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kingkongkuh
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Beitragvon kingkongkuh » 20.04.2007 09:24 Uhr

:? Wer kann uns helfen??
Wir beginnen im Juni unseren Bau und wolllen auf jeden Fall eine Wärmepumpentechnologie für unser Häuschen. Zuerst waren wir überzeugt von einer Sole/Wasser Wärmepumpe, allerdings wurde diese Entscheidung immer fragwürdiger, da die Kosten für die Bohrung unser Budget ziemlich belasten würden.
Es wurde uns von Fachhändlern verstärkt zu einer Luft Wärmepumpe, die man einfach im Haus oder auf dem Außengelände aufstellen kann geraten. Aber viele Leute warnen dabei vor horrenden Stromrechnungen vor allem im Winter, wenn die Temeperatur der Außenluft unter Null Grad fällt.
Nun, die Zeit drängt, eine Entscheidung muss her... Wer kann uns helfen? Wer hat Erfahrungen mit den beiden Technologien und v.a. wer hat Erfahrungen bezüglich der Stromkosten, die eine4 Luft-Wärmepumpe verursachen kann?

Auf Antwort freut sich,
kingkongkuh. :D

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.04.2007 10:47 Uhr

Hallo!

Da du nichts Konkretes über deine Baukörper gesagt hast, nenn doch bitte 'mal ein paar Eckdaten (Jahresprimärenergiebedarf, etc.).

Grundsätzlich ist ein geringer Energiebedarf des Gebäudes eine Voraussetzung für den Einsatz der Wärmepumpe.
Wenn die Gebäudeplanung gut ist und das Heizungssystem darauf ausgerichtet ist, dann kann man einen sehr sparsamen Energieverbrauch des Gebäudes erreichen. >> http://www.energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Screenshot_-_Energieverbrauch_THZ_303.gif[/img]
Die eingesetzte Technik ist hier beschrieben. >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/niedrigstenergietechnik.html


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon Waage249 » 23.04.2007 15:38 Uhr

Hallo

ich glaube das das Geld für die Bohrung gut investiert ist. Geh mal von folgenden Daten aus.

120 m² Haus heutiger Standart 8 KW Heizleistung reduziert um die El. Leistungsaufnahme (ca. 1,8 KW) ergibt eine Entnahmeleistung durch die Erdsonde von 6,2 KW Entnahmeleistung 50W/m wird dei Bohrung um die 6000,€uros kosten. rechne dann den Öl oder Gastank und den Schornstein dagegen.
Damit hast du eine gleichbleibende Leistungszahl egal ob -2 oder -20 °C

Gruß
Walter
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Beitragvon roro » 23.04.2007 16:44 Uhr

Ich bin vor einiger Zeit vor der selben Entscheidung gestanden und habe mich für eine LWP entschieden.

180 qm inkl WW für 4 Personen mit einen durchschnittl. Jahresstromverbrauch von 3000 kWh ergibt eine "errechnete" JAZ von ca. 3,5. Wenn ich jetzt eine Sole-WP hätte mit einer JAZ von 4,5 würde ich pro Jahr 2333 kWh benötigen (also 667 kWh Ersparnis)

Das wären beim meinem (recht teuren CO2 freien Strompreis) 120 EUR pro Jahr. Ich hoffe, dass ich den Zeitpunkt noch erleben werde, dass meine LWP mehr am Kosten verursacht hat, als wenn ich eine Sole-WP gebaut hätte, aber dann werde ich schon sehr alt sein.


BTW: Es hat bei uns auch (zwar nicht heuer) Temperaturen von -15 bis -20 Grad, aber nach 2 Jahren steht mein Heizstabzähler immer noch bei 150 Stunden. Und davon wurden aber 100 Stunden bei der Estrichausheizung benötigt.

Also, wenn nicht extrem Bedingungen vorherschen, dann spricht nichts gegen den Einsatz einer LWP.
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Beitragvon Mueppi » 26.04.2007 20:20 Uhr

Die Argumentation von roro kann ich nur unterstützen. Aber mit Zahlen noch nicht untermauern, da unsere Anlage (GLMW14 LWP von Fa. Ochsner) erst seit 8 Tagen läuft.

Der Entscheidungsweg war bei mir der gleiche:
- Zunächst maximaler Arbeitszahl - also Erdsonde.
- Wasser-Wasser geht nicht, da Grundwasser zu tief.
- Erdkollektor geht nicht, da Garten zu klein.

- Doch wegen der größeren Anschaffungskosten glaube ich ebenfalls, dass die LWP auch langfristig das günstigere Heizsystem ist.

Gruß
René
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Beitragvon Shark » 27.04.2007 08:24 Uhr

und wenn man sich vor Augen hält, daß das Klima bei uns sowieso immer wärmer wird (siehe diesen "Winter"), ist die LWP sicher eine sehr gute Wahl.

Grüße
Shark

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Beitragvon jojo40 » 27.04.2007 21:16 Uhr

auf Grund der Jahreszahlen sieht man den Unterschied, aber es sind nicht nur die errechneten 120 €, eine Luft/Wärmepumpe benötigt neue Filter, neue Anstriche, eine Wartung, ist unschön anzusehen und wer mal nachts vor einem offenen Fenster ein Radio mit nur 20 db aufstellt wird es hören. Und diese 20 db sind der optimale Wert, eine geringe Vibration durch verstopfte Filter, lose Schraueben, etc. erhöhen den Geräuschpegel beträchtlich.

Eine Bohrung ist deutlich teuerer, aber sie ist für Generationen gebaut, hat bei jeder Witterung den gleichen Wirkungsgrad, und hat einen großen Vorteil,
die Passiv-Kühlung kostet fast nichts ...

KÜHLUNG, bei einer Luft Wärmepumpe nur mit viel Energie zu kaufen ...

Wer wird da noch fragen haben ??

Und nicht zu vergessen, natürlich kommt die Empfehlung einer Luft Wärme von den meisten Heizungsbauern --- denn daran verdienen sie doppelt ...
da sie die Anlage komplett instalieren können.

Gruß Jo
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Beitragvon transformer » 27.04.2007 22:12 Uhr

Tja kingkonkuh,

es kommt wie immer darauf an:

Wo Dein Haus wohnt, je milder das Klima, desto besser die Luft-WP.
Ob Dein Grundstück für einen energetisch besseren Kollektor mit Direktverdampfung Platz hat.
Oder vielleicht Grundwasser in geeigneter Qualität und Menge verfügbar wäre.

Du könntest Antworten bei http://www.klima-innovativ.de bekommen. Fragen genügt.[/url]
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 30.04.2007 10:40 Uhr

Je niedriger der Energiebedarf des Hauses ist, desto sinnvoller ist der Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Dafür sprechen niedrige Betriebskosten und geringe Investitionen.

Bei höherem Energiebedarf ist natürlich von der Luft-/Wasser-Wärmepumpe klar abzuraten.

Mich interessieren natürlich auch Verbrauchswerte von Wasser/-Wasser-Wärmepumpen bei einem Energiesparhaus KfW 40.
Ich bitte Betreiber solcher Anlagen um Übermittlung Ihrer Werte.

Meine Verbrauchsstatistik und die Einstellungsparameter etc. können unter
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/sitemap.html
nachgeschlagen werden.


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon riedel2 » 02.05.2007 08:29 Uhr

Hallo Experten,

ich möchte nochmal kurz folgenden Kommentar von jojo40 aufnehmen:

die Passiv-Kühlung kostet fast nichts ...


Wenn ich doch eine Luft/Wasser Wärmepumpe mit einem Erdwärmetauscher kombiniere, d.h. mit zentraler Be- und Entlüftung mit Kreuzstromwärmetauscher, erhalte ich damit im Sommer nicht auch eine Kühlwirkung durch die vorgekühlte Ansaugluft?

Es gibt doch auch LWP kombiniert mit einer Lüftungszentrale, welche die Abluftwärme auch für Heizung zur Verfügung stellt.

Ist eine solche Kombination mit Erdwärmetauscher effektiv in Bezug auf Passivkühlung?

Hat jemand Erfahrungswerte?

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