Ich habe mir auch die Seite nochmal angesehen. Angegeben wird eins der Module mit zB. 280Watt/p. Wenn es sich um die typischen Standartangaben handelt, dann gilt dies bei einer Temperatur von 25°C. Zugegebener Maßen hat das mit dem wirklichen Leben nicht viel gemeinsam, aber da alle mit diesen Werten rechnen erlaubt es auch wieder den Vergleich aller Datenblätter untereinander.
Bei den technischen Daten wird auch gleich der Temperaturkoeffizient mit 0,5%/°C angegeben. Wenn man die Spanne jetzt berechnet von 25°C bis 50°C kommt eine Leistungsdifferenz von immerhin rd. 33Watt raus und entspricht von oben nach unten betrachtet rund gut 13%. Erst wenn ich unrealistische Eckwerte annehme (von 53°C auf 0°C runtergekühlt) komme ich auf 30%. Es steht ja aber auch ausdrücklich dabei "BIS 30%" und bis 30% ist alles was drunter ist

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Aber Achtung: Dieser Mehrertrag von rd. 13% bei einem gekühlten Solarmodul auf 25°C (statt 50°C) funktioniert ja auch nur dann, wenn die GANZE Fläche gleichmässig gekühlt wird. Da das Kühlmedium aber die Wärme auch nur langsam aufnehmen kann, entsteht der Effekt, das das Solarmodul am Kühlmitteleingang tatsächlich schön gekühlt wird, aber beim Durchfliessen langsam aber sicher immer wärmer wird. Also bildlich: unten schön kühl - oben schön warm.
Wenn man das jetzt noch weiter spinnt und sich die Technik der Solarmodule genauer ansieht, findet man die Solarzellen in der Regel in einer Reihenschaltung innerhalb des Moduls. Diese Reihenschaltung hat den Nachteil, das sie wie eine Kette funktioniert, und die Reissfestigkeit der ganzen Kette wird durch das schwächte Kettenglied bestimmt. Gleiches gilt auch für das Solarmodul. Die schwächste Solarzelle innerhalb des Moduls bestimmt die maximale Leistung. Theoretisch müsste dies also bedeuten (ich habe es allerdings auch noch nicht ausprobiert) das es nicht viel nützt, wenn ich ein Teil des Modules kühle während die andere Seite noch heiß ist und bleibt. Die heißeste Zelle (die Schlechteste) bestimmt die Leistung des Moduls.
Den Ketteneffekt kann man mit einem kleinen Solarmodul prima testen in dem man nur eine einzige Zelle mit der Hand verschattet. Die Leistung bricht vollständig ein.
Die Idee der Kombination ist gerade bei knappen Platzangebot genial und verführerisch, aber ohne einen offiziellen Nachweis der Funktion und Langlebigkeit durch eines der öffentlichen Forschungsinstituten würde ich mich da mit dem Hintergrund- und Halbwissen nicht herantrauen.
Soweit noch mal dazu.
Gruß Uwe