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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: KfW 40: Pellet-Primärofen und Wasserbereitung

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo zusammen,
ich grüße alle Forumsteilnehmer!
wir bauen ein NE-Haus, das nach PHPP 20 kWh/(a*qm) verbrauchen soll.
Somit sind wir natürlich an dem KfW40-Kredit interessiert...
Meine Fragen wären:
- ist es ausreichend, einen Pellets-Primärofen (z.B. von wodtke) zu installieren (der ist ja im Wohnbereich) und per Hand den Pellets-Schacht zu befüllen?
Oder muß man einen großen Pelletscontainer direkt über eine Förderanlage mit dem Ofen verbinden?
Das wäre im Wohnbereich schwierig zu realisieren...
- Unsere Wasserbereitung ist bis jetzt auf Strom-Durchlauferhitzer-Basis vorgesehen. Stört das die KfW und wie könnte man sonst bei fehlender Zentralheizungsanlage eine Warmwasserbereitung kostengünstig realisieren?

Für Eure Anregungen und ideen wäre ich sehr dankbar. Diese KfW-EnEV-Geschichten sind für den Laien mehr als verwirrend...

Viele Grüße,
Floripa

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machtnix
*****
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Es gibt von Rika Pelletsöfen mit automatischer Sauganlage.www.rika.at
Ich glaube es ist der Evo Aqua.
Ich würde aber wohl eine Wärmepumpe empfehlen.

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Hallo!

Mit dem Passivhaus habt Ihr die richtige Entscheidung getroffen. Sehr gut.

Raumluftunabhängige Pellet-Wohnraumöfen kommen bei kontrollierter Wohnraumlüftung zum Einsatz, speziell bei Passivhäusern. Es gibt Systeme mit einer Leistungsspreizung, beispielsweise 80 % wasserseitig und 20 % umgebungsseitig. Es gibt auch vollautomatische Pellet-Raumöfen mit Handbefüllung, die mit einer Füllung bis zu 90 Stunden auskommen.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/holz_als_energietraeger.html
Unabhängig von der Beratung durch einen Fachbetrieb sollte immer der Rat des Schornsteinfegers eingeholt werden, durch den die Inbetriebnahme eines raumluftunabhängigen Systems zugelassen wird.

Wenn Ihr eine wassergeführte Heizung (Fußboden- oder Wandheizung) einbaut, dann würde ich ein Luft-/Wasser-Wärmepumpe einplanen. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen könnte dann der Pelletsofen zusätzlich zur Deckung der Leistungsspitzen einspringen.

Eigentlich benötigt man bei einem Passivhaus (bis 180 m² mit PHPP 20 kWh/a qm) nur ein Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit einer Solarthemie, mit einem Pelletssytem oder Scheitholzbrenner kann man die CO2-Bilanz verbessern.

Übrigen ein empfehlenswerter Wandaufbau ( Holzrahmenbau / Holztafelbau / Holzfertigbau / Holzfertighaus ) ist dieser >>

luftdichte, diffusionsoffene und hoch wärmegedämmte Konstruktion mit einem U-Wert von bis zu 0,12 W/m²K


Gruß

Thomas Heufers

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 20.10.2007 08:12, insgesamt 3-mal bearbeitet

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Danke schoneinmal für die Antworten.

Was sind denn diese Luft/Wasser-Wärmepumpen? Bisher ist nur eine Wärmerückgewinnungsanlage vorgesehen.
Unser "Passiv"haus mit 20 kWh hat eine Gesamtwohnfläche von ca. 300qm...

Ist denn die Handbeschickung des vollautomatischen Pelletofens KfW-würdig, oder haben die da andere Ansprüche?

Grüße,
floripa

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Hallo

Das ist natürlich ein großes Objekt mit 300 m²! Gibt es für das Gebäude einen Wärmebedarfsnachweis (Energieeinsparnachweis)?

Es gibt Kleinst-Wärmepumpen für den Einsatz im Passivhaus, diese gewinnen aus der Wärme der Abluft Energie für die Warmwasserbereitung.
Dann gibt es außenluftabhängige Luft-/Wasser-Wärmepumpen, die Energie für Heizung und Warmwasser bereitstellen.
Ein passivhaustaugliches Komplettsystem ist beispielsweise die Tecalor THZ 303 SOL (für größere Volumen THZ 403 SOL) >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/niedrigstenergietechnik.html
Die Wasserbereitung mit Strom-Durchlauferhitzer ist auch im Passivhaus abzulehnen. Die Kombination aus Solarthermie, Luft-/Wasser-Wärmepumpe und kleinem Brauchwasserspeicher ist besser (KfW 40-tauglich).

Die Handbeschickung ist nicht das Problem. Ein Pelletsheizsystem punktet mit seiner CO2-neutralen Verbrennung, was für die KfW-Bewertung besser ist.


Gruß

Thomas Heufers

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Hallo,
also, es gibt eine EnEV-Berechnung und eben eine PHPP-Berechnung.
Da ich Laie bi, weiß ich leider nicht, was ein Wärmebedarfsnachweis (Energieeinsparnachweis) ist.

Es geht uns eigentlich darum, abzuschätzen, ob es sich lohnt, den KfW40-Kredit anzustreben, oder ob die Zins- und Heizkosteneinsparungen durch die erhöhten Anschaffungskosten aufgefressen werden.
Beim Bau hat man ja in der Regel bereits große finanzielle Belastungen, sodaß 20000€ extra für die KfW40-Erfüllung z.B. unrentabel wären.

Solarthermie ist leider nicht möglich (Altstadtverordnung). Das mit dem Luft/Wasser-Wärmetauscher werde ich mal dem Architekten vorschlagen, mir ist noch nicht ganz klar, wo da die Wärme herkommen soll.

Viele Grüße,
floripa

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machtnix
*****
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Wie immer,erst eine Heizlastberechnung durchführen,dann wird die Größe der Heizungsanlage festgelegt.www.waermebedarfservice.de

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Arrow

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 06.03.2007 08:49, insgesamt einmal bearbeitet

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floripa hat Folgendes geschrieben:
Hallo,


Es geht uns eigentlich darum, abzuschätzen, ob es sich lohnt, den KfW40-Kredit anzustreben, oder ob die Zins- und Heizkosteneinsparungen durch die erhöhten Anschaffungskosten aufgefressen werden.
Beim Bau hat man ja in der Regel bereits große finanzielle Belastungen, sodaß 20000€ extra für die KfW40-Erfüllung z.B. unrentabel wären.


Zitat:
Es lohnt sich auf jeden Fall diese Kriterien zu erfüllen. In der Zukunft wirst du die Energieeinsparungen, den Komfortgewinn, die Langlebigkeit der Komponenten zu schätzen wissen. Der Mehrpreis ist nicht der einzige kalkulatorische Ansatz, sondern auch die prognostizierten Energieeinsparungen über den Finanzierungszeitraum.
Wer beispielsweise durch die KfW 40-Kriterien ein Verbrauch von 30 Euro im Monat erreicht und gegenüber einem Niedrigenergiehaus (~ 100 Euro Betriebskosten) 70 Euro einspart, kann im Jahr 840 Euro zur Tilgung oder anderweitig nutzen. Das macht in zehn Jahren 8.400 Euro usw...... Ein sparsames Haus ist auch CO2-neutraler.

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 20.03.2007 06:34, insgesamt einmal bearbeitet

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Fred
***
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wenn du mit 20000 Euro Mehrkosten KfW 40 einhälts dann rechnet sich das eventuell. Aber bitte beachten, es ist nicht so einfach. Das ganze Haus muß in diese Richtung geplant werden. Solltes du aus Gründen der Wohnquallität große Verglasungen bzw.beheizte Nebenflächen , Garagen, untergeordnete Wohnflächen wie Spitzboden beheizen etc. dann kann es vorkommen, daß du um die Energiebilanz einzuhalten, Photovoltaik einsetzen musst um die Forderungen einzuhalten. Es ist demnach sorgsam in der Planungsphase zu prüfen. Denn diese Mehrinvestitionen rechtfertigen den Einsatz der KfW Mittel nicht unbedingt da insgesamt keine Einsparung sondern nur Baukostenerhöhungen entstehen.
Durch die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung steigt die Bausumme ohnehin.

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Hallo Fred!

Gehen wir 'mal davon aus, das KfW 40 dir zu teuer ist. 20.000 € ist zu pauschal. Die Mehrkosten sind sehr stark vom Baukörper abhängig.

Ich behaupte, dass der Standard KfW 40 als Holzrahmenbau oder besser nicht zu teuer ist. Eine ehrliche Bilanz rechnet die Mehrkosten plus Verzinsung mit ein und zieht die Energie- und Betriebskosteneinsparungen ab. Energieverbrauch >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unter_3_euro_pro_m2_jahr.html
Die Vorteile für KfW 40 liegen doch auf der Hand - eine optimierte Gebäudehülle, sparsame Wärmebereitstellung und eine wesentliche Komfortverbesserung.
Übrigens, mit dem KfW-Programm soll Anreiz (günstige Darlehenszinsen) gegeben werden, den Co²-Verbrauch zu senken. Was spricht dagegen?

Der KfW 40-Standard wird in einigen Jahres zum allgemeinen Baustandard werden, der EnEV-Standard ist ein Auslaufmodell. Und das ist auch gut so!


Gruß

Thomas Heufers

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Fred
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natürlich hast du recht. Niedrigenergiehäuser in Holzrahmenbauweise bringen eine Menge. Mit anderen Wandsystemen kommt man schwer hin. Langfristig wird sich das immer auszahlen. Die Baukosten sind jedoch durch die technische Ausstattung höher. Wieviel im Einzelfall, ist variabel. Wenn ein Haus 100m² Grundfläche und Keller besitzt darüber 1,5 Geschosse, dann wirkt sich der Mehrpreis anteilig gesehen, geringer aus als bei einem Haus auf Bodenplatte mit 80 m² Grundfläche. Bei größeren Häusern gibt es keine Einwände da das Einsparungspotenzial ebenfalls höher ist. Bis demnächst

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Bei KfW 40 & KfW 60 mit Keller empfehlen wir in der Regel den Keller als Kaltkeller ausführen zu lassen, hierbei wird der darüber liegende Baukörper zum Kaltkeller thermisch und luftdicht abgeschlossen.
Ein Warmkeller wirkt sich in der Energiebilanz und in der Bewertung für KfW 40 & KfW 60 eher nachteilig aus.
Idealerweise lässt man den Keller weg und setzt auf die Bodenplatte einen thermisch allseitig geschlossen Holzrahmenbau. Dämmung über alle Außenflächen (Dach, Wand, Fenster, etc.), auch ober- und unterhalb der Bodenplatte gegen Erdreich. Das ist die kostengünstigste Lösung!

Dies gilt vorrangig für den Holzrahmenbau.


Gruß

Thomas Heufers

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