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Fragen zu Umwelttechniken und weiteren Energiethemen, Energie sparen, Ökostrom, Erfindungen, Contracting, Energiepolitik.
Sven Geitmann für Mark Sc

Beitragvon Sven Geitmann für Mark Sc » 31.08.2005 17:19 Uhr

Beitrag von Mark Schulze

Meine Meinung zum Thema: Zukunftsenergien
Die Solarenergie ist zu teuer, als das Energiekonzerne damit rentabel Geld verdienen könnten. Jedoch müsste die Produktion von Solaranlagen mittlerweile verbessert worden sein, falls die Hersteller gutes Personal haben, so das die Anlagen mittlerweile erschwinglicher sein sollten. So könnten sich Haushalte künftig zu einem großen Teil selbst versorgen und den deutschen Energieverbrauch rapide senken. Die Produktion von Wind- und Wasserenergie ist zwar noch um einiges günstiger als die Solarenergie, jedoch die Kosten der sicherlich zum Teil subventionierten Windräder, Wasserkraftwerke und deren Installation scheinen sehr hoch zu sein. In dieser Zeit wo durch Geldgier der Kapitalismus mehr und mehr scheitert, die Schulden Deutschlands wohl nicht mehr verringert werden können und das potenzielle Platzangebot sich immer mehr verkleinert, wird es bald keine neuen Anlagen dieser Art mehr geben. Sie sind zwar um ein Vielfaches sicherer als Raffinerien, Erd-, Gas- und Atomkraftwerke, jedoch empfindet ein Teil der Bevölkerung die Windräder als störend, da sie die die Schönheit von Ausblickspunkten trüben.

Zudem glaube ich nicht daran, dass diese Energieerzeugung weiterhin nicht mehr verbessert werden kann. An der Wasserstoffproduktion wird schon seid geraumer Zeit geforscht und es sind schon einige Millionen Euro und Doller investiert worden. Das muss ja bedeuten, dass diese noch immer zu teure Energiegewinnung Zukunft haben muss. Zwar hege auch ich Zweifel, ob das nicht mal wieder am Ende nur reine Geldverschwendung sein sollte, denn es ist noch keine Umstellung auf diese Energie absehbar. Doch ich glaube daran, das man diese Technik noch um ein Vielfaches verbessern kann. Vielleicht wird auch noch durch die Fixierung auf die KFZ-Motoren die Chance für Wasserstoffkraftwerke übersehen, in denen sowohl die Elektrolyse als auch die folgende Kraftstoffgewinnung mit Sicherheit einiges an Energie erzeugen kann. Allgemein muss man noch anmerken, das der derzeitige Stromtransport über z.B. Überlandleitungen weiterhin in Frage gestellt werden sollte, denn auch dabei geht zu viel Strom verloren. Ach ja, schon so spät, also gute Nacht!

Beitrag von Mark Schulze

Markus

Beitragvon Markus » 31.08.2005 17:19 Uhr

Strom geht nicht verloren, wenn dann verliert man Leistung in Form von Abwärme. Der Leistungsverlust ist aber sehr gering, dadurch, dass man hier mit sehr hohen Spannungen arbeitet.
Solarenergie ist bis Mitte/Ende des Jahrhunderts die Zukunftsenergie in Deutschland, aber irgendwann muss man aufhören, es sei denn, Frankreich würde beginnen ihre Atomreaktoren runterzufahren. Es werden flexible Kraftwerke benötigt, z.B. Wasserkraft oder eben Wasserstoff. Die Brennstoffzelle und Verbrennungsmotoren auf Wasserstoffbasis machen zur Zeit große Fortschritte. Wenn der Markt es verlangt, wird man bereit sein.

Zum Thema Windenergie:
Ich persönlich finde es eine frechheit von den Grünen, dass sie für Umweltschutz plädieren und weiterhin auf Windenergie setzen. Nichtnur, dass diese Energie total schwachsinnig ist, nein sie ist auchnoch total unausgereift. Viele wissen garnicht, wie wenig so eine Anlage produziert. Oft drehen sich die Räder stundenlang und speisen so gut wie nichts ins Netz ein. Somit wird ein derartiges Kraftwerk nie die Energie reinholen, die aufgewendet werden musste, um diese Anlage zu fertigen und aufzubauen.
Ich möchte garnicht wissen, wieviel Milliarde der Staat dadurch wieder beim Fenster rausgeschmissen hat.
Gerhard

Beitragvon Gerhard » 31.08.2005 17:19 Uhr

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» Zum Thema Windenergie:
» Ich persönlich finde es eine frechheit von den Grünen, dass sie für
» Umweltschutz plädieren und weiterhin auf Windenergie setzen. Nichtnur,
» dass diese Energie total schwachsinnig ist, nein sie ist auchnoch total
» unausgereift. Viele wissen garnicht, wie wenig so eine Anlage produziert.
» Oft drehen sich die Räder stundenlang und speisen so gut wie nichts ins
» Netz ein. Somit wird ein derartiges Kraftwerk nie die Energie reinholen,
» die aufgewendet werden musste, um diese Anlage zu fertigen und
» aufzubauen.
» Ich möchte garnicht wissen, wieviel Milliarde der Staat dadurch wieder
» beim Fenster rausgeschmissen hat.





Windenergie ist teuer, keine Frage. Auch mehren sich die Klagen, Windräder verschandeln die Landschaft.
Allerdings hat sie diese Kritik hier nicht verdient.
Energierückzahlzeit liegt je nach Standort zwischen drei und sechs Monaten.
Man möge sich informieren bevor man postet.

Grüße Gerhard
Markus

Beitragvon Markus » 31.08.2005 17:19 Uhr

Das haben wir aber in der Berufsschule und jetz auf der BOS anders gelernt ;) Vorallem gab es in letzter Zeit auch ein paar Reportagen, die alle besagten, dass Windkrafträder Ewigkeiten brauchen, bis sie sich rentieren. Es gibt auch genug Fälle, in denen sie sich nie rentieren, weil sie entweder ständig defekt sind, oder einfach wegen unpassender Drehzahl nix einspeisen
Burckhard H. Adam

Beitragvon Burckhard H. Adam » 31.08.2005 17:19 Uhr

Das Thema ist viel zu vielschichtig, um mit einem kurzen Posting dazu umfassend Stellung nehmen zu können. Auf der einen Seite, wird m. E. auf Grund des augenblicklichen technologischen Standes der alternativen Energietechnik, die Nutzung der REN noch nicht so einsetzbar sein, wie viele das wünschen. Dabei sollte man Vor- und Nachteile sachlich und euphoriebereinigt betrachten.

Ich glaube, dass die Erneuerbaren Energien (REN) einen maßgeblichen Beitrag zur Schadstoff-Emissionssenkung (SO4, NOx, Staub, Lärm usw.) bei der Energieumwandlung leisten können! Das ist monetär nicht fasslich, außer man internalisiert die externen Kosten zur Umweltschadensbeseitigung zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen, wie es Prof. Lutz Wicke aus Berlin schon vor Jahren gefordert hat. Weiterer Vorteil der REN, die Solarenergie steht z. B. als Primärenergie kostenlos zur Verfügung: "Die Sonne schickt uns keine Rechnung!" (Franz Alt)
Wasser und Wind stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Bei Nutzung dieser Energieträger entscheiden die Investitionskosten über die Energiepreise. Die Wasserkraft dürfte bei uns ausgereizt sein - neuen Talsperren stehen einige Ökologen sehr skeptisch gegenüber - genau wie bei der Windenergienutzung. Da schlagen z. Z. die emotionalen Wellen hoch und es geht ein Riss durch Deutschland. Die Argumente der Gegner sind teilweise so hahnebüchend, dagegen hören sich Grimms Märchen wie die blanke Wahrheit an. Da ist von „schlechtem“ Strom die Rede, von unzähligen toten Vögeln, von „wahnsinnig“ machenden Schattenwurf, bis hin zum Disko-Effekt. Sicherlich bringen Windkraftanlagen WKA Probleme mit sich, alles was in die Landschaft gestellt wirkt zuerst störend im Öko-System, z. B. auch Gebäude! Die Versiegelung unserer Landschaft oder die Verschmutzung der Oberflächengewässer ist ein viel ernsthafteres Umweltproblem, als viel glauben wollen. Bei der Errichtung einiger Windparks sind planerische und fachliche Fehler begangen worden. Sicherlich sollte man Probleme, die den Landschaftsschutz betreffen genau abwägen, dass Menschen nicht gestört werden. Aber was ich hier gelesen, von drehenden WKA, die keinen Strom liefern, das ist Unsinn. Wenn sich die Rotoren drehen, dann wird Strom geliefert, ansonsten steht die WKA still!

Aber der Umbau der Energiewirtschaft zu mehr dezentraler und umweltverträglicher Energieversorgung, muss heute erfolgen, da dieser m. E. mindestens 30 Jahre dauern wird. Weiterhin werden die fossilen Energieträger eines Tages zur Neige gehen, dann ist das Nachdenken über Alternativen zu spät. Wir brauchen umweltverträgliche und preiswerte Lösungen – da sind unsere Ingenieure gefragt!

Zum Schluss noch ein paar Bemerkungen zu den Nachteile der REN. Der größte z. Z. ist, das Angebot und Bedarf nicht übereinstimmen, dass teilweise die Energiedichte gering ist - großer Flächenbedarf (PV) und sie sich nur teuer speichern lassen. Aber ich meine, der Energiemix mit der Biomasse und einem intelligenten Lastmanagement sind in der Zukunft mit Ingenieurgeist die Probleme zu meistern – packen wir’s an!

Übrigens die einfachste und billigste Methode für den Umweltschutz ist - Energie sparen!
Markus

Beitragvon Markus » 31.08.2005 17:19 Uhr

Also ich bin Elektriker und unser Lehrer hat da denk ich mal mehr Ahnung von. Es ist auch logisch. Man muss ja die gewonnene Spannung auf 50Hz bringen. Solche Umwandlungen sind 1. nicht einfach und 2. immer mit Verlusten verbunden

Ewa

Beitragvon Ewa » 31.08.2005 17:20 Uhr

Hallo!

Ich bin Schülerin in Berlin und muss eine Hausarbeit zum Thema "Zukunftsaussichten der Energiegewinnung" abgeben. Also habe ich im Internet ein wenig gestöbert und bin auf dieses Forum gestoßen. Ihre Kommentare fand ih äußerst interessant und wollte fragen, ob mir jemand einige Tipps für die Arbeit geben könnte!:-)

Vielen Dank, Ihre Ewa
Anna

Beitragvon Anna » 31.08.2005 17:20 Uhr

Zwei Anmerkungen zum Thema Windenergie, die sehr nachdenklich machen:
1. Zur Herstellung des Materials (Aluminium), aus dem e i n Windkraftrad besteht, wird erheblich mehr Energie benötigt, als dieses Windkraftrad dann während seiner gesamten Betriebsdauer produzieren kann,
2. herausgenommen aus einem offenen Brief an den Minister für Umwelt, Naturschutz etc. vom VDE (Frühjahr 2005) eine
bemerkenswerte Tatssache:
Bei Windausfall müssen 95 % der Windkraftanlagenleistung durch "Schattenkraftwerke" ersetzt werden, d.h. Kraftwerke werden so oder so gebaut!
Anna
Horst Bernauer

Beitragvon Horst Bernauer » 31.08.2005 17:20 Uhr

Diese Argumente kommen seit ungefähr 25 Jahren immer wieder und werden dadurch nicht wahrer.

Zur Zeit erleben wir halt den 228sten Versuch der Atomkonzerne ihre Geschäftsinteressen öffentlich durchzudrücken; was neues fällt denen aber wirklich nicht mehr ein.

Zu den Argumenten:

1. Herstellungsenergie:

Der Herstellungsaufwand von Windkraftanlagen wird je nach Standort in 0,5-2 Jahren von der WKA produziert. Solaranlagen liegen bei 1-4 Jahren (Tendenz fallend), Biomasse deutlich kürzer, Wasserkraftanlagen ebenfalls.

Nicht-Erneuerbare Energieumwandlungstechniken wie Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke etc. kommen gar nie in einen positiven Energiesaldo, da sie neben der Herstellungsenergie immer viel mehr Energie in Form von Brennstoff brauchen als sie jemals als Strom erzeugen.

Erneuerbare Technologien sind die Einzigen, die überhaupt je einen positiven Energiesaldo erreichen können.


2. Reservekapazitäten:

Jedes Kraftwerk muss bei Ausfall von anderen ersetzt werden.
Die grossen Kraftwerksblöcke zu 100%, zusätzlich mit erheblichen Gefahren für die Stabilität der Netze.
Auf wechselnde Windverhältnisse kann man sich vorher einstellen, im Zusammenspiel vieler dezentraler Erzeuger (auch mit anderen Energieträgern) können die Schwankungen ausgeglichen werden (wenn man es wirklich will).

Entscheidend ist welche Anteile in einem vernünftigen Mix von welcher Energieform übers Jahr getragen werden und wie sich Grundlast, Mittellast und Spitzenlast darstellen lassen.

Die neuen Bausteine hierfür sind Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Erneuerbare Energien, zusätzlich zu den konventionellen Kraftwerken und der richtigen Netzregelungstechnik.

Es geht hier um Übergangsstrategien für einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.

Solange Deutschland einen energetischen Gesamtwirkungsgrad von ca. 30 % hat (der Rest der Primärenergie geht unterwegs verloren bevor er beim Verbraucher ankommt, und zwar vor allem in den grossen Kraftwerken!!) kann mir niemand erzählen dass wir Atomkraft brauchen, die vom Gesamtenergieverbrauch sowieso nur ca. 7 % bereitstellt. (Achtung Energiebedarf ist nicht nur Strom!)

Der zur Zeit von den Grosskraftwerken kostenlos in die Atmosphäre entsorgte Wärmemüll (=Abwärme ca. 60-70 % des Brennstoffeinsatzes) würde ausreichen, um alle Gebäude in Deutschland zu heizen!!

Eine der weiteren wichtigen Energietechniken ist daher die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung mit Blockheizkraftwerken (BHKW), denn damit kann diese Abwärme fast vollständig genutzt werden, die Wirkungsgrade betragen 90 % statt 35% im Grosskraftwerk. Und - geht auch mit Erneuerbaren!

Gruss Horst Bernauer
Gast

Beitragvon Gast » 02.02.2006 09:40 Uhr

Kennt ihr die Verwendung von Verbrennungsmotoren auf Wasserstoffbasis?

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