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nordmann
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Beitragvon nordmann » 28.01.2010 10:30 Uhr

holzer hat geschrieben:ABER: Das Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass bei jeder WP eine größere UWP zu solchen Ergebnissen führt,
denn bei meiner WP war der Heizwasserdurchsatz vorher viel zu niedrig (SOLL: 1800 m3/h, IST : 1000 m3/h)

Holzer


Hallo,
wie hast Du denn dein Heizwasserdurchfluss-IST bestimmt?
Kann ich das machen, in dem ich die Werte auf den Röhrchen der FBH-Verteiler (l/min) addiere und mal 60 nehme?

Dann kommt bei mir auch was kleineres raus, als die WP benötigt.
Soll 1400 l/h = 23,3 l/min
Ist ca. 16 l/min = 960 l/h

Ich könnte auch mehr Kreise öffnen, obwohl ich die Räume nicht unbedingt beheizen muss. Oder den Durchfluss an den jetzt Offenen erhöhen. Aber dann hab ich doch sicher eine Erhöhung des Stromverbrauches, da ich ja mehr Fläche bzw. mehr Wasser warmmachen muss. Wo ist der Vorteil.
Bei mir fällt noch nicht der Groschen. Muss die WP unbedingt die 1400 l/h haben. Was passiert, wenn es weniger ist.
Meine WP packt ja so kaum warmzumachen, und das bei -3 Grad...

Vielleicht hat ja jemand eine Idee oder infos für mich.

Danke dafür.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.01.2010 12:08 Uhr

Unter folgendem Link habe ich Informationen hinterlegt.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/i ... aermepumpe

Interessant dürften für Dich die folgenden Berichte sein:
*SBZ - TWK-Wärmepumpensymposium - Guter Geräte-COP kein Erfolgsgarant - Planung und Ausführung sind entscheidend für die Effizienz der Anlage
*Verbraucherzentrale - Checkliste Wärmepumpen 2009 - Eine Verbraucherinformation

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 29.01.2010 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon nordmann » 28.01.2010 13:38 Uhr

Zunächst mal herzlichen Dank.
Wenn ich da so drüberfliege stehen da interessante Sachen drin.
Aber zu den eigentliche Fragen "Hab ich das mit den Durchflussmengen richtig verstanden und interpretiert?"
und
"Muss ich wirklich immer dafür sorgen, dass die 23,3 l/min Durchflussmenge abgenommen werden?"
würde ich mir noch eine Info wünschen.

Meines Erachtens ist es doch "billiger", wenn ich weniger Zimmer beheize, als wenn ich, nur damit der Durchfluss stimmt, viele Zimmer beheize, was aber immer noch besser wäre, als das Ganze über den Überströmer "verpuffen" zu lassen.

Gruß
TSt
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Beitragvon kuki70 » 06.06.2014 22:41 Uhr

..so der Thread ist jetzt schon ziemlich alt... aber passt gerade auf mein Problem. Hoffentlich ist hier noch jemand aktiv.

Kurz: Auch meine Arbeitszahl ist viel niedriger als versprochen.

Die Umgebungsbedingungen umrissen: Altbau voll energetisch saniert zum KfW85 Haus inkl Wärmepumpe. Versprochen waren für Heizen (VL: 45°C@-20°C) JAZ 4,2 und für Warmwasser (50°C) JAZ 3,9 bei einer angenommenen Grundwassertemperatur von 8°C.

Tatsächlich konnten wir dann die Vorlauftemperatur auf max. 42°C einstellen und das Brauchwasser wird nie auf mehr als 45°C aufgeheizt (lassen wir bitte mal hier die Diskussion über Legionellen weg).
Die Grundwassertemperatur liegt tatsächlich zwischen 10°C und 12°C. Und der Winter im ersten komplett aufgezeichneten Jahr war der Wärmste (2013/2014) seit Jahrzehnten. Mit Sicherheit im Mittel 2°C über Durchschnitt.

Also alle Umgebungsbedingungen besser als angenommen. Die JAZ müßte weit über den Versprechungen liegen!

Gekommen bin ich dann unter Zuhilfenahme der von der Wärmepumpe angezeigten Wärmemenge und der Strommenge vom Stromzähle auf 3,76. Und selbst das ist wahrscheinlich nicht real weil ich inzwischen weiß das die Wärmemengenanzeige der Wärempumpe beschönigt. Dazu unten noch mehr.

Dann hab ich einen Test gemacht: Heizung aus, 300l WW-Tank entlehrt und mit frischem Wasser gefüllt. Das frische Wasser um 22°C (von 19°C auf 41°C) erwärmt. Vorher und nachher den Zählerstand notiert. Die maximal mögliche Energiemenge die in 300l passt ist leicht berechnet. Dazu addiert man noch die Energiemenge die für die entsprechende Aufheizung des Edelstahls des Tankes benötigt wird und weiß was so benötigt wurde. Das dann mit dem Stromzähler verglichen und bin auf eine Arbeitszahl von unter 3 gekommen. In Strom umgerechnet hat das Gesamtsystem 40% mehr verbraucht als es dürfte. Dabei hat dann übrigens die Wärmepumpe auf den Versuchszeitraum hin deutlich mehr angeblich abgegebene Wärmemenge angezeigt als was in das System überhaupt hineingeflossen sein kann. Weshalb ich jetzt der Anzeige auch nicht mehr traue.
Die Temperaturen hab ich übrigens oben und unten am Tank gemessen um Schichtung weitestgehend auszuschliessen, alle Rohre und Tank sind sorgfältigst isoliert und es gibt keine Zirkulationsleitung!

WP Hersteller und Installateur informiert. WP Hersteller hat inzwischen die Wärmepumpe an sich kontrolliert und konnte keinen Fehler finden, will mir aber das Messprotokoll nicht aushändigen. Allerdings hat sich herausgestellt, daß die Grundwasserförderpumpe maßlos überdimensioniert ist. Aber diese Überdimensionierung kann auch nur für ca. 20 der 40% verantwortlich sein. Der Installateur beruft sich auf die Aussage des WP Herstellers das alles in Ordnung sei obwohl sich diese Aussage nur auf den Verdichter alleine bezieht und auch nicht mit Werten belegt ist.

BTW: Die Techniker des WP Herstellers haben mich davor gewarnt mich auf die an der Wärmepumpe angezeigten Strom und Energiemengen zu verlassen, weil die eh "nicht so genau" stimmen. Also laßt Euch bei Eueren Berechnungen Euerer JAZ nicht verschaukeln ;)


Langsam ist das ganze frustierend. Wer gute Ideen hatte gerne her damit.
Sollte mein Testablauf Fehler haben bin ich Verbesserungsvorschlägen gegenüber durchaus aufgeschlossen.

Ansonsten hilft wohl nur die grobe Keule. Aber ich hab jetzt erstmal nur beschränkte Lust auf unabhängigen Sachverständigen und Anwalt. Aber wenn sonst nichts hilft...
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Beitragvon energieprojekt » 07.06.2014 11:22 Uhr

Hallo Kuki, mit den "Werbewerten" ist es wie mit den Verbräuchen im KFZ Bereich oder den Wahlversprechen von Politikern. sie haben nichts mit der Realität zu tun und sind nur dafür da dem Käufer möglicht günstige Kosten vor zugaukeln.
Ein weiteres Problem ist das die Laborwerte im realen kaum zu erreichen sind und die eigenen Meßwerte nicht Gerichtsfest sind.
Bevor man sich für ein Produkt (sei es einw WP ein Auto oder eben den Politiker den man wählt) entscheidend sollte man reale Erfahrungswerte einholen
Wenn man erst so eine Möhre hat wirds schwer, Hersteller und HZB schieben sich dann gegenseitig den schwarzen Peter zu und am ende ist der Kunde der Dumme.
Mein Vorschlag wäre eine reale Datenbank mit Fakten und Versprechen, vielleicht lässt sich dies mal hier anschieben
Schönes Feiertage, Udo vom Energieprojekt
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon kuki70 » 07.06.2014 13:01 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Mein Vorschlag wäre eine reale Datenbank mit Fakten und Versprechen, vielleicht lässt sich dies mal hier anschieben


Hab ich mir auch schon mal angeschaut so eine Datenbank. Problem ist, da schwanken die Werte für ein und dieselbe WP auch extrem. Einerseits weil jeder ganz andere Konfiguration hat (und in den seltensten Fällen dürfte eine identische zu mir zu finden sein) und zum anderen weil, wie oben geschrieben, den meisten garnicht klar sein dürfte, daß die an der WP angezeigten Werte noch nicht mal als gute Schätzung durchgehen. Damit bringt also so eine Datenbank fast garnichts!

Ich bin der nach wie vor der Meinung, daß mein Testaufbau nicht so schlecht ist. Der beruht nämlich im wesentlichen auf physikalischen Naturkonstanten und dem EON Stromzähler. Und dessen Werte hat noch nicht mal der Heizungsbauer und der Hersteller angezweifelt.
Fürchte nur, daß sich kaum jemand diesen Aufwand antut meinen Test nachzustellen damit ich Vergleichswerte kriege.
Hab schon mit 2 Arbeitskollegen geredet die auch WP haben und beide sind glücklich weil sie, obwohl deren Verbräuche sehr viel höher sind als meine, einfach der WP Anzeige glauben. Die haben auch gar keine Lust ihr Glücksgefühl mit einem Test zu gefährden :lol:

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Beitragvon energieprojekt » 07.06.2014 14:24 Uhr

Hallo Kuki das auch hier die Werte schwanken ist klar man muß zum einen sehen das man vergleichbare Eckdaten bekommt zum anderen das die eingetragenen Werte möglichst genau sind und nicht nach dem Motto Daumen raus, nicht blau also 15°C Aussentemp...
Grundsätzlich soll dies aber nur aufzeigen welche Pumpenhersteller ihre Werte besonders schön rechnen.
Nun wenn deine Bekannten mehr bezahlen und trotzdem zufrieden sind las sie einfach.
Dies ist ein Phänomen das ich öfter erlebe die prognostizierten Einsparungen (zb Solaranlagen 60% und mehr) treten nicht ein und der Kunde sucht die Schuld bei sich anstatt dem Hersteller auf die Füße zu treten denn dann würden sie indirekt zugeben das sie trotz vorheriger Internetrecherche einem Märchenonkel aufgesessen sind und der Nachbar darf dies natürlich auch nicht erfahren
Beispiele könnte ich dir dafür zuhauf nennen
Udo vom Energieprojekt

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