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Haiko
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Beitragvon Haiko » 15.06.2007 14:13 Uhr

Hallo zusammen,

Ich habe da mal eine Frage ich habe vor unser Haus gebaut ca 1950-1960 von außen zu isolieren. Nun haben wir uns ein System ausgesucht nur geht es noch um die Stärke der Isolation. Nun wird ja bei fast allen Systemen die zu erreichenden U-Werde nach der Isolation angegeben. Dabei ist natürlich auch das vorhandene Mauerwerk zu berücksichtigen und genau dadrumm geht es hier.

Unser Haus wurde aus Hohlblocksteinen gebaut. Diese Steine wurden nach dem Krieg aus den zermalenen Trümmern hergestellt. Sie haben die Abmessungen B X H X T 37x25x24 cm. Sie haben 7 Luftkammern.
Nun bin ich auf der Suche nach dem U-Wert der Steine damit ich aus den Listen meine mögliche Dämmstärke aussuchen kann. Da ich nicht nur wegen der unwissenheit 130mm montieren möchte, ist ja auch eine Geldfrage.

Kann mir von Euch jemand sagen wo ich silche Informationen bekomme ?

Damit ihr Euch das besser vorstellen könnt habe ich mal Bilder von den Steinen gemacht, es gibt da im Keller noch eine Stelle am ganzen haus wo mann so einen Stein sehen kann.

[img]http://www.bilder-speicher.de/07061514309087.direkt.jpg[/img][img]http://www.bilder-speicher.de/07061514779743.direkt.jpg[/img][img]http://www.bilder-speicher.de/07061514450537.direkt.jpg[/img][img]http://www.bilder-speicher.de/07061514217895.direkt.jpg[/img]


Gruß Haiko
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fathomas
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Beitragvon fathomas » 15.06.2007 14:48 Uhr

hallo haiko,
der abgebildete stein könnte nach baustoffkatalog und gebäudetypologie einen u-wert von1,4 w/m²k haben.
das ist aber gar nicht so entscheident ob 1,4, 1,2 oder 1,7
wichtig ist die dämmstärke.
das mauerwerk bekommt durch eine wärmedämmung von 12 cm einen neuen u-wert von 0,24 w/m²k ( energieeinsprverordnung schreibt [b]0,35w/²k vor ) bei dämmstärke 14cm >>> 0,21w/m²k, je kleiner dieser wert ist , um so besser.
also dämmung so dick wie möglich nehmen, die hohen kosten sind anteilig mehr in der montage und nicht im material. es ist nicht großartig entscheident ob 12 oder 14 cm dämmstärke genommen wird.

gruß fathomas
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Beitragvon Haiko » 15.06.2007 16:36 Uhr

Hallo Fathomas,

Danke für die schnelle Antwort,

Ich habe das Gefühl das der U-Wert der Wand alleine doch entscheident ist.
Da ich naturlich günstig bei der Sache weg kommen will montiere ich schon selber aber egal. In der Hausfront sind Fenster und ich finde es Total schäbig wenn die Fenster nach dem isolieren mit 14cm eine Leibung von 24 cm haben, das gefällt mir überhaupt nicht. Somit währe also für mich doch entscheident wie gut isoliert die Wand aleine damit ich nicht soviel auftragen muss. Sicher ist das Matterial nachher nicht soviel teurer aber das Aussehen des Hauses ist total verschandelt. Ich könnte natürlich die Fenster ausbauen und weiter dach aussen setzten dann fange ich aber auch an drinnen noch zu renovieren und eventuell währe sogar der Dachüberstandt zu klein für 14cm. Also da kommt schnell einz zum anderen. Und ich denke es ist fast unmöglich ein Altbau so hinzubekommen das er optimal isoliert ist > Sicher ich tu bein bestes um das zu erreichen aber dann muss ich auch das Dach neu machen und die Kosten sind imens hoch.
Oder irre ich da ?? Hast du Beruflich mit solchen Dingen zu tun scheinst dich da ja besser auszukkennen...

Müsste der U-Wert nicht geringer sein, denn Kalksandstein hat acuh ca 1,4 ???

Gruß Haiko
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Beitragvon fathomas » 15.06.2007 17:19 Uhr

hallo haiko,

wenn du als gebäudesanierung nur die wand dämmen möchtest, und die dämmstärke wegen der optig nicht zu stark sein soll, kannst du einen dämmstoff wählen der einen besseren lamdawert hat. das heißt : normale wärmeleitgruppe hat 035 bessere 030 oder 025.wenn du 0,3 nimmst kommst du bestimmt mit 10cm dämmstärke aus , bei wlg 025 reichen evt. auch 8 cm.
du solltest aber mal das gesamte haus energetisch untersuchen lassen,ob es nicht sinnvoll ist am haus mehr zu sanieren, dann gibt's bei einhaltung gewisser werte, zuschüsse und günstige darlehen von der kfw-bank.

gruß fathomas.
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Beitragvon Haiko » 16.06.2007 22:20 Uhr

Nabend,

Nee es wird nicht nur bei der Wand bleiben, was nützt die beste Wandisolation wenn die Wärme durchs Dach verschwindet, aber erst in 2-4 Jahren ist das Dach drann. Es geht halt nur eines nach dem Anderen.

Nach Euren Aussagen kann ich also mit 1,4 Rechnen. Nun doch noch eine weitere Frage ich nehme zur Zeit einmal an die Isolierung ist wlg 35 und 100mm stark wie errechne ich nun den Endwert ??? Das ganze ist mir noch total ein Rätzel mit diesen Wärmeangaben. Und was kann ich einsparen in ca % ????


Danke, gruß Haiko
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Beitragvon G. Simon » 17.06.2007 18:54 Uhr

Um genau diese Fragen beantwortet zu bekommen solltest du einen Energieberater kommen lassen.

http://www.energieberaterforum.de/energieberatersuche/


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Beitragvon Jens der Heizer » 18.06.2007 11:08 Uhr

Hallo, das ganze ist eh ein Schätzwert, Du kannst Dir ja mal vom Energieberater ausrechnen lassen wieviel Du momentan mit deinen Wänden nach EnEV verbrauchen würdest. Das Vergleichste dann mit den Realwerten, die Du auf deinen Abrechnungen siehst.
Dazu kommt das jetzt Deine Wand die Feuchtigkeit nach außen leitest, durch die erzeugte Wärmeenergie, und damit Deine Wand auch trocken hälst. Wenn Du WDMS außen draufklebst hast du gleich eine % feuchtere Wand. Dadurch erhöht sich der Wärmedurchgang, der aber wieder in der WDMS einigermaßen gefangen wird.

Ich bin gespannt was man errechnet und was Tatsache ist.
Dein Mauerwerk hat aber noch einen anderen Vorteil: Wärmespeicherung!
Strahlungswärme wird von schweren Baustoffen besser gespeichtert als von dünnen. Wenn Du mit dem Innensanieren anfängst sag bescheid, dann erkläre ich Dir wie Du deine Wand richtig beheizt.
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 08.07.2007 11:23 Uhr

der u-wert einer wand aus den 50er -jahren entspricht 1,5 - 2,0 w/m².k.
in dämmstärke wlg 040 (standard mineralfaser) umgerechnet, sind das ungefähr 2 cm dämmstärke !!
für förderungen nach kfw, bei gebäuden ab 1994 (!) und älter (progr. wohnr. modernisieren-ökoplus) ist eine mindestdämmstärke von 16 cm wlg 040 vorgeschrieben.
die disskussion, welchen u-wert die alte wand hat, ist absolut müssig, da die wand auch als quasi ungedämmt angesetzt werden könnte, wenn man zeitgemäße und wirtschaftliche dämmstärken im vergleich ansetzt,
wenn man betrachtet, dass bei dämmstärken unter 20 cm (zusätzlich, zum bestand 1994 und älter !), immer noch schimmelgefahr in den ecken besteht und, dass die wände 1994 bereits einen u-wert um die 0,50 w/m².k, entsprechend <=8 cm dämmstärke wlg 040 hatten.
passivhäuser werden mit 28-30 cm zusätzlich auf dem mauerwerk gedämmt !
wenn man betrachtet, daß der staat (!), der ja mit sicherheit nie die
bestmöglichen, sondern lediglich die zum zeitpunkt der förderung sicher wirtschaftlichen dämmstärken vorschreibt, sieht man dass die dämmstärken ab 16 cm sicher das erfüllen.
da neubauten von 1994 (!!!) heute bereits als altbauten gelten, zeigt wie schlecht die gesetzlichen anforderungen für einen mindestwärmerschutz
von neubauten, der energiepreisentwicklung hinterher hinken !

wer heute auf basis mindeststandards neu baut oder saniert, schafft im prinzip die altbauten und sanierungsfälle von morgen !

eine diskussion, wie gut der energetische standard von 1955 für den ansatz einer zukunftsfähigen sanierung ist, ist absolut kontraproduktiv.

Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King

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