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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Rupert
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Beitragvon Rupert » 01.06.2007 16:56 Uhr

Hallo.

Ich besitze ein altes Haus (BJ 1918, Wiederaufbau 1948), ca. 130qm Wohnfläche, 2 Personenhaushalt.
Das Haus hat dicke Wände, aber bis auf die Thermo-Fenster keine moderne Isolierung.

Wärme und Warmwasser wird bisher über eine 20 Jahre Vaillant-Gas-Heizung mit angeschlossenem 115 Liter Tank erzeugt.
Nun streicht leider die Heizung die Segel und die Investition von voraussichtlichen 650 Euro Reparaturkosten erscheinen mir wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.

Daher habe ich mir von 3 Fachfirmen Angebote für eine neue Heizungsanlage eingeholt. 2 Firmen empfehlen mir eine Brennwertanlage (von Junkers bzw. Vissmann).
Mein ortsansässiger Installateur meinte jedoch, dass sich eine Brennwertanlage bei mir nicht lohnt, da für mein Haus eine zu hohe Vorlauf-Temperatur gefahren werden muss, was den Vorteil der Brennwerttechnik zu nichte macht.
Er empfiehlt mir daher eine konventionelle Anlage (Junkers oder Vaillant) und sagt, die 800 Euro Preisunterschied sollte ich schon mal in den Sparstrumpf für eine besser Dämmung legen.

Mir ist klar, dass mein Haus langfristig eine bessere Isolierung gebrauchen könnte, aber nun ist aus der Not heraus erst mal die Heizung an der Reihe.
Wie seht ihr das, lohnt sich bei mir die Investition in eine Brennwert-Heizung?

Schon einmal Danke für das Lesen und die Hilfe.

R.

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Beitragvon machtnix » 01.06.2007 21:50 Uhr

Der Kollegendepp der dir keine Brennwerttechnik verkaufen wollte,den kannste gleich mal in die Wüste schicken.
Heizwert ist Steinzeit.
Bei der Brennwerttechnik fahre ich zwar nur Temperauren zwischen 60°C-40°C aber das reicht in der Regel locker.
Ich nehme mal an das deine Heizkörper heute wahrscheinlich glühen,so das du sie kaum anfassen kannst.
Aber 22°C Raumtemperaturen bleiben nun mal 22°C Raumtemperatur,nur durch die Brennwerttechnik eben etwas sparsamer.

Für so eine kleine Hütte würde ich dir wohl die Elco Thision 9 einbauen,eventuell die noch die 13er,dann wäre bei mir aber Schluß,denn schließlich willst du ja Energiesparen.
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Beitragvon TheK » 02.06.2007 10:26 Uhr

UNBEDINGT mit Brennwerttechnik! Die Aussage klingt mir nach ziemlichem Käse, auch wenn es nicht GANZ falsch ist, dass hohe Vorlauftemeraturen den Effekt verringern. 800€ Mehrkosten sind jetzt nicht wirklich ein Weltuntergang, zudem das auf 20 Jahre gerechnet noch gerademal 40€ sind (vermutlich irgendwas bei 2% deiner jährlichen Heizkosten?). Gedämmt werden sollte natürlich trotzdem, und das nicht eben wenig. Idr. kannst du bei Häusern aus der Zeit nahezu unendliche Einsparungen erziehen, so Faktor 10 am Ende dürfte drin sein.
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Beitragvon Rupert » 02.06.2007 11:37 Uhr

Danke für Eure Antworten.

Ich tendieren dann wohl auch zur Brennwertanlage, alleine schon wegen des guten Gefühls aktuelle Technik im Einsatz zu haben.
Zu den 800 Euro summiert sich aber lt. Heizungstechniker beim Brennwert noch die die "Kaminsanierung", d.h. Auskleidung des Kamins mit einem Kunststoffrohr (ca. 12 Meter). Der Kamin besitzt bereits eine Metallauskleidung durch den Vorbesitzer.

Was hat es denn mit der Vorlauftemperatur auf sich?
Meine Partnerin hat gerne eine gewisse Wohlfühlwärme im Haus. Das stimmt.
Glühen tuen die Heizung aber nicht, eher im Gegenteil. Wirklich übermäßig heiß werden sie nur sporadisch, für ein paar Minuten.

Eine Elco Thision wurde mir leider nicht Angeboten. Ist vielleicht nicht so bekannt?
Ich habe aber mal versucht, mich auf den Webseiten der genannten Hersteller zu Informieren. Dabei gefällt mir besonders die Regeltechnik und Einstellmöglichkeiten der Vissmann und Vaillant-Geräte. Junkers ist da wohl günstiger, aber nicht ganz so gut. Liege ich da richtig?

Nochmals Danke.
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Beitragvon machtnix » 02.06.2007 14:03 Uhr

Finger weg von Viessman und Vaillant.Diese geräte sind wohl eher etwas für größere Häuser konzipiert.
Die Elco Regelung kann schon extrem viel,wenn du allerdings mher Wert auf Computer Schnick Schnack legst,dann schau dir mal die Weishaupt Geräte an.
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Beitragvon TheK » 02.06.2007 17:18 Uhr

Rupert hat geschrieben:Was hat es denn mit der Vorlauftemperatur auf sich?


Das ist die Temperatur, die das Wasser hat und damit die, die der Heizkörper höchstens haben kann, wenn er voll aufgedreht ist. Mehr Mehrnutzen einer Brennwertheizung ergibt sich aus der Differenz von Vorlauf und Abgastemperatur, daher ist das etwas schlechter, wenn der Vorlauf wärmer ist. Heutzutage wird der Vorlauf idr. abhängig von der Außentemperatur geregelt, dabei sollte (gerade in einem schlecht gedämmten Haus!) ein voll aufgedrehter Heizkörper gerade so in der Lage sein, die gewünschte Temperatur zu liefern.[/quote]

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Beitragvon AK-ausbau » 07.06.2007 16:22 Uhr

machtnix hat folgendes geschrieben:
Für so eine kleine Hütte würde ich dir wohl die Elco Thision 9 einbauen,eventuell die noch die 13er,dann wäre bei mir aber Schluß,denn schließlich willst du ja Energiesparen.



ich frage mich eigentlich, warum immer Thision empfohlen wird, die lt. Elco-Klöckner für Passiv- und Energiesparhäuser ausgewiesen sind, aber doch bei schlecht gedämmten Altbauten in der Max.leistung bei harten Wintern Probleme bekommen dürften! Oder liege ich da falsch?
@machtnix: Energiesparen heisst doch nicht im kalten sitzen !; da kann man ja gleich auf Heizung verzichten und spart voll die Energie, nur nicht, die eigene...
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Beitragvon machtnix » 07.06.2007 18:28 Uhr

Heizungsbauer die immer noch meinen 24kw einbauen zu müssen,gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

Wann brauche ich denn die meiste Leistung?Im Winter,wieviel tage habe ich da unter minus 15°C?Vielleicht 10 Tage.
Dafür brauche ich also 24kW?
Umdenken und Energiesparen ist angesagt.
Außerdem ist mir noch kein Kunden untergekommen der die Hütte vom Keller bis zum Dach immer voll aufgedreht hat.

Desweiteren kann ich die Thision von 9kw auf bis zu 25kW mit einem Umrüstsatz aufmotzen,welche Therme kann das noch?
Modulationsweltmeister und modulares aufbauen der Leistung,das müssen die anderen erstmal nachmachen.
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Beitragvon AK-ausbau » 08.06.2007 20:27 Uhr

machtnix hat im Prinzip ja recht; modulierend und modular ist schon klasse... aber wieviel kostet eigentlich die Nachrüstung ? Ist das so teuer wie ein zweites Gerät ?
Und was passiert eigentlich an den 10 eisekalten Tagen (manchmal gibt's übrigens auch mehr davon). Wie warm wird's dann mit einer Thision 9kW ? :lol:

was ist gegen eine Therme die zwischen 4 und 26kW moduliert zu sagen - warum schlägt da das Herz nicht höher ? :o
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Beitragvon machtnix » 08.06.2007 21:00 Uhr

Der Umrüstsatz der Thision kostet ca.60,00€.

Viessmann will wie immer seine Heizungsjünger für dumm verkaufen.
Am besten nur noch ein Gerät für alles.
Warum haben denn alle anderen Firmen nur geräte von 4-15kW und 7-25kw im Programm?
Weil der Wirkungsgrad da eben erheblich besser ist.Lieber zwei Geräte für die jeweilige Bausituation mit gutem Wirkungsgrad als ein Gerät mit für alles mit schlechtem Wirkungsgrad.

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