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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
gibgas
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Beitragvon gibgas » 13.05.2007 10:34 Uhr

Servus,

gleich mal vorab.
Ich habe keine Ahnung, aber davon reichlich. 2004 schaffte ich einen Kaminofen für unsere Doppelhaushälfte an. Ergebnis:
Erdgaskosten halbiert, trotz steigender Preise. Holz kostet mich nur Schweiß und Arbeit.
Jetzt bezahle ich 900 Okken p. a. für das Vergnügen "Warmwasser".
Ein bisschen Heizen ist auch dabei.
Da bei uns im Allgäu viele Sonnentage für reichlich Energie sorgen ist
Folgendes geplant:

Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.
5 - 7 qm Kollektorfläche auf Nebengebäude, 300l Speicher. Kosten so ca. 3.500.- €.
Zweiter Kaminofen mit Wasserwärmetauscher.
Stilllegung Erdgasheizung.

Vorrangig ist für mich nicht die Rendite.
Sehr interessant finde ich die Informationen des "Solarvereins Trier".
Hat hier jemand Erfahrungen?

Über Eure Hilfestellung würde ich mich sehr freuen.

Michael

n.e.Mo. Schreiber
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Beitragvon n.e.Mo. Schreiber » 14.05.2007 14:13 Uhr

Hallo und einen schönen guten Tag,

erstmal schön, dass Sie ebenfalls sich mit dem Thema Solarthermie beschäftigen und "umsteigen" wollen.

Zu Ihrem Vorhaben: Über eine Solaranlage wird das Brauch- und Heizungswasser mit geheizt, daher wird deren Erwärmung unterstützt. Dies ist im Frühling und Herbst besonders lohnend, da dann der Primärenergieträger geschont wird. Eine komplette Erwärmung des Brauchwassers über das gesamt Jahr ist nur schwierig zu realisieren. Grundlegendes finden Sie hierzu in diesem Artikel: http://www.projekt-nemo.de/content/view/42/25

Um "kalte" Tage abzudecken, planen Sie einen 2. Kaminofen mit Wärmetauscher. Sicherlich wird dieser auch die entsprechende Leistung bringen, doch ist dieser dann auch ständig von Ihnen zu überwachen.

Bisher hat Ihre Gasheizung das für Sie übernommen und ist angesprungen, wenn der Kaminofen nicht ausreichte oder nicht in Betrieb war.

Vielleicht sollten Sie in 2 Richtungen Überlegungen anstellen:
1. Gasheizung beibehalten - als Notversorgung!
2. Der geplante Holzofen sollte weitgehend automatisch betrieben werden können, so das Sie nicht ständig nachlegen müssen.

Zur Konfiguration der Solaranlage ist pauschal und vom Schreibtisch aus wenig zu sagen. Aber ein Fachbetrieb wird eine Anlage sehr sorgfältig auf Ihre Bedingungen abstimmen.

Grüße aus Niedersachsen - dem schönsten Bundesland

Andre Schreiber
gibgas
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Beitragvon gibgas » 14.05.2007 15:36 Uhr

Hallo Herr Schreiber,

vielen Dank für Ihre Antwort und den Link.
Die Gasheizung bleibt natürlich so lange im Standby, bis sich die Wärmeversorgung einspielt. Ich bin erstaunt über die Information, dass die Heizungsunterstützung nur relativ gering ausfällt. Das hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt. Na ja, dann gibt es halt mehr Kollektoren.
Ich denke, mit rd. 12 qm und 500 l WW-Speicher plus Heizungsspeicher müsste es hinhauen. (Wenn es zum Baden nicht reicht gibt es eine Badeofen....)

Die Versorgung des 2. Ofens, der im Winter die Versorgung sicher stellt, ist gewährleistet. Drei Kinder und eine Ehefrau, die nicht frieren wollen.
Und jede Menge Hartholz.
Mir ist es ein Anliegen, mich aus dem Rohstoffpoker, der von Russland bis zu den Stadtwerken gespielt wird, auszusteigen.

Mich wundert, dass hier niemand von Erfahrungen zum Solarverein Trier schreibt. Der Bau eines Kollektors K16 Tinox scheint kein Hexenwerk zu sein.
Auch wenn sich der Bau finanziell mangels Förderung nicht zu lohnen scheint....

Mir würde es helfen, zu erfahren, welche Heizleistung pro qm Kollektor zu erwarten ist. Klar, Richtung, Höhe, Intensität usw. . Ich habe den Anschein, dass hier auch Fachbetriebe regelmässig daneben liegen.
Da ist es doch schön, ein bisschen informiert zu sein. Oder zu wirken.....

Herzlichen Dank!

Michael
machtnix
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Beitragvon machtnix » 14.05.2007 20:34 Uhr

Sobald ein Kaminofen ins Spiel kommt sollte der Pufferspeicher mindestens 800 -1000 Liter haben.
1kW Heizleistung-100 Liter Puffer
Das es sich hier um eine Holzfeurung handelt und man diese nicht mal eben abschalten kann,sollte der Puffer immer ausreichend bemessen sein.
Der Pufferspeicher sollte entweder mit eine FriWa oder einem Edelstahlrohrwendel zur Trinkwasserbereitung ausgestattet sein.

Hier würde ich wohl ca.12m²-16m² Flachkollis oder ca. 8m²-10m² Röhren wählen.
daegwood2001
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Beitragvon daegwood2001 » 25.07.2007 16:43 Uhr

Hallo,

ich habe nach den Anleitungen von dem Solarverein, bei dem ich mitglied war 1996 einen versuchskollektor gebaut. geht ganz gut und ist einfach. aber der wirkungsgrad war nicht berauschend. mit meinen gekauften röhrenkollektoren (habe 2 unterschiedliche anlagen gebaut) habe ich bessere ergebnisse und die sind unwesentlich teuerer. 600 € für 2,8 qm fläche.
da lohnt kein selberbauen mehr. damals waren die einfachen techniken überzeugend, aber im zeitalter der röhre kann ich nicht mehr begreifen, dass leute noch fk#s drauf bauen. ich habe länger und mehr ertrag bei schwierigen dächern als mit fk's.

jetz muss ich nur noch meine regelung selbst bauen. weils keine günstige für EIB anschluss gibt. die das macht was ich möchte.



gruss bernhard
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Beitragvon machtnix » 25.07.2007 17:54 Uhr

Schau dir diese Regelungen an:UVR 1611 von der Technischen Alternative
www.ta.co.at
oder Kieback&Peter:http://www.kieback-peter.de/ der DDC Regler,kostet aber richtig Geld.
Riccius&Sohn: http://www.riccius-sohn.eu/
oder Siemens Logo: http://www.automation.siemens.com/logo/index_00.html

Ich denke mal da könnte was dabei sein.

Viel Erfolg.


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