Hallo Volkskuehler,
leider ist es in der Realität nicht so einfach. Ganz besonders nicht bei der Heizungsunterstützung.
Hast Du ein Haus das eine hohe Vorlauftemperatur benötigt wird die Anlage praktisch nichts zur Heizungsunterstüzung beitragen weil die solare Einstrahlung in den Zeiten wo Du heizen must meist nicht ausreicht das nötige Temperaturniveau überhaupt zu erreichen.
Kannst Du eine Niedertemperaturstrategie fahren sieht die Sache viel günstiger aus: die Temperaturen die nötig sind um in das Heizungsystem einzuspeisen werden viel öfter erreicht, das heißt die gleiche Anlage bringt in einem anderen Haus einen viel höheren Nutzen !
Im Vergleich mit anderen Heizungsystemen wird es noch viel schwieriger. Eine ältere Ölheizung die den ganzen Sommer über nur wegen des Brauchwassers anspringt erwärmt doch nicht das Wasser mit 10 KW pro Liter Öl. Die hat in dem Betriebsmodus abenteuerliche Verluste - z.B. müssen bei jedem Start ca. 150 kg Eisen mit erhitzt werden, die nach dem Brennerstopp wieder auskühlen usw...
Die Ersparnis wird wohl wesentlich höher ausfallen als nur Energiebedarf geteilt durch 10 KWh pro Liter Öl.
Diese mißliche Situation führt zu den sehr mißverständlichen, unterschiedlichen Aussagen die auf unterschiedlichen Durchschnittswerten gründen, oft aber mit der realen Situation nicht übereinstimmen (deshalb hat man in den Foren ja so viel Spaß !).
Wenn man belastbare Aussagen machen will muß man tief in die Rahmenbedingungen einsteigen sonst vergleicht man "Äpfel mit Birnen" und redet häufig aneinander vorbei.
Eine Formel qm Kollektor = x Liter Öleinsparung wird es immer nur für bestimmte definierte Bedingungen geben, nicht allgemein gültig.
Gruß
Eric
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