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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Ermittlung der erforderlichen Entzugsleistung

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Von meinem Anlagenbauer, der Firma Dudda Energiesysteme, Schwaan, wurde die für meine Wärmepumpe erforderliche Entzugsleistung wie folgt schriftlich ermittelt:
Leistungsdaten der Wärmepumpe: B0/W35 → 1,7kW/6,8kW.
Also (nach Anlagenbauer) bei 6,8kW Leistungsabgabe und einem notwendiger Strom von 1,7kW ergibt sich eine benötigte Entzugsleistung von (6,8kW -1,7kW) = 5,1kW.
Der Hersteller der Wärmepumpe, die Firma Waterkotte, nennt aber für die ausgewählte Wärmepumpe (5007.4) eine entsprechende Entzugsleistung von 8kW.
Einer muss falsch rechnen.
Wie wird die erforderliche Entzugsleistung ermittelt? Gibt es irgendwo Veröffentlichungen, in denen man nachlesen kann? Wohlgemerkt, es geht hier nicht um die Bestimmung der erforderlichen Sondenlänge, sondern um den Schritt davor, nämlich zunächst einmal den Bedarf zu ermitteln.
Gruß Wilhelm

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machtnix
*****
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Normalerweise ist die Entzugsleistung:Heizleistung minus elektrische Aufnahmeleistung.
Aber wer baut sich denn noch Waterkotte ein?

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fdl1409
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Hallo,

in einem mir vorliegenden etwas älteren Prospekt stehen die Angaben so wie die Firma angibt ( 1,7/6,8 ) bei Sole/Wasser, also Kälteleistung 5,1 kW. Bei Betrieb der gleichen Anlage als Wasser/Wasser-Anlage steigt die Leistung auf 1,7/8,7 und eine Entzugsleistung von 7 kW.
Woher hast du die 8 kW??

Bist du ganz sicher daß du diese Pumpe kaufen willst??? Das Ding hat grauenhaft schlechte Werte. Ein COP von nur 4,0 bei B0/W35, viel schlechtere gibt der Markt nicht her. Dazu eine Sole- und Umwälzpumpe mit je 90 Watt, da wirst du kaum eine Arbeitszahl wesentlich über 3 erreichen. Da könntest du auch gleich eine Luftpumpe nehmen.
Eigentlich eine Frechheit daß Waterkotte dann eine Jahresarbeitszahl von 4,8 für "Waterkotte System-Dimensionierung" angibt. Würde dir raten das schriftlich garantieren zu lassen, damit du was in der Hand hast für den Prozess...

MFG
Frank

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Hallo Frank,
die Ai1 wurde bei mir im Oktober 2003 installiert. Im Prospekt Ausgabe 08/03 steht unter „Die Wärmequelle „ und weiter unter „Bedarf an Sondenmetern „bei einem Ansatz von ca. 80W je Sondenmeter für die 5007.4 ein Bedarf von 100m. Bei mir ergeben 100 mal 80 die genannten 8kW.
Für die Vorbereitung einer Klage gegen den Anlagenbauer wegen der Kosten für Ersatzvornahmen durch eine andere Firma wollte ich sicher gehen, dass die Berechnung in Ordnung ist. Sonst hätte ich diesen Punkt vom Anwalt mit aufnehmen lassen.
Ersatzvornahmen waren notwendig: es war kein Schacht gebaut worden, die Anbindung war zugeschüttet, statt der Verteiler wurden lediglich in eine Strömungsrichtung Kugelabsperrventile eingebaut, es wurden Schraubverbindungen eingesetzt, eine Schraubverbindung war undicht, Abdrückprotokolle wurden trotz mehrfacher Fristsetzung nicht ausgehändigt, von den 4 Absperrventilen waren drei geschlossen, so dass der Wärmepumpe drei Jahre lang nur ¼ der projektierten Entzugsleistung zur Verfügung stand, drei Sonden hatten keinen Frostschutz.

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fdl1409
*****
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Hallo Wilhelm,

oh, dann ist der Schaden also schon passiert... Hab ich mit meiner Formulierung ins Schwarze getroffen.

Diese pauschale Aussage 80 Watt je Sondenmeter kann man so überhaupt nicht treffen. Die Bandbreite geht von 20 ( trockener Sandboden ) bis 100 ( Boden mit starkem Grundwasserfluß ). Eine allgemeine Angabe kann höchstens als grobe Richtschnur dienen.

Die Formulierung 80 Watt je Sondenmeter ist zwiespältig. Meinen die jetzt 80 Watt Heizleistung oder 80 Watt Kälteleistung? Ersteres wären auf die Sonde bezogen immer noch überdurchschnittliche 60 Watt. Denke die werden sich bei diesem Punkt herausreden daß bei dieser fabelhaften "Waterkotte System Dimensionierung" die Soletemperatur in der Regel über 0° und die Vorlauftemperatur unter 35° liegt und die WP deshalb statt der 6,8 kW am Normpunkt 8 kW Leistung erreicht. So würde ich es an deren Stelle machen. Schwer zu widerlegen. Hast du irgend etwas auf der Rechnung, wo man die Entzugsleistung, Bohrtiefe oder irgendwelche Fakten entnehmen kann?

Wieviel ist denn bei dir wirklich gebohrt worden? Und wie hast du mit nur 1 Sonde das Haus warm bekommen? Die Anlage muß vorwiegend über den Heizstab gelaufen sein. Hoffe daß nach den Nachbesserungen jetzt wenigstens alles gut läuft bei dir - soweit eine Waterkotte eben gut laufen kann.

Hoffe die Zuständigkeit ist wenigstens klar. Die Sonden werden meist von beauftragten Bohrfirmen erstellt. Wenn die von Waterkotte als Subunternehmer angeheuert war hast du bessere Chancen als wenn die Firma in deinem Auftrag gebohrt hätte. Die werden aber Verträge haben in denen Waterkotte jegliche Haftung für fehlerhaft erstellte Wärmequellen von sich abwälzt. Gibt es das Bohrunternehmen noch?
Was da bei dir passiert ist kann man nur als grobe Schlamperei bezeichnen.

Wärmepumpe ist so eine tolle Technik. Schade wenn manche mit guter Absicht viel Geld für eine vermeintlich zukunftsweisende Technik investieren und dann derart schlechte Erfahrungen machen. Der Gesetzgeber sollte hier verbindliche Standards festlegen. Der Endkunde kann in der Regel gar nicht beurteilen was er da montiert bekommt, sonst würden solche Firmen schnell vom Markt verschwinden.

Halt uns mal auf dem Laufenden, hier im Forum gibt es öfters Leute mit Problemen gerade bei den Sonden; für die wird es interessant sein die Sache zu verfolgen.

MFG
Frank

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machtnix
*****
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War es vielleicht Terramex?
Die bohren manchmal einfach zu wenig,ist aber bekannt.

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Um klarzustellen: diese Schlamperei ist nicht Sache der Firma Waterkotte und auch nicht eine Sache des Bohrunternehmens, sondern ausschließlich eine Sache des Anlagenbauers. Das Bohrunternehmen war als Subunternehmer für den Anlagenbauer tätig und hat ordnungsgemäß wie vereinbart 2 mal 60m gebohrt. Leistung der Bohrungen 6,5kW. Die Anbindung der Sonden an die Wärmepumpe wurde vom Anlagenbauer mit allen aufgezeigten Mängeln erstellt.
Bei allem habe ich noch das „Glück“ gehabt, dass die Anlage auch noch undicht war. Nur deshalb wurde die Anbindung frei gelegt und festgestellt, dass drei Jahre lang nur eine Sonde in Betrieb war. Ansonsten wäre die Anlage zeitlebens mit nur einer Sonde gefahren worden. Als Bauherr hat man keine Vergleichsmöglichkeiten. Und der Stromlieferant hätte sich weiterhin über die exorbitant hohen Stromlieferungen gefreut.

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