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Hallo in die Runde,
nach Verzögerungen wegen des Wechsels eines prominenten deutschen Politikers in die (russische) Wirtschaft, soll dieses Jahr die neue EnEV verabschiedet werden. Ein Referentenentwurf liegt vor: http://www.rowa-soft.de/Daten/Referentenentwurf_EnEV_2007.pdf...
Im neuen Muster des Energiepasses steht unter Erläuterungen folgender Satz:
„Das verwendete Berechnungsverfahren ist durch die Energieeinsparverordnung vorgegeben. Insbesondere wegen standardisierte Randbedingungen erlauben die angegebenen Werte keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch.“
Was soll das?
Grüsse
Heinz
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Hallo Heinz
Das heisst das der Energiepass keine Angaben zum Nutzererhlten macht. kann er auch nicht, da man ja nicht weis ob das Haus nun 19°C Raumtemperatur oder 22°C Raumtemperatur hat.
In etwa kommts hin aber genau berechnen kann man es halt nicht, da es kaum Normnutzer gibt.
Für Gebäude im Bestand sind eher Verbrauchsausweise interessant, da diese mit dem Verbrauch der letzten mind.3 Jahre arbeiten. Aber auch hier bleibt das Nutzerverhalten aussen vor. Der eine braucht halt 2000 L öl, der andere 2500 L.
Die EneV mittelt halt alle Nutzer und gibt einen Mittelwert.
So ungefähr kommts aber schon hin und wenn nicht dann stimmt irgendwas am gebäude, dem Nutzer oder der Heizanlage nicht.
So und jetzt sind wir wieder am Anfang.
Resümee: den gesunden Menschenverstand kann keine Norm ersetzen.
Haus gut dämmen; anständige Heizungsanlage einbauen lassen; richig Lüften und man wird keine zu hohen Heizkosten haben.
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Hallo LSKill,
Die EneV mittelt halt alle Nutzer und gibt einen Mittelwert.
Das ist also so wie der Jäger, der einmal links und einmal rechts am Hirsch vorbeischießt, aber sagt, im Mittel habe er den Hirsch getroffen?
Im Fazit heißt das doch wohl, dass die Ergebnisse des E-Passes mir als Verbraucher nichts nützen, habe noch nicht mal einen Rechtsanspruch, Richtig?
Aber der Bevölkerung sind ein paar Milliarden aus der Tasche gezogen worden für ein Stück Papier.
Gruß
Heinz
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@ Heinz
genau ins schwarze getroffen; direkt mein ich und nicht statistisch
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Ganz so sehe ich das nicht.
Denn wenn ich ein Auto kaufe, dann sehe ich auch auf die angegebenen Verbrauchsdaten. Ich weis natürlich das es an meinen Fahrstiel (Nutzerverhalten) liegt, wiefiel ich tatsächlich verbrauche.
Eine genormte Angabe zeigt dem Nutzer was möglich ist.
So ist es auch bei dem Gebäude-Energieausweis.
Der Nutzen liegt darin, dass ich (wie beim Auto) bei Kauf oder Miete vorher weis was später als Betriebskosten auf mich zu kommen könnte.
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Einen Energiepass braucht keiner! Wozu dafür Geld ausgeben ??
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Hallo miteinander,
es ist halt wie immer wenn alle Lobbyisten mit am Tischsitzen. In anderen EU Ländern läuft das etwas anders. Schade
_________________ Gruß Arno
Jede Sorge, Freund, vermeide, jedes Weh sollst du verachten. Sieh die Lämmer auf der Weide: sie sind fröhlich vor dem Schlachten. Ahnst du nicht, wie dumm es wär, wären sie´s erst hinterher. Heinz Erhardt
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Energiepass Helau:
"Ein Test brachte Ernüchterung: Sieben Experten untersuchten unabhängig voneinander ein einfaches Wohnhaus mit acht Wohnungen. Ergebnis: die Energiebedarfskennwerte schwankten zwischen 132 und 212 Kilowattstunden pro Quadratmeter, also um 60 Prozent. Die Kosten für die Ausweise lagen zwischen 240 und 1070 Euro (vgl. "Die Heizkostenabrechnung", Nr. 2/3 2006). Jeder Experte hatte für seine Berechnung eine unterschiedliche Fläche zu Grunde gelegt. Der Bedarfsausweis verknüpft nach einem Rechenverfahren die Flächen mit deren Wärmedämmwerten. Der Wärmedämmwert kann nicht gemessen werden, sondern wird grob geschätzt. Wie das Beispiel zeigt, sind aber auch die Flächenmessungen höchst ungenau. Und das Rechenverfahren selbst ist darüber hinaus auch umstritten."
Quelle: http://www.energieverbraucher.de/de/Zuhause/Renovieren/Energiepass/sit...
Grüsse
Heinz
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"Zudem empfehlen die Fachleute, Besitzer von unsanierten Immobilien durch drastisch höhere Energiesteuern zu bestrafen."
Klingt gut - dann wird vielleicht endlich mal Modernisierung nicht nur eine Randerscheinung... Imho ist es ein Skandal, dass es heute noch Häuser (genauer sogar fast alle!) gibt, die seit 40 Jahren nicht wärmetechnisch verbessert wurden.
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Zitat TheK:
"...Klingt gut.."
Zu spät. Bist zu spät geboren. Stasi und Gestapo sind Vergangenheit.
Vieleicht gibt es demnächst Jobs als Energieblockwarte. Leider nur auf Basis von Hartz für nen Euro die Stunde. Bewirb Dich.
Grüsse
Heinz
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Solange die meisten Vermieter nach dem Motto "Heizkosten? Kann ich doch umlegen!" agieren und ihnen diese entsprechend völlig egal sind, muss eben eine andere Lösung her. Hier gibt es ja genug Klagen von Leuten zu lesen, die in einer Mietwohnung sitzen und hinterher feststellen, dass das scheinbare Schnäppchen einen Dämmwert hat, der schon vor 50 Jahren als schlecht galt! Theoretisch sollte dieser Energiepass jetzt genau diese Zahlen ermitteln - dass er praktisch offenbar argen Schwankungen unterworfen ist, stimmt allerdings auch. Aus dem Beispiel kann man aber schon ohne die Zahlen einiges schließen:
- 3 von 7 sind auf praktisch identische Zahlen gekommen, sicherlich nicht zufällig.
- 5 der 7 lassen auf "ungefähr Durchschnittsdämmung bzw. Bau in den 1980ern" schließen.
Gerade der zweite Punkt wird nämlich gerne vergessen: schon eine Angabe auf 50 kWh genau wäre ausreichend, um eine große Einschätzung zu bekommen, denn so viel fällt der Wert der Neubauten pro Jahrzehnt in etwa.
Interessant, dass der Bedarfs-Wert offenbar weit von dem tatsächlichen Wert abweicht - das dortige Beispiel geht vor allem von einem deutlich erhöhten Bedarf im EG aus, wovon in der Praxis nichts zu sehen ist. Wie viel von der Verbrauchs-Schwankung noch übrig ist wenn man die beiden Spitzen (die, die über die Bedarfslinie hinausgehen) abzieht, müsste ich mal eben ausrechnen: der Verbrauch dürfte damit von 77 auf 73 fallen. Die sonstigen Werte pendeln irgendwo zwischen 90 und 50. Sagt mir: Haus nach EnEV, evtl. etwas besser, aber noch kein KfW60. Dass es da Schwankungen von 100% gibt, ist zwar traurig, aber wenn man weiß, wie stark der Heizbedarf wirklich schwankt, gar nichts - man darf nicht vergessen, dass zwischen 15 und 500 kWh so ziemlich jeder Wert vorkommt. Zum Vergleich: Kühlschränke pendeln "nur" zwischen 80 und 300. Wer glaubt, dass ein Haus mit einem Wert von 180 besser ist, als eines mit 185, hat das System vom Energiepass nicht verstanden. Ein Wert von 50 ist aber definitiv besser, als einer von 300...
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Moin,
leider basieren Gesetze nicht immer allein auf technischen Zusammenhängen.
Der Energiepass hat ja auch nur die Aufgabe, dass der Ottonormalverbraucher abschätzen kann, wieviel Nebenkosten auf ihn zukommen. Der tatsächliche Verbrauch soll nicht ausgewiesen werden. Und da haben wir das Problem:
Ein Energiepass, der nach festen Randbedingungen (bedarfsorientiert) erstellt wurde, weist 25000 kWh aus. 25000 * 5,2 ct/kWh = 1300 Euro.
Jetzt kommt ein sparsamer Verbraucher und freut sich, dass er nur 1000 Euro Kosten hat. Er hat etwas über, weil er mit 1300 Euro klakuliert hat.
Ein Energiepass, der verbrauchsorientiert erstellt wurde, weißt 1000 Euro Heizkosten aus, weil der Vormieter oder Vorbesitzer unser sparsamer Freund war. Jetzt kommt ein "Normalverbraucher" und klakuliert mit diesen 1000 Euro. Nur leider muss er nach einem Jahr 300 Euro nachzahlen, die ihm aber fehlen.
Die endgültige Farge ist: was ist besser - 300 Euro über haben oder 300 Euro nachzahlen müssen?
Desweiteren sind bedarfsorientiert bewertetet Gebäude immer vergleichbar miteinander, da die Berechnungsgrundlagen die gleichen sind und schließlich will man ja zeigen, welches Gebäude sehr gut und welches Gebäude etwas schlechter ist.
Letzendlich muss der Verbraucher geschützt werden, weil kein Verbraucher sich in allen Lebensbereichen bis ins Detail auskennen kann.
Mfg Andreas
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Zitat TheK:
„Dass es da Schwankungen von 100% gibt, ist zwar traurig, aber wenn man weiß, wie stark der Heizbedarf wirklich schwankt, gar nichts - man darf nicht vergessen, dass zwischen 15 und 500 kWh so ziemlich jeder Wert vorkommt.“
Und wenn solche Werte zwischen 15 und 500 kWh beim Bedarf vorkommen, für was braucht man da noch einen Ausweis?
Zitat Neom:
„Letzendlich muss der Verbraucher geschützt werden, weil kein Verbraucher sich in allen Lebensbereichen bis ins Detail auskennen kann.“
Ja. Vor allen Dingen vor den meisten der so genannten Energieberatern.
Grüsse
Heinz
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Hi,
die Polititk hat die Möglichkeit gehabt, den Energiepass mittels Regularien genau zu definieren. Wären über die ständigen Diskussionen aller beteiligter Lobbyisten nicht fortlaufend die Anforderungen an die Genauigkeit eines bedarfsorientierten Energiepasses aufgeweicht worden, dann würde es heute auch nicht so große Schwankungen in den Ergebnissen geben.
Der Verbraucher möchte aber weniger Regularien und Gesetze und vor allem weniger Bürokratie und dann muss er eben selbst feststellen, welcher Energieberater Qualität produziert.
Liberalismus ist nun mal immer schon die Tür zum Ausreizen der vorhandenen Lücken gewesen.
Mfg Andreas
PS: Es gibt aber meiner Meinung nach mehr Energieberater, die für Qualität stehen, als solche, die nur auf wirtschaftliche Vorteile aus sind.
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