobem, mittlerem und feinem Sand wegen der Kapillaroffenheit nach außen hin. Diese Putzart kann man dann bei einem WDVS nicht mehr anwenden oder, bzw. es macht dann wahrscheinlich kein Sinn mehr oder?

Vielen Dank und viele Grüße
clasrich

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bernhard geyer

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Ein Niedrigenergiehaus muss sich mit jedem zugelassenen Baumaterial erreichen lassen, da dies die Mindestanforderung nach EnEv darstellt. Ein Werbung mit dem Begriff Niedrigenergiehaus sagt nur aus das das Haus nicht gerade einen sehr hohen Dämmstandart hat.

KfW40 wirst du auch mit T8/T9 erreichen wenn der "rest" der in die Berechnung einfließenden Faktoren passt:

- Günstiges verhältnis Wohnfläche zu Hüllfläche
- Gute "sonstige" Dämmung (Richtung unbeheizten Keller/Erreiche, Dachdämmung)
- Gute Fenster (3fach-Verglassung sollte sein, da nicht mehr die großen Mehrkosten darstellt)
- Gute Haustechnik die einen guten ep-Wert liefert (Pellets ist hierbei Unschlagbar, Für jede Technik verbessert Solarthermie den Wert). Empfehlen würde ich eine passend ausgelegt Wärmepumpe (Aber Achtung, hier wird öfter unpassende Projektierung durchgeführt von "Trittbrettfahren").

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Fachplaner Passivhaus

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grundsätzlich deckt sich der letzte kommentar auch mit meiner ansicht.
niedrigenergiehaus hört sich gut an, ist aber nichts anderes als der enev-mindeststandard (10l-haus) !!!!!!!!!!!!!!!
das wurde bereits 1996, mit einführung der niedrigenergiehausförderung gebaut. wo ist da der fortschritt ?

ein energiesparhaus 40 (kfw 40 = ca. 5l-haus) einfamilienhaus mit 36,5 er ziegelwand, wlg 0,08 ( u=0,21 w/m².k) ist unter optimalen bedingungen, und ausgleich des immer noch schlechten wertes der wand (soll u-wert <0,18, je nach anforderung) durch wesentlich bessere restliche bauteile möglich.
echte alternativen
wandstärke 42 cm (wlg 0,08, u= 0,16)
wandstärke 24/wlg 0,16 + 16 cm vollwärmeschutz/wlg0,035 (u=0,16),
d.h eine wesentlich preisgünstigerer ziegel, mit höherer druckfestigkeit und deutlich besserem schall- und brandschutz,
eine wesentlich schlankere und wärmebrückenfreie wand, ohne schwachstellen durch betonstürze, usw. !
für uns gibts da keine überlegung, da die kosten nahezu gleich sind !
im passivhaus machen wir 24cm ziegel oder 15 cm kalksandstein und
30 cm wärmedämmverbundsystem (u<=0,10) und das rechnet sich trotzdem !!

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Jens der Heizer

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Hallo zusammen,

zunächst ist zu überlegen wie Dämmung funktioniert!
Bei einem Ziegel, zum Beispiel, sind die Hohlräume nur mit Luft gefüllt, da Luft schlecht die Wärme leitet, da sie kaum Moleküle besitzt, dämmt sie.
Jedoch geht die Wärme dann über die Stege. Je größer die Luftporen sind um so weniger Speichermasse hat der Stein, was auch Nachteile beim Heizen hat!
Ein Wandaufbau den ich für gut finde lautet von innen nach außen:
Putz, Wandheizung, Ziegelmassivstein (nicht porosiert), 7,5cm stehende Luftschicht, T9 oder T8 Ziegel.
Der schwere Stein fängt die kinetische Strahlungswärme besser ein wie ein leichter, die Luftschicht verhindert den gröbsten Wärmefluss, der schwere Stein erwärmt auch das Hauptmauerwerk, sodass die Feuchtigkeit nach außen wandern kann, mit der Kappilarwirkung.

Wenn Du dämmst dann sollte die Feuchtigkeit aus Deinem Haus entweichen können über die Wände. Wer das nicht kann braucht eine Lüftungsanlage um die Feuchte abzuführen....oder undichte Fenster.

Bislang war ich Anhänger der Ziegelfraktion, weil ich künstliche Dämmung schon immer Sch... fand.
Mit WDVS wird bei der Herstellung mehr CO2 erzeugt, als Du einsparen kannst.

Mittlerweile habe ich aber eine alternative zu Ziegelbauten gefunden die in allen Bereichen weit überlegen zu sein scheint.
Das Thoma Holz 100, ist Massiv, hat lt. Hersteller Rekordwerte bei Wärmedämmung und Speicherung, ökologie, Wohngesundheit, Strahlenschutz, Bauzeit, CO2 bindent, 100% aus Holz, diffusionsoffen, Langlebigkeit usw.

Für mich das optimale Haus zur Zeit, danach kommt ein Ziegelmassivbau und dann das Bio-Solar-Haus!

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roro

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Als Bewohner eines Holz-Massiv-Hauses (KLH-Platten) kann ich mich in Bezug auf Holz nur sehr positiv äußern. Ausgezeichnete Speicherfähigkeit, ausgezeichnete Dämmwerte, gutes Raumklima, sehr gute statische Möglichkeiten.

Nachteil: Holz arbeitet, und das hört man.

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Jens der Heizer

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Vermutlich hast Du ein Blockbohlenhaus, damit muß man leider wirklich leben. Mein Kollege hat 30 cm Setzung gehabt in nur vier Jahren.
Beim Holz 100 hat man glaube ich keine Setzungen, da das Holz aus kleinen Brettern besteht die verdübelt wurden. Außerdem wurde darauf geachtet wo das Holz gewachsen ist und wann es gefällt wurde, nämlich im Winter bei abnehmenden Mond.

Welche Konstruktion hast Du denn?

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roro

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KLH-Platten kein Blockbohlenhaus. Und vergiss den Schwachsinn mit dem Mond.
Setzungen habe ich keine, nur zwischendurch "spricht" mein Haus mit mir.

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Jens der Heizer

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Was sind denn KLH Platten, und warum ist Mondholz schwachsinnig?
Auch wenn Deine Antwort etwas provozierend war, intressiert mich ob Deine Aussage fundiert ist.

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