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MaVoj
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Beitragvon MaVoj » 29.01.2007 12:30 Uhr

Hallo, seit langem planen meine Frau und ich unseren Hausbau. Ein offener Punkt ist jedoch immernoch der eventuelle Einsatz einer Wärmepumpe.
Ich habe mich in unterschiedlichsten Zeitschriften und im Internet belesen. Bin jetz fast dabei, mich auf eine von Viessmann festzulegen.

Dann der Artikel 'Nichts für sparsame Energieverbraucher' in der 'Haus&Energie (Jan. Feb. 2007)'!

Hier ist ein Link zur Website 'HeizPower.de' angegeben. Und das Beispiel, dass bei einem Haushalt mit 1000l Ölverbrauch (Liter Öl = 60Cent; kWh = 12 Cent) im Jahr nur ca. 350,- € pro Jahr gespart werden können (Macht eine Armortisation von 20 Jahren!). Bei 2000l Öl pro Jahr sind es immerhin nach 10 Jahre und bai 300l sind es noch 7 Jahre!!

Anhand der Zahlen gehe ich davan aus, dass die Investkosten sich auf 7000€ Mehrkosten für eine WP belaufen?!

Ist es anhand dieser Zahlen nicht sinnvoller, sich eine gute Gasbrennwerttherme anzuschaffen?! Schließlich sind hier die Kosten für einen Mehrkredit noch nicht enthalten?!!! Und ob 7000€Mehrkosten reiche ist auch fraglich.

Kernaussage des Artikels ist wohl, dass je mehr Leistung ich benötige, desto rentabler wird die ganze Anlage - Aber nutzt man eine WP nicht um zu sparen?

Bin mal auf eure Meinung gespannt. Ihr könnt ruhig hart kritisieren.

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Beitragvon roro » 29.01.2007 13:07 Uhr

Die Hauptfrage ist.

Willst Du auf fossile Energieträger setzen oder auf erneuerbare.

Eine WP in Kombination mit einem Energielieferanten der 100% erneuerbare Energieträger verwendet (ich zahle pro kWh dadurch 1 ct mehr) ist IMHO eine sinnvolle Lösung.

Bei unserem Hausbau (wir sind heuer eingezogen) wäre auch eine Öl oder Gas-Heizung ohne Probleme und kostengünstig möglich gewesen, wir haben uns aber für eine WP entschieden, wobei eine Gas-Heizung sicher auf die Jahre gesehen billiger gewesen wäre.

BTW: Wir verwenden auch Zisternenwasser als Brauchwasser. Diese Investition rechnet sich nie, trotzdem halte ich sie für sinnvoll.
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Beitragvon MaVoj » 29.01.2007 14:01 Uhr

Hi roro,
es soll sich für uns in erster Linie finanziell rechnen. So dicke haben wir es nun auch wieder nicht. Deiner Meinung kann ich entnehmen, dass es sich momentan nicht rentiert (Kosten) in eine WP zu investieren?

Strompreise sind ja auch nicht garntiert!!
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Beitragvon roro » 29.01.2007 14:26 Uhr

Sagen wir es einmal so. Geld in die Dämmung zu investieren und einen möglichst geringen Grundverbrauch zu haben ist sicher sinnvoller.

Fossile Brennstoffe halte ich aus ökologischen Gründen für nicht sinnvoll. Bei uns in Österreich werden bei Neubauten sogar die Förderungen gestrichen, wenn eine solche Heizung verwendet wird. Daher ist es dadurch auch finanziell rentabel. Ich würde einmal bei Euch überprüfen, wie es mit Förderungen aussieht.
Außerdem sind noch die Folgekosten zu beachten. Meine WP ist absolut Wartungsfrei und ich benötige auch keinen Rauchfangkehrer. Die nächste Frage: Wie kommt Ihr eigentlich auf 7000 EUR Mehrkosten. Schon einmal eine Luft/Wasser-Wärmepumpe angesehen. Da sollten die Kosten eigentlich gleich sein, wie bei einer Ölheizung. Hier ist aber noch stärker auf einen geringen Energieverbrauch zu achten.

BTW: Ich habe eine LWP und benötige für 180 qm inkl. WW für 4 Personen ca. 3500 kWh pro Jahr. d.H ich habe Heizungs und WW-Kosten von ca. 500 EUR pro Jahr(Wobei ich 14ct pro kWh bezahle).


Mit Öl hätte ich geschätzte 900l pro Jahr benötigt. Das wären bei jetztigem Preis ca. 540 EUR. Die jährliche Ersparnis ist marginal.
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Beitragvon Thomas Heufers » 29.01.2007 14:46 Uhr

Hallo!

Die Wärmepumpe ist bei günstigen Einsatzbedingungen die richtige Lösung.

Energieverbrauch >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... rauch.html

Kalkulation für eine THZ 303 SOL mit Fußbodenheizung et cetera >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/angebot_efh_kfw_40.html

Bei Verbrennungssystemen müssen folgende Kosten hinzugerechnet werden, Gasanschluss-Investition, Zählermiete, Abgasführung, Kehrkosten und Emmissionsprüfungen, Ölbevorratung (Investition und Verzinsung für Behältnisse und Brennstoff-Bevorratung)

Vorteile Flächenheizung und Niedertemperatursystem >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... turkonzept
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... denheizung

Wir reden nicht nur über etwas, sondern können aus eigener praktischer Erfahrung auf die Vorteile eine Luft-/Wasserwärmepumpe im Energiesparhaus KfW 40 verweisen.


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 05.03.2007 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon MaVoj » 05.03.2007 10:23 Uhr

Hallo, wir haben jetzt unser Angebot erhalten.
Für eine Wärmepumpe (Viessmann Vitocal343 9,6kW) sollten wir einen Auf-Preis von 19000€ zahlen. Standard wäre eine Gasbrennwerttherme ebenfalls Viessmann.

Diesen Preis halte ich für Maßlos überzogen, da alles zu 100% Finanziert werden muss. Da habe ich keine Ersparnis, sondern zahle noch drauf!
So weit geht es mit der Liebe zu Umwelt dann doch nicht ;-))

Oder liege ich hier mit meiner Aussage falsch?

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Beitragvon Thomas Heufers » 05.03.2007 10:45 Uhr

Hallo!

Schau doch bitte 'mal in unser Angebot unter "Mehrpreis für Haustechnik inklusive Einbau und Montage" an. >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/angebot_efh_kfw_40.html

Die reine Mehrinvestition für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme (Therme, Hausanschluss, Abgasführung, etc.) liegt zwischen 3.000 und 5.000 Euro.


Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon roro » 05.03.2007 11:56 Uhr

19000 EUR Mehrkosten!? Das waren bei mir nicht einmal die Gesamtkosten.
Nocheinmal: Bei einer Vernünftigen HZB sollte eigentlich zwischen einer Gastherme und eine WP kein großer Unterschied sein.
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Beitragvon MaVoj » 05.03.2007 11:58 Uhr

Hi roro,
der Meinung war ich auch, aös ich mir die Anlagenpreise bei Viessmann angesehen habe!

Aber es ist tatsächlich so - und die Fußbodenheizung ist bei uns sowieso gesetzt. Man will uns unbedingt eine Spartech andrehen (habe ich das Gefühl)
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Beitragvon roro » 05.03.2007 12:17 Uhr

Die Viessmann Vitocal 343 kostet max. 6900 + ca 3000 EUR für Rohre, Zusatzmaterial, Grabungsarbeiten, Einbau.

Das heißt, dass ganze kostet EUR 10000.- (das würde sich auch mit meiner Erfahrung decken)

Eine gute Gastherme kostet mit Einbau ca. 3000-4000 EUR.

d.h. Es dürfte max. ein Aufpreis von 6000-7000 EUR entstehen, wobei man bei den Kosten für die Grabungsarbeiten einiges optimieren kann.

Bei mir war der Unterschied bei ca. EUR 1000,00 wobei mein HZB immer eher eine WP vorgezogen hatte, vielleicht war auch dadurch der Preis der Gastherme extra höher angesetzt.

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