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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wirklich Alternative zu Flächenkollektoren/Tiefenbohrung?

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simaic

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,
mich würde mal interessieren, ob von euch jemand schon mal davon gehört hat, dass die Rohre im Garten für die Erdwärme übereinander verlegt werden. Wir haben in unserem gemieteten RMH nämlich so eine Konstruktion. Wohnfläche 125 qm, jedoch standen für Flächenkollektoren keine 250 qm im Garten zur Verfügung (müsste lt. Meiner Recherche ungefähr die nötige Fläche sein --> doppelte Wohnfläche). Tiefenbohrung durfte aufgrund des Grundwassers oder so nicht durchgeführt werden. Den genauen Grund weiß ich jetzt nicht, aber der Bauträger hat einfach keine Genehmigung erhalten. Da anscheinend unbedingt eine WP rein musste, hat man sich jetzt eben so geholfen, dass die Rohre im Garten übereinander verlegt wurden um auf mehr Fläche zu kommen.
Nun habe ich im Internet wirklich schon viel recherchiert aber über diese Möglichkeit noch nirgends was gefunden. Wie ich in meinem anderen Beitrag schon berichtet habe, braucht die WP extrem viel Strom. Kann es vielleicht sein, dass der hohe Stromverbrauch auf diese Rohrkonstruktion im Garten zurückzuführen ist? Meine physikalischen Kenntnisse reichen leider nicht so weit, dass ich das beurteilen könnte. Aber wenn die Wirkung durch diese doppelt verlegten Rohre nicht so gut ist, dann ist es ja nur logisch, dass die WP für das heizen mehr Strom braucht. Oder? Was meint ihr.
Ich bin nur etwas skeptisch. Weil wenn das so astrein wäre, dass man die Rohre bei wenig Platz auch übereinander verlegen kann, dann wäre ja die Tiefenbohrung gänzlich überflüssig. Wäre ja eigentlich toll, da die ja eh immer mit höheren Kosten verbunden ist…
Gruß
Simone

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roro

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VL und RL-Temperaturen der Sole-Kreise wären interessant.

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simaic

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War jetzt grad im Keller: Vorlauf: 34 Grad, Rücklauf knapp 32 Grad...

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Eric Heiligenstein

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Hallo simaic,

die Soletemperaturen aus den Erdschlangen sind das was interessiert !

Man könnte den Verdacht haben das das Erdreich bei der phantasievollen Nutzung zu stark auskühlt und sich kaum noch regenerieren kann was durchaus zu dem Mehrverbrauch führen kann.

Gruß

Eric

******

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simaic

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Ahsoooo... Also lt. HB läuft die Sole mit -5 Grad raus und mit +1 Grad wieder rein. Das ist zumindest der Wert von unseren Nachbarn. Hat er gerade gemessen. Und die haben die gleich phantasievolle Rohrkonstruktion Wink

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Franky71

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simaic hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
mich würde mal interessieren, ob von euch jemand schon mal davon gehört hat, dass die Rohre im Garten für die Erdwärme übereinander verlegt werden. Wir haben in unserem gemieteten RMH nämlich so eine Konstruktion. Wohnfläche 125 qm, jedoch standen für Flächenkollektoren keine 250 qm im Garten zur Verfügung (müsste lt. Meiner Recherche ungefähr die nötige Fläche sein --> doppelte Wohnfläche). ....
Gruß
Simone


Hallo, Simone

( nimm jetzt erst mal ein paar Betablocker zur Hand)

Ohje, jetzt wundert mich nichts mehr - das kann so nicht gescheit funktionieren. Die Temperaturdifferenz in der Wärmepumpe ist aus physikalischen Gründen bei euch dann höher als normal (und beim lieben Nachbarn auch). Wenn die Sole auch noch unter 0 Grad ist, vereisen die Rohrschlangen von aussen und der Wärmeübergang verschlechtert sich erheblich, meiner Ansicht nach ist die Anlage für die Katze.

Gruss

Franky

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simaic

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Na traumhaft Rolling Eyes Was würdest Du dann jetzt an meiner STelle tun? Mit welcher Temperatur sollte die Sole rein bzw. raus laufen?!? WArum genau sind die Temperaturdifferenzen in der WP höher? Wäre nett, wenn Du mir das genauer erklären könntest. Ich brauch nächste Woche ein paar schlagkräftifge Argumente für meinen HB Wink
simone

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denkedran

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Sehr große Vorteile bietet das System der Direktverdampfung im Erdreich.
1. Es wird direkt das Arbeitsmittel der Wärmepumpe in den Erdreichkollektorrohren, das sind Kupferrohre mit hart PVC Ummantelung, verdampft. Es entfällt die Soleflüssigkeit und die Solepumpe sowie in der Wärmepumpe der Verdampfer welcher die Soleflüssigkeit abkühlt. Der Verdampfer liegt damit direkt im Erdreich. es ist kein Energieverbrauch für die Solepumpe notwendig und die Verdampfung der WP liegt ebenfalls um mehr als 5k höher. das bringt eine bessere WP-Arbeitszahl.
Bei der Direktverdampfung im Erdreich reicht die beheizte Wohnfläche zur Gartenfläche im Verhältnis 1:1 aus. Hier kann auch der Kollektor übereinander verlegt werden. Dies wurde von uns schon mehrmals erfolgreich ausgeführt und dies in der kalten Klimazohne Bayern.
Solche Systeme, aber auch Direktverdampfung und Direktkondensation im Fußboden werden von www.sofath.com... angeboten.
Gruß Denkedran

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Franky71

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Beiträge: 135
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[quote="simaic"]Na traumhaft Rolling Eyes Was würdest Du dann jetzt an meiner STelle tun?

Früher oder später die Koffer packen Confused
Oder Mietminderung als Ausgleich -> Mieterschutzbund

simaic hat Folgendes geschrieben:

Mit welcher Temperatur sollte die Sole rein bzw. raus laufen?!? WArum genau sind die Temperaturdifferenzen in der WP höher? Wäre nett, wenn Du mir das genauer erklären könntest. Ich brauch nächste Woche ein paar schlagkräftifge Argumente für meinen HB Wink
simone


Da die Wärme ja im Erdreich in den Bereich der Erdschlangen irgendwie nachfliessen muss. Ja kleiner die Fläche ist, desto weniger fließt die Wärme aus der Umgebung nach.
Dies kann nur durch die Temperaturdifferenz zur Umgebung wett gemacht werden.
Halbe Fläche -> Doppelte Temperaturdifferenz im Erdreich ! (Erdreich kühlt aus)
Vereisung -> Ganz schlecht, noch größere Temperaturdifferenz, da die Wärmeleitfähigkeit an sich abnimmt.

Habt ihr nicht zufällig einen Fluss oder Bach im Garten bzw. in der Nähe ?

Die einzige reelle Chance sehe ich, wenn der Eigentümer eine Ersonde nachrüstet, also ein Bohrung, aber mit geschlossenem Kreislauf, da hat er das Wasserrechtlicheproblem nicht.

Viel Erfolg

Frank

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simaic

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Hallo,
also einen Fluß gäbe es da schon in der Nähe... Ist so 75 Meter weg (grob geschätzt). Beim MIeterschutzbund frag ich jetzt dann auf alle Fälle mal nach. Wobei ich eigentlich mit dem Vermieter keine Schwierigkeiten haben möchte. Aber der hätte sich ja im Vorfeld auch mal besser informieren können, dann hätte ich jetzt den ganzen Ärger nicht.
Wie sollte eigentlich der Boden beschaffen sein, damit die WP richtig arbeiten kann? Mein Mann hat letztens zufällig gehört, dass hier wo die Häuser gebaut wurden immer Bauschutt gelagert war. Wenn der jetzt eingraben wurde und die HÄuser draufgestellt, sind das ja wahrscheinlich nicht unbedingt optimale voraussetzungen oder?
@denkdaran: könnte man so einen Direktverdampfer ohne weiteres nachrüsten? Oder versteht man unter direktverdampfer diese Kupferrohre... Das habe ich irgendwie nicht so ganz verstanden. Würde mich aber sehr interessieren...

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bernhard geyer

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simaic hat Folgendes geschrieben:
also einen Fluß gäbe es da schon in der Nähe... Ist so 75 Meter weg (grob geschätzt).

Es geht nur darum ob der Grundwasserspiegel evtl. sehr hoch ist, sprich nur kleine Brunnen gebohrt werden müssen. Direkt den Fluß anzapfen wird dir keine Wasserschutzbehöhrde genehmigen. Ich vermute mal das aufgrund von Wasserschutzgebiet keine Grundwasserpumpe genehmigt wird. Evtl. auch deshalb keine Tiefenbohrung.

simaic hat Folgendes geschrieben:
Aber der hätte sich ja im Vorfeld auch mal besser informieren können, dann hätte ich jetzt den ganzen Ärger nicht.

Das Problem ist eher das WP's etwas komplizierter sind als ein 0815 Öl/Gasheizung.

simaic hat Folgendes geschrieben:
Wie sollte eigentlich der Boden beschaffen sein, damit die WP richtig arbeiten kann?

Wasserdurchlässig und wenig Lufteinschlüsse. Bei unpassenden Bodenverhältnissen sollte der BU eine entsprechende Bodenverbesserung (z.B. Einarbeiten von Sand) durchgeführt haben.

simaic hat Folgendes geschrieben:
Mein Mann hat letztens zufällig gehört, dass hier wo die Häuser gebaut wurden immer Bauschutt gelagert war. Wenn der jetzt eingraben wurde und die HÄuser draufgestellt, sind das ja wahrscheinlich nicht unbedingt optimale voraussetzungen oder?

Worauf das Haus steht ist egal. Dein Flächenkollektor sollte ja nicht unter das Haus gelegt worden sein. Falls ja war das großer Murks. Wie soll sich ein Flächenkollektor regenerieren wenn kein Oberflächenwasser nachfließt?

simaic hat Folgendes geschrieben:
könnte man so einen Direktverdampfer ohne weiteres nachrüsten? Oder versteht man unter direktverdampfer diese Kupferrohre...

AFAIK nein. Direktverdampfer heißt das die Flüssigkeit des Flächenkollektors durch die Wärmepumpe fließt und direkt in die Fußbodenheizung gelangt ohne noch einen Wärmetauscher zu durchlaufen.
Und ob dafür die normalen Fußbodenrohre geeignet sind ...

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Eric Heiligenstein

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Hallo Simaic,

Du wirst langsam zum WP-Experten was hier alles geschrieben steht wie es besser laufen würde.

Die traurige Wahrheit ist aus unserer Sicht das sich die Installation nicht "mal eben so" umstellen läßt.

Da hat der Vermieter ein echtes Problem, es bleibt eigentlich nur das Brauchwasser mit einem elektronischen Durchlauferhitzer zu "machen" um die WP zu entlasten und/oder einen Kaminofen einzubauen.

Alles andere wäre nahe an "ganz von vorne anfangen".

Gruß

Eric

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simaic

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Guten Morgen,
dann wird ich mal unseren netten Vermieter mal kontaktieren und ihm mal ein wenig bericht erstatten. Echt wahnsinn was ich jetzt schon Zeit damit verbracht habe mich im Internet über Wärmepumpen zu infomieren. Ich bin ja nur froh, dass es so viele nette Menschen gibt, die sich meinem Problem annehmen. Auch wenn mir anscheinend nicht zu helfen ist…
Mir stinkt das einfach alles furchtbar. Jetzt im Januar hat die WP wieder durchschnittlich 40 kW pro Tag gebraucht. Und das bei diesen doch relativ milden Temperaturen. Ich werd jetzt dann mal den Mieterschutzbund kontaktieren und mal schaun was die Meinen. Aber da sieht man es wieder mal: Man sollte sich, bevor man so was machen lässt, doch ausführlich über diese ganze Thematik informieren. Echt ganz schön kompliziert. Und wenn dann das alles nicht sauber gemacht ist, dann sieht man ja den Erfolg. Wir sind das beste Bespiel.

Ein Frage noch kurz zu den Rohren, die im Garten verlegt sind. Wenn die rohre auf Fläche ausgelegt sind – sind die Rohre dann immer aus Kupfer? Oder gibt´s da auch andere Materialien aus denen die sind. Was ist da so üblich?

Grüße
Simone

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Franky71

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
bernhard geyer hat Folgendes geschrieben:
Direkt den Fluß anzapfen wird dir keine Wasserschutzbehöhrde genehmigen.


Warum lassen die das eigentlich nicht zu? Ich meine natürlich muss dafür gesorgt sein, dass das Wasser nicht mit Maschinenöl verschmutzt wird, aber das dürfte ja kein Problem sein bei einem Wärmetausch. Und schliesslich kommt ja genausovie Wasser wieder in den Fluss, wie man im zuvor entnommen hatte.
Anderswo, z.B. in Kraftwerken werden die Flüße ja auch aufgeheizt und oft in viel größerem Masse. Also ich würde den Ansatz mal verfolgen.

Gruss

Frank

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