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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Grundsatzfragen Wärmepumpentyp

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sd47

Erfahrung:
Anmeldedatum: 16.01.2007,
Beiträge: 1
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Guten Abend zusammen.

Ich interessiere mich prinzipiell für einen Hausbau (1,5 oder 2 Geschosse, ca. 150 qm + Vollunterkellerung), habe jedoch noch keine konkrete Planung und folglich auch noch keine "Energiebedarfsberechnung."

Da ich die Auswahl und Konzeption eines zeitgemäßen Heizungs- und Energiesystems für so ziemlich die grundlegendste Entscheidung bei einem Hausbau halt, habe ich mich entschieden, mich hier anzumelden und einfach mal meine +/- dummen Fragen zu stellen. Embarassed

Ich interessiere mich prinzipiell für ein KfW-40 Haus (oder besser, falls bezahlbar), gebe allerdings zu bedenken, dass tägliches Duschen für die derzeit 2 und angedacht mindestens 4 Bewohner unerlässlich ist. Ich würde grundsätzlich gerne eine Wärmepumpe installieren, bin allerdings nicht sicher, welches System praktikabel / rentabel (u. a. KfW-40 Standard...) wäre.

Ich verfüge über kein geologisches Gutachten, gehe jedoch davon aus, dass der Boden eher sandig ist. Kiesgruben mit Schwimmbaggern (Rheinnähe) und konventionelle Kiesgruben gehören in unserer Gegend (NRW, 41xxx) zur Tagesordnung. Das Baugrundstück liegt höher als der Rest der unmittelbaren Umgebung, eine Kiesgrube in der mit konventionellen Baggern Sand gefördert wurde (Tiefe ca. 35 Meter) ist in sehr ähnlicher Höhenlage (nicht exponiert, eher eiszeitlich bedingte "Abbruchkante" ?) allerdings nur ca. 2 km entfernt. Geschätzte Grundwassertiefe mindestens 12 - 15 Meter.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist a) eine Erdwärmesonde, die möglichst stark "im Grundwasser steckt" besonders effektiv (Ableitung des Regenwassers über "Versickerungsschacht" mit Sonde praktikabel / effizient? - Anbindung an Regenwasswerkanal seitens Stadt anscheinend gefordert) und b) verhältnismäßig trockener Sand darüber hinaus so ziemlich der schlechteste Untergrund, den man für eine Erdwärmesonde besitzen kann.
In Kombination mit der Tatsache, dass in dem anvisierten Baugebiet bereits Leute eine Erdwärmepumpe (Sonde) besitzen und bei denen angeblich nur knapp über 30 Meter in die Tiefe gebohrt werden durfte, ergibt sich für mich die Frage nach einem rentablen Wirkungsgrad. (30 - 12 bis 15 Meter bis zum Grundwasser = ca. 15 "effektive" Bohrmeter pro Bohrung?! Wie sollte sich das bei der Jahresarbeitszahl auswirken?!)

Flächenkollektoren sind "umstritten", da wohl nur etwa 375 qm Grundstücksfläche zur Verfügung stehen. Oder wäre gerade das OK? (ca. 150-200 qm Garten)

Bliebe also eine Luft-Wasser-WP. Ich glaube zu verstehen, dass bei einem KfW-40-Haus eine kontrollierte Lüftungsanlage (mit Wärme- und Feuchterückgewinnung) praktisch zwingend notwendig ist.
Ist es möglich eine solche Anlage in Kombination mit einer Luft-Wasser-WP so effizinet zu betreiben, dass KfW-40 erreicht wird, ohne zigtausende Euronen extra in die Wärmedämmung stecken zu müssen und Lebensgewohnheiten grundlegend umzustellen? Wenn ja, was würde eine solche Anlage ungefähr kosten? (FBH würde eh eingeplant, zumindest Teile des EG (ca. 50-70%) sollen allerdings mit Parkett ausgelegt werden...)
Besser einen verhältnismäßig kleinen Flächenkollektor als "Zusatzaggregat" zur Unterstützung der Luft-Luft-WP?
Heizungsunterstützung und / oder Warmwasserbereitung via. Luft-Luft-WP?
Pufferspeicher? Wenn ja, welche Größe?
Solarthermie sinnvoll? Pufferspeicher?
Doch eher NT-Gas-Brennwerttherme in Verbindung mit effizienter Dämmung + ggf. Solarthermie?

Fragen über Fragen, und ich sehe mich derzeit außer Stande sie für mich selbst zu beantworten...

Für Tips bzw. Diskussionsanregungen wäre ich dankbar, bin allerdings nur abends hier...

Gruß und Danke -
SD47

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bernhard geyer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006,
Beiträge: 1153
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> Ich interessiere mich prinzipiell für ein KfW-40 Haus (oder besser, falls bezahlbar), gebe allerdings zu bedenken, dass tägliches Duschen für die derzeit 2 und angedacht mindestens 4 Bewohner unerlässlich ist. Ich würde grundsätzlich gerne eine Wärmepumpe installieren, bin allerdings nicht sicher, welches System praktikabel / rentabel (u. a. KfW-40 Standard...) wäre.

Wärmepumpe heißt niedrige Vorlauftemperatur am besten mit Flächenheizung.

> Wenn ich das richtig verstanden habe, ist a) eine Erdwärmesonde, die möglichst stark "im Grundwasser steckt" besonders effektiv (Ableitung des Regenwassers über "Versickerungsschacht" mit Sonde praktikabel / effizient?

Am effektivsten wäre eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe

> und b) verhältnismäßig trockener Sand darüber hinaus so ziemlich der schlechteste Untergrund, den man für eine Erdwärmesonde besitzen kann.

Das bedeutet das du halt tiefer Bohren müßtest

> In Kombination mit der Tatsache, dass in dem anvisierten Baugebiet bereits Leute eine Erdwärmepumpe (Sonde) besitzen und bei denen angeblich nur knapp über 30 Meter in die Tiefe gebohrt werden durfte,

Hattet ihr evtl. auch noch Berbau oder eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von Hohlräumen im Boden? Falls ja dann ist Bohren (in größerer Tiefe) mit zusätzlichen risiken verbunden.

> Flächenkollektoren sind "umstritten", da wohl nur etwa 375 qm Grundstücksfläche zur Verfügung stehen. Oder wäre gerade das OK? (ca. 150-200 qm Garten)

Könnte reichen. Die Kollektorfläche hängt vom Wärmebedarf des Hauses ab. Wenn du gleich auf Passivhaus gehst dürfte auch diese kleine Fläche kein Problem darstellen.

> Bliebe also eine Luft-Wasser-WP. Ich glaube zu verstehen, dass bei einem KfW-40-Haus eine kontrollierte Lüftungsanlage (mit Wärme- und Feuchterückgewinnung) praktisch zwingend notwendig ist.

Ist für ein Passivhaus zwingend nötig und für das erreichen von Kfw40/60 von Vorteil.

> ohne zigtausende Euronen extra in die Wärmedämmung stecken zu müssen

Wärmedämmung ist das A und O eines energiesparenden Hauses. Besser hier beim Bau ein paar € mehr ausgeben als jährlich höhere Heizkosten zu haben.

> und Lebensgewohnheiten grundlegend umzustellen?

Auch in einem Passivhaus mußt du dich nicht grundlegend umstellen. Egal welches Haus: Permanete Lüftung über gekippte Fenster ist der tod für jede Energiesparung.

> Doch eher NT-Gas-Brennwerttherme in Verbindung mit effizienter Dämmung + ggf. Solarthermie?

Wenn Du dein Geld direkt nach Russland überweisen willst: Gerne.

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Hallo!

Die technischen und kostenseitigen Vorteile einer Fußboden- oder Wandheizung (Flächenheizungen) sind unter folgendem Link nachzulesen. >>
http://www.flaechenheizung.de/Planer/PDF/Fachbeitrag_BVF_Kostenverglei...

Für eine besonders energiesparende Bauweise bietet sich eine Heizung- und Warmwasserversorgung mit Niedertemperaturführung (28 - 45° Celsius) auf jeden Fall an, in Kombination mit einer Wärmepumpe sind hier Energiekosten unter 3 €/m²Jahr möglich. Die Verluste für die Temperaturabsenkung gängiger Heizsysteme mit einem Temperaturbereich von 60 - 90° Celsius für Heizwasser fallen bei beim niedertemperaturgeführten System mit eingebundener Wärmepumpentechnik weg.


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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Wiesenmichel

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 28.12.2006,
Beiträge: 8
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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo sd 47,
wir wollten auch die Erdwärmesonden benutzen Crying or Very sad ,
sind jedoch nach 27 Bohrmetern auf einen artesischen Brunnen
gestoßen und mußten uns dann für ein anderes System entscheiden.
Da der Grundwasserspiegel tiefer als die Alternative Kollektorfläche liegt kam von der Fa. Stiebel Eltron der Vorschlag des Aqua-Geo-Kollektor,diesen bauten wir auch ein.Wir haben so eine hohe Entzugsleistung bei kleiner Fläche:für 161m² Nutzfläche benötigten wir den 144m² Kollektor,sonst hätten wir auch den ganzen Garten nutzen müssen, da der sandige Boden nicht viel gebracht hätte.Eine Luftwärmepumpe wollten wir nicht, wär uns zu laut und zu groß.
MfG

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