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mr-sansibar
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Beitragvon mr-sansibar » 04.04.2007 11:01 Uhr

Hallo!
Ich habe letztens Jahr September eine Solaranlage für Warmwasseraufbereitung installieren lassen.
Jetzt wo das Wetter wieder warm wird, zeigt die Kollektortemperaur ca. 130 °C an. Aber gerade bei diesen hohen Temperaturen zeigt mein Solar-Speicherregler auf dem Display eine Fehlermeldung. Laut Handbuch wird die Fehlermeldung so beschrieben:

"Durchschnitttemperatur zwischen Kollektortemperatur/-fühler (TKO) und Warmwassertemperatur/-fühler unten (TBU), Puffertemperatur (TPU), oder Kollektorrücklauftemperatur/-fühler (TKR) länger als 15 min. > 50K."

Kann es sein, dass die Feinsicherung defekt, Pumpe defekt, Luft in der Anlage oder Fühler defekt ist ! (Laut Handbuch)

Ich bedanke mich für Eure Hilfe !!!

Manfred Müller

hubert-nosmas
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Beitragvon hubert-nosmas » 04.04.2007 12:58 Uhr

hallo mr-sansibar,

in der Meldung sollte es wohl Differenztemperatur und nicht Durchschnittstemperatur lauten, oder?

Störungsgründe können aber sein:
-----------------------------------------
1. Fühler am Kollektor:
Der scheint aber vermutlich i.O. zu sein, da die Anzeige ja einen sinnvollen Wert anzeigt. Beobachte doch den Wert einmal am Abend, wenn die Sonne nicht mehr scheint.
2. Fühler im Speicher:
Was zeigt das Display für diesen Fühler? Entspricht der Wert der Wassertemperatur? Den Fühler kann man sehr einfach testen. Zieh den Fühler doch mal vorsichtig aus der Hülse. Der Wert im Display sollte dann der Umgebungstemperatur entsprechen.
3. Pumpe:
Hier vermute ich den Fehler. Die Pumpe wird vermutlich festsitzen, da sie über den Winter nicht benutzt wurde. Schalte bitte einmal die Anlage AUS !!! Entferne dann die Schraube vorne am Pumpengehäuse mit einem großen Schlitzschraubenzieher. Jetzt wird ein wenig Wasser austreten, das ist auch ganz normal. Versuche dann mit einem kleineren Schraubenzieher die nun sichtbare Welle in der Mitte zu drehen. Ist die Welle problemlos drehbar, dann saß die Pumpe nicht fest, dann bleibt nur noch die Steuerung als Fehlerquelle. Wenn die Welle erst mit ein wenig Kraftaufwand drehbar ist und sich dann aber leicht drehen lässt, dann hat die Pumpe über den Winter festgesessen.

Tip für den nächsten Winter: Ca. 1 mal in der Woche die Testschaltung an der Steuerung benutzen um die Pumpe kurz einzuschalten damit sie sich dreht. Die meisten Steuerungen haben so eine Testschaltung. Falls nicht, lass dir von einem Fachmann einen Taster montieren, der bei Betätigung die Pumpe einschaltet.

MfG
Hubert
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Beitragvon mr-sansibar » 04.04.2007 13:37 Uhr

Vielen Dank Hubert !

Zu 1:
Der Kollektor meldet sinnvolle Temperaturwerte auch am abend, daran sollte es nicht liegen.

Zu 2:
Es sind zwei Fühler montiert am Speicher, ich weiss jetzt nicht welchen Fühler ich raus nehmen soll. Der eine Fühler wird im Handbuch so beschrieben TPU (Puffertemperatur/-fühler), der sitzt weiter oben im Speicher und TKR (Kollektorrücklauftemperatur/-fühler), der sitzt unten im Speicher.

Zu 3:
habe es gemacht wie du es beschrieben hattest, und die welle hat sich sehr leicht gedreht, also hat es an der pumpe nicht gelegen oder ???

Laut Handbuch steht auch, dass ich es die Solaranlage entlüften muss. Meinst du es kann daran liegen ?

ansonsten, muss ich den Installateur rufen, aber den kann ich nicht erreichen.
Arno
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Beitragvon Arno » 04.04.2007 16:22 Uhr

Hallo mr-sansibar,

hatte an der eigenen Anlage letztes Jahr ein ähnliches Problem. Durch einen defekten Zwangsentlüfter ist Solarflüssigkeit ausgetreten und es bildete sich ein Gasblas im oberen Kollektorbereich. Dadurch bricht die Zirkulation zusammen. Druck im Solarkreis prüfen. Wenn optischer Strömungswächter vorhanden, durch ein und ausschalten die Umwälzung kontrollieren.

Übrigens war im Anschluß mein Ausfühler defekt zeigte auch 130-140 °C an obwohl es nur ~ 40-50°C waren.
Gruß Arno

Jede Sorge, Freund, vermeide, jedes Weh sollst du verachten. Sieh die Lämmer auf der Weide: sie sind fröhlich vor dem Schlachten. Ahnst du nicht, wie dumm es wär, wären sie´s erst hinterher. Heinz Erhardt
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Beitragvon mr-sansibar » 04.04.2007 20:39 Uhr

Vielen Dank für die Info !
Also habe soeben mit meinem Installateur gesprochen, und er meint ich sollte die Entlüftung vornehmen und nicht er.
Ich finde das ist nicht ganz korrekt von Ihm.

Wie sollte ich jetzt vorgehen, falls ich die Anlage entlüften sollte ? Soll ich es selber machen oder durch ein Fachmann ? Und wo wird die Anlage entlüftet ?

Grüße, Manfred
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Beitragvon hubert-nosmas » 04.04.2007 20:57 Uhr

Hallo,

nimm es nicht persönlich aber wenn du von der Entlüftung keine Ahnung hast, dann lass es einen Fachmann machen. Zum Entlüften gehört es auch, den Druck der Anlage zu kennen und ggf. wieder aufzufüllen.

Ich muß aber noch mal an die Pumpe erinnern. Läuft die denn überhaupt? Prüfe doch jetzt mal mit der Testschaltung, ob die Pumpe anläuft. Das die Pumpe läuft, kann man hören, zumindest wenn man das Ohr an die Pumpe legt.
Oder dreh sie mal von Hand, wenn die Wartungsschraube abgedreht ist und die Anlage ausgeschaltet ist.

Es mag ja sein, das PV-Anlage hin und wieder entlüftet werden müssen aber warum soll sich denn die Luft / das Gas gerade über den Winter gebildet haben?
Ich betreibe meine Anlage seit 1992 und habe noch nie entlüftet. Der Druck beträgt kalt 2 bar und warm max. 3,5 bar. Alle drei Jahre messe ich den Frostschutz, der z.Zt. immer noch bei - 20° steht. In der ganzen Zeit hat nun viermal nach dem Winter die Pumpe festgesessen. Mit öffnen der Wartungsschraube und einem kleinen Dreh läuft sie dann aber wieder.

Viel Erfolg und lass von dir hören
Hubert

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Beitragvon mr-sansibar » 04.04.2007 21:14 Uhr

Nein, ich nehme es nicht persönlich. Bin auf jeden Fall für jeden Tip dankbar !
Habe die Pumpe so wie du unter 3 beschrieben hast gemacht. und die pumpe scheint zu laufen, habe mein Ohr dran gehalten...

Der Installateur will nicht kommen, er meint das wäre meine Aufgabe die Entlüftung durch zuführen.

ich muss noch erwähnen, dass die Anlage bis vor einer Woche noch gelaufen ist, aber seit den etwas höhereren Temperaturen, wo die Kollektoren 130 °C anzeigen, entstanden dieses Phänomen . Die Anlage ist gerade mal halbes Jahr alt.


Grüße, Manfred
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Beitragvon hubert-nosmas » 04.04.2007 21:58 Uhr

OK, dann mag es an dem Luftproblem liegen. Ich möchte dir hier nur ganz vorsichtig die Tipps zum Entlüften geben. Vermutlich werden gleich sofort alle Heizungsbauer auf mich einschlagen.

Da die Anlage z.Zt. kalt ist, schau die doch mal das Manometer (Druckanzeige) der Anlage an. Der Druck sollte ca. 2 bar +/- 0,5 betragen.

Die Anlage wird am höchsten Punkt ( auf oder unter dem Dach ein Entlüftungsventil haben. Dieses Ventil vorsichtig öffnen. Aber vorsichtig, nicht wenn die Anlage heiß ist und zur Sicherheit einen Lappen um die Öffnung legen, damit es nicht spritzt. Die Flüssigkeit in der Anlage ist KEIN Wasser. Wenn also Luft (bzw.Gas) in der Anlage ist, sollte es zischen, bis das Gas entwichen ist. dann sollte die Flüssigkeit kommen. Jetzt die Entlüftung wieder absperren. Sollte der Druck am Manometer noch über ca 1,5 bar anzeigen, ist alles i.O. Ist der Druck wesentlich geringer, so muß wieder die Anlage nachgefüllt werden. Aber wie gesagt, nicht mit Wasser. ( Obwohl es auch unter den Heizungsbauern Experten gibt, die mit Wasser nachfüllen). Hierzu wirst du dann wohl einen Fachmann benötigen. Aber den Heizungsbauer würde ich wechseln.

In der Hoffnung, nun nicht den Zorn der gesamten Innung auf mich geladen zu haben, wünsche ich die viel Erfolg.

Gruß
Hubert
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Beitragvon mr-sansibar » 04.04.2007 22:41 Uhr

Vielen Dank Hubert !
Die Anlage hat jetzt Uhrzeit: 23:31 einen Druck von 0,5 Bar ! aber heute mittag, als die sonne noch schien, hatte die Anlage 2,5 bar !
Hängt das von der Kollektortemperatur zusammen ?

Morgen mittag werde ich die Sache angehen, aber wie fülle ich wieder die Anlage, muss es ein Fachmann machen.

Eine letzte Sache noch, wieso machst es eigentlich nicht der Monteur, er hat es schließlich im Winter eingebaut ? Korrekterweise sollte er mal vorbei kommen.

Grüße, Manfred
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Beitragvon hubert-nosmas » 05.04.2007 00:27 Uhr

Hallo Manfred,


Der Druck von 0,5 Bar ist zu wenig, um nur zu entlüften. Die Anlage muß wieder nachgefüllt werden. Das ist zwar nur eine geringe Mengen, aber die fehlt hier nun mal. Bei mir wurde die Flüssigkeit mit einer Handpumpe in das System gepumpt.

Rede mal mit dem Installateur und sage ihm auch, das der Druck nur auf 0,5 bar steht.
In wie weit er dass im Rahmen der Gewährleistung machen muss, kann ich nicht sagen. Es macht auch keinen Sinn mit dem Installatuer diesbezüglich einen Streit anzufangen, dann dann wird die Arbeit nicht mehr vernünftig gemacht. Der Aufwand zum Nachfüllen sollte ca. 1/2 Stunde zzgl. der Flüssigkeit betragen, sollte also kein großes Problem werden.

Ich möchte mal hier im Forum in die große Runde fragen:
1. Der Druckverlust über den ersten Winter scheint mir nicht normal. Gibt hierzu andere Meinungen?
2. Wie sieht es mit der Gewährleistung bzgl. des Problems aus?

In der Hoffnung, dass sich in diesem Forum nicht nur ideologische Experten sondern auch Handwerker aufhalten, bitte ich mal um Unterstützung für Manfred.

MfG
Hubert

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