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Bjorno
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Beitragvon Bjorno » 05.05.2007 20:06 Uhr

Hallo,

wir planen den Neubau eines 1-FH, KFW 40.
Soll ein Massivbau mit WDVS werden, oder alternativ T9 ohne WDVS.

Da für diesen Standard ein Kontrollierte Be/entlüftung zwingend notwendig ist muss also sowas rein. Wird bei uns dezentral sein, denn ich habe von zuvielen Problemen bei den Zentralanlagen gelesen. Ist ausserdem Kopfsache.
Ursprünglich wollte ich einen LW/WP mit FBH und ein Abluft-WP für Brauchwasser installieren.
Da aber bei uns auf jeden Fall ein Kamin ins Wohnzimmer kommt, und das warmwasser jetzt ja nicht soviel Wärme abzieht, wäre der Kamin doch eignetlich Verschwendung, da nur das Wohnzimmer, bzw. Brauchwasser davon profitiert.

Jetzt habe ich von einer Nibe Fighter 600 gelesen, auch dezentral, aber die macht mit der Abluft auch Heizung. Hört sich doch eigentlich gut an, so wäre auch die Abwärme des Kamins optimal genutzt.

Soweit so gut, je mehr ich mich aber über diese Fighter informiere, umso mehr tauchen Probleme auf, Z.B vereist ständig, braucht zuviel Strom, bringt mit ach und Krach 20 Grad, usw....

Bin völlig durcheinander. Wer weiss Rat?
Der Kamin ist indiskutabel, die Leistung ist jedoch variabel, z.B HASE Akaba (2-4KW) oder HASE Modena (4-7KW). Erdwärme ist mir zu teuer, die Bohrungen kosten bei uns in der Pfalz wegen dem felsigen Gestein Unsummen (Siehe mein Nachbar...)

Wie ist Euere Meinung?

Gruss Bjorno

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 05.05.2007 22:33 Uhr

> Da für diesen Standard ein Kontrollierte Be/entlüftung zwingend notwendig ist muss also sowas rein.
Ist nicht zwingend notwendig, erleichtert aber das Erreichen des Standards ungemein und ist ein Komfortgewinn.

>Denn ich habe von zuvielen Problemen bei den Zentralanlagen gelesen.
Gerüchte oder Tatsachenberichte? Es gibt tausende Anlagen die ohne Probleme funktionieren.

> wäre der Kamin doch eignetlich Verschwendung, da nur das Wohnzimmer, bzw. Brauchwasser davon profitiert.
Kommt darauf an wie der Kamin eingebunden ist bzw. wie offen das Haus geplant ist.

> Soweit so gut, je mehr ich mich aber über diese Fighter informiere, umso mehr tauchen Probleme auf, Z.B vereist ständig, braucht zuviel Strom, bringt mit ach und Krach 20 Grad, usw....
Lieg oft daran das es auch in Häusern eingebaut ist bei denen der Wärmeverlust zu hoch ist gegenüber der Leistungsfähigkiet dieser Anlage. Bei einem KfW-40-Haus wäre ich hier auch sehr vorsichtig.

> die Bohrungen kosten bei uns in der Pfalz wegen dem felsigen Gestein Unsummen (Siehe mein Nachbar...)
Jedoch ist Fels ein 1a-Energielieferant und du kannst dir einige Bohrmeter einsparen.
Bjorno
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Beitragvon Bjorno » 06.05.2007 06:45 Uhr

Das EG ist komplett geöffnet, aber es käme keine Wärme vom Kamin ins 1.OG, bzw. DG.
Die Probleme über Zentralanlagen habe ich in diversen Foren gelesen, aber mir ist auch klar, dass hier eher die Leute schreiben, die Probleme haben.
Trotzdem macht mir das schon ein bischen Angst.
Auf der anderen Seite spielt natürlich auch der Preis und Aufwand eine Rolle.
Ich dachte eigentlich, die Nibe Fighter wäre geradezu prädestiniert für KFW40. Ist wohl eher für Passivhausstandard...

Gruss Bjorno
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Beitragvon bernhard geyer » 06.05.2007 07:23 Uhr

Bjorno hat geschrieben:Das EG ist komplett geöffnet, aber es käme keine Wärme vom Kamin ins 1.OG, bzw. DG.

Da vermutlich im OG Schlafzimmer sind ist hier der Wärmebedarf nicht so riesig. Das Bad läuft eh höher Temeriert das es nicht per Luft erwärmt werden kann.

Bjorno hat geschrieben:Ich dachte eigentlich, die Nibe Fighter wäre geradezu prädestiniert für KFW40. Ist wohl eher für Passivhausstandard...

Als Zusatzheizung: Ja. Als alleinige Heizung ist es oft zu klein.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 06.05.2007 20:22 Uhr

Unter http://www.energie-effizientes-haus.de und
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/sitemap.html
haben wir ausführliche Informationen zum Thema Energiesparhaus KfW 40 mit Lüftung, Luft-/Wasser-Wärmepumpe zusammengestellt. Der Einsatz einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist sehr von den Rahmenbdingungen abhängig. Entscheidungsgrundlage ist ein insgesamt niedriger Energiebedarf.

Wir favorisieren eine Ausführung als Fertighaus in Holzrahmenbauweise mit sehr niedrigem Wärmebedarf.
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Screenshot_-_Energieverbrauch_THZ_303.gif[/img]
Die Integration eines wassergeführten Holzofens mit raumluftunabhängigen Betrieb ist aus unserer Sicht zu empfehlen. Über den erforderlichen Pufferspeicher können auch zusätzlich Solarerträge abgespeichert werden.


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 26.10.2007 13:47, insgesamt 2-mal geändert.
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http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
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Beitragvon Bjorno » 07.05.2007 08:26 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Wir favorisieren eine Ausführung als Fertighaus in Holzrahmenbauweise mit sehr niedrigem Wärmebedarf.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unter_3_euro_pro_m2_jahr.html

Die Integration eines wassergeführten Holzofens mit raumluftunabhängigen Betrieb ist aus unserer Sicht zu empfehlen. Über den erforderlichen Pufferspeicher können auch zusätzlich Solarerträge abgespeichert werden.


Gruß

Thomas Heufers


Holzrahmenbauweise mag niedriger Wärmebedarf haben, aber keinerlei Möglichkeit der Wärmespeicherung.
Wir wohnen zur Zeit in einem Fertighaus (Holzständer) und haben in der Tat sehr geringe Heizkosten. Jedoch kriegen wir im Sommer die Hitze nicht merh aus dem Haus, wenn sie mal drin ist.
Bei meinen Eltern (Massivhaus, Ziegel) herrscht das ganze Jahr ein besseres Raumklima, daher die nicht mehr zu beeinflussende Entscheidung pro Massivhaus (Ziegel oder Liapor).

Gruss Bjorno


Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.05.2007 14:42 Uhr

Hallo Bjorno!

Wärmespeicherung in der Gebäudehülle ist mit thermischer Trägheit verbunden, das ist eigentlich sehr unökonomisch. Besser ist es doch, wenn man die Wärme im Gebäude nicht entweichen lässt. Das lässt sich doch mit einem gut isolierten Gebäude bestens umsetzen. Diese Erfahrung ist Dir doch als Bewohner eines Holzfertighauses bekannt. Bestenfalls Holzrahmenbau immer als wasserdampfdurchlässige Konstruktion.
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Wandauf-hinterlfueftet-ep24.gif[/img]

Ein Holzhaus bietet bei guter Planung (mechanische und konstruktive Verschattung) und richtigem Materialeinsatz (Verbesserung der Phasenverschiebung mit Holzweicherfaserplatten, hinterlüftete Fassade) einen besseren sommerlichen Wärmeschutz und auch einen besseren Schallschutz. http://www.energie-effizientes-haus.de/html/sitemap.html

Die Schlafräume im Dachgeschoss sind doch in der Regel bei Massivbauten ohne besondere Amplitudendämpfung ausgeführt.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unsere_leistungen.html#Phasenverschiebung
Aus Kostengründen wird doch unter den Dachpfannen eine Folie verbaut, für den sommerlichen Schutz gegen Überhitzung im Dachgeschoss sollte aber eine winddichte Weichfaserplatte (Nut- und Federverlegung) als thermischer Schutz eingebaut werden. Diese Art der Phasenverschiebung ist für jede Bauweise empfehlenswert.

Wenn man nun unbedingt massiv bauen will, dann sollte man die Wärmebrücken im Fußpunkt gegenüber der kälteführenden Konstruktion mit Dämmsteinen verhindern. http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unsere_leistungen.html#Waermebrueckenstein



Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 26.10.2007 13:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon machtnix » 07.05.2007 19:12 Uhr

Massivhaus ist gut.
Für die kontrollierte Wohnraumlüftung nimmst du das System von www.enev-air.de somit kannst du die Rohrleitungen komplett in der Betondecke verschwinden lassen und hast somit später keine störenden Lüftungsrohre auf der Rohbetondecke.
Dann hast wunderbare Deckenauslässe welches in meinen Augen sowieso die beste Luftumwälzung bringt.

Als Wärmepumpe nimmst du am besten eine Direktverdampfer WP z.B. von www.sofath.com hier brauchst du auch nur ca. 100%-120% der Wohnfläche für den Erdkollektor.

Kaminofen empfehle ich immer www.wertstein.de. gut und bezahlbar.

800 Liter Puffer mit Trinkwasser im Durchlaufprinzip.
Kamin unten im Puffer anschließen die WP oben.Falls eventuell Solar gewünscht kann dies jederzeit auf den vorhandenen Wärmetauscher angeschlossen werden.
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Beitragvon Bjorno » 07.05.2007 21:05 Uhr

Dachte an aussenaufgestelle Luft-Wasser WP von Alpha Innotec und Abluftwärmepumpe von Dimplex im HWR.

Gibts da Erfahrungen mit?

Gruss Bjorno

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