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Forum Haustechnik: SHK

Thema: 2 Häuser auf einem Grundstück, wieviel und welche Heizungen?

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psychodad

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Anmeldedatum: 31.01.2007,
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Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der schwierigen Aufgabe, ein neues Heizungskonzept für meine Situation zu planen und sehe mittlerweile den Wald vor Bäumen nicht mehr. Je mehr ich zu dem Thema lese, desto verwirrter werde ich. Daher wäre ich für weiterführende Ratschläge sehr dankbar. Zur aktuellen Zustandsbeschreibung muß ich leider etwas weiter ausholen:

Wir haben hier 2 Häuser auf einem Grundstück (ca 1800 qm).

Haus 1 ist von 1995, mit damals üblicher Wärmedämmung (12cm Wärmedämmputz) ausgestattet und beherbergt 2 Wohnungen (160 und 65 qm). Heizung und Warmwasser wird zentral mit einem Paradigma-Brennwertkessel erzeugt. Im Wohnzimmer steht noch ein Holzfällerofen, der im Winter unterstützend mitläuft ( ich kann recht günstig an Brennholz herankommen).

Haus 2 ist von 1948, ohne nennenswerte Dämmung, etwa 110 qm und war mittlerweile sehr renovierungsbedürftig. Da wir aus finanziellen Gründen eine Komplettrenovierung nicht durchführen wollten, haben wir uns für eine schrittweise Lösung entschlossen. 2005 wurden die Außenmauern im Erdreich saniert und adäquat gedämmt und der halbe Keller und die angebaute Garage in eine 54 qm-Einliegerwohnung verwandelt. Somit hat das Haus jetzt 164 qm Wohnfläche. Die alte Ölheizung haben wir entfernt und durch einen Wolf-Brennwertkessel ersetzt (aus Kostengründen wurde die Gasleitung von Haus 1 verlängert, somit laufen beide Anlagen über einen Zähler)

Jetzt passiert zweierlei: Meine Gasrechnung explodiert (was auch eigentlich zu erwarten war) auf etwa 4500 € bei ca. 70.000 kwh (mit Haus 1 alleine waren es vorher etwa 30000). Und mein Heizungsbauer sagt mir, dass der Paradigmabrenner kurz vor dem Exitus steht ( die Lammellen am Wärmetauscher sind praktisch komplett weggeätzt, der Wirkungsgrad dürfte also mittlerweile recht niedrig sein). Eine Heizperiode macht er vielleicht noch mit, aber dann ist endgültig Schluss.

Jetzt bin ich also im Zugzwang, irgendwas muss passieren. Bedingt durch die hohen Gasrechnung möchte ich eigentlich nicht nur den Brenner ersetzen und weitermachen wie bisher (was mich auch mindestens 3.500€ kosten würde). Wenn der Gaspreis nur 7 % pro Jahr steigt, wäre ich in 10 Jahren bei 9000 €/Jahr. Von daher wäre ich auch bereit, für neue Technik eine größere Summe in die Hand zu nehmen, wenn es sich innerhalb der nächsten 10-15 Jahre rechnet.

Ich ärgere mir mittlerweile ein Loch in den Bauch, dass Haus 2 gerade die neue Gasheizung bekommen hat - das schränkt jetzt die ökonomisch sinnvollen Möglichkeiten natürlich ein. Nach jetzigem Kenntnisstand hätte ich viel lieber ein Heizsystemsystem in Haus 1 gebaut, welches Haus 2 komplett mitversorgt. Ein größeres System, egal welcher Technik, sollte effektiver und kostengünstiger arbeiten als zwei kleine.

Würde es sich lohnen, über ein Wärmepumpensystem nachzudenken, welches beide Häuser versorgt? (beide Häuser haben allerdings Wandheizkörper und ich werde zumindest Haus 1 nicht auf Fußbodenheizung umrüsten).

Wäre es sinnvoll und möglich , einen wasserführenden Kaminofen als Unterstützung für das Gesamtsystem einzubinden? (Brennholz ist ja günstig verfügbar, aus Komfortgründen möchte ich allerdings nicht ausschließlich damit heizen).

Ist der Anschluß von Haus 2 an Haus 1 technisch unkompliziert (Wärmemengenzähler pro Wohnung verwenden wir jetzt schon)?

Wie sieht es aus mit Mikro-BHKWs? Könnte sich das bereits lohnen oder ist das noch zu früh?

Gibt es noch ganz andere (sinnvolle) Optionen, z.B. Wärmepumpe kombiniert mit Brennwertkessel in Haus 2 als "Nachbrenner", um die benötigten hohen Vorlauftemperaturen zu bekommen?

(Ach ja,Solarthermie kommt für mich nicht in Frage, da ich die verfügbare Dachfläche für eine Photovoltaikanlage nutzen möchte.)


Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Antworten bzw. Vorschläge!

Peter

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machtnix

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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Wenn du günstig an Brennholz kommst,wieso hast du dann keine Hackschnitzelanlage?Diese könnte beide Häuser locker über eine Fernwärmeleitung versorgen.
BHKW?Hier ist absolute Vorsicht geboten!Es könnte sich vielleicht rechnen,jedoch rechnen und fälschen die meisten Anbieter ihre Angaben schön so das der Kunde darauf hereinfällt.
Eine normale Heizungsanlage läuft ca. zwischen 1800 und 2200 Stunden im ganzen Jahr.Die Anbieter der BHKW's rechnen aber oft 5000 bis 8000 Stunden.Also aufpassen.Wie willst du im Sommer die Wärme abführen?

Hackschnitzelanlage scheint mir im Moment ganz sinnvoll.

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Eric Heiligenstein

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 11.01.2007, Wohnort: Gleschendorf
Beiträge: 82
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Hallo Psychodad,

eine Lösung die mehrere Systeme integriert Gashzg, Holzofen, Solar und WP erzeugt wie Du schon richtig vermutest relativ hohe Investitionskosten.

Interessant wird das wenn man schrittweise vorgeht und dadurch das Du mit Holz zuheizen kannst ergibt sich ein enormes Einsparpotential.

Wir realisieren solche Systeme, das erlaubt unser Speicherkonzept. Der Speicher ist bei uns die Zentrale, ihm ist es egal woher die Wärme kommt, wir können jede Heizungsform anbinden. So läßt sich das auch relativ einfach regeln.

Die wertvolle Ressource "Süddach" aber für Photovoltaik zu verschwenden erzeugt bei uns eine Gänsehaut. Bei den heutigen Einspeisevergütungen ist das die falsche Entscheidung. Das Geld verdienen war einmal. Unter den heutigen Rahmenbedingungen lohnen sich die kostenlosen und direkt im Haus nutzbaren KWh von der Sonne über Solarthermie viel mehr - erst recht bei dem Verbrauch !

Das rechne wir Dir gerne vor, wir sind keine Ideologen für das eine oder gegen das andere.

Die Renditerechnungen unter den heutigen Bedingungen die im Internet zu finden sind zeigen das aber schon von selbst.

Vorabinfo unter www.******.de...

Gruß

Eric

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psychodad

Erfahrung:
Anmeldedatum: 31.01.2007,
Beiträge: 2
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@machtnix: Was es nicht alles gibt...ich dachte erst, das Teil hätte was mit Fleischverarbeitung zu tun Wink . Kommt für mich allerdings wohl nicht in Frage, da ich nicht ausschließlich mit Holz heizen möchte. Jährlich etwa 30 Holzmeter ranschaffen zu *müssen* war nicht meine Absicht, und nur um ein bißchen "zuzheizen" wird das wohl ein wenig teuer.

@eric: Das sieht für mich sehr interessant und plausibel aus, was Du da anbietest! Meine Vorbehalte gegenüber Solarthermie bezogen sich immer auf die geringe Nutzbarkeit (Wärme im Überfluß, wenn man sie nicht braucht). Kombiniert mit der Wärmepumpe und den großen Speichern sieht das ja schon ganz anders aus. Ich bin sehr neugierig darauf, alles mal ein wenig genauer durchzurechnen und werde Dich umgehend direkt kontaktieren.

Peter

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