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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Dämmung eines Altbaudaches (ca.1900)

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welche Erfahrungen / Empfehlungen und Hinweise können die Forumsteilnehmer mir hierzu geben?

1. Geplant ist einen Dachboden kpl. in 2 Schritten zu dämmen (BRAAS-Dachwohnfenster befinden sich bereits im Dach); da das Dach (ca. 240m²) ggf. neu eingedeckt werden soll, dachte ich evtl. an eine Aufsparrendämmung von ca. 8cm mit integr. diff.offener Unterspannbahn
2. später soll der DB zu Wohnraum ausgebaut werden und hierzu noch eine Zwischensparrendämmung (ca. 10cm) eingebracht werden

reichen 18cm eigentlich bei ca. 120m² Raumfläche und 5,50m Firsthöhe ?

welche Materialien ? Hanf, Steinwolle oder Glaswolle ?

taugt Aufsparrendämmung ? z.B. Selthahn ecotherm (gibt's besseres, preiswerteres)
besser Zwischensparrendämmung mit Unterspannbahn oder was ist von der aufkaschierten Unterspannbahn bei den Selthahn-Platten zu halten ?

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Am besten ist es das Dach nicht auszubauen, wenn es aber unumgägnglich ist sollte ist eine Aufsparrendämmung besser, damit das Tragewerk weiterhin von Luft umspült bleibt und nicht schimmelt.
Jedes Dach wird irgendwann undicht, nur merkt man es bei einem ausgebautem Dach erst wenn das Wasser durch die Dämmung kommt!
Man kann auch mit einer stehenden Luftschicht isolieren und man sollte nicht nur auf den Wärmeschutz sondern vor allem auf den sommerlichen Hitzeschutz achten.

Ich würde den Dachboden mit 15cm Zellulose dämmen.
Dampfserren sind nicht sonderlich empfehlenswert, die Gründe sind zahlreich, aber man macht das so weil der gesamte Dachausbau aus einer Reihen von Fehlern entstanden ist die sich bis zu den Plastikfolien fortgeführt hat.
Besser bist Du dran wenn du es sein läßt. Einen Hobbyraum kannst Du auch unter einem ungedämmten Dach haben (oder Luftschichtisolierung)
Dann machste halt einen Heizstrahler rein für die paar Stunden im Winter.
Wohnraum unterm Dach verlangt nach einer anderen Lösung und die ist bei Altbau oft nicht möglich!

Jens

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Hallo Jens,

danke für den Hinweis - aber ausgebaut wird, dazu ist der Dachrohling nämlich gekauft worden! Dies ist kein Dachboden auf einem Einfamilienhaus, sondern ein kpl. 130m²-Rohling mit 5,50m Firsthöhe auf einem Mehrparteien-Altbau mitten in der Stadt.
Und es gibt doch hunderte von tadellosen Ausbauten, die über Jahrzehnte eben keine Probleme haben, weil fachgerecht ausgeführt.

Zitat:
Wohnraum unterm Dach verlangt nach einer anderen Lösung und die ist bei Altbau oft nicht möglich!

WELCHE wäre das denn ?

Zitat:
...sommerlichen Hitzeschutz achten.

Richtig, sehr wichtiges Thema - und wie lösen?

Zitat:
Dampfsperren sind nicht sonderlich empfehlenswert, ...

Die sind doch zwingend erforderlich, damit aus dem Wohnraum keine Feuchtigkeit in die Dämmung gelangt ?!?

Zitat:
Jedes Dach wird irgendwann undicht, ...

Gibt's dafür nicht Unterspannbahnen ?

Zitat:
...Tragewerk weiterhin von Luft umspült bleibt ...

unser Tragwerk/Dachstuhlbalken sehen halt sehr unansehnlich aus !

Gruß MP

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machtnix
*****
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www.thermodach.de...

Ob das allerdings was ist?Keine Ahnung,will eventuell ein Verwandter von mir machen lassen,da hier die Dämmung von außen angebracht wird.

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Hallo,

wenn ich mein Haus nur eineinhalbgeschossig hätte bauen dürfen dann hätte ich ein Ziegelmassivdach gebaut. Diese Bauweise liefert Wärmeschutz und steuert dem Überhitzen im Sommer entgegen. Eine Folie brauchst Du nicht, da das Ziegelmassivdach seine Feuchtigkeit wieder abgeben kann. Zwar kann auch hier die äußere Dachhaut undicht werden, aber das Regenwasser was in die Ziegelelemente fließt kann auch wieder trockenen, im Gegensatz zu z.B. Steinwolle!

Ja es gibt unterspannbahnen, die auch Deine Isolierung schützen und Deinen Dachstuhl aber: Im inneren das Hauses hast Du einen Dampfdruck der nach außen will, die kleinste undichtheit verhält sich wie ein Loch in einem Luftballon, der ganze Dampfdruck will da durch! Deine Dämmung ist dann futsch!
Schwachpunkte sind die an die Balken getackerten Kunststoffbahnen. Diese werden zwar oft noch mit Klebeband überklebt, aber wie lange halten Klebebänder in einer Feucht-Warmen Umgebung? Vielleicht hat auch Dein Handwerker gerade einen schlechten Tag baut Mist!
Dazu kommt das Holzschädlinge in das Holz eindringen können, z.B. durch die anderen Holzaufleger, oder die Balkenköpfe. Bei ungedämmten Dachstühlen werden die in der Sommersonne gebacken, dadurch schaffen es Schädlinge nicht in dem Gebälk zu überleben! Ist das ganze aber isoliert wird kein Schädling mehr unfähig gemacht!
Als nächstes überlege bitte welche thermische Differenz Dein Balken von innen (+21°C) nach außen (bis 0°C und weniger) aushalten soll und das auf wieviele cm? Wenn das Holz zu arbeiten beginnt, also das bekannte Knacken aus Blockbohlenhäusern wenn die Sonne drauf scheint, dann kommt auch die Folie in Bewegung und kann von ihrer Dichtheit verlieren!

Du siehst der Dachausbau ist mehr als nur Dämmung zwisch die Sparren zu pressen und einzutüten! Ein Bauwerksvertrag sieht nur eine Garantie von 5 Jahren vor, und so lange hält das Ganze bestimmt, sicher auch etwas länger, aber irgendwann, in 10 bis 20 Jahren kannste das Ganze wieder von vorne machen! Dann wird man Dir sagen das war damals Stand der Technik, und der Betrieb der das damals gemacht hat gibt es vielleicht eh nicht mehr.

Wenn Dachstuhl dämmen dann nur Aufsparrendämmung! Von mir aus auch in der billig Version, Hauptsache Deine Balken gehen nicht in die Knie!

Jens

Vielleicht läßt Dein Haus ein Massivdach zu, lass mal die Statik prüfen!

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Benutzer-Profile anzeigen http://www.chaletBelAir.de.vu Antworten mit Zitat
Hallo Jens, die von Dir angesprochenen Probleme hatte ich schon "befürchtet" - aber sollten doch lösbar sein. Massivdach geht wegen Statik nicht!
Aufsparrendämmnung scheint da wohl die sinnigste Lösung - mit PUR muss das ja wohl auch nicht so hoch sein ?!?

@machtnix: Thermodach hört sich spannend an; scheint mir genau das richtige, da die anderen Aufsparrendämmlösungen anscheinend immer von vollgeschalten Dächern ausgehen, oder ist das nicht notwendig ?

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machtnix
*****
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Leider kann ich dir zum Thema Dach dämmen nicht weiterhelfen.
Wie schon erwähnt,habe ich diesen Tip nur von einem Verwandten der mit dem Gedanken spielt sich dieses Thermodachsystem einbauen zu lassen.

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Klingt nicht schlecht, scheint besser zu sein wie die meisten Alternativen.
Ob das mit dem Diffusionsoffen stimmt weis ich nicht! Was noch intressant ist, ist der ökologische Aspekt, wegen Sondermüll, Herstellaufwand, Gesundheitsgefahren usw. Ich habe mir nicht die ganze Seite angeschaut, nur mal reingeschnuppert.
Was passiert wenn doch mal Regenwasser eindringt, zersetzt sich das Zeug dann? Am Besten mal ein so ein Stück mitgehen lassen und ausprobieren! Immer dran denken, Wasser und Dampf sind zwei paar Schuh!

Jens

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oakgast
*****
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Kommentar von "jensi" erstellt am 28.10.2010,22:33
Thema: Dach(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

die Anmerkungen non "Jens der Heizer" scheinen wohldurchdacht zu sein und bringen das Dämmproblem auf den Punkt--> DAMPFDRUCK durch Menschen

grussi.........
Mail an jensi


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Ich glaube nach über 3 Jahren ist das Thema schon durch ...

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