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Hallo!
Bin neu hier...
Wir planen derzeit ein 137qm-Einfamilienhaus in Massivbauweise. Aus Umwelt- und Kostengründen riet uns unser Bauträger zu einer Wärmepumpe mit Erdwärmeversorgung.
Nun meine Frage: Ist diese Form sinnvoll? Wie hoch werden die Stromkosten sein?
Besonders beschäftigt mich die Frage, ob man zuheizen muss (Kamin etc.) oder ob man sich wirklich voll auf diese Form des Heizens verlassen kann!
Die Wärmepumpe wird eine NIBE Typ Fighter 1240/8 - 822 KW sein.
Hat uns unser Bauträger, der nicht auf Niedrigenergiehäuser spezialisiert ist, richtig beraten?
Ich danke im Voraus für Eure Antworten,
Nina
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Nun ihr Bauträger sollte für alle die Fragen zum WP-Projekt zur Verfügung stehen.
Es ist nur noch die Unsicherheit wer die Gewährleistung für die Anlage und die daraus resultierenden Angaben übernimmt.
Es ist durchaus schon vorgekommen,Bauträger wickeln mitunter nach Beendigung des Bauvorhabens ihre GMBH ab. Damit bleibt man mit allen Gewährleistungansprüchen auf der Strecke.
Bauträger wollen bekanntlich an den Leistungen der Ausbauhandwerker gut verdienen. Damit bekommen Sie aber nicht in jedem Fall die optimale Leistung zu dem geforderten Preis.
Also erkundigen Sie sich schon im Vorfeld.
Gruß Denkedran
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Sole-Wasser-Wärmepumpen sind als alleinige Heizung zuverlässig und bewährt, eine Reserveheizung ist nicht notwendig. Von der Zuverlässigkeit sind sie eher noch besser als eine Ölheizung.
Die Leistung von 8 kW erscheint mir sehr hoch für die Wohnfläche, eigentlich würde ich eher eine Heizlast von 5 bis höchstens 6 kW erwarten. Entscheidend ist eine ausreichend ausgelegte Bohrung, wobei für ein Haus dieser Größe bei Festgsteinsuntergrund weniger als 100m Bohrtiefe notwendig sein sollten. Ich gehe mal von durchschnittlich 60-70 kWh Heizwärmebedarf je m2 aus. Incl Warmwasser verbraucht das Haus dann 10.000 kWh - Wärmebedarfsberechnung sollte genaue Auskunft geben . Bei einer Arbeitszahl von 4 braucht man dann 2.500 kWh Strom. Da lohnt nicht einmal ein Wärmepumpentarif, würde die WP über den Haushaltsstrom mitlaufen lassen.
MFG
Frank
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Hallo!
Vielen Dank erst einmal für Eure Antworten.
Noch 2 Fragen:
"Die Leistung von 8 kW erscheint mir sehr hoch für die Wohnfläche"-sagt Frank. Was bedeutet das in der Konsequenz? Benötigen wir eine andere Wärmepumpe, die billiger wäre? Oder hängt damit der Stromverbrauch zusammen? Ist das eher positiv, also lieber zu viel als zu wenig, oder negativ zu deuten? Die jetztige Wärmepumpe ist im Komplett-Angebot drin...
Wie erstellt man eine Wärmebedarfsrechnung?
Sorry für die unqualifizierten Fragen, so ist das, wenn zwei Frauen bauen
Liebe Grüße, Nina
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Eine Heizung sollte immer genau auf die Heizlast ausgelegt werden. Bei einer ÖL/Gas-Heizung ist bei einer zu großen Auslegung der Installationspreis höher im Betrieb ist keine deutliche Kostenerhöhung zu erwarten.
Eine Wärmepumpe, welche zu groß ist, kostet erstens mehr, und arbeitet dann meistens weniger effizient (Takten, Erhöhung der VL-Temperaturen, ...)
Außerdem ist zu erwarten, dass ein HZB, der eine zu große WP einbaut, auch vom restlichen System wenig Ahnung hat (wahrscheinlich ist auch ein Pufferspeicher geplant, der meistens nur dazu dient, um Unzulänglichkeiten auszugleichen, wie sieht es mit der berechneten max. VL-Temperatur aus, wenn hier ein Wert größer 35 geplant ist, dann Hände weg)
Eine WP der mehr als 10% über der zu erwartenden Heizleistung dimensioniert ist, ist abzulehnen. Da ist es sogar besser eine WP zu nehmen, die 10% zu klein ist.
Und nocheinmal:
Ohne ausführliche Heizlastberechnung keine WP.
In Österreich gibt es unabhängige Energieberater, welche eine solche Berechnung durchführen. (Kosten um die 150 EUR, aber die sind es wert, alleine bei meiner WP habe ich mir dadurch gute EUR 1000 an Kosten gespart und ich bin mit dem laufenden Kosten sehr zufrieden).
Das wird warscheinlich in Deutschland ähnlich sein.
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Schon richtig, Heizlastberechnung wäre hier angesagt.
Meist werden WP größer ausgelegt, um die 6 Stunden Abschaltzeit zu kompensieren, die man bei den Wärmepumpentarifen der meisten Stromversorger bekommt.
Ein solcher Tarif lohnt sich in einem so kleinen Haus aber gar nicht, weil man da eine zusätzliche Grundgebühr bezahlen muß.
Würde wie gesagt normalen Stromtarif nehmen und für diesen bundesweit günstigen Anbieter suchen. Alternativ Zweitarifzähler vom örtlichen Anbieter. Dann kann man die Warmwasserbereitung nachts laufen lassen, die morgendliche Aufheizphase fällt auch in die billige Niedertarifzeit.
Wenn keine Abschaltzeit dann kann man die WP genau auf den Punkt auslegen ohne Zuschläge, nur noch 1/4 kW für Warmwasser.
Die kleinere WP ist erstens billiger und läuft zweitens auch besser mit kleinerer Spreizung. Sehr viel macht es bei einer FBH nicht aus, aber wozu sollte man unnötig zu viel Geld investieren. Würde mit dem Bauträger verhandeln und entweder den Kaufpreis senken oder mir noch eine zusätzliche Kühlfunktion einbauen lassen. Dafür wird die Einsparung vielleicht nicht ganz ausreichen, aber Kühlung ist stark im Kommen. Wird man sich irgendwann nicht mehr anders vorstellen können, so wie Klimaanlage sich im Auto durchgesetzt hat.
Frank
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hallo,
habe beruflich mit dem thema wärmepumpe zu tun, kann nur dazu raten, weil die technik inzwischen ausgereift ist. die ernergiekosten werden deutlich unter den heizkosten für öl oder gas liegen. ein schornstein ist nicht erforderlich, die wp heizt das gesamte haus plus brauchwasser.
vorschlag: angebot von mir mir anfordern für einen vergleich - wp + sondenbohrung - alles aus einer hand!
tischer.hrt@t-online.de
_________________ Fachinfo für Wärmepumpe incl. Sondenbohrung
mit fachgerechter Wärmebedarfsberechnung.
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Jaja,jetzt kommen wieder die Seelenverkäufer aus ihren Löchern gekrochen.
Man wie ich das hasse dieses erbämliche Anbiedern.
Die Nina soll zu einem Heizunsgbauer oder Kälte-Klimatechniker in ihrer Nähe gehen,denn dann hat sie den Kollegen immer parat wenn's mal klemmt.
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| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | | Alternativ Zweitarifzähler vom örtlichen Anbieter. |
Zweitarifzähler werden von einigen EVUs mit höheren Gebühren berechnet.
Man kann sich einen eigenen Zähler zur Verbrauchserfassung über seinen Elektriker einbauen lassen. Ein regenerierter, ungeeichter Drehstromzähler ist für diesen Zweck vollkommen ausreichend. Technikfreaks setzen einen digitalen Zähler mit Bustechnologie ein. Aus Kostengründen (teure Hardware & Software) würde ich das aber nicht empfehlen.
Gruß
Thomas Heufers
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