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simaic
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Beitragvon simaic » 26.01.2007 08:33 Uhr

Hallo,
mich würde mal interessieren, ob von euch jemand schon mal davon gehört hat, dass die Rohre im Garten für die Erdwärme übereinander verlegt werden. Wir haben in unserem gemieteten RMH nämlich so eine Konstruktion. Wohnfläche 125 qm, jedoch standen für Flächenkollektoren keine 250 qm im Garten zur Verfügung (müsste lt. Meiner Recherche ungefähr die nötige Fläche sein --> doppelte Wohnfläche). Tiefenbohrung durfte aufgrund des Grundwassers oder so nicht durchgeführt werden. Den genauen Grund weiß ich jetzt nicht, aber der Bauträger hat einfach keine Genehmigung erhalten. Da anscheinend unbedingt eine WP rein musste, hat man sich jetzt eben so geholfen, dass die Rohre im Garten übereinander verlegt wurden um auf mehr Fläche zu kommen.
Nun habe ich im Internet wirklich schon viel recherchiert aber über diese Möglichkeit noch nirgends was gefunden. Wie ich in meinem anderen Beitrag schon berichtet habe, braucht die WP extrem viel Strom. Kann es vielleicht sein, dass der hohe Stromverbrauch auf diese Rohrkonstruktion im Garten zurückzuführen ist? Meine physikalischen Kenntnisse reichen leider nicht so weit, dass ich das beurteilen könnte. Aber wenn die Wirkung durch diese doppelt verlegten Rohre nicht so gut ist, dann ist es ja nur logisch, dass die WP für das heizen mehr Strom braucht. Oder? Was meint ihr.
Ich bin nur etwas skeptisch. Weil wenn das so astrein wäre, dass man die Rohre bei wenig Platz auch übereinander verlegen kann, dann wäre ja die Tiefenbohrung gänzlich überflüssig. Wäre ja eigentlich toll, da die ja eh immer mit höheren Kosten verbunden ist…
Gruß
Simone

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Beitragvon roro » 26.01.2007 11:19 Uhr

VL und RL-Temperaturen der Sole-Kreise wären interessant.
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Beitragvon simaic » 26.01.2007 15:24 Uhr

War jetzt grad im Keller: Vorlauf: 34 Grad, Rücklauf knapp 32 Grad...
Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 26.01.2007 16:24 Uhr

Hallo simaic,

die Soletemperaturen aus den Erdschlangen sind das was interessiert !

Man könnte den Verdacht haben das das Erdreich bei der phantasievollen Nutzung zu stark auskühlt und sich kaum noch regenerieren kann was durchaus zu dem Mehrverbrauch führen kann.

Gruß

Eric

******
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Beitragvon simaic » 26.01.2007 17:58 Uhr

Ahsoooo... Also lt. HB läuft die Sole mit -5 Grad raus und mit +1 Grad wieder rein. Das ist zumindest der Wert von unseren Nachbarn. Hat er gerade gemessen. Und die haben die gleich phantasievolle Rohrkonstruktion :wink:
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Beitragvon Franky71 » 28.01.2007 13:30 Uhr

simaic hat geschrieben:Hallo,
mich würde mal interessieren, ob von euch jemand schon mal davon gehört hat, dass die Rohre im Garten für die Erdwärme übereinander verlegt werden. Wir haben in unserem gemieteten RMH nämlich so eine Konstruktion. Wohnfläche 125 qm, jedoch standen für Flächenkollektoren keine 250 qm im Garten zur Verfügung (müsste lt. Meiner Recherche ungefähr die nötige Fläche sein --> doppelte Wohnfläche). ....
Gruß
Simone


Hallo, Simone

( nimm jetzt erst mal ein paar Betablocker zur Hand)

Ohje, jetzt wundert mich nichts mehr - das kann so nicht gescheit funktionieren. Die Temperaturdifferenz in der Wärmepumpe ist aus physikalischen Gründen bei euch dann höher als normal (und beim lieben Nachbarn auch). Wenn die Sole auch noch unter 0 Grad ist, vereisen die Rohrschlangen von aussen und der Wärmeübergang verschlechtert sich erheblich, meiner Ansicht nach ist die Anlage für die Katze.

Gruss

Franky

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Beitragvon simaic » 28.01.2007 13:34 Uhr

Na traumhaft :roll: Was würdest Du dann jetzt an meiner STelle tun? Mit welcher Temperatur sollte die Sole rein bzw. raus laufen?!? WArum genau sind die Temperaturdifferenzen in der WP höher? Wäre nett, wenn Du mir das genauer erklären könntest. Ich brauch nächste Woche ein paar schlagkräftifge Argumente für meinen HB :wink:
simone
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Beitragvon denkedran » 28.01.2007 15:03 Uhr

Sehr große Vorteile bietet das System der Direktverdampfung im Erdreich.
1. Es wird direkt das Arbeitsmittel der Wärmepumpe in den Erdreichkollektorrohren, das sind Kupferrohre mit hart PVC Ummantelung, verdampft. Es entfällt die Soleflüssigkeit und die Solepumpe sowie in der Wärmepumpe der Verdampfer welcher die Soleflüssigkeit abkühlt. Der Verdampfer liegt damit direkt im Erdreich. es ist kein Energieverbrauch für die Solepumpe notwendig und die Verdampfung der WP liegt ebenfalls um mehr als 5k höher. das bringt eine bessere WP-Arbeitszahl.
Bei der Direktverdampfung im Erdreich reicht die beheizte Wohnfläche zur Gartenfläche im Verhältnis 1:1 aus. Hier kann auch der Kollektor übereinander verlegt werden. Dies wurde von uns schon mehrmals erfolgreich ausgeführt und dies in der kalten Klimazohne Bayern.
Solche Systeme, aber auch Direktverdampfung und Direktkondensation im Fußboden werden von www.sofath.com angeboten.
Gruß Denkedran
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Beitragvon Franky71 » 28.01.2007 18:25 Uhr

simaic hat geschrieben:Na traumhaft :roll: Was würdest Du dann jetzt an meiner STelle tun?

Früher oder später die Koffer packen :?
Oder Mietminderung als Ausgleich -> Mieterschutzbund

simaic hat geschrieben:Mit welcher Temperatur sollte die Sole rein bzw. raus laufen?!? WArum genau sind die Temperaturdifferenzen in der WP höher? Wäre nett, wenn Du mir das genauer erklären könntest. Ich brauch nächste Woche ein paar schlagkräftifge Argumente für meinen HB :wink:
simone


Da die Wärme ja im Erdreich in den Bereich der Erdschlangen irgendwie nachfliessen muss. Ja kleiner die Fläche ist, desto weniger fließt die Wärme aus der Umgebung nach.
Dies kann nur durch die Temperaturdifferenz zur Umgebung wett gemacht werden.
Halbe Fläche -> Doppelte Temperaturdifferenz im Erdreich ! (Erdreich kühlt aus)
Vereisung -> Ganz schlecht, noch größere Temperaturdifferenz, da die Wärmeleitfähigkeit an sich abnimmt.

Habt ihr nicht zufällig einen Fluss oder Bach im Garten bzw. in der Nähe ?

Die einzige reelle Chance sehe ich, wenn der Eigentümer eine Ersonde nachrüstet, also ein Bohrung, aber mit geschlossenem Kreislauf, da hat er das Wasserrechtlicheproblem nicht.

Viel Erfolg

Frank
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Beitragvon simaic » 28.01.2007 19:53 Uhr

Hallo,
also einen Fluß gäbe es da schon in der Nähe... Ist so 75 Meter weg (grob geschätzt). Beim MIeterschutzbund frag ich jetzt dann auf alle Fälle mal nach. Wobei ich eigentlich mit dem Vermieter keine Schwierigkeiten haben möchte. Aber der hätte sich ja im Vorfeld auch mal besser informieren können, dann hätte ich jetzt den ganzen Ärger nicht.
Wie sollte eigentlich der Boden beschaffen sein, damit die WP richtig arbeiten kann? Mein Mann hat letztens zufällig gehört, dass hier wo die Häuser gebaut wurden immer Bauschutt gelagert war. Wenn der jetzt eingraben wurde und die HÄuser draufgestellt, sind das ja wahrscheinlich nicht unbedingt optimale voraussetzungen oder?
@denkdaran: könnte man so einen Direktverdampfer ohne weiteres nachrüsten? Oder versteht man unter direktverdampfer diese Kupferrohre... Das habe ich irgendwie nicht so ganz verstanden. Würde mich aber sehr interessieren...

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