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Jägermeister
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Beitragvon Jägermeister » 21.06.2007 18:41 Uhr

Ich habe ein Wohnhaus Baujahr 1969. Die Außenwand ist aus Ziegelstein gemauert. Die Innenwände sind mit 3DF Ziegelsteinen gemauert. Dazwischen sind ca. 7cm Hohlwand. Jetzt möchte ich zur besseren Isolierung die Hohlwände mit Perlite auffüllen lassen. Wie verbessert sich die Isolierung wirklich. Gibt es Probleme mit feuchten Wänden? Bin für jede Antwort dankbar. Bisher habe ich nur Auskünfte von Firmen erhalten, die dieses Verfahren praktizieren und logischerweise nur Positives zu berichten haben. Bin noch skeptisch und würde mich über Euere Erfahrungen und Kenntnisse freuen. :?:

Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 05.07.2007 07:46 Uhr

Damit ich das richtig verstehe: Du hast eine dicke Innenwand, eine Luftschicht und dann eine Vormauerung die als Wetterschutz dient, richtig?

Die Ziegelvormauerung dient dazu das Innenhaus zu schützen vor Schlagregen, Sturm und Hitze. Wenn Du diese Luftschicht mit Perliten auffüllst hast Du keine schützende Vormauerung mehr.

Wenn es nun stark regnet ziehen die Klinker sich voll mit Feuchtigkeit, die Außen und innen runter läuft. Deshalb sind da auch die kleinen Lüftungsöffnungen in der Wand um die nasse Wand wieder schneller trocken zu bekommen. Wenn Du diesen Luftspalt nun mit Perliten füllst werden sie auch pitsche nass nach dem ersten Regengus! Trocken können sie nicht mehr, da zwischen den Perliten keine Luft mehr Zirkuliert. Zwar werden sie irgendwann wieder trocken, aber wenn es dann wieder regnet eben nicht!

Wenn Du das machst muß Deine Vormauerung verputzt werden, weil die PPutzschicht durch ihre Kappilarwirkung keine Feuchtigkeit bis zum Vormauerwerk dringen kann.

Gruß Jens
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Beitragvon LSKill » 06.07.2007 19:18 Uhr

Hallo

Also ich kann Jens dem Heizer nicht ganz zustimmen.
Es ist zwar wohl richtig, dass der Hohlraum zur Luftzirkulation genutzt wurde, wenn es sich aber bei der Vormauerung um Klinkersteine handelt, sind diese ausreichend schlagregendicht, da ihre Oberfläche eingebrannt wurde und das Wasser kaum eindringt.
Was aber richtig ist: die Belüftungsöffnungen müssen erhalten bleiben und auch funktionieren, damit eventuell in die Dämmung eindringende Feuchtigkeit wieder entweichen kann (ist nicht viel Feuchtigkeit).
Heutzutage werden solche Konstruktionen auch noch im Neubau ausgeführt, jedoch wird hier meist eine mineralwolledämmung verwendet.

von der Dämmung her bringt es natürlich einiges; 7cm Dämmung sind nicht zu verachten im Gegensatz zu nur Vollziegelwänden.
Für eine genaue U-wert berechnung bräuchte man aber noch Angaben über die Ziegelart (Voll oder hochlochziegel im Innenwandbereich) und die WLG der Perlitschüttung).

Hoffe ich konnte weiterhelfen.

MFG
Aquädukt
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Beitragvon Aquädukt » 24.11.2008 12:50 Uhr

Bei einem Material wie Perlite, welches nach wie vor die Wand atmen lässt denke ich sollte Feuchtigkeit nicht so ein großes Problem darstellen. Auch weil Perlite keine Flüssigkeit aufnimmt ist das schon nicht schlecht. Jedoch hat Perlite ein WLG so um die 50, was nicht so besonders ist. Ich weiss jedoch nicht was es da an vergleichbaren Dämmaterialien gäbe: HK35?

Hier übrigens ein Artikel zum von der Verbraucherzentrale: Link!. Vom Inhalt jedoch kann man natürlich nicht sagen ob es bei dir das richtige wäre...
twister71
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Beitragvon twister71 » 23.02.2009 12:04 Uhr

Hallo Leute,

Falls sich jemand über das Thema nachträgliche Hohlwandsanierung, Hohlschichtdämmung oder Kerndämmung informieren möchte, kann ich folgende Internetseite empfehlen:

www.daemmen-sanieren.de

Mit freundlichen Grüßen
twister71
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.02.2009 19:13 Uhr

7 cm Perlite-Dämmung mit einer Wärmeleitgruppe von WLG 045 - 070
Da sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, die Einspareffekte halten sich wirklich in Grenzen. Übrigens, die Wärmebrücken sind mit der Perlite nicht beseitigt. Die Perlite-Dämmung ist natürlich besser als nichts.

Ich empfehle eine Amortisationsberechnung! Wenn der Klinker keine statische Funktion hat, kann man ja mal die Einspareffekte von 18 cm Perimeterdämmung mit einer WLG 035 anstelle des Klinkers gegenüber der Perlite-Variante durchrechnen.

Der Besuch einer Verbraucherzentrale und eine objektive Bauenergieberatung hilft wirklich weiter und kostet nicht die Welt. http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Gruß

Thomas Heufers



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Beitragvon AndyHood » 01.12.2009 12:45 Uhr

Ich habe mich ebenfalls im Zuge meiner Gebäudesanierung mit dem Thema Dämmung auseinander gesetzt. Ich bin dabei über die Firma 3BK Dämmtechnik aus Berlin gestolpert. Die bieten einen sogenannten Durolan Dämmschaum an. Kennt den Jemand und hat Erfahrungen damit.
Die Firma hat einen Online-Kalkulator auf deren Homepage, im Vergleich zu anderen Dämmstoffen scheinen mir die dort dargestellten Preise recht günstig zu sein.

Was kann ich eigentlich mit einem Wert zur Wärmeleitfähigkeit anfangen? Ist 0,039 W/(m*K) vergleichbar mit WLG35??? Weil dann würde sich so ein Dämmstoff in der Tat vom finanziellen lohnen.

Gruß

Andy

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