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Thema: Suche Entscheidungshilfe bzgl. Erdwärme / Sole /Bohrung

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Frank

Erfahrung: Gast
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Wir stehen vor der schwierigen Entscheidung, Erdwärme (Sole-Wasser/ Bohrung) ja oder nein? Die zu beheizende Fläche beträgt mit innenliegendem Schwimmbad 450qm. Errechnet wurde ein Leistungsbedarf von 28 kW. Entzugsleistung 21 kw mit 6 Bohrungen a 65 Meter. Die Bohrkosten variieren zwischen 17 und 25 Tausend Euro je Angebot. Von allen Seiten werden Zweifel an uns herangetragen: Amortisationszeit zu lang, Spätere Probleme, ob die Tiefe der Bohrung ausreicht, Lebensdauer der Pumpen, Anfangsinvestition zu hoch usw. Da wir nur Fachberater der Hersteller kennen würden wir uns über unabhängige Einschätzungen freuen und bedanken uns für Beiträge.
Frank

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Thomas

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Hallo Frank (schon wieder?),

ob die 28 kW stimmen, weiß ich nicht. Für eine vernünftige Auslegung der Sondenanlage in dieser Größenordnung wären jedoch die kWh die bessere Grundlage.

Die Entzugsleistung von 21 kW erscheint trotzdem recht realistisch. Eine Jahresarbeitszahl von 4 ist mit dem Schwimmbad sicherlich ok.

Die 6 Bohrungen a 65 m setzen eine sehr durchschnittliche Geologie voraus. Grundsätzlich falsch sind sie aber nicht. Ob sie optimal sind, hängt vom Standort ab. Tendenziell sind in deinem Fall jedoch 3 Bohrungen a 130 m (nur übreschlägig gerechent) besser (Verteiler billiger, weniger Anbindeleitungen sparen auch etwas Geld, dazu ist die Untergrundtemperatur in 130 m etwa 1.5-2.0 Kelvin höher als bei 65 m).

Was die Preise anbetrifft: bei durchschnittlich gut bohrbarem Untergrund bedeutet ein kW-Heizleistung ca. 600-700 Euro. Erfahrungsgemäß unerscheiden sich die Bohrer aber im Leistungsumfang (inkl. oder exkl. horizontale Leitungen, Schweißarbeiten, Befüllung mit Sole etc.).

Amortisation (Durchschnitt): 7-8 Jahre gegen Gas, 10-12 Jahre gegen Öl. Unterschiedliche Anforderungen ans System und schwankende Gas-/Ölpreise machen derartige Angaben aber außerordentlich schwierig. Ganz allgemein gilt aber sicher: ein Schwimmbad ist immer eine dankbare (=finanziell günstige) Aufgabe für eine Sole-Wasser-WP.

Lebensdauer der WP: etwa wie die des ÖL-/Gasbrenners

Fachberater der Hersteller: sind in der Regel Fachleute, die durchaus wissen, wovon sie reden. Aber natürlich bleibt hier immer das "Autoverkäufer-Geschmäckle".

So far, so good,
Thomas

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Frank

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» Hallo Frank (schon wieder?),
»
» ob die 28 kW stimmen, weiß ich nicht. Für eine vernünftige Auslegung der
» Sondenanlage in dieser Größenordnung wären jedoch die kWh die bessere
» Grundlage.
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» Die Entzugsleistung von 21 kW erscheint trotzdem recht realistisch. Eine
» Jahresarbeitszahl von 4 ist mit dem Schwimmbad sicherlich ok.
»
» Die 6 Bohrungen a 65 m setzen eine sehr durchschnittliche Geologie voraus.
» Grundsätzlich falsch sind sie aber nicht. Ob sie optimal sind, hängt vom
» Standort ab. Tendenziell sind in deinem Fall jedoch 3 Bohrungen a 130 m
» (nur übreschlägig gerechent) besser (Verteiler billiger, weniger
» Anbindeleitungen sparen auch etwas Geld, dazu ist die Untergrundtemperatur
» in 130 m etwa 1.5-2.0 Kelvin höher als bei 65 m).
»
» Was die Preise anbetrifft: bei durchschnittlich gut bohrbarem Untergrund
» bedeutet ein kW-Heizleistung ca. 600-700 Euro. Erfahrungsgemäß
» unerscheiden sich die Bohrer aber im Leistungsumfang (inkl. oder exkl.
» horizontale Leitungen, Schweißarbeiten, Befüllung mit Sole etc.).
»
» Amortisation (Durchschnitt): 7-8 Jahre gegen Gas, 10-12 Jahre gegen Öl.
» Unterschiedliche Anforderungen ans System und schwankende Gas-/Ölpreise
» machen derartige Angaben aber außerordentlich schwierig. Ganz allgemein
» gilt aber sicher: ein Schwimmbad ist immer eine dankbare (=finanziell
» günstige) Aufgabe für eine Sole-Wasser-WP.
»
» Lebensdauer der WP: etwa wie die des ÖL-/Gasbrenners
»
» Fachberater der Hersteller: sind in der Regel Fachleute, die durchaus
» wissen, wovon sie reden. Aber natürlich bleibt hier immer das
» "Autoverkäufer-Geschmäckle".
»
» So far, so good,
» Thomas

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Silvio

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Hallo Frank,

Wurde ev. schon geprüft, ob ein Flächenkollektor in Frage käme da dort die Investitionskosten für 28 Kw nur ca. 6000 € beträgt.
Wichtig für den konkreten Wärmebedarf wären noch die m² Wasserfläche, Tiefe sowie der Normwärmebedarf des Hauses.
Mann Könnte auch noch eine Kombination aus Tiefenbohrung und Fläche bewerkstelligen.
Tschüß
Silvio

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Frank

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» » Hallo Thomas,

Nein ein neuer Frank, bin das erste mal dabei! Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Das das Gebäude vorhanden und nur das Schwimmbad angebaut wird, gibt es keinen vernünftigen errechneten Wärmebedarf, resp. eine Energiebilanz. Der Fachplaner HLS hat mit 50W je qm Wohnfläche gerechnet und 8KW Bedarf fürs Schwimmbad. Sollte ich besser eine Energiebilanz vom Statiker rechnen lassen oder gibt es so einen Service auch im net?
Was verstehst Du unter Jahresarbeitszahl 4?
Lt. Aussage eines Bohrbetriebes ist die Tiefenangabe mit der unteren Wasserbehörde sowie Angaben aus hydrologischen Karten abgestimmt worden. Lt. Angabe sind Ton- und Sandsteinschichten vorhanden. Trotzdem die Tiefenproblematik mit den Bohrbetrieben diskutieren? Kannst Du eine Empféhlung bzgl. Bohrunternehmung abgeben? Bezieht sich Deine Preiseinschätzung je KW auf die Erdleistung oder Gesamtleistung der WP?
Warum ist ein Schwimmbad eine dankbare Aufgabe für eine SWWP? Hast Du Erfahrung welchen Wärmetauschertyp fürs Schwimmbad man bevorzugen sollte?

Danke im Voraus
Frank

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Thomas

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Hallo Frank

» Schwimmbad. Sollte ich besser eine Energiebilanz vom Statiker rechnen
» lassen oder gibt es so einen Service auch im net?

Ja, würde ich schon machen lassen. Einfach mal einen guten Heizungsbauer oder einen WP-Hersteller anfragen.

» Was verstehst Du unter Jahresarbeitszahl 4?

Jahresarbeitszahl β
Sie betrachtet das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung (Heizwärme) zu aufgenommener Antriebsleistung über einen längeren Zeitraum (1 Jahr).
Definition:
Verhältnis des Jahresertrages an Heizenergie (kWh/ a) zu aufgewendeten Antriebs- und Hilfsenergie (kWh/ a)

» Tiefenproblematik mit den Bohrbetrieben diskutieren?

Ja, würde ich persönlich machen.

Kannst Du eine
» Empféhlung bzgl. Bohrunternehmung abgeben?

Könnte ich schon, möchte ich aber nicht. Das Forum hier sollte meiner Meinung weitestgehend werbefrei sein.

Bezieht sich Deine
» Preiseinschätzung je KW auf die Erdleistung oder Gesamtleistung der WP?

Auf die "Erdleistungen".

» Warum ist ein Schwimmbad eine dankbare Aufgabe für eine SWWP?

Weil dort relativ gleichmäßig Wärme aus den Sonden auf recht niedrigem Temperaturniveau bereitzustellen ist. Das ist für jede Art der WP eine recht dankbare Aufgabe.

Hast Du
» Erfahrung welchen Wärmetauschertyp fürs Schwimmbad man bevorzugen sollte?

Nein.

Sorry, für die knappen Antworten, aber ich bin recht beschäftigt.

Gruß
Thomas

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Frank

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» Hallo Silvio,
»
Ich freue mich über die rege Hilfe aus dem web, tolle Sache!

» Wurde ev. schon geprüft, ob ein Flächenkollektor in Frage käme da dort die Investitionskosten für 28 Kw nur ca. 6000 € beträgt.
Eine alleinige Versorgung ist schwierig da das Gelände zwar groß (ca.3000qm), aber verschiedene Höhenlagen und Bewuchs hat(Bäume, kleiner Bachlauf, Wege etc).

» Wichtig für den konkreten Wärmebedarf wären noch die m² Wasserfläche,Tiefe sowie der Normwärmebedarf des Hauses.
Die Wasserfläche ist 8x4m=32qm, Tiefe ca.1,5m und der Normwärmebedarf wurde seitens HLS-Planer mit 50W je qm zzgl. 8KW für das Schwimmbad angegeben, Summe ca. 28KW.

» Mann Könnte auch noch eine Kombination aus Tiefenbohrung und Fläche bewerkstelligen.

Ist das regeltechnisch nicht aufwendiger als "Entweder/Oder"?
Darf dann das Gelände ein Gefälle vom Haus weg haben?

Gruß Frank

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Frank

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» Hallo Thomas
» Schwimmbad. Sollte ich besser eine Energiebilanz vom Statiker rechnen lassen oder gibt es so einen Service auch im net?
»
» Ja, würde ich schon machen lassen. Einfach mal einen guten Heizungsbauer oder einen WP-Hersteller anfragen.
Werde ich über WP-Hersteller versuchen.
»
» » Was verstehst Du unter Jahresarbeitszahl 4?
»
» Jahresarbeitszahl &946; Was bedeutet 946?

» Sie betrachtet das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung (Heizwärme) zu aufgenommener Antriebsleistung über einen längeren Zeitraum (1 Jahr). Definition:
» Verhältnis des Jahresertrages an Heizenergie (kWh/ a) zu aufgewendeten Antriebs- und Hilfsenergie (kWh/ a)

Welchen Schlüssel lege ich bei 28KW Anlagenleistung zu Grunde um die Wärmeleistung pa zu errechnen? Ist die Antriebsleistung der WP = der Leistungsaufnahme gemäß Technischem Merblatt? (es sind 3 verschiedene bei +35/+50/+60Grad C angegeben)Muß ich die durch den Erdbohrer angegebene Durchschnittslaufzeit von 2400h/pa bei 380m Bohrung einrechnen?
»
»Viele Fragen! Es ist eine ganz schön komplexe Materie. Vielen Dank für Deine Infos jetzt schon
Gruß Frank

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Silvio

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Hallo Frank,
» Eine alleinige Versorgung ist schwierig da das Gelände zwar groß
» (ca.3000qm), aber verschiedene Höhenlagen und Bewuchs hat(Bäume, kleiner
» Bachlauf, Wege etc).
Dies müsste genauer betrachtet werden 600m² unterzubringen wäre sicherlich kein Problem
» Die Wasserfläche ist 8x4m=32qm, Tiefe ca.1,5m und der Normwärmebedarf
» wurde seitens HLS-Planer mit 50W je qm zzgl. 8KW für das Schwimmbad» angegeben, Summe ca. 28KW.
Das erscheint mir hoch müsste doch die Wärmepumpe dann mit ca. 50 KW dimensioniert werden.
50 KW würde eine Kälteleistung von 42KW bedeuten und 700lfm Bohrung (bei Normalen Grund 60W/m)
Bitte Norwärmebedarf prüfen!!!!
» Mann Könnte auch noch eine Kombination aus Tiefenbohrung und Fläche bewerkstelligen.»
ebenso auch eine thermische Solaranlage (für Pool sehr sinnvoll)
» Ist das regeltechnisch nicht aufwendiger als "Entweder/Oder"?
Wenn ein Kombispeicher das Zentrum ist können viele Heizmedien reinpuffern.
» Darf dann das Gelände ein Gefälle vom Haus weg haben?
Das kommt auf die Technologie des Flachkollektors an.
Direktverdampfung z.B. darf innerhalb des Kollektors nur 1m Gefälle aufweisen. Bei S/W-Anlagen ist das Gefälle egal.
Mit freundlichen Grüßen
SilvioNasdala@t-online.de

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Thomas

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» Hallo Frank,

» » wurde seitens HLS-Planer mit 50W je qm zzgl. 8KW für das Schwimmbad»
» angegeben, Summe ca. 28KW.
» Das erscheint mir hoch müsste doch die Wärmepumpe dann mit ca. 50 KW
» dimensioniert werden.
» 50 KW würde eine Kälteleistung von 42KW bedeuten und 700lfm Bohrung (bei
» Normalen Grund 60W/m)

Eine 50-kW-Pumpe? Und dann soll die 42 kW Kälteleistung bringen? Das wäre dann eine Jahresarbeitszahl von 6.2 [ ] und somit ein Fall fürs Guinessbook...Wink...insofern empfehle ich dem geneigten Leser (Hallo Silvio!) den FAWA-Bericht (gibt es bei www.fws.ch... irgendwo unter "Downloads")...

Richtig ist es, aus den 28 kW mit einer Jahresarbeitszahl von ca. 4 [ ] die Kälteleistung zu berechnen (gibt hier also 21 kW) und dann kommen wir bei 60 W/m auf 350 m Sonde.

Die WP sollte laut FAWA übrigens geringfügig unterdimensioniert werden, man vermeidet so das Takten der Maschine.

» Bitte Norwärmebedarf prüfen!!!!

Der erscheint mir in Anbetracht der genannten Werte als durchaus angepasst. Aber prüfen kann eigentlich nie schaden.

Zum FAWA-Bericht: in der Schweiz wurden eine ganze Anzahl von WP-Anlagen über Jahre messtechnisch überwacht. Die Auswertung der Geschichte ist Inhalt des FAWA-Berichts.

Gruß
Thomas

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EKSOM

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JUNKERS Wärmepumpen


Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
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Mfg
E

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