Guten Abend zusammen.
Ich interessiere mich prinzipiell für einen Hausbau (1,5 oder 2 Geschosse, ca. 150 qm + Vollunterkellerung), habe jedoch noch keine konkrete Planung und folglich auch noch keine "Energiebedarfsberechnung."
Da ich die Auswahl und Konzeption eines zeitgemäßen Heizungs- und Energiesystems für so ziemlich die grundlegendste Entscheidung bei einem Hausbau halt, habe ich mich entschieden, mich hier anzumelden und einfach mal meine +/- dummen Fragen zu stellen.
Ich interessiere mich prinzipiell für ein KfW-40 Haus (oder besser, falls bezahlbar), gebe allerdings zu bedenken, dass tägliches Duschen für die derzeit 2 und angedacht mindestens 4 Bewohner unerlässlich ist. Ich würde grundsätzlich gerne eine Wärmepumpe installieren, bin allerdings nicht sicher, welches System praktikabel / rentabel (u. a. KfW-40 Standard...) wäre.
Ich verfüge über kein geologisches Gutachten, gehe jedoch davon aus, dass der Boden eher sandig ist. Kiesgruben mit Schwimmbaggern (Rheinnähe) und konventionelle Kiesgruben gehören in unserer Gegend (NRW, 41xxx) zur Tagesordnung. Das Baugrundstück liegt höher als der Rest der unmittelbaren Umgebung, eine Kiesgrube in der mit konventionellen Baggern Sand gefördert wurde (Tiefe ca. 35 Meter) ist in sehr ähnlicher Höhenlage (nicht exponiert, eher eiszeitlich bedingte "Abbruchkante" ?) allerdings nur ca. 2 km entfernt. Geschätzte Grundwassertiefe mindestens 12 - 15 Meter.
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist a) eine Erdwärmesonde, die möglichst stark "im Grundwasser steckt" besonders effektiv (Ableitung des Regenwassers über "Versickerungsschacht" mit Sonde praktikabel / effizient? - Anbindung an Regenwasswerkanal seitens Stadt anscheinend gefordert) und b) verhältnismäßig trockener Sand darüber hinaus so ziemlich der schlechteste Untergrund, den man für eine Erdwärmesonde besitzen kann.
In Kombination mit der Tatsache, dass in dem anvisierten Baugebiet bereits Leute eine Erdwärmepumpe (Sonde) besitzen und bei denen angeblich nur knapp über 30 Meter in die Tiefe gebohrt werden durfte, ergibt sich für mich die Frage nach einem rentablen Wirkungsgrad. (30 - 12 bis 15 Meter bis zum Grundwasser = ca. 15 "effektive" Bohrmeter pro Bohrung?! Wie sollte sich das bei der Jahresarbeitszahl auswirken?!)
Flächenkollektoren sind "umstritten", da wohl nur etwa 375 qm Grundstücksfläche zur Verfügung stehen. Oder wäre gerade das OK? (ca. 150-200 qm Garten)
Bliebe also eine Luft-Wasser-WP. Ich glaube zu verstehen, dass bei einem KfW-40-Haus eine kontrollierte Lüftungsanlage (mit Wärme- und Feuchterückgewinnung) praktisch zwingend notwendig ist.
Ist es möglich eine solche Anlage in Kombination mit einer Luft-Wasser-WP so effizinet zu betreiben, dass KfW-40 erreicht wird, ohne zigtausende Euronen extra in die Wärmedämmung stecken zu müssen und Lebensgewohnheiten grundlegend umzustellen? Wenn ja, was würde eine solche Anlage ungefähr kosten? (FBH würde eh eingeplant, zumindest Teile des EG (ca. 50-70%) sollen allerdings mit Parkett ausgelegt werden...)
Besser einen verhältnismäßig kleinen Flächenkollektor als "Zusatzaggregat" zur Unterstützung der Luft-Luft-WP?
Heizungsunterstützung und / oder Warmwasserbereitung via. Luft-Luft-WP?
Pufferspeicher? Wenn ja, welche Größe?
Solarthermie sinnvoll? Pufferspeicher?
Doch eher NT-Gas-Brennwerttherme in Verbindung mit effizienter Dämmung + ggf. Solarthermie?
Fragen über Fragen, und ich sehe mich derzeit außer Stande sie für mich selbst zu beantworten...
Für Tips bzw. Diskussionsanregungen wäre ich dankbar, bin allerdings nur abends hier...
Gruß und Danke -
SD47