Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Fragen zu Umwelttechniken und weiteren Energiethemen, Energie sparen, Ökostrom, Erfindungen, Contracting, Energiepolitik.
Siggy
Aktivität: neu
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2005 12:02
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Siggy » 10.02.2007 14:49 Uhr

Diese Webseite ist neu im Aufbau.


Wenn Sie davon betroffen sind, bitte melden Sie sich. Zusammen sind wir stark!

Meine E-Mail-Adresse: 1317-275@onlinehome.de

Das Gerichtsurteil finden Sie unter: www.siggy2000.de

Sind Sie Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung und sind Ihre Heizkosten wesentlich zu hoch?

Dann sollten Sie sich auf jeden Fall eine Gas- oder Ölabrechnung von Ihrer Hausverwaltung geben lassen. Damit ist keine Abrechnung der Ista, Techem, Thermo Nova und etc. gemeint, da diese Firmen lediglich die Aufteilung der Gesamtkosten vornehmen.

Erhalten Sie keine Gas- oder Ölabrechnung, dann kann es möglich sein, dass hier ein Dritter abkassiert.

Wärmecontracting! Die Meisten haben davon noch nie etwas gehört, deshalb ist der Schwindel auch so einfach zu handhaben.

Die Hausverwaltung verpachtet Ihre Heizstation für mindestens 5 Jahre an einen Wärmecontracor. M. E. und so war es auch aus einem Gerichtsurteil zu entnehmen, erhalten die Verwaltungen eine große Provision dafür. Die Heizstation bleibt weiter Ihr Eigentum. Der Wärmecontractor bezahlt jetzt die Ausgangsenergie, also das Gas und übernimmt die Wartung und Reparatur. Ersatzinvestitionen müssen die Eigentümer selber tätigen.
Der Wärmecontractor rechnet dann ein Endprodukt, dass heiße Wasser und einen monatlichen Pauschalbetrag an Grundkosten ab. Die Preise können so hoch wie auch immer vereinbart werden und unterliegen keinerlei Kontrolle. Auch die Qualität wird staatlich nicht reglementiert. Nur die Preisanpassungen sind gesetzlichen Kriterien unterworfen, aber wer weiß das schon.
Es gibt auch noch eine zweite Form, indem der Wärmecontractor die Heizstation selber stellt, aber hierauf will ich jetzt nicht eingehen.

Damit nun kein Schindluder betrieben wird, muß bei einer WEG ein einstimmiger Eigentümerbeschluß zu Grunde liegen oder Wärmecontracting muß in der Teilungserklärung deklariert sein. Auch ein Hauseigentümer muß zustimmen. Es gibt aber auch keine Gesetze, wenn dieses nicht eingehalten wird.

Nun gibt es zumindest einen Wärmecontractor, der alles skrupellos hintergeht und mit verschiedenen Bauträgerhausverwaltungen zusammen arbeitet. Trotzdem die Heizstationen Eigentum oder zukünftiges Eigentum der WEG und der Hauseigentümer sind, schließt der Wärmecontractor still und heimlich Verträge mit den Verwaltungen zu Wucherkonditionen ab.

Das Geschäft bringt m. E. Millionengewinne!

Nachfolgend mein Bericht. Alle Unterlagen, wie Gerichtsurteil, Vertrag, Schreiben Rechtsanwälte, Gutachten, Schriftverkehr und etc. sind vorhanden

Wir haben es hier mit Leuten zu tun, die selber die Konzepte zum Wärmecontracting ausarbeiteten, Publikationen veröffentlichen, wissenschaftlich tätig sind und vieles mehr. Um den großen Profit zu machen, handeln sie sogar gegen ihre eigenen Richtlinien!!! Unglaublich!

CONTRA ZUR GEWERBLICHEN WÄRMELIEFERUNG - EINE WOHNUNHGSEIGENTÜMERIN BERICHTET -

- der Betrug allgemein
- Wucher
- massive Nötigung
- ich ließ mich trotzdem nicht unterkriegen und kämpfte weiter
- irreale Preisfindung und Preisgleitklausel mit Nostalgiebezug
- falsche Wirtschaftlichkeitsberechnungen
- betrügerische Abrechnung von Wärmemengen
- arglistige Täuschung zur Optimierung
- unerlaubter Betrieb einer Heizungsanlage
- Gefährdung von Sicherheit und Unwelt
- starke und tödliche Gesundheitsgefährdung
- Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht
- raffinierte Vergleichsangebote
- Gericht

Der Betrug allgemein (Anmerkung: gem. der heutigen gesetzlichen Grundlage ist dieses noch nicht einmal Betrug)

Bei dem Betrug geht man geschickt vor. Es wird alles verhindert, dass ein Eigentümer von der Verpachtung etwas mitbekommen könnte. Kein Eintrag in der Teilungserklärung oder im Kaufvertrag. Keine schriftlichen Niederlegungen, keinerlei mündlichen Informationen, selbst die Zahlungen laufen nicht über das WEG-Konto. Es gibt auch nichts Kleingedrucktes, was man hätte übersehen oder falsch interpretieren können. Die Eigentümer haben wirklich Null-Chance von der Materie etwas zu erfahren.
Nach dem der Bauträger dann längere Zeit die Wucherraten über sein Bauträgerkonto bezahlte, versucht die Verwaltung den Eigentümern eine Betriebskostenabrechnung unterzujubeln und bucht die Beträge zu Lasten WEG-Konto um. Selbstverständlich tritt der Wärmecontractor nie in Erscheinung. Am Konto liegen nur die Aufteilungsabrechnung der Ista, Techem oder etc.. Natürlich fällt den Eigentümer auf, dass die Heizkosten zu hoch sind. Dann erklärt die Verwaltung, dass dieses am persönlichen Heizverhalten liegen würde, kommt mit irgendwelchen statistischen Werten und etc..Da Keiner ahnt, dass hier noch ein Dritter abkassiert bzw. überhaupt abkassieren kann, wird die Abrechnung dann auch noch dummerweise beschlossen. Nun meint der Wärmecontractor, dass der total unbekannte Vertrag mit den Wucherraten und irrealen Preissteigerungen beschlossen wäre. So geschehen bei anderen WEG’s.

Durch meine unermüdlichen Initiativen und Recherchen ließ ich es bei unserer Anlage nicht soweit kommen. Wir haben nachweislich nicht eine beschlossene Betriebskostenabrechnung, die das Wärmecontracting beinhaltet. 2002 und 2003 hatten wir wegen der dubiosen Handlungen keine Abrechnungen beschlossen. Die Folgejahre beschlossen wir nur die von uns selbst errechneten Kosten des Gaspreises, die wir dem Wärmecontractor ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erstatteten. Auch war es dem Bauträger nicht möglich Kosten umzubuchen. Über unser WEG-Konto lief nicht eine Zahlung des Wärmecontractors. Dieser Sachverhalt wurde durch das Landgericht Berlin später auch noch bestätigt. Aber selbst so einen Prozess zu gewinnen, ist nicht so einfach. Da wird dann zuerst einmal gelogen, was „das Zeug hält“. Nachdem wir alles beweisen konnten und sehr eindeutig vom Gericht Recht erhielten, ist nun der Wärmecontractor sogar noch in Berufung gegangen.

Wucher

Bei Vergleichsverhandlungen erhielten wir von dem Wärmecontractor eine Aufstellung von angeblich angefallenen Kosten. Die Tabelle bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.09.04 bis 26.04.05. Es ist davon auszugehen, dass Instandsetzungen auf Grund von Baumängeln anfielen. Ob und wodurch jedenfalls die Kosten entstanden ist nicht belegt.

Die Summe der Betriebskosten betrug demnach rund 2.000 € für 8 Monate. Es betrifft die kältesten Monate im Jahr. Gewöhnlich fallen im Sommer weniger bzw. keine Reparaturen an, aber ohne dessen und weiterer o. a. Berücksichtigungen sind das hochgerechnet auf 12 Monate 3.300 € bzw. in 5 Jahren 16.500 €.

Die Rechnung des Wärmecontractors aus dem Jahr 2005 gliedert sich in einen Arbeitspreis für die Energiekosten und einen Leistungspreis für die Betriebskosten auf. Die Betriebskosten betrugen rund 14.400 € in einem Jahr. Für 5 Jahre sind das 72.000 €.
72.000 € Rechnungsbetrag ./. 16.500 € tatsächliche Aufwendungen sind rund 55.500 € Mehreinnahmen. Das sind nachweislich 436 %! Selbst der angegebene Arbeitspreis weicht für das 4. Quartal 2004 um rund 800 € und für das 1. Quartal 2005 um rund 1.300 € ab.

irreale Preisfindung und Preisgleitklausel mit „Nostalgiebezug“

Der monatlich zu zahlende Betrag setzt sich aus einem Arbeitspreis für die Energiekosten und einen Leistungspreis für die Betriebskosten zusammen. Beide Teile werden einmal vertraglich festgelegt und sind dann meistens an gewisse Indexe für Preisentwicklungen gekoppelt.

Leistungspreis (Grundpreis):

Die Kalkulation des monatlich zu entrichtenden Leistungspreises wird einmalig vertraglich festgelegt.

Das geläufige Modell vom Wärmecontracting ist, dass der Contractor die Heizstation finanziert und die Anlage in dessen Eigentum bleibt.

Der monatlich zu entrichtende Leistungspreis teilt sich deshalb in 2 Teile auf. Die Kapitalkosten, meist 50 bis 60 % des Leistungspreises dienen als Abgeltung für die kostenlose zur Verfügung Stellung der Heizstation, die der Wärmecontractor finanzierte. Die anderen 40 % bis 50 % sind Kosten für Wartung, Reparatur und Schornsteinfeger. Zusammen müssen die beiden Parts 100 % betragen.

Trotzdem „unser“ Wärmecontractor die Anlage aber nicht finanzierte, rechnet er enorme Kapitalkosten ein. Aber nicht nur das! Gem. verschiedener Fachliteratur bestehen die Kapitalkosten aus einem monatlichen Festpreis, der an keine Preisanpassungen geknüpft wird. Schließlich kann der Wärmecontractor die Kosten fest kalkulieren, da die Anlage einmal finanziert wurde.

Der andere Part für Wartung, Reparatur und Schornsteinfeger ist ein variabler Anteil, der zur Preisanpassung meistens an einen Index für Arbeitslöhne und Investitionsgüter gekoppelt ist. Es ist rechtlich vorgegeben, dass die Wahl der Indexbranche realitätsbezogenen gewählt werden muß, d. h. z. B. eine Preissteigerung gemessen am Anstieg der Gehälter von Vorständen des Versicherungsgewerbes wäre unzulässig.

Der Wärmecontractor koppelt nun aber beide Teile an wesentliche und dazu auch noch irreale Preissteigerungen an. Abgesehen davon, dass Kapitalkosten überhaupt nicht berechnet werden dürften, nimmt der Wärmecontractor diesen Anteil nicht als vorgegebenen Festpreis, sondern bezieht sich auch noch auf die Rarität eines Dampfkessels. Dieses Teil hat nicht den geringsten Bezug zu einer Heizungsanlage. Dampfkessel wurden bis zur vorletzten Jahrhundertwende in Altbauten eingebaut. Seit ewigen Zeiten werden Dampfkessel nur noch vereinzelt für Industrieanlagen hergestellt und schon gar nicht für den Wohnungsbau verwendet.

Während sich der Index der Investitionsgüter von März 2000 von 100 bis Dezember 2006 auf 104,2 erhöhte, ist der Dampfkessel im gleichen Zeitraum auf 125,1 gestiegen!!

Der Lohnindex sollte möglichst an den regionalen Bruttoverdienst für Zentral- und Lüftungsbauer gekoppelt sein. Der Wärmecontractor bezieht sich nun aber auf einen Stundenlohn für die gesamte Energiewirtschaft. Während sich die Preissteigerung des Dampfkessels am früheren Bundesgebiet orientiert, wird bei den Lohkosten nun der Index für Gesamtdeutschland zu Grunde gelegt. So kann der Wärmecontracor auch diesen Part anteilmäßig seit Vertragsbeginn um 17,42 Prozent erhöhen.

Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle kann auf Antrag prüfen, ob die Preisgleitklauseln zulässig sind. Abgesehen davon, dass man zuerst den Vertrag kennen müßte, der verheimlicht wurde, ist es für einen für einen Laien selbst dann noch schwierig, in die komplizierten Berechnungen und Berechnungsgrundlagen einzusteigen. Zu alledem müsste der Laie auch noch wissen, dass Preisgleit- bzw. Wertsicherungsklauseln unzulässig sein können, solange sie nicht vom Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle genehmigt wurden.

Unter Umständen kann der gesamte Vertrag nichtig sein. Aber auch hier hat der Wärmecontractor schon vorgebeugt. Etwas versteckt geschrieben, hat er nun gleich vertraglich vereinbart, dass sofern Preisänderungsfaktoren unwirksam sind, andere Bezugsgrößen gewählt werden.

Arbeitspreis:

Der Arbeitspreis soll die Energiekosten decken. Unsere und auch die anderen Anlagen verfügen über eine Gasheizung. Der Preissteigerungsindex ist aber nicht an den Gaspreis gekoppelt, sondern an leichtes Heizöl.

Massive Nötigung

Als unser Bauträger dann einen Zahlungsrückstand von ca. 16.000 € auflaufen ließ und wir zur Kasse gebeten wurden, flog der ganze Schwindel auf. Wir bestanden darauf den Vertrag und die Unterlagen einzusehen. Nun sollten wir den rückständigen Betrag ausgleichen und die weiteren regelmäßigen Wucherzahlungen übernehmen.
Als wir (damals 13 verkaufte ETW) uns beharrlich weigerten den Wucherpreis von nunmehr rund 19.000 € anzuerkennen, kam es zu einer massiven Nötigung.

Das Wärmelieferungsunternehmen stellte im April 05 unsere Heizstation ab. Wir hatten kein Warmwasser und keine Wärme mehr. In unserer Anlage wohnen mehrere Säuglinge und schwerstbehinderte Menschen, von denen Einige durch die Kälte erkrankten. Eine polizeiliche Strafanzeige läuft bereits.

Ich ließ mich trotzdem nicht unterkriegen und kämpfte weiter

Unsere deutschen Gerichten, die auf Grund von immer mehr Sparmaßnahmen des Staates total überfordert sind und m. E. den Verbraucher kaum noch zeitnah schützen können, sind für mich persönlich tabu. Und selbst wenn wir gerichtlich irgendwann die Heizungsanstellung erzwungen hätten. Schon auf Grund des Vertrauensmissbrauchs war für mich eine Zusammenarbeit mit dieser Firma nicht akzeptabel.

Die Heizstation ist unserer Eigentum, über das wir auch definitiv selber verfügen können.

Mit größerem Aufwand und Kosten ließen wir dann die Heizstation, durch 2 von uns beauftragte Firmen wieder funktionstüchtig herstellen. Gleichzeitig tauschten wir auch die Türschlösser aus und verwehrten somit dem Wärmelieferungsunternehmen den weiteren Zutritt zu unserem Wirtschafts- und Heizraum.

falsche Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Gem. den gesetzlichen Auflagen muss die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden. Und da kann man sich schön rechnen.

Im Wärmelieferungsvertrag werden 174,34 m² Heizfläche zuviel für die anteilige Quadratmeterberechnung angegeben.

Gem. dem Vertrag trägt der Wärmecontractor keinerlei Stromkosten. Die Pumpen der Heizstation werden elektrisch betrieben. Außerdem verfügt die Anlage, bestehend aus einem Vorderhaus und zwei Hinterhäusern, im Gegensatz zum Standard über keine Zirkulationsleitungen. Das TWW zirkuliert nicht, sondern wird in den Rohren durch ein Heizband über die elektrische Begleitheizung erhitzt.
Für die beträchtlichen Stromkosten, die damals noch über den Hausbeleuchtungszähler liefen, kam die WEG auf (für die gesamte Anlage rund 585,00 € monatlich!!!). Diese erhebliche Ersparnis für den Wärmecontractor und die damit verbundenen sehr großen Aufwendungen für die WEG werden natürlich auch nicht bei der Kalkulation berücksichtigt.

Die Versicherung der Heizstation läuft ebenfalls über die WEG.

Die Miete der benötigten Wärmemengenzähler pro Verbraucher wird auch nicht mit einbezogen. Die regelmäßigen quartalsmäßigen Preissteigerungen sind in der Anfangskalkulation natürlich auch nicht berücksichtigt. Die sehr wesentliche Solaranlage wird ganz verschwiegen. Zu guter Letzt nimmt man die Preise auch nur netto.

Im Endergebnis kommt man nun auf eine tolle wirtschaftliche Berechnung pro Quadratmeter, die dann auch in die Statistiken über gewerbliche Wärmelieferung einfließen kann.

Außerdem wird die vertraglich bereitzustellende Heizleistung mit 130 kW wesentlich zu hoch angesetzt. In einer Vereinbarung zwischen den Verbänden, die der Wärmecontractor sogar selber mit erstellte, werden Anhaltspunkte vorgegeben. Unser Neubau verfügt über eine ausgezeichnete Wärmeschutzisolierung. Bei der Ermittlung der Heizleistung geht die Vereinbarung nur von einem „Standard“-Neubau aus, der nach 1995 entstanden ist. Aber selbst unberücksichtigt dessen und auch wenn man die beheizbare Fläche wie angegeben falsch mit 2.700 m² ansetzt und alle erwähnten weiteren Aspekte außer Betracht lässt, würde die Heizleistung nur 108 kW und nicht 130 kW betragen
(40 W/m² * 2.700 m² /1000 = 108 KW).
Üblicherweise wird die Heizleistung vom Wärmecontractor ermittelt. Die Bestellung erfolgt in Absprache beider Parteien. Der technisch versierte Wärmecontractor hält sich aber fein „raus“. Die wesentlich überhöhte Heizleistung bestellt nun der Bauträger, Vertragsunterzeichner ist ein Kaufmann.

Betrügerische Abrechnung von Wärmemengen

Gem. der Verkehrssicherungspflicht ist der Betreiber zum Führen eines Betriebsbuches mit entsprechender Dokumentation verpflichtet. Am 21.06.02 ist der Vermerk „Kessel noch aus“ vom Wärmelieferanten selber eingetragen.
Am 24.09.02 ist aus einem weiteren Eintrag zu entnehmen, dass nun der Kessel in Betrieb gesetzt wurde. Die Lieferung des heißen Trinkwassers erfolgte bis zu diesem Zeitpunkt nur durch die elektrische Begleitheizung.

Da an kühleren Sommertagen die Heizkörper nicht warm wurden, kam es zu Reklamationen gegenüber dem Bauträger. Die Stromkosten, die nur über den Hausbeleuchtungszähler liefen, musste ausschließlich die WEG tragen. Die Kostenhöhe war enorm! und für mich damals unerklärlich

Gem. der Endabrechung für das Jahr 2002 wurden aber im Zeitraum vom 01.04.2002 bis 30.06.2002 53.264 kWh an Wärmemenge abgerechnet, trotzdem der Heizkessel überhaupt nicht in Betrieb war! Der Energieverbrauch sollte sogar mehr als das Doppelte des Folgejahres betragen. Selbst im 3. Quartal, wo der Heizkessel gerade mal 6 Tage lief, soll der Verbrauch höher sein, als das gesamte Quartal des Folgejahres und das auch noch trotz wesentlich weniger Bewohnern.

Auf den Rechnungen des Wärmelieferanten sind noch nicht einmal Zählerstände ausgewiesen. Jeder Gas- und Stromlieferant teilt in seinen Abrechnungen den Anfangs- und Endbestand des Zählers mit.

Arglistige Täuschung zur Optimierung

Wie schon erwähnt, verpachtete unser Bauträger still und heimlich unsere Heizstation an den Wärmecontractor. Das ist auch nachweisbar und unstrittig. Selbst dieses überhaupt herauszufinden und zu beweisen hat mich sehr viel Mühe und Zeit gekostet.

Doch jetzt kommen nach Angabe des Wärmecontractings die großen Vorteile. Durch laufende Optimierung kommt es zu einer erheblichen Energieeinsparung, Kostenreduzierung, Umweltentlastung und etc. In meinen inzwischen zwei großen Ordner wies der Wärmelieferant immer wieder auf ihren großen Vorteil des Wärmecontractings hin, untermauert durch viele Zahlen, die nie belegt wurden. Das Gegenteil ist natürlich nicht zu beweisen, so jedenfalls im Normalfall. Der Wärmecontractor hat ein leichtes Spiel und kann den Verbraucher und die Justiz für dumm verkaufen! Über 2 Jahre! intensive Zeit habe ich für alle Recherchen benötigt, um diesen Betrug überhaupt aufzudecken.

Der Wärmelieferant gibt in der Berufungsschrift an, dass die Heizzentrale bei Übernahme des Betriebes einen Nutzungsgrad von 75,74 % hatte. Da die WEG jetzt noch von ihrer Optimierung profitieren würde, rechnet der Wärmecontractor die zu erstattenden Gaskosten sogar auf diesen verminderten Nutzungsgrad hoch.

Dieser anfängliche Nutzungsgrad kann wirklich vorhanden gewesen sein, nur die Wahrheit sieht wesentlich anders aus!

Im Juni 2005 erfuhr ich durch einen Versprecher von einem Mitarbeiter der Nachfolgergesellschaft des Bauträgers, dass der Bauträger einen Rechtsstreit mit dem Heizungsbauer hatte. Über das Landegericht besorgte ich mir ein Baugutachten, nebst zahlreicher Anlagen. Der Heizungsbauer hatte noch Außenstände.

In den Gerichtsakten befinden sich diverse Schreiben des Wärmecontractors. Der Wärmecontractor arbeitete im Auftrag des Bauträgers und nicht der WEG. Die WEG erhielt noch nicht einmal eine Kopie. Die erheblichen Baumängel, 14 Punkte auf 2 DIN A4 Seiten, wurden der WEG verschwiegen.

Zuerst nach einem Jahr und sechs Monaten nach Abschluss des Wärmelieferungsvertrages fordert der Wärmelieferant den Heizungsbauer zur Mängelbeseitigung auf, im Namen des Bauträgers..

Peu a peu und teilweise wurden dann im Laufe der Zeit Mängel durch den Heizungsbauer beseitigt. Restliche sehr kostspielige Mängel sind jetzt bei der WEG verblieben, die wir nun größtenteils und auf unsere Kosten beseitigen ließen.
Der Wärmecontractor unterstellt uns sogar, dass in unserer Eigenregie die Solaranlage nicht funktionieren würde, dabei war auch hier nachweislich das Gegenteil der Fall. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass sogar 2 Jahre nach Vertragsbeginn die Solanalage wegen erheblicher Baumängel immer noch nicht in Betrieb war.

Seit dem die WEG nun nach 4 Jahren auf eigene Kosten noch vorhandene Baumängel größtenteils beseitigen ließ und die Anlage optimierte, hat sich der Gasverbrauch fast halbiert!

vom 01.04.05 bis 30.09.05

88.181 kWh

vom 01.04.06 bis 30.09.06

45.123 kWh

Der WEG und der Umwelt ist durch die Verschleierung der Baumängel und der Zusammenarbeit des Wärmecontractors mit dem Bauträger sogar ein erheblicher Schaden entstanden.

- Regressansprüche wegen der verbliebenen Baumängel konnten nicht mehr durch gesetzt werden. Der Bauträger befindet sich seit vielen Monaten im Insolvenzantragsverfahren.

- erhebliche Kosten zur Beseitigung der restlichen Baumängel durch die WEG

- erhöhter Gasverbrauch über Jahre bis zur kompletten Mängelbeseitigung

- enormer Stromverbrauch im Jahr 2002


unerlaubter Betrieb einer Heizungsanlage

Bauordnung Berlin vom 16.07.2001 §56 (1) Abs. 2a

„Feuerungsanlagen bis zu 300 kW Nennwärmeleistung; die Feuerungsanlagen dürfen jedoch erst in Betrieb genommen werden, wenn der Bezirksschonsteinfeger die Tauglichkeit und die sichere Benutzbarkeit der Schornsteine mit den Schornsteinanschlüssen bescheinigt hat“

Unsere Anlage verfügt über 130 kW Nennwärme. Gem. Schreiben des Wärmeleiferanten vom 17. Februar 2004 lag nach fast zwei Jahren! immer noch keine Abnahme des Bezirksschornsteinfegers vor. Dieses resultiert aus einem Mangel am Schornsteinanschluss.

Es war überhaupt nicht statthaft, dass der Wärmelieferant die Anlage betrieb!

Trotzdem der Wärmelieferungsvertrag besagt, dass der Wärmelieferant auch die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebenen Messungen und Kontrollen der Heizstation trägt, wurde die Rechnungen für die Jahre 2003 und 2004 noch nicht einmal bezahlt. Die WEG haftet aber für diese Kosten!

Gefährdung von Sicherheit und Unwelt

Nach einem Jahr und sechs Monaten nach Abschluss des Wärmelieferungsvertrages fehlten immer noch die nachfolgenden erforderlichen Unterlagen

- die gutachterliche Äußerung über die sichere Benutzbarkeit
- die Bescheinigung über das Ergebnis der Abgaswegeprüfung
- die Bescheinigung über das Ergebnis der Messung der Feuerungsanlagen

Außerdem waren folgende Sicherheitsmängel vorhanden:
- das eingebaute Sicherheitsventil ist zu klein
- der Maximaldruckwächter ist elektrisch nicht angeschlossen

Fast 2 Jahre! nach Vertragsbeginn, war diese immer noch nicht vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen. Es gab einen Mangel am Schornsteinanschluss. Außerdem war die fachgerechte Belüftung des Heizraums nicht hergestellt.

starke und tödliche Gesundheitsgefährdung

Nach einem Jahr und sechs Monaten funktionierte auch immer noch nicht die Legionellenschaltung, trotzdem seit über einem Jahr die Anlage schon bezogen wurde.
Gem. Schreiben des Wärmecontractors, was in den Gerichtsakten lag „Die vorgesehene Legionellenschaltung.....funktioniert.....nicht. Die Gefahr der Entstehung von Legionellen ist aufgrund der geringen Abnahme von TWW sehr hoch. Die Möglichkeit der Legionellenbekämpfung muss schnellstmöglich hergestellt werden.“
Die Wärmelieferant setzte mindestens über ein Jahr! die Bewohner dieser erheblichen und tödlichen Gesundheitsgefahr aus!

Es gab damals einen Fall von starker Lungenentzündung mit Krankenhausaufenthalt. Die Ursache ist jetzt natürlich nicht mehr beweisbar.

Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht

Gem. der Verkehrssicherungspflicht ist der Betreiber zum Führen eines Betriebsbuches mit entsprechender Dokumentation verpflichtet. Ein solches Buch wurde durch den Wärmecontractor geführt. Die o. a. gravierenden Mängel wurden aber unterschlagen.


raffinierte Vergleichsangebote


Nun unterbreitete uns der Wärmelieferant Vergleichsangebote.

1. Angebot

Abschluß eines neuen Wärmelieferungsvertrag auf die WEG zu den Konditionen des städtischen Versorgers von Fernwärme. Eine für den Laien nicht überschaubare Preisliste des Stromanbieters lag anbei.
Die Energieerzeugung in unserem Haus selbst bezeichnet man als Nahwärme. Bei Fernwärme vom Stromerzeuger wird hingegen heißes Wasser in einem Rohrverteilernetz bis zum jeweiligen Haus übertragen. In zahlreichen Internetberichten las ich, dass Fernwärme wesentlich teuerer als der Eigenbetrieb mit einer Heizstation ist. Es gibt auch zahlreiche Klagen von Mietern, wo der Hauseigentümer von sich aus auf Fernwärme umstellte und dadurch die Heizkosten erheblich stiegen. Bei der Lieferung von Fernwärme benötigt man keine Heizstation. Die gesparten Investitionskosten können dann wieder den höheren Wärmepreis kompensieren. Wir verfügen aber über eine Heizstation, die wir teuer mit unserem Wohnungskaufpreis bezahlten. Warum sollte der Wärmelieferant jetzt zu den Konditionen von Fernwärme abrechnen.

Jetzt übersandte uns der sehr professionelle Rechtsanwalt vom Wärmelieferanten einen Ausschnitt von einer Zeitschrift. Eine energieträgerbezognen Auswertung von Wärmekosten sollte nun besagen, dass Fernwärme billiger ist als Gasheizung. Welche Faktoren aber in diese Auswertung einflossen, war nicht angeben….Investitionskosten, Dichte des Fernwärmenetzes, Alter der Gasheizstationen etc…. und außerdem s. mein Kapitel Wirtschaftlichkeitsberechnung. Wir verfügen über eine hoch moderne energiesparende Heizstation, die dazu auch noch teilweise mit kostenloser Solarenergie arbeitet. Wenn Fernwärme wirklich billiger sein sollte, bräuchte sich doch kein Grundstückseigentümer mehr eine teure Heizstation kaufen.

2. Angebot.

Nun behauptet der Wärmelieferant, dass er den Vertrag nicht aufheben könnte, da er gerade durch unser Gaskontingent einen insgesamt verbilligten Gaspreis beziehen kann.

Wir boten ihm an, bis Vertragsende das Gas von ihm zu beziehen und sogar den höheren Preis nach Privatkonditionen zu zahlen.

In einem nächsten Vertragsentwurf hieß es dann, dass wir den Gaskonditionen für Privatverbraucher (einschl. Solarrabatt des Gaslieferungsunternehmens) gleich gestellt werden. Aber, und ganz zum Schluß, wurde dann noch erwähnt, bei einem fest vereinbarten Nutzungsgrad von 85 %. Gem. dem Verkaufprospekt haben wir durch modernste Brennwerttechnologie einen Nutzungsgrad von 107%. Hinzu kommt noch die kostenlose Solarenergie.

Ein Vertragsangebot von uns, nur den reinen Gaspreis zu zahlen und in Anspruch zu nehmen, wurde abgelehnt.


Gericht


Im Januar 2006 wurde uns eine Klage des Wärmelieferanten zugestellt. Den Prozess gewannen wir. Das Gericht stellte fest, dass der Bauträger Vertragspartner ist. Nun ist der Wärmelieferant sogar in Berufung gegangen

Fortsetzung folgt.
Zuletzt geändert von Siggy am 11.02.2007 13:51, insgesamt 2-mal geändert.

machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 10.02.2007 16:22 Uhr

Ja sag mal,hast du vielleicht nen Sockenschuß?
Mir das echt zu bld alles zu lesen.
Fasse dich kurz vielleicht interssierts dann jemanden.

Zurück zu Sonstiges



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: zu hohe Heizkosten? verstecktes Wäremcontracting?