Hallo zusammen,
wenn die "Praktiker" parlieren, halte ich mich sonst zurück, aber folgendes möchte ich als "Theoretiker" hier doch loswerden.
Ich gehe davon aus, dass Jörg mit Erdgas heizt, da er Abschläge bezahlt und den Verbrauch in m³ angibt.
Der Heizwert von Erdgas beträgt im Mittel etwa 9,25 kWh/m³. Das heißt bei seinen 145 m² Wohnfläche und 2.900 m³ Verbrauch, beträgt der spezifische Verbrauch 185 kWh/m².
Das ist zwar nicht gut, aber auch nicht soo schlecht, da es sich um eine EFH handelt. Techem gibt für den Wohnungsbestand (also i.d.R. MFH) ein Mittel von etwa 160 kWh/m² an. Ich bewohne z. B. ein altes Fachwerkhaus mit gerade mal 20 cm dicken Außenwänden und komme auf 165 kWh/m² mit Brennwert/Flüssiggas.
Also erst mal keine Panik Jörg.
Wenn 30 % Ersparnis durch eine neue Anlage erreichbar sind (lassen Sie sich das garantieren!), also 30% von 2900m³ = 870 m³ zu 70 ct/m³ Erdgas, können Sie 609 € im Jahr sparen.
Kostet eine neu Anlage z. B. 5.000,-- €, die mit einem Kredit mit 6% und einer Laufzeit von 10 Jahren finanziert wird, kommt die Einsparung mit einer gerechneten Energiepreissteigerung von 5% p. a. bei 70 ct/m³ erst im 14. Jahr wieder herein.
Deswegen hören Sie auf die Praktiker und versuchen lieber an der Einstellung der Anlage was zu machen (wann war eigentlich die letzte Wartung der Anlage?).
Zitat:
Wir haben die Zeitschaltuhr so stehen, dass sie von 6-8 Uhr läuft und dann wieder von 16-21 Uhr. Ist es besser die Heizung durchlaufen zu lassen, so dass sie nicht immer wieder unter Volllast arbeiten muss, oder ist die Einstellung so wie sie jetzt ist, besser?
Ist die Heizung dann tatsächlich ganz ausgeschaltet? Das sind nur 8 Stunden Betrieb. Wie ist die Substanz des Hauses beschaffen (Wände, Dicke, Material). Unter Umständen könnte ein längerer Betrieb der Heizkostenrechnung etwas abhelfen, da sie bei dieser geringen Betriebsdauer ja immer mit „Volldampf“ das ausgekühlte Haus aufheizen muß.
Grüsse
Heinz