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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Tatsächliche Jahresarbeitszahlen viel niedriger?

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holzer

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Anmeldedatum: 18.03.2007,
Beiträge: 7
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Hallo! Wer hat schon mal seine tatsächliche Jahresarbeitszahl mithilfe von einem Wärmemengenzähler nachgerechnet?
Mein Hersteller wirbt mit Arbeitszahlen von 4,5. Tatsächlich bin ich bis heute auf nur 3,4 gekommen (den Arbeitsstrom für die Umwälzpumpen habe ich natürlich rausgerechnet). Daraufhin wurde bei mir eine größere Umwälzpumpe auf der Heizungsseite eingebaut um die Spreizung von damals ca. 10 C auf jetzt 6 C zu reduzieren. (Vorlauftemperatur bei 5 C Aussentemp.: vorher 40 C, jetzt 35 C)
Bin gespannt, wie die Auswirkung auf die Arbeitszahl ist. Wer hat hierzu Erfahrungen? Kann es sein, dass die Arbeitszahlen in der Realität oftmals deutlich niedriger sind als von den Herstellern beworben?

Zum Haus:
150 m2 Altbau (BJ 1977), 12. KW Wärmepumpe + Luft-Brauchwasserwärmepumpe separat. Komplett Fussbodenheizung.

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denkedran

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Anmeldedatum: 22.06.2006, Wohnort: 85077 Manching
Beiträge: 384
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Der wußte anscheinend was die Jahresarbeitszahl verbessert. Der höhere Wasserdurchsatz mit der größeren Umwälzpumpe bringt das.
Es werden immer wieder mit den hohen COP Zahlen der Wärmepumpen herumgeworfen.
Auschlaggebend ist die richtige Auslegung der Wärmenutzungsseite und der Wärmequelle. Die Wärmepumpen werden auf Prüfständen vermessen und in der Praxis sollten diese Bedingungen vom WP Fachbetrieb vor Ort auch hergestellt werden. Das ergibt die gute Jahresarbeitszahl. In unseren ausgewiesenen Jahresarbeitszahlen sind alle Hilfsagregate eingeschlossen.
Der Kunde muss wissen welche Stromrechnung ihn erwartet bei welcher WP Leistung.

Gruß Denkedran

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fdl1409

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Beiträge: 286
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Hallo holzer,

der hatte leider keine Ahnung.
Mit der größeren Umwälzpumpe hast du dir einen Bärendienst erwiesen, die Stromrechnung klettert weiter.
Die WP-Welt glaubt bis heute daß kleinere Temperaturspreizungen zu höheren COPs führen.
Schau mal vom Wärmepumpen-Testzentrum WPZ das Bulletin 1-2006.
Man hat dort WP bei Spreizung 10 und 5° getestet. Ergebnis: der COP verschlechtert sich bei der kleineren Spreizung im Mittel um 5%. Die etwa tiefere Vorlauftemperatur wird dadurch im negativen Sinne ausgeglichen.

Die größere UWP bringt dir höheren Stromverbrauch, sonst gar nichts.
Übrigens wird der Stromverbrauch der Umwälzpumpen sowie der Regelung mitgerechnet, wenn du die JAZ ermitteln willst. Das Ergebnis dürfte unter 3 sein.

MFG
Frank

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holzer

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 18.03.2007,
Beiträge: 7
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Also 2 unterschiedliche Aussagen. Gibt es noch mehr Meinungen hierzu?

Was kann denn noch der Grund sein, warum meine COP so schlecht ist?
Ist die Anlage eventuell überdimensioniert? Die Soleseite ist mit 2x80 m ausgelegt und die Spreizung hier beträgt 4,2 C zur Zeit, soll sehr gut sein laut meinem Heizungsbauer.

Was mit aufgefallen ist: die WP taktet sehr oft: bei 5 C Aussentemp schaltet sie 22 mal mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 22 minuten!

Ich werde jedenfalls zum nächsten Stichtag die COP ausrechnen und berichten.

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Eric Heiligenstein

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 11.01.2007, Wohnort: Gleschendorf
Beiträge: 82
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Hallo Holzer,

wir sind selber Hersteller einer WP und die Realität sieht so aus: Das Prinzip der WP ist technisch/physikalisch ausgereift. Selbst mit den modernsten technischen Gimmicks ist da in der Praxis nicht mehr viel zu verbessern.

Das ist natürlich eine ungeheure Herausforderung an das Marketing - schließlich bieten alle fast das Gleiche an.

So wird denn nun an den Randbedingungen "gedreht" um mit wesentlich höheren COP´s werben zu können. Tatsächlich hängt der Erfolg einer Installation aber von der erreichten JAZ über die Zeit in einer speziellen Installation ab.

Da kommen dann sehr schwer berechenbare Werte ins Spiel z.B. Entzugsleistung Bodenkollektor, Regenerationsfähigkeit des Bodens, Nutzerverhalten (!), Temperaturverlauf eines speziellen Jahres, etc.....

Man muß davon ausgehen das die tatsächlich erreichte JAZ die beworbenen Werte nur dann erreicht wenn alle Faktoren optimal sind.

Ein weiteres Problem sind aber auch die "privaten" Messungen. Die Meßgeräte und Meßmethoden sind oft nicht genau. Gerichtsfest sind sie in der Regel nie so das man garantierte Arbeitszahlen nie realistisch einklagen kann oder Entschädigungen fordern kann - deshalb ist so eine Garantie nix wert.

Der langen Rede kurzer Sinn: Erfahrungswerte nutzen - auch wenn ein buchhalterischer Vergleich zwischen verschiedenen Ojekten mit vernünftigem Aufwand nicht machbar ist und nicht mit unrealistischen Erwartungen an die Sache herangehen -wenn ein Anbieter mit einer besonder hohen JAZ oder COP wirbt muß er schlüssig erklären können wie er das denn macht oder welche Vorrausetzungen gegeben sein müssen.

Eine WW-WP die auf strömendes Grundwasser mit 13 Grad zurückgreifen kann erzeugt natürlich wesentlich bessere Ergebnisse als eine Luft/Wasser WP im Bayerischen Wald.

Der COP der WP alleine sagt also sehr wenig aus.

Gruß

Eric
www.******.de...

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Energiesparer

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Anmeldedatum: 26.08.2006,
Beiträge: 256
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Ist denn in der Arbeitszahl die Leistungsaufnahme der Solepumpe schon eingerechnet?? das Umwälzen der tausende m3 Wasser braucht nicht wenig Energie.

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denkedran

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Anmeldedatum: 22.06.2006, Wohnort: 85077 Manching
Beiträge: 384
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Nun die Arbeitszahl mit 3,5 ist normal mit ihrem System. Das ergibt auch der Heizkostenvergleich auf unseren Seiten. www.klima-web.com...
Mit der COP Zahl der Wärmepumpe von 4,5 wird anscheinend geworben, anstatt mit der Jahresarbeitszahl und nun hat das Problem der Heizungsbauer an der Backe.

Gruß Denkedran

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holzer

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Anmeldedatum: 18.03.2007,
Beiträge: 7
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Der Strom für die Umwälzpumpen wurden von mir rausgerechnet!

Was ist denn der Unterschied zwischen der Jaresarbeitszahl und cop ?

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roro

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Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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cop ist eine Monentan-Aufnahme wieviel kW Heizleistung aus wieviel kW Strom.

JAZ ist der Wirkungsgrad übers Jahr gerechnet, wo an sich auch die Hilfsenergien miteinberechnet werden.

_________________
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denkedran

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Beiträge: 384
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Nicht schumeln !!!

Die COP ist die reine Arbeitszahl der Wärmepumpe also ohne weitere Hilfsagregate nur der Verdichter der WP.

Die Jahresarbeitszahl ist die aufgewendete Elektroenergie zur erwirtschafteten Heizenergie über ein Jahr gesehen.
Dabei ist es aber möglich bei bestimmten Momentaufnahmen ist diese Zahl wesentlich schlechter aber auch wesentlich besser. Über das Jahr gesehen ergibt es einen Mttelwert.
Und hier werden diese Zahlen nach den besten Werten sehr unseriös herausgezogen.

Gruß Denkedran

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holzer

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Anmeldedatum: 18.03.2007,
Beiträge: 7
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Dann habe ich also bei mir nur eine COP von 3,4! Au Weia, da mag ich ja gar nicht die Jahresarbeitszahl ausrechnen!

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holzer

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Beiträge: 7
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Hallo Leute! Ich habe heute die neue Jahresarbeitszahl ausgerechnet nachdem eine größere Umwälzpumpe eingebaut wurde:
Die Jahresarbeitszahl ist von 3,4 auf jetzt 4,1 gestiegen, wobei durch den Umbau die Spreizung auf der Heizungsseite von 10 Grad auf 6,5 Grad gesenkt wurde!
Wenn ich den Strom-Mehrverbrauch der größeren Pumpe berücksichtige, ist die JAZ immerhin noch 3,9!

Der Umbau hat sich also doch gelohnt!

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fdl1409

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Hallo holzer,

na das rechne mir mal vor. Daß die JAZ einer WP überhaupt steigt durch stärkere UWP bezweifle ich, und schon gar nicht so viel. Wie hast du diese Werte denn ermittelt???

MFG
Frank

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denkedran

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Beiträge: 384
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Für alle Zweifler und verzweifelten in der Wärmepumpentechnik, die auch einen höheren Wasserdurchsatz, also eine geringere Spreizung zwischen Vor-und Rücklauf in Zweifel ziehen.

Unter www.wdim.de... gibt es ein kostenloses Programm damit erlernt man die Grundlagen der Wärmepumpentechnik.
Und nun liebe Zweifler lernt mal schön.


Gruß Denkedran

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holzer

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Hallo Frank!
Hier die Zahlen:

Februar:
Stromverbauch brutto (inkl. Hilfsstrom) 1189,26 kwh
Stromverbrauch netto (ohne Hilfsstrom) 1078,12 kwh
produzierte Wärmemenge: 3,637 mwh
JAZ brutto: 3,4 JAZ netto: 3,1

März (Nach Einbau größerer UWP und geringerer Spreizung)
Stromverbauch brutto (inkl. Hilfsstrom) 449,86 kwh
Stromverbrauch netto (ohne Hilfsstrom) 378,28 kwh
produzierte Wärmemenge: 1,538 mwh
JAZ brutto: 4,1 JAZ netto: 3,4

Die Zahlen sprechen für sich. Die Wärmemengen werden mit einem geeichten Wärmemengenzähler ermittelt (Kosten ca. 130,- € + Einbau)
Einbau kann ich jedem nur Empfehlen, obwohl die Heizungsbauer es natürlich nicht so gerne haben!

Bessere JAZ würden bei mir wohl nur noch mit besserer Wärmedämmung erreicht werden, um die Vorlauftemp. senken zu können.

ABER: Das Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass bei jeder WP eine größere UWP zu solchen Ergebnissen führt,
denn bei meiner WP war der Heizwasserdurchsatz vorher viel zu niedrig (SOLL: 1800 m3/h, IST : 1000 m3/h)

und daher war die Spreizung mit 10 G natürlich viel zu hoch. Liegt evtl. am meinen alten verkrusteten Heizungsrohren, ist nun mal ein Alltbau.
Hätte ich keinen Wärmemengenzähler eingebaut, wäre die falsche Dimensionierung nie aufgefallen.
Kann mir vorstellen, dass viele Anlagen eingebaut werden und nicht richtig abgeglichen werden. Das Haus wird ja warm, am Jahresende wundert man sich aber dass die kalkulierten Heizkosten überschritten werden.

Gruß
Holzer

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