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Forum Energiesparen & Energiespargeräte & Ökostrom

Thema: 30% und mehr an Heizkosten durch Deckenventilator sparen?!?

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Hallo,

manche Hersteller von Deckenventilatoren2 werben damit, das durch einen Deckenventilator mehr als 30% an Heizkosten gespart werden können.

Einfach dadurch, da der Deckeventilator die Heizluft besser verteilt im Raum.
Beispiel Erklärung

Das da was dran ist, kann ich schon glauben, aber gleich 30 Prozent und mehr?

Hängt natürlich auch viel von der Größe des Raumes bzw. der Deckenhöhe ab.

Nehmen wir z.B. mal einen Raum mit 25 m² und einer Deckenhöhe von 2,50 m.

Wieviel könnte man da durch einen Deckenventilator sparen?

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machtnix
*****
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So einen Schwachsinn habe ich selten gehört.
Dann mußt du wohl in jedem Raum in dem sich ein Heizkörper befindet einen Deckenventilator einbauen,echt klasse.
Laß es bleiben und optimiere deine Anlage mit den schon vorhandenen Komponenten mit ein paar einfachen Hilfsmitteln.

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Je älter das Haus (bezüglich Dämmstandard) und je höher die Räume desto mehr. Ich denke bei normaler Raumhöhe von 2,5 m + aktuellen Häusern mit Fußbodenheizung wird die Einsparung Richtung 0% gehen

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Ich seh schon sind lauet Physiker hier.
Natürlich kann man durch einen Deckenventilator Heizkosten sparen, hier die Erklärung dazu:

Erwärmte Luft hat ein geringes spezifisches Gewicht als kalte Luft. Den physikalischen Gesetzen folgend, steigt sie nach oben und staut sich unter der Decke des Raumes. Diese Erscheinung kennt jeder, der schon einmal im Winter in einem geheizten Raum auf einer Leiter stand und Arbeiten an der Decke ausgeführt hat.

So kommt ein erheblicher Temperaturunterschied zwischen Zimmerdecke und Boden zustande. Je höher der Raum ist, desto größer ist der Unterschied.

Diesen Wärmevorrat führt ein Deckenventilator zurück in den Aufenthaltsbereich. Ohne zusätzlichen Heizaufwand wird die Temperatur am Boden deutlich gesteigert. Somit macht sich das Gerät binnen 2 bis 3 Heizperioden bezahlt.

Die durchschnittliche Lufttemperatur an der Decke (für einen Raum ohne Luftaustausch und Luftbewegung) berechnet sich nach folgender Formel:

tDecke = tb x (1 + 0,115h)

tb = Tempertur am Boden

h = Deckenhöhe

Dies gilt ohne Berücksichtigung von Fremdfaktoren wie Wärmedämmung, Sonneneinstrahlung etc.

Ohne Deckenventilator baut sich eine Wärmeschicht unter der Decke auf. Am Boden sinkt die Temperatur stark ab. Ein Deckenventilator mischt die Luftschichten.

Nun kann man nach folgender Handregel die Ersparnis errechnen:
1°C Temeraturerhöhung etwa 6% mehr an Heizaufwand

Ob nun Kachelofen, normale oder Fußbodenheizung ist dabei egal.

Liebe Antwortschreiber, das nächste mal erst nacdenklen dann antworten, die zwei Antworten auf diese Anfrage zeugen nicht gerade von Verständnis simpelster physikalischer Vorgänge!!

Grüße


Zuletzt bearbeitet von derking am 09.07.2007 11:44, insgesamt einmal bearbeitet

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machtnix
*****
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Ja ne is klar.
Kein keine Kohle für ne kontrollierte Wohnraumlüftung haben,aber hinterher in jeden raum einen Deckenventilator hängen um Energie zu sparen.
Echt klasse.
Stromanschluß wird von der Deckenlampe entnommen.
Ja super.Schaut prima aus.
Ganz toller Sparfuchs.
Wenn tatsächlich jemand so blöde sein sollte,dem kann man wirklich nicht mehr helfen.

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Ja, du hast ja einen super Umgangston drauf....
Ich weiß ja nicht ob dir bewusst ist, dass es nicht überall möglich ist eine Wohnraumlüftung einzubauen...
Kannst ja mal einen Vermieter fragen, ob der gerade Lust und Laune dazu hat mal eben ein paar tausend EUR zu Energiesparzwecken des Mieters auszugeben.
Und es wohnen in der BRD weit viel mehr Menschen zur Miete als als Eigentümer.
Du kleiner Sparfuchs, was sollen diese Menschen denn dann machen, die Wärme einfachmal umsonst an der Decke schweben lassen, klasse Idee...

Na was fällt dir jetzt intelligentes als Gegenargument ein?


Grüße

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machtnix
*****
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Zunächst einmal würde ich die mit dem vorhanden System versuchen Energie zu sparen.Das kann wohl jeder selber machen,wurde hier auch und auch schon in anderen Foren reichlich von mir und meinen Kollegen erklärt.
Das Zauberwort heißt:Hydraulischer Abgleich

Wie gesagt es wurde schon so oft erklärt,das ich bestimmt kein Handbuch dazu schreibe.
Entweder man hat voreinstellbare Ventile oder man macht das über die Rücklaufverschraubungen,ist doch kein Problem.
Da in vielen Haushalten/Etagenwohnungen immer noch ein Heizwertgerät installiert ist,würde ich mal die Heizzeiten und die Heizkurven überprüfen und etwas ausprobieren,ob man nicht mit etwas weniger heizen klarkommt.

Und für alle anderen zahlt sowieso das Amt weil sie dann wohl Hartz 4 Empfänger sind, und die die es sich dann immer noch nicht leisten können müssen dann wohl in eine kleinere Wohnung umziehen.

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Das ist natürlich auch ein gutes Mittel um die Heizkosten zu senken, entkräftet aber in keinen Fall das Argument der Warmluftansammlung an der Decke, diese wird dadurch nicht nennswert verändert.
Diese kann man nur durch Luftumwälzung, gleich welcher Art, beeinflußen.


Viele Grüße

PS.: Das mit den Hartz 4 Empfängern ist menschenverachtend und sollte daher überdacht werden!

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Wenn wir schon bei der Physik sind:

Durch was wird die o.g. Formel bewiesen (was den Faktor 0,115 betrifft). Allein ein Abschreiben aus der (eigenen) ebay-Versteigerung (http://members.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPage&userid=hirsch15a) reicht mir nicht. Auch ist der Wert von 30% eine Luftnummer da die dafür theoretisch notwendigen Gegebenheiten in einem beheizten und benutzten Raum nicht gegeben sind. Es wäre also gut zu wissen wieviel man tatsächlich in einem "normalen" Zimmer sparen könnte und wie hier die Temperaturverhältnisse sind. Ich könnte ja mal im nächsten Winter (wenn ich daran denke und es wirklich ein Winter wird) mal nachmessen. Bei meiner Fußbodenheizung denke ich wird hier nicht viel herauskommen (Faktor << 0,115).

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Sicher ist diese Formel sehr vereinfacht, hier mal die Vollständige:

Der Wärmeverlust durch Transmission im Deckenbereich (QTD) ist direkt abhängig von der Temperaturdifferenz der Raumlufttemperatur im Deckenbereich

(tD) und der Außenlufttemperatur (tA) und wird mit Formel [1] berechnet.

QtD = k * A * (tD - tA) = [1]


QtD1 : QtD2 = (tD1 - tA) : (tD2 - tA) = 2

Durch den Einsatz von Deckenluftheizern bleibt der Wärmedurchgangskoeffizient (k) und die Wärmedurchgangsfläche (A) unverändert.
Somit ist der Transmissionswärmeverlust direkt proportional zur Temperaturänderung und wird mit Formel [2] berechnet.

Beispiel:
- Temperaturreduzierung im Deckenbereich von 35°C auf 25°C durch Deckenlüfter
- Außenlufttemperatur -15°C

QtD1 : QtD2 = (tD1 - tA) : (tD2 - tA) =

25°C- (-15°C):35°C-(-15°C) =

0,8 d.h. der Transmissionsverlust wird um 20 % gesenkt.

QtD1 = Transmissionswärmeverlust im Deckenbereich bei vergleichmäßigter Temperaturschichtung

QtD2 = Transmissionswärmeverlust im Deckenbereich bei natürlicher Temperaturschichtung

k = Wärmedurchgangskoeffizient
A = Wärmedurchgangsfläche
tD1 = Temperatur bei vergleichmäßigter Temperaturschichtung im Deckenbereich

tD2 = Temperatur bei natürlicher Temperaturschichtung im Deckenbereich
tA = Außenlufttemperatur


Alle Klarheiten beseitigt??

Grüße[/list]

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Formel schön und gut. Aber für welche Häuser denkst du das im Deckenbereich 35 Grad herrschen? Ich würde selbst bei einem "Mittelalterlichen" (Gebaut in den 80igern) höchsten von 2-3 Grad Temperaturtifferenz ausgehen. Also statt 35 Grad 25 Grad (Bei warmen 22-23 Grad). Aber ich kann (wenn ichs nicht vergesse) mal im nächsten Winter Nachmessen (Haus aus ca. 1960, 1980 und eines aus 2006).

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Stimmt schon - im "durchschnittlichen" Wohnzimmer ist es mit dem Energie sparen durch Deckenventilatoren nicht weit her.
Aber in einigen Fällen kann der Nutzen auch ganz erheblich sein, z.B.:
- im Kaminzimmer hängt ein Deckenventilator und drückt die Warmluft (ohne weitere Technik/Wanddurchbrüche) durch alle offenen Türen in die Nachbarräume.
- 2-geschossige Räume/Flure

Aber der gewerbliche Bereich sollte auch nicht vergessen werden: In vielen Sporthallen, Lagerhallen... wird mit professionellen Deckenventilatoren Energie gespart. Es gibt dazu reichlich Untersuchungen, von denen hier einige aufgeführt sind:
http://www.fenne-kg.de/Fachartikel_zum_Thema/fachartikel_zum_thema.html
Es gibt eben doch noch einfache Lösungen, die viel bringen.

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