Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Fragen zu Umwelttechniken und weiteren Energiethemen, Energie sparen, Ökostrom, Erfindungen, Contracting, Energiepolitik.
Elektriker
Aktivität: gering
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2006 14:32
Wohnort: Greiz
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Elektriker » 06.02.2007 21:16 Uhr

:)
Es ist durchaus möglich bis zu einer Konzentration von 10 bis 20 fach
die Stromerzeugung mit Siliziumzellen zu beherschen.

Einige Praxiserfahrungen:
- Als Parabol ist die Rinnenform gut geeignet
- Die Zellen lassen sich dann schön in einer Reihe anordnen.
- Die Bestrahlung ist gleichförmig ohne große Unterschiede
- Die Zellenkühlung ist durch die Kanalform leichter zu gestalten.
- An den Enden sollte der Parabol ca 80cm überstehen.
- Die obtimale Größe ist mit 80cm bis 150cm bautechnisch zu beherschen
- Die Nachführung benötigt nur eine Achse
- Bei Nacht wird das Gerät zugeklappt und verschmutzt weniger.

Meine Probleme dabei:
- Beim Schneiden der Zellen treten atomare Verunreinigungen auf
wodurch der Wirkungsgrad auf ca. 6-10% sinkt.
- Auf der Oberseite müssen zusätzliche Leiterbahnen aufgebracht werden
um den erhöhten Strom abzuführen.
Silberleitlacke sind möglich aber zum Anlöten von Kontakten nicht
optimal.
- Die Reflexion des Lichtes beim Eintritt in den Kanal ist recht hoch.
:cry:

Über freundliche Hinweise würde ich mich :D
der Steuerungsbastler

Franky71
Aktivität: hoch
Beiträge: 135
Registriert: 24.09.2006 12:37
Wohnort: Brunnenregion / Nordbaden
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Franky71 » 10.02.2007 10:51 Uhr

Hallo Elektriker,

ich frage ich was der ganze Aufwand mit den Parabolspiegeln bringen soll?
IMHO ist es wesentlich einfacher eine 10-20 mal größere PV-Zelle bzw. Modul zu nehmen :-?
Elektriker
Aktivität: gering
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2006 14:32
Wohnort: Greiz
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Elektriker » 10.02.2007 22:34 Uhr

Hallo Franky,

ich dachte gar nicht, daß ich es erwähnen müsste, daß man
mit Parabolsystemen und Konzentration der Strahlung
eine beträchtlich geringere Menge an Solarzellen einsetzen
muss um die gleiche Energieerzeugung als bei Solarmodulen zu erreichen.

Je nach Berechnungsgrundlage erwartet man eine Einsparung
durch ein Parabolsystem von 40-60%.

Die Herausforderung lohnt sich, aber es ist nicht so einfach ein Stachelschwein zu kitzeln !!

Grüsse :lol:
der Steuerungsbastler
Energiesparer
Aktivität: hoch
Beiträge: 259
Registriert: 26.08.2006 07:50
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Energiesparer » 10.02.2007 22:55 Uhr

leider sinkt der Wirkungsgrad und die Lebensdauer der Solarmodule mit steigender Temperatur.
Bei ausreichender Größe des Parabolspiegels lassen sich Anlagen mit Stirling-Motoren effizienter realiesieren.
Elektriker
Aktivität: gering
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2006 14:32
Wohnort: Greiz
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Elektriker » 11.02.2007 11:04 Uhr

Hallo Energiesparer :)

Das die Leistung von Solarzellen temperaturabhängig ist,
hängt mit dem Nachlassen der generierten Spannung und
den steigenden Innenwiderständen ab.
Ich glaube der generierte Strom steigt sogar geringfügig.

Solarzellen im Parabol werden natürlich in Kühlflüssigkeit betrieben.

Es entsteht ca. 50-70°C warmes Wasser am Ausgang bei obtimaler Kühlung.
Eine Verwendung ist in eingegrenztem Umfang möglich.
Aber es sollte immer der Schwerpunkt darauf liegen eine
tiefe Kühlmitteleingangstemperatur zu erreichen.

Die Hilfe die ich suche, sind eigentlich nicht Richtungsentscheidungen,
sondern praktische technische Kniffs bei der Herstellung
der Testanlagen.
Insbesondere bei der Konfektion und Kontaktierung der Zellen wie ich
oben beschrieben habe.


Grüsse :lol:

PS.: Zum Stearling habe ich ein gespaltenes Verhältnis, da ich selbst
schon Entalpiemessungen im Niedrigtemperaturbereich (bis 120°C)
durchgeführt habe. Die Leistungsausbeute selbst bein Alpa Stearling
hat keine Retabilität erwarten lassen.

Das Grundproblem ist das exponentiale Verhältnis zwischen Temperaturunterschied und Leistung.
der Steuerungsbastler
Franky71
Aktivität: hoch
Beiträge: 135
Registriert: 24.09.2006 12:37
Wohnort: Brunnenregion / Nordbaden
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Franky71 » 11.02.2007 15:21 Uhr

Hallo Elektriker,

im Stirling findest du den Carnot-Prozeß nahezu in Idealform. Klar, er funktioniert mit höheren Temperaturdifferenz besser.
Genauer, sehr schöne Darstellung unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Prozess

Aber imho zwei Nachteile:

1. Das System muss der Sonne nachgeführt werden.

2. Die Parabolkonstruktionen

Gruss

Frank





Elektriker hat geschrieben:Hallo Energiesparer :)

Das die Leistung von Solarzellen temperaturabhängig ist,
hängt mit dem Nachlassen der generierten Spannung und
den steigenden Innenwiderständen ab.
Ich glaube der generierte Strom steigt sogar geringfügig.

Solarzellen im Parabol werden natürlich in Kühlflüssigkeit betrieben.

Es entsteht ca. 50-70°C warmes Wasser am Ausgang bei obtimaler Kühlung.
Eine Verwendung ist in eingegrenztem Umfang möglich.
Aber es sollte immer der Schwerpunkt darauf liegen eine
tiefe Kühlmitteleingangstemperatur zu erreichen.

Die Hilfe die ich suche, sind eigentlich nicht Richtungsentscheidungen,
sondern praktische technische Kniffs bei der Herstellung
der Testanlagen.
Insbesondere bei der Konfektion und Kontaktierung der Zellen wie ich
oben beschrieben habe.


Grüsse :lol:

PS.: Zum Stearling habe ich ein gespaltenes Verhältnis, da ich selbst
schon Entalpiemessungen im Niedrigtemperaturbereich (bis 120°C)
durchgeführt habe. Die Leistungsausbeute selbst bein Alpa Stearling
hat keine Retabilität erwarten lassen.

Das Grundproblem ist das exponentiale Verhältnis zwischen Temperaturunterschied und Leistung.


Elektriker
Aktivität: gering
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2006 14:32
Wohnort: Greiz
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Elektriker » 11.02.2007 17:59 Uhr

Hallo Franky,

die Solarzelle im Parabol ist nicht ganz nebenbei zu machen, schon recht.

Aber der Parabol ist kein Problem.
Ich verwende einen Rinnenparabol, der aus parabolförmigen Spanden
besteht und mit einem Rahmen gehalten wird
(wie bei einer Modellflugzeugtragfläche).
Hergestellt werden die Spanden auf einem CNC gesteuertem Fräsroboter.

An der Unterseite ist er drehbar auf einem Rohr gelagert, welches den Erdanker bildet.

Vorteile:
- einfach zu bauen
- sehr fest - Windsicher
- umklappbar und Nachführung mit nur einem Servomotor

Ich suche Praxiserfahrungen beim Schneiden und
Kontaktieren von Solarzellen

Grüsse :lol:

PS: Am Stearlingprozess kann man sich wunderbar begeistern und es
sieht im Modell wunderbar aus, aber bitte teste es selbst in der Praxis :!:
und du wirst dich wundern wie gering die abnehmbare Leistung ist,
wie hoch die Drücke im System sein müssen und wie schwer die Energien
optimal umzuwandeln sind.

Leider :?
der Steuerungsbastler
Franky71
Aktivität: hoch
Beiträge: 135
Registriert: 24.09.2006 12:37
Wohnort: Brunnenregion / Nordbaden
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Franky71 » 11.02.2007 20:10 Uhr

...wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg dabe, auch wenn ich dir leider nicht weiterhelfen konnte.

Franky
Elektriker
Aktivität: gering
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2006 14:32
Wohnort: Greiz
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Elektriker » 13.02.2007 17:26 Uhr

Hallo Franky,

vielen Dank für die netten Worte.

Ich hoffe ja nur, daß sich ein Techniker, Physiker oder Technologe
findet, der dazu einige sachdienliche Hinweise geben kann,
die eine zielgerichtete Umsetzung erleichtern.

Die Voraussetzungen sind gut, Technik und Genehmigungen sind
vorhanden.

Grüsse :)
der Steuerungsbastler
Franky71
Aktivität: hoch
Beiträge: 135
Registriert: 24.09.2006 12:37
Wohnort: Brunnenregion / Nordbaden
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Franky71 » 13.02.2007 19:38 Uhr

Hallo Elektriker,

hab nochmal ein bisschen nachgedacht:


Elektriker hat geschrieben::)

Meine Probleme dabei:
a)- Beim Schneiden der Zellen treten atomare Verunreinigungen auf
wodurch der Wirkungsgrad auf ca. 6-10% sinkt.
b) - Auf der Oberseite müssen zusätzliche Leiterbahnen aufgebracht werden
um den erhöhten Strom abzuführen.
Silberleitlacke sind möglich aber zum Anlöten von Kontakten nicht
optimal.
c) - Die Reflexion des Lichtes beim Eintritt in den Kanal ist recht hoch.
:cry:

Über freundliche Hinweise würde ich mich :D


zu a) wenn du etwas hinter den Brennpunkt gehst, kommst du auch mit den Standards (10cmx10cm) aus. und kannst vielleicht das schneiden vermeiden.
zu c) Würd mir sowas wie ein geschlitztes Rohr bauen, wobei der Brennpunkt genau am Schlitz liegt und die Solarzellen dahinter, damit vermeidest du den größten Teil der Reflexionen - allerdings ist das Thema Kühlung dann noch nicht ausgestanden.

zu b) Im Versuchstadium erst mal Silberlack belassen - ansonsten mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen.

Sobald das einigermassen geht, nimm Tandemzellen, die sind zwar teurer, aber da sie mehr Energie in Strom umwandeln, wirds mit der Hitzeentwicklung besser.

Bin mal gespannt was da noch draus wird.

Viel Erfolg

Nächste

Zurück zu Sonstiges



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Silizium Solarzellen im Brennpunk von Parabolspiegeln