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Tachy
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Beitragvon Tachy » 25.03.2007 10:11 Uhr

Es ist so weit!!!

0 auf 100 km/h: 4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Reichweite: 400km
Akkutechnologie: LiIon-Akku (mit "nur" 0,12 kWh/kg)

http://www.teslamotors.com/

Hier die Beschreibung des Akkus: 56 kWh in 450 kg, entspricht 8 l Benzin:

http://www.teslamotors.com/display_data/TeslaRoadsterBatterySystem.pdf

Wenn man bedenkt, dass dies nur der Anfang ist und mit zukünftigen Akkus weitaus effektiver Energie gespeichert werden kann: Verbrennungsmotor? Schrott!

Die Automobilindustrie täte gut daran, jetzt langsam nachzuziehen und den Hybridmist ad acta zu legen ;)

rap
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Beitragvon rap » 25.03.2007 19:48 Uhr

Was den "Hybridmist" betrifft stimme ich zu. Das bringt wohl hauptsächlich in der Stadt was zu Lasten der Kosten und mit hoher Komplexität.
Die Zukunft fährt elektrisch.

Eine wirklich gute Lösung muß einfach sein.

Der beste "Treibstoff" wäre Aluminium.
Aluminium wird hauptsächlich elektrolytisch unter Einsatz, im für uns interessanten Herstellungsschritt, von 14.000 kWh/Tonne gewonnen.

Wenn man Reinaluminium wieder verstromt (hab ich hier im Becherglas zuhause schon gemacht... bin kein Chemiker) kriegt man ca 60% der elektrischen Energie wieder raus die man bei der Herstellung mittels Elektrolyse reingesteckt hat.

Wenn man jetzt also Aluminium mittels Solarenergie gewinnen würde (zB Aufwindkraftwerke in heißen Gegenden) könnte man so umweltfreundliche Energie quasi speichern und transportieren.

Als elektrischer "Brennstoff" für E-Autos eingesetzt würden 10kg Aluminium 40 Liter Benzin ersetzen (übern ganz dicken Daumen!). Geht natürlich nur durch den wesentlich besseren Wirkungsgrad der E-Motoren.

Wenn also 10kg Alu 40 Liter Benzin ersetzen können bei gleichen Fahrleistungen warum macht das dann keiner?
Man müßte "Aluminium-Brennstoffzellen" entwickeln die quasi den elektrolytischen Herstellungsschritt umkehren.
Bei der "superhohen" (im Verhältnis zu anderen derzeitigen el Energiespeichern) elektrischen Energiedichte von Aluminium würde ich das Energieproblem bei Elektroantrieb für gelöst betrachten.

Das Alu könnte man ja in einer Art Standardzellen zuführen die komplett ersetzt werden oder als Kleinstpartikel in einer Flüssigkeit tanken nachdem man die alte abgelassen hat.

Das verbrauchte "Alu" würde dann wieder zum Aluhersteller in die Wüste zurückwandern und wieder durch Umwandlung in Reinaluminium "aufgeladen"

Das Wichtigste wäre natürlich erstmal eine umweltfreundliche Energiequelle um das Aluminium herzustellen denn die ursprüngliche Idee war ja eine menschenfreundliche Energieversorgung und nicht die Fortsetzung unserer Kilometerfresserei mit andere Mitteln.

Wenn man ewas ändern will muß man natürlich zuerst die sinnlosen Fahrten einstellen. Es gibt ja noch andere schöne Tätigkeiten als in einem Auto über triste graue Asphaltbänder zu fahren.
Wenn man die Fahrerei auf ein vernünftiges Maß reduziert hat (darf auch Spaß machen) kann man mal über alternative Antriebe nachdenken.
Bei den derzeitigen Kilometern reicht weder Pflanzenöl noch sonstwas.


Hatte die Idee ja schon früher mal grob gepostet:
http://www.e nergieportal24.de/forum/top ... ergie.html
und
http://www.energieportal24.de/forum/top ... stoff.html

Im Moment sehe ich als umweltfreundlichen Antrieb nur den Betrieb mit Pflanzenöl (kann man ja durch Umrüstung sofort haben) oder den Elektroantrieb mit solartechnisch gewonnenem Aluminium in einem geschlossenen Energie- und Materialkreislauf.


Einen gut erhaltenen 3 Liter Lupo kann man im Moment für 4000€ haben. Neu war der ja kaum bezahlbar. Bin mal einen kurz gefahren. Leicht, spritzig und innen sehr leise. Hat Spaß gemacht.
Einen dazu passenden Pflanzenölumrüstungskit zB von Elsbett kriegt man für knapp 800€. Danach muß man nur noch 4 Flaschen billigsten Pflanzenöls pro Hundert Kilometer zukippen und die Abgase sind auch deutlich besser als mit Diesel.


Was die oben genannte Beschleunigung und Endgeschwindigkeit angeht kommt das bei meinem Motorrad etwa hin... (ok die Beschleunigung ist etwas besser :)) aber mit fossilen Brennstoffen und allen ihren Folgen.
Allerdings sind 5,5 Liter Verbrauch (bei moderater Fahrweise; zwischen 3,8 und 10 Liter, ok bei Dauervollgas, ist alles drin) bei einem Fahrzeuggewicht von 200 kg imho auch eher ein technisches Armutszeugnis.
Um sportlich unterwegs zu sein habe ich das Mopped inzwischen gegen Inlineskates eingetauscht. Das bringt mir körperlich mehr und auch der Umwelt (und damit mir auch wieder). Schräglagen gibt es ja auch hier ;)



PS nochmal zu den Teslaangaben: meines Wissens entspricht 1 Liter Benzin ca 10 kWh Heizwert.
Heißt 56 kWh sind 5,6 Liter nicht 8. Die üblichen Übertreibungen (Lügen). Die Frage ist dann was von dem Rest stimmt. Ich werde das aber noch mal nachrechnen.
Update ...nach Wikipedia ist die Energiedichte 8,9 kWh/Liter, obiges wäre also 6,3 Liter.
Besser als ein Roadster wäre wohl auch was alltagspraktisches gewesen.
Tachy
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Beitragvon Tachy » 26.03.2007 21:05 Uhr

rap hat geschrieben:Was den "Hybridmist" betrifft stimme ich zu. Das bringt wohl hauptsächlich in der Stadt was zu Lasten der Kosten und mit hoher Komplexität.
Die Zukunft fährt elektrisch.


:-)

rap hat geschrieben:Eine wirklich gute Lösung muß einfach sein.


Das meine ich auch. Vor allem mag ich keine halben Sachen, das macht die Politik schon genug. Den Amis muss man eines lassen, in solchen Sachen sind sie konsequent!

rap hat geschrieben:Der beste "Treibstoff" wäre Aluminium.
Aluminium wird hauptsächlich elektrolytisch unter Einsatz, im für uns interessanten Herstellungsschritt, von 14.000 kWh/Tonne gewonnen.

Wenn man Reinaluminium wieder verstromt (hab ich hier im Becherglas zuhause schon gemacht... bin kein Chemiker) kriegt man ca 60% der elektrischen Energie wieder raus die man bei der Herstellung mittels Elektrolyse reingesteckt hat.

Wenn man jetzt also Aluminium mittels Solarenergie gewinnen würde (zB Aufwindkraftwerke in heißen Gegenden) könnte man so umweltfreundliche Energie quasi speichern und transportieren.


Ja, ich hab Deine Threads über das Alu gelesen, auch keine schlechte Idee. Hat nur einen Nachteil: Du musst die Logistik für den ganzen Krempel aufbauen, und das in zwei Richtungen, auch vom Verbraucher wieder zurück zum Erzeuger. Da finde ich die Speicherung von Solarenergie in H2 eleganter, wohlgemerkt nur in Feststoffspeichern, druck- und kühlungsfrei. Allerdings sind die noch im Grundlagenstadium, wird aber kommen!


rap hat geschrieben:PS nochmal zu den Teslaangaben: meines Wissens entspricht 1 Liter Benzin ca 10 kWh Heizwert.
Heißt 56 kWh sind 5,6 Liter nicht 8. Die üblichen Übertreibungen (Lügen). Die Frage ist dann was von dem Rest stimmt. Ich werde das aber noch mal nachrechnen.
Update ...nach Wikipedia ist die Energiedichte 8,9 kWh/Liter, obiges wäre also 6,3 Liter.


Mmmhh, hab ich auch gelesen und wieder mal nicht selbst nachgerechnet, aber naja :)

Das genialste an der Sache mit dem Fahren per E-Motor ist die Rückladung des Akkus beim Bremsen! Somit muss man bei einem Auto idealerweise eigentlich nur Energie aufwenden, um den Rollwiderstand und den Luftwiderstand zu überwinden! Das macht das Elektroauto auch bei hoher Leistung und Fahrdynamik höchst effektiv! Mit 10-15 kWh auf 100 km (entspricht dem "1-Liter-Auto") ist man durchaus dabei. So haut das mit den 56 kWh für 400 km auch sehr gut hin.

rap hat geschrieben:Besser als ein Roadster wäre wohl auch was alltagspraktisches gewesen.


Gerade das finde ich intelligent. Der Verbraucher muss das Auto gut finden, ihm muss man zeigen, dass ein E-Auto einem Auto mit Verbrennungsmotor nicht nur in der Effektivität überlegen ist, sondern auch in den Fahrleistungen. Und dazu noch schick aussieht! Mit wackligen Dreirädern wirst Du heutzutage (zu recht!) keinen mehr hinterm Ofen vorlocken. Das Ziel, die Leute zum Umdenken zu bewegen, wird nur mit diesem Start ins mobile E-Zeitalter gelingen.

Was die Energiegewinnung für so ein Auto aus z.B. Solarstrom angeht: Meine Rechnung lautet: 3000 kWh pro 20.000 km, also eine Vielfahrer-Strecke pro Jahr, diese kannst Du hierzulande lässig mit einer 30 qm großen Solaranlage auf dem Dach pro Jahr erzeugen (effektive Speicherung vorausgesetzt natürlich)
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Beitragvon rap » 27.03.2007 08:59 Uhr

Wie wärs hiermit?
http://www.evt-scooter.de/EVT_4000e.htm

Kann zwar von 0 auf 100 nicht ganz mithalten (erreicht leider nur diese lebensgefährlichen 45, ist aber vielleicht ja nochwas machbar, man müßte nur den richtigen Poti finden....) aber für die Kosten kann man nicht zu Fuß gehen (wenn man die Zeit mitrechnet).

Wenn man dann noch einen Megapulse http://www.s-line.de/homepages/keppler/megapulse.htm
an die Batterie hängt sollte sich die Lebensdauer des Akkusatzes vervierfachen was die Dauerkosten noch stärker senken sollte.
Wenn man die Kiste dann noch nachts auflädt wird kein einziges Kilo Kohle dafür verbrannt weil Überschußstrom.

Noch besser wäre ein "80er" damit man auf die (hier leider oft unumgänglichen) vorhandenen Schnellstraßen und Autobahnen kann.

Mit dem Megapulse hab ich übrigens meine fertige Motorradbatterie wieder hochgebracht. Scheint kein Fake zu sein.

Das tolle an dem Roller (wie an E-Fahzeugen überhaupt): keine Kraftübertragung, keine Kupplung, kein Getriebe etc also nix was kaputt gehen könnte.
Außer Reifen und Bremsbelägen fällt da theoretisch nicht viel an.
Das weniger tolle ist der Einstiegspreis (knapp 3000€ ?) der sich aber in absehbarer Zeit relativert.

Vielleicht ist das auch ein Grund warum die Autobauer keinen E-Antrieb mögen: kaum Folgekosten, Ölwechsel, Inspektionen, Abgasuntersuchungen... die Liste ist lang.

Außerdem müssen sie erstmal ihre sündhaft teuren Roboterfertigungsstraßen (haben wir ein Arbeitslosenproblem?) abbezahlen die sie durch größere Technologieumstellungen schätzungsweise verschrotten könnten.

Wenn ich im Moment die Kohle hätte würde ich das Ding holen.

Gut wäre ein Schnellladegerät. Früher gabs doch mal diese Impulsladetechnik.... lange nichts mehr davon gehört......

Wenns das als 80er gäbe gäbe es imho hier im Rhein-Maingebiet kaum noch Grund ein Auto zu benutzen. Es gibt gute wasserdichte Motorradschutzkleidung und Autos, speziell die heutigen "Behindertenmobile" (nichts gegen Behinderte!; aber ein Elektromotörchen und Knöpfchen hier, eins da, offenbar verfügt der moderne Mensch nicht mehr über benutzbare Muskulatur), sind doch nur was für Weicheier...... und häßlich sind sie auch noch ;)

Eigentlich müßte der ganze Elektronikschnickschnack verboten werden da er imho immer stärker vom Fahren ablenkt. Und da viele mit der Straßenverkehrsordnung sowieso ihre Probleme haben (blinken, Handy, Zebrastreifen........) können wir uns weitere Gefahrenquelle nicht leisten.

Sagt ein Motorradfahrer dem schon 2 Mal die Vorfahrt genommen worden ist mit Crashfolge. Nein ich war nicht zu schnell.
Naja öfter hats durch Eigenverschulden gerappelt, ohne Fremdbeteiligung oder Fremdschaden.
Aber mit einem Auto zusammenstoßen zu müssen ist schon was spezielles...
Ein bißchen kann ich die allgemeine Aufrüstung auf der Straße ja verstehen. Nicht jeder möchte an Leib und leben schaden nehmen weil die anderen die Verkehrsregeln nicht kennen oder drauf pfeifen.
Und sowas wie eine Kontrollinstanz scheint es ja nicht (mehr?) zu geben.....



rap

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